Bruno Hoppe - Bruno, der Schatzsucher

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Bruno, der Sohn von deutschen Einwanderern in Südwestafrika, wurde 1931 in Kolmanskuppe, inzwischen eine Geisterstadt im Wüstensand, geboren. Er berichtet über sein Leben und das seiner Familie von 1924 bis heute und erzählt von außergewöhnlichen Erlebnissen und unermüdlichen Schatzsuchen zwischen Namib-Wüste und Kalahari. Da Bruno seit jungen Jahren regelmäßig Tagebuch geführt hat, konnten seine vielen Erlebnisse in diesem einzigartigen Land mit viel Humor und Gefühl hautnah und kurzweilig wiedergeben werden. Es ist nicht nur eine spannende Abenteuergeschichte, sondern auch ein kulturhistorisch wertvolles Zeugnis der Vergangenheit des heutigen Namibia.

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Vater kaufte für fünf Pfund einen Eineinhalbtonner-Pick-up der Marke Whippet bei Herrn Wenk, der Maurerarbeiten in Swakopmund verrichtete und einen größeren Laster brauchte. Mit diesem Whippet lernte ich schon mit elf Jahren Auto fahren. Das viele Holz, welches der Swakop vom Inland hergespült hatte, fuhr ich damit zur Siedlung. Wir benutzten das Holz zum Anfeuern des Küchenherdes und zum Bau der Einzäunung der neuen Siedlung.

Mit Mutters Zementsteinen wurden drei Zimmer gebaut, gleich neben dem Brunnen. Später wurde vergrößert und ein Badezimmer angebaut. Ende 1943 konnten wir dann endlich in das neue Haus umziehen. Onkel Gustav, der jetzt unser direkter Nachbar war, kam nun noch öfter zu Besuch, wobei wir beim Abschied immer darauf achteten, dass er nichts mitgehen ließ, da er sich ganz gerne Dinge aneignete, die er selbst gut gebrauchen konnte.

Zu meinem Leidwesen war mein Schulweg jetzt wieder zwei Kilometer weiter. Um sechs Uhr dreißig fuhr ich morgens mit dem Rad los. Meistens war dicker Nebel und so kam ich dann pitschnass in Swakopmund an. Wenn der Ostwind allerdings von hinten blies, raste ich mit dem Wind im schnellen Tempo zur Stadt, aber wehe, wenn er mittags immer noch wehte. Dann musste ich das Fahrrad im Gegenwind schieben und kam halb verdurstet erst um drei oder halb vier zu Hause an.

Die Schule selbst war eigentlich recht vergnüglich. Kurt und ich heckten oft Streiche aus. Einmal fing ich auf dem Schulweg eine große Maus ein, die ich in meine Frühstücksbox sperrte. In der Schule angekommen dachten sich Kurt und ich sofort einen Plan aus. Als dann Fräulein Storm die Lehrstunde führte, ging ich zur Tafel und putzte diese, in meiner Tasche befand sich die Maus. Kurt ging zur Ablenkung mit einem Buch zum Lehrerpult und fragte Fräulein Storm etwas. Ihre Handtasche stand zwischen Pult und Tafel auf dem Boden und schnell landete die Maus darin. Die ganze Klasse wartete nun gespannt auf die weiteren Geschehnisse, aber leider passierte gar nichts. Fräulein Storm nahm nach der Unterrichtsstunde ihre Bücher in den Arm, schloss ihre Handtasche und verließ den Klassenraum. Sie unterrichtete die nächste Stunde nun im Nachbarzimmer. Es verging eine ganze Weile, wir waren bereits in den nächsten Lehrstoff vertieft, da gab es plötzlich einen lauten Schrei nebenan, gefolgt von Gepolter und aufgeregten Rufen. Fräulein Storm hatte ein Taschentuch aus der Handtasche nehmen wollen, als die Maus heraussprang und durch das ganze Klassenzimmer rannte. So war es uns gelungen, nicht nur eine Lehrerin, sondern gleich ein ganzes Klassenzimmer zu erschrecken. Natürlich kam heraus, wer dahintersteckte und ich bekam mal wieder eine Verwarnung.

Trotz der Arbeit auf der Kleinsiedlung waren die Ferien am schönsten. Und zumindest den Sonntag hielten die Eltern frei. Mutter pflanzte Gemüse an und Vater nahm die Ernte im Rucksack mit zur Stadt, wo er sie an Privatkundschaft verkaufte. Da es jedoch immer mehr Abnehmer für das Gemüse gab, musste er bald immer mit dem Auto fahren. Das Hansa-Hotel und Woermann & Brock-Einzelhandel wurden ebenfalls ständige Abnehmer. Auch das Hotel Europahof und Eggers-Hotel kauften von uns Gemüse. Inzwischen hatten wir noch zwei weitere Owambo-Männer eingestellt, die sehr fleißig waren. In den dreiwöchigen Juniferien schaufelte ich mit dem einen Owambo ein Wasserloch. Wir mussten nun einen zweiten Brunnen bauen, weil Mutter einen zusätzlichen Garten anlegte.

In einigen Jahren wuchsen Zucker- und Wassermelonen im Überfluss und im nächsten Jahr gab es wieder ganz wenig Ernte. Ich erinnere mich noch gut, dass wir einmal so viele Zuckermelonen ernteten, dass wir nach Walfischbucht fahren mussten, um sie dort einfach auf der Straße zu verkaufen. Abends bin ich mit dem Whippet nach Nonidas-Station gefahren, wenn ein Personenzug unterwegs war und verkaufte Melonen während der Haltezeit im Zug. Der Lokführer hupte dann schon, wenn er fast bei der Station war, ich sprang schnell in den Laster und raste hin. Der Zug stand dann etwas länger, damit jeder kaufen konnte. Der Lokführer bekam immer einige Melonen umsonst und auch Billy erhielt seinen Teil. Die Verspätung des Zuges konnte der Lokführer trotzdem wieder ganz gut aufholen, so dass der Zug pünktlich in Usakos ankam.

Herr Lindau von der Siedlung Brockenfels erntete in einem Jahr so viele Tomaten, dass er einen großen Vertag mit der Fischfabrik in Walfischbucht schließen wollte, um Fisch in Tomatensoße in Dosen einzumachen. Der Vertrag kam aber nicht zustande, worüber Herr Lindau dann heilfroh war, da im nächsten Jahr die Tomatenernte sehr kläglich ausfiel.

So gab es gute und schlechte Jahre und man konnte nie wissen, wie die Ernte ausfallen würde.

In den Juniferien half ich auch oft bei Onkel Gustav. Er hatte von der Regierung die Farm Jakkalswater gepachtet, wo sein Trockenvieh auf Weide stand. Die Milchkühe, die „trocken“ waren, wurden hierhergebracht und die, die frisch gekalbt hatten und gemolken werden sollten, wurden zur Siedlung getrieben, von wo aus er Butter, Milch und Sahne verkaufte. Außerdem schlachtete er auch selbst und verkaufte Frischfleisch. Seine Frau, Tante Sofie, fuhr drei Mal in der Woche mit dem Eselskarren nach Swakopmund, um die Produkte zu verkaufen. Sie konnten jede helfende Hand gebrauchen und ich verdiente mir so ein schönes Ferientaschengeld, mit dem ich mir ein Francis-Barnett-Motorrad kaufte. Es war alt und verrostet, dafür aber billig. Billy half mir, es zu überholen und wieder fahrtüchtig zu machen. Anmelden konnte ich es nicht, da ich ja unter sechzehn war und noch keinen Führerschein besaß. Sonntags fuhren Billy und ich meist mit dem Motorrad zum Angeln. Den Fisch verkaufte Billy dann an das EggersHotel. Er kaufte sich von dem Entgelt meistens eine Flasche Brandy und ich bekam den Rest bar in die Hand. Es war ein gutes Zusatzgeld und ich sparte alles, damit ich mir eines Tages ein größeres Motorrad leisten konnte. Ersatzteile bestellte Billy für mich in Johannesburg bei Motor Cycle Works. Alles kam per Post und wir hatten zumindest keine Ersatzteilprobleme.

Die Ferienarbeit bei Onkel Gustav war vielseitig. So musste ich unter anderem auch mit der Sense Luzerne für die Kühe schneiden. Eines Nachmittags fuhr ich wieder um vier Uhr zu seiner Siedlung und schnitt das Futter. Als Onkel Gustav von Jakkalswater zurückkehrte, bekam ich meinen Lohn: zwei Schilling und sechs Penny, dazu einen vier Wochen alten Welpen. Tante Sofie brannte gerade Schnaps von Pfefferminze, die bei ihnen im Garten wuchs. Ein großer Kupferkessel stand auf dem Holzofen, von dem aus durch ein kleines Rohr das Destillat in ein großes Glas tröpfelte. Zur weiteren Belohnung bekam ich ein Schnapsglas von dem warmen Gebräu. Es schmeckte herrlich und sogleich bekam ich noch ein Gläschen. Das Resultat war, dass die Erde etwas schwankte, während ich, meinen Welpen unter dem einen Arm, das Fahrrad über dem anderen, singend zu Hause ankam. Zum Entsetzen der Mutter war ihr Bub mit dreizehn Jahren betrunken. Onkel Gustav musste sich eine Predigt anhören, die sich gewaschen hatte. Zu Mutters weiteren Ärger war sein einziger Kommentar: „Früh übt sich, wer ein Meister werden will.“ In meinem späteren Leben war ich dann tatsächlich bei so mancher Gelegenheit ein Meister.

Auch während weiterer Ferien bat mich Onkel Gustav immer wieder um Hilfe. Wenn meine Eltern mich entbehren konnten, nahm ich die Arbeit gerne an. Immer wenn wir das Trockenvieh nach Jakkalswater hin- und die Milchkühe zurückbrachten, mussten wir alles, was im Weg stand, zum Beispiel Esel, einfach mitnehmen, egal wem sie gehörten. Onkel Gustavs These war, dass es ja schließlich nicht unsere Schuld war, wenn diese Tiere sich uns einfach anschlossen.

Als ich eine nagelneue Schubkarre für die Arbeit vorfand, erklärte er mir, dass er sie sich bei Woermann & Brock als Entgelt mitgenommen hätte. Er hatte am Vortag dort fünf Sack Zement gekauft. Da gerade keine Hilfskraft zur Verfügung stand, um ihm die Säcke auf seinen Eselskarren zu laden, fuhr er sie mit der Schubkarre selbst aus dem Laden. Da sei es doch nur recht und billig gewesen, dass er die Karre gleich mit aufgeladen habe. So war er, der Onkel Gustav, liebenswert, aber trotzdem ein Gauner durch und durch.

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