Jeannette König - Du kennst nie die ganze Geschichte

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Frau Kan hat aus allem etwas gemacht. Jetzt, zuletzt, entzieht sie sich der Optimierung ihres Alters, dem Zugriff ihrer Lieben und der gesundheitsdienstlichen Versorgung. Sie imaginiert das Sterben durch Verdursten, beginnt Vorbereitungen zu treffen. Frau Kan beginnt aufzuräumen. Es gilt zwei grosse Hartplastikkisten voll festgehaltenes Leben zu entsorgen. Frau Kan gewinnt das Vertrauen der Spitex Pflegefachfrau Hana Maric, die jeden Werktag vorbeikommt. Hana Maric, die als zweijähriges Kind mit ihrer Mutter aus Sarajevo geflohen ist, unterlässt die verordneten pflegerischen Leistungen und hilft Frau Kan auszusortieren. Wellenförmig fliesst das Aufräumen mit dem Ende vor Augen durch Frau Kans Tage. Gegenwart verschmilzt mit Erinnerungen. Mit Hilfe von Galib, Hana Marics Cousin, findet sie Aufenthaltsort und Adresse des damals jungen, liebenswerten Mannes heraus, dessen Bild die erfolgreich im Beruf stehende Frau Kan am Boden der psychiatrischen Klinik mit Füssen getreten hatte. Frau Kan besucht den Mann im staatlichen Alters- und Pflegeheim. Frau Kan bringt mit Hana zusammen petits billets eines verstorbenen Bekannten ins Kunstmuseum. Frau Kan und Hana sitzen im Kaffee des Kunstmuseums beim Kuchen. Hana lädt Frau Kan in den Gogol Verein zu einem Vortrag über Nabokov ein. Hana Maric und ihr Cousin verkehren in dem russischen Verein, der offen ist für alle, die eine Heimat suchen. Frau Kan wird zu Hana Marics und Galibs Komplizin, unterstützt sie mit Übersetzen und Koffertragen bei einer Mission in Genf. In der Nacht auf den 1. März erhält Frau Kan einen nächtlichen Anruf.

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• Amélie, einer Juwelierin gleich, mit Lupe über einen Stein mit Seelilien gebeugt.

Von Amélie hat Frau Kan erfahren, dass Seelilien Tiere sind.

• Amélie am Skizzieren des Bauplanes des gefundenen Lebewesens.

• Amélie mit dem Chef des Museums.

Frau Kan legt die Fotos in die Kiste zurück. Amélie liebt schöne Formen. Frau Kan hat Amélie im Museum besucht. Eine lichte Konstruktion aus Stahl, Beton und Glas mit einer Brücke zu den Bürogebäuden der Zementfirma. Frau Kan erinnert sich nicht, dass Amélie je etwas davon erzählt hatte, wie aus dem gesprengten Kalkstein, der mit einer Seilbahn vom Berg direkt der Verarbeitung zugeführt wird, Zement entsteht. Amélie interessiert sich nicht für den Zement, denkt Frau Kan. Es genügt ihr, dass die Fossilien sie bei der ewigen Frage vom Spiessrutenlaufen befreit haben. Sie war keine Leichenschänderin mehr. Fossilien kommen gut an. Die Millionen Jahre dazwischen verwandeln den Tod in ein Kunstwerk. Amélie ist leicht. Sie wird mit Frau Kan hochsteigen. Die Felswände hoch in den Himmel hinein. Frau Kan legt die Fotos in die Kiste zurück. Hana Maric wird mir helfen, denkt Frau Kan.

Bernard

Geboren in Bordeaux. 1943. Illégitime. Mutter: französische Jüdin. Vater: unbekannt. Der Vater war Grieche gewesen. Die Familie lebt in Rhodos. Der Hinweis war von einer Freundin der Mutter gekommen. Mutter und Vater hatten wegen all den Umständen eine aussereheliche Beziehung geführt. Mutter und Vater sind nach dem gemeinsamen Verlassen der Wohnung in Paris nicht mehr zurückgekommen. Erschossen. Auf offener Strasse. Kindheit in Syrien bei der Schwester der Mutter in gehobenen Verhältnissen. Bernard hatte den Namen des verstorbenen Sohnes der syrischen Familie erhalten. Bernard erinnert sich an das Essen, das er bekommen hatte. „Es ist eine gute Zeit gewesen“, sagt Bernard, glatzköpfig, Onassis Statur. Bernards Küche ist vollgestellt mit einem Gastronomie Kühlschrank und einem Familienkühlschrank. „Es ist eine gute Zeit gewesen“ ,sagt Bernard.“ Ich hatte immer gut zu essen“. Bernard wartet auf den Durchbruch des Patentes für Umwandlungen von Schallwellen in Energie. Er wird reich werden. Er brauche eine Frau, die sein Leben ordne. Mit 18 hat ihn die syrische Familie nach Bordeaux zurückgeschickt. Die Lage war zu gefährlich. Der Staat Israel war gegründet worden. Mit 18 allein in Bordeaux. Ohne Geld. England sucht 6 junge Männer für die kostenlose Ausbildung zum Militärpiloten. Bedingung: In Bordeaux geboren. Die Rekrutierung ein alter Zopf aus dem 12. Jahrhundert. Hervorgegangen aus der Heiratsallianz zwischen der aquitanischen Herzogstochter mit dem Herzog der Normandie und König von England. Bernard wird aus den 120 Anwärtern auserwählt. Mit dem Geburtsnamen und einem englischen Pass emigriert Bernard nach London. Zehn Jahre Armee. Keine Kriegseinsätze nur Erkundungsflüge. Bei einem Trainingsflug Explosion des Motors. Ausgelöst durch einen Vogel. Bernard betätigt den Schleudersitz. Von hinten über den Trainee gebeugt. Als Trainer war es Bernards Pflicht gewesen den Trainee zu schützen. Bernards Rücken schwer verletzt. Beste medizinische Betreuung in Wien. Das englische Militär ist bis heute grosszügig. Weitere Laufbahn in Wien. Der österreichische Staat stiehlt ihm eines seiner Patente.

Frau Kan nimmt Bernard mit in die Küche. Ein seltenes Exemplar, denkt Frau Kan. Sie hätte seine Biografie schreiben müssen. Wahrscheinlich habe ich ein Drehbuch aus der Lebensgeschichte schreiben wollen denkt Frau Kan. Sie hat es nicht gemacht. Frau Kan erinnert sich vernebelt an Kuchen an einem See. Warum hatte Frau Kan das Exemplar nicht in das virium eingefügt? Warum als Einzelstück aufbewahrt? Frau Kan erinnert sich an den Archivar südöstlich von Bordeaux. Auch ein Glatzkopf. An das Original eines Briefes von Cézanne an die Grossmutter des Archivars. Frau Kan kocht Teewasser. Betrachtet die Hände im Spiegel der Wasserkanne. Es sind Frau Kans Hände. Sie holt die Männersammlung unter Amélie und den Stimmen der Fremdheitserlebnisse hervor. Ohne zu überprüfen, ob der Archivar und das Original von Cézannes Brief an seine Grossmutter darin figurieren, zerreisst Frau Kan die Seiten und wirft die Schnitzel in den Abfall. Hana Maric soll sie nicht lesen. Was Frau Kan mit Bernard anfangen will, weiss sie noch nicht. Bernard ist zu schwer um mitzunehmen, denkt Frau Kan. Unerlöst.

Das Ende 4

Stillhalten. Durch die Kontrolle. Kein Zusammenbruch. Du gehst still und aufrecht. Es macht keinen Unterschied, ob du dich erinnerst, dass im Teich im Garten des Hauses auf der Müngerenegg in Heroltswil der im Dezember unter der Eisdecke verstorbene Goldfisch durch einen neuen ersetzt worden ist und noch ein weiterer, vom Zoohändler geschenkter, einäugiger in leichter Schräglage mitschwimmt oder ob du dich nicht erinnern kannst. Der letzte Ort muss nahe bei der Toilette sein. Nicht umfallen. Nicht gehen lassen. Einfach hinlegen. Das Bett, die Insel. Die Schwaneninsel. Am Hang die Liebesnester. Feucht vom letzten Hochwasser. In der Nacht, ineinander verschlungen, vom Wasser zugedeckt. Hinlegen. Einfach die Hände auf dem Bauch falten. Über der Brust vielleicht. Singen, wenn die Angst kommt. Gewölbte Lippen. Gewölle im Papier. Auf den Backen die Sonne. Die Läppchen des Eichblattes über den Blattkörper gezogen. Die Arme um den Leib geschlungen. Der Anruf. Die Nacht. Der Kranz aus Eichenlaub. Die Worte überstreifen. So wird mir nicht kalt sein. Der Kranz aus Eichenlaub wird ganz leicht sein. Allein sterben. Ein Skandal. Niemand darf allein sterben. Niemand darf merken, dass ich sterbe, sonst retten sie mich. Hana wird bald kommen. Sie haben mir Hana geschickt. Ich werde verschwinden, bevor die Gesundheitsversorgung mich rettet.

Das bin doch ich!

Abgerollt im Laken

das Glied zwischen den Schenkeln

die tulipe im Frühlingswind

leichtes Wiegen nur

deine Arme um die Brüste.

Sie haben mir Hana geschickt. Ich bin die neue Klientin, die Hana Maric von der Leiterin der Spitex-Dienste zugewiesen bekommen hat. Eine heikle Aufgabe, hat ihr die Leiterin sagen müssen. Frau Kan sieht keinen Bedarf an Unterstützungsleistungen; die Kinder hingegen haben Anzeichen von Verwirrtheit ausgemacht. Frau Kan hat eingewilligt, dass sie Hana Maric schicken. Am frühen Nachmittag. Das war Frau Kans Bedingung. Frau Kan ist zugesichert worden, dass Hana Maric, wenn immer möglich am frühen Nachmittag kommen werde. Frau Kan will morgens keinen Besuch. Frau Kan hat sich die Strategie zurechtgelegt mitzuspielen und das Spiel in der Hand zu halten. Die morgendliche Passage vom Unbewussten ins Bewusste ist gesichert. Early birds catches the worms. Jeden Morgen, um die gleiche Zeit, an der gleichen Stelle, hat Frau Kan den Rückkehrer aus Indien getroffen. Das zweitletzte Strandhäuschen Richtung Herne Bay gehörte ihm. Auf der Veranda des Flaggschiffes die flatternde Badehose des aufrechten Sea Lords an der Leine. Zwei Morgen war er nicht gekommen. Am dritten Morgen lag ein junger verlebter Mann in türkisblauer Strandhose und gelbem T-Shirt im Liegestuhl auf der Veranda des Strandhäuschens. Er trank Whisky. „Early birds catches the worms. Der Alte ist in Südafrika. Geschäfte. Ich übernachte manchmal hier.“ Andy holte aus dem Innern einen zweiten Liegestuhl und stellte ihn neben dem seinen auf. „Bitte sehr, nehmen sie Platz. Ich bin der Sohn des Alten.“ Er stellte Oliven, Kräckers und Saft für Frau Kan auf ein Tischchen zwischen den Liegestühlen. Später hat er noch zwei Sardinenbüchsen und ein Glas eingelegte Gurken aus dem Innern geholt und sie dazu gestellt. Andy und Frau Kan haben auf das Meer hinausgeguckt. Getrunken. Gegessen. Was da war. Dazwischen ein bisschen geredet. Geschlummert. Eine kurze Ewigkeit lang, wie eine sehnsüchtige Melodie, die nie aufhört und auch nicht weitergeht. Der Wind drehte die Stiftswalze. Die Strandläufer beinelten über den Sand. Gegen Abend Umzug der Stühle an den Strand. Glutrot zieht Jupiters Wagen über den Himmel, begleitet vom Gekreisch der Möwen. Flügelklatschen auf dem Wasser. „Ich werde mich morgen im Meer versenken. Sagen sie meinem Vater nichts. Auch nicht, dass wir uns getroffen haben. Nichts davon, was ich ihnen erzählt habe.“ Als der Mond nur noch milchig verschwommen über den Wellen hängt, lässt Frau Kan Andy allein und ruft seine Mutter an. Es gibt Dinge, die sich nicht verflüchtigen, denkt Frau Kan. Frau Kan wird nicht mehr essen und nicht mehr trinken. Verdursten. Austrocknen. Eine Wolke wird sie über die Spitzen der Giganten hinaus in den Himmel hinauftragen.

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