Hannes Wildecker - Der Weg des Bösen

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Seine panische Angst steigert sich ins Unermessliche. Nun weiß er auf einmal, wo er sich befindet. Sein Blick fällt auf den Baseballschläger, und es ist, als sauge er sich daran fest. Schlagartig wird ihm bewusst, was ihn erwartet …
An einem abgelegenen Haus am Ortsrand von Hermeskeil geschehen grausame Morde. Sie weisen das gleiche Muster einer Tat auf, die vor 18 Jahren in diesem Haus geschah. Mit einem Baseballschläger werden den Opfern die Gesichter bis zur Unkenntlichkeit zerschlagen.
Heiner Spürmanns Nachfolger, Kriminalhauptkommissar Overbeck, jagt gemeinsam mit Leni einem Phantom hinterher, und schließlich kommen sie einer Wahrheit auf die Spur, die selbst ihnen als erfahrene Ermittler ein Wechselbad der Gefühle bereitet.

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Satorius sah durch das riesige Fenster des Verlagshauses auf den blauen Himmel, die Wolken, die langsam in Richtung Süden zogen, große Teile des blauen Himmels dabei offenlassend.

Urlaub! Er überlegte, wann sein Urlaub fällig würde. Jetzt im Sommerloch war ein großer Teil der Kollegen unterwegs in vermeintlich sonnigere Gefilde. Doch die Welt machte einen Klimawandel durch, der diesen Kollegen hier und da die Erkenntnis brachte, ihren Urlaub besser in der Heimat zu verbringen.

„Urlaubsgedanken?“

Satorius sah von unten her über den Rand seiner Lesebrille direkt zu seinem seinen Kollegen Jörg Schmieder auf, der ihn, einen schmalen Ordner in der Hand haltend, lächelnd ansah.

„Weiß nicht, ob das der richtige Zeitpunkt wäre“, gab Satorius lakonisch zur Antwort. „Jetzt, da die ruhige Phase des Jahres in unserem Reporterdasein Einzug gehalten hat.“

„Na ja, bei uns beiden kommt es sicherlich nicht so unbedingt auf die Jahreszeit an, was meinst du?“

Satorius wusste, was er meinte. Beide teilten das gleiche Schicksal. Oder nein, Schicksal war der falsche Ausdruck. Zustand wäre zutreffender. Er und Schmieder waren Junggesellen. Unverheiratet. Ungebunden.

„Genau“, antworte Satorius schließlich. „Du hast Recht. Wir sind frei in unseren Entscheidungen und können unseren Urlaub nehmen, wann wir Lust dazu haben.“

„Und wenn die Redaktionsleitung es uns erlaubt. Was sind deine bevorzugten Themen in dieser … Sommerflaute?“

Satorius dachte kurz nach. „Ich weiß nicht“, antwortete er stirnrunzelnd. „Was kommt eben. Vielleicht gibt es wieder einen Störfall in Cattenom oder die Feuerwehr wird zu einem Einsatz gerufen. Eine Katze, die von einem Baum geholt werden muss.“

„Unsinn“, sagte Schmieder lächelnd in bedächtigem Ton. Bedächtigkeit war seine Stärke. Es gab kaum etwas, das ihn über Gebühr aufregen konnte. „Katzen kommen immer alleine runter. Oder hast du schon mal eine tote Katze auf einem Baum gesehen?“

„Du weißt schon, was ich meine“, gab Satorius nun fast mürrisch zur Antwort, um seine gute Laune jedoch sogleich wiederzufinden. „Ein Gutes hat das Ganze schon. Ich werde meinen Geburtstag in aller Ruhe feiern können, wie im vergangenen Jahr und im Jahr davor.“

„Aber in diesem Jahr ist es ein runder, mein Freund. Steht deine Einladungsliste schon? Du wirst deinen Vierzigsten doch nicht alleine feiern wollen?“

Satorius stand auf und reckte sich. „Wir werden sehen. Vielleicht …“

Mitten im Satz wurde er durch eine weibliche Stimme, begleitet vom Klopfen von Stöckelschuh-Absätzen, unterbrochen.

„Meine Herren, nichts zu tun? Ich glaube, das können wir ändern.“

Wie auf Kommando drehten sich die beiden um und vor ihnen stand Margit Klausner, Leiterin der Reporter-Abteilung. Sie zeigte ihnen die gesamte Breitseite ihrer blendend weißen Zähne, die im krassen Kontrast zu ihrem schwarzen Kostüm standen und dennoch wieder zum Kragen ihrer weißen, leicht dekolletierten Bluse passten. Ihre schmale Brille mit den dunkel umrandeten rechteckigen Gläsern verlieh ihrer Erscheinung eine gewisse weibliche Strenge, die noch durch die zu einem Knoten zusammengefasten schwarzen Haare verstärkt wurde. Obwohl sie erst um die dreißig war, das genaue Alter verschwieg sie bisher mit Erfolg, machte sie diesen Job bereits seit zwei vollen Jahren und auch die männlichen Kollegen waren sich darin einig: Sie machte ihre Sache gut.

„Wie wär`s mit einer Story zum Aufwärmen?“, fragte sie unvermittelt und sah von einem zum anderen.

„Zum Aufwärmen?“ Satorius schien nicht zu verstehen. „Und was kommt danach?“

„Mit Aufwärmen meine ich eine Story, die schon einmal durch den Blätterwald rauschte. Vor fünfzehn oder sechszehn Jahren. Eine schlimme Geschichte. Für die Betroffenen. Für uns war sie ein medialer Segen. Und es geschah während der Zeit eines Sommerlochs. Hansi, du kümmerst dich darum, okay?“

Eine Drehung ihres Handgelenks wischte den schmalen Ordner auf den Schreibtisch, genau vor Satorius Nase.

„Was ist das?“ Ungläubig sah er erst auf das Papierbündel, dann auf die lächelnde Kollegin.

„Alles das, was damals passierte, steht darin, der ganze Schriftkram, die gesammelten Zeitungsartikel, Kommentare, Meinungen und natürlich alles über die zahlreichen Gerichtsverhandlungen.“

„Aber …“

„Sieh es dir in Ruhe an. Mach eine neue Geschichte daraus. Stelle fest, was mit den Tätern und den Opfern geschehen ist. Wie sie heute leben, was sie tun. Rede mit ihnen, ich garantiere, es wird eine interessante Story.“

Satorius wollte etwas sagen, doch er brachte kein Wort heraus. Im Weggehen sagte Margin Klausner: „Du hast zwei Wochen. Streng dich an. Unsere Leser brauchen die Story. Es geschieht zu wenig in dieser Gegend. Da ist man dankbar für interessant aufgewärmte Kriminalgeschichten.“

Das Klappern ihrer Stöckelschuhe entfernte sich und schließlich war es ruhig. Weder Satorius noch Schmieder sagten ein Wort. Sie sahen sich an und blickten wie auf Kommando in die Richtung, wo eine Tür schlug.

„Dann mal viel Spaß, Hansi“, sagte Schmieder schließlich mit einem schiefen Lächeln und drehte sich auf dem Absatz um. „Wenn du Hilfe brauchst … bitte mich nicht darum. Das Sommerloch, verstehst du? Ich habe es mir redlich verdient.“

Kapitel 6

Jörg Dellmann war matt und ermüdet. Der heutige Tag hatte ihn geschlaucht wie selten zuvor. Die Arbeit bei der städtischen Müllabfuhr hing ihm aus dem Hals heraus. Anders konnte er es nicht beschreiben. Tagaus und tagein auf der Stehrampe am Heck des Müllwagens zu verbringen mit der einzigen Abwechslung, dass er zwischendurch volle stinkende Abfalltonnen in die Automatik einhängte und abwartete, bis das Schlagen des Entleerungs-Mechanismus endlich vorbei war und er die Tonne wieder auf dem Gehweg platzieren konnte.

Dellmann schlenderte durch die Hauptstraße der Hermeskeiler Innenstadt und hatte ein bestimmtes Ziel vor Augen. In seiner Stammkneipe würde er sich einige Drinks gönnen, vermutlich mehr, als es sonst der Fall war. Den Frust würde er ersäufen, ehe er auf seinem seit Tagen nicht mehr gemachten Bett in einen komaähnlichen Schlaf fallen würde. Niemand würde ihn vermissen, wenn er heute die Zeit vergaß, denn niemand wartete auf ihn. Er lebte alleine und daran wollte er auch so schnell nichts ändern. 44 Jahre war er alt, mehrere Beziehungen hatte er verschlissen und daraus eine Lehre gezogen, nämlich die, dass eine Heirat für ihn nie in Frage kommen würde.

Jede seiner Verflossenen hatte ihn hintergangen, ihn mit anderen Männern betrogen. Mit Männern, die sich finanziell besser standen als er. So waren es immer nur kurze Beziehungen gewesen. Dass die Frauen auf ihn flogen, war ihm bewusst. Er hatte eine stattliche Figur, die dunklen gewellten Haare über dem wohlgeformten Gesicht mit den dunkelbraunen Augen hatte er nach hinten gelegt und ab und zu fiel ihm eine Strähne über das rechte Auge. Die Winkel seines vollen Mundes hatten sich in den vergangenen Jahren leicht nach unten bewegt und spiegelten seine zunehmende Unzufriedenheit wieder.

Inzwischen war die Dämmerung hereingebrochen und ein Blick auf seine Armbanduhr sagte ihm, dass es kurz vor sieben am Abend war.

Als sich die Tür Zum alten Hermeskeiler hinter ihm schloss und er die rauch- und alkoholgeschwängerte Luft einatmete, das Raunen an den Tischen und die Diskussionen an der Theke, vernahm, da fühlte er sich plötzlich geborgen, glaubte er sich unter seinesgleichen, selbst, wenn ihm die meisten der Gäste fremd waren.

„Ein Bier, Franz und einen Klaren“, bestellte er, nachdem er sich einen Platz am Ende des Tresens ausgesucht hatte, dort, wo er sich etwas freier bewegen konnte, als mitten unter den anderen Thekenstehern.

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