Abdul Maria-Lama - Vom Himmel abgewiesen

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Gleich nach seiner Tat wird der Selbstmordattentäter Ali Ben Islami vom Himmel abgewiesen und nach München geschickt. Dort versucht er mit allen Mitteln, die ihm versprochenen 72 Jungfrauen doch noch zu bekommen. Arm wir eine Moscheemaus und ohne «ehrbare» Familie im Hintergrund sieht er im muslimischen Milieu keine Chance auf Erfolg und versucht sein Glück bei den «Ungläubigen». Gebunden an strenge islamische Moralvorstellungen durchlebt der aus dem fernen El Aoutsch stammende Ali dabei eine einzige Achterbahnfahrt der Gefühle. Schließlich erkennt er, wie aussichtslos sein Vorhaben ist und beginnt zu verzweifeln. Durch einen Zufall hellt sich seine Perspektive wieder auf, bevor die Geschichte eine verblüffende Wendung nimmt.

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Entsetzt drehte Ali seinen Kopf zur Seite. „Oh nein, nicht, keinen Alkohol!“, rief er gurgelnd aus. Dann bäumte sich sein Körper heftig auf, sackte in sich zusammen und blieb regungslos am Boden liegen.

„Holt´s die Sanis, der ist ganz weg“, rief die Krugträgerin zwei Security-Männern zu, die an das Geschehen herantraten. Vergeblich versuchten die rasch herbeigeeilten Sanitäter samt Notarzt, Ali aus der Bewusstlosigkeit zu befreien. Nachdem dieser noch schwer zu röcheln begann, legten sie eine Infusion und schlossen ihn an ein Beatmungsgerät an. In Windeseile verfrachteten sie ihn in ihren Sanka und fuhren mit Blaulicht in das nächstgelegene Krankenhaus.

2

Inzwischen hatte sich Ali wieder von der Materie gelöst und war erneut an die Himmelspforte aufgefahren. Eindringlich erklärte er dem nun regulär diensthabenden Engel, dass er sich im Dschihad für den Islam geopfert habe und er als Märtyrer sofort ins Paradies einzulassen sei, wo seine zweiundsiebzig Jungfrauen schon sehnsüchtig auf ihn warteten.

„Junger Mann“, antwortete der Engel, „für solch eine Spezialfrage sind wir an der Generalpforte nicht zuständig. Da müssen Sie zum Paradieseingang für Moslems. Schweben Sie herein und dann die Treppe nach oben. Die führt Sie direkt dort hin.“

Erwartungsvoll schwebte Ali über die aus lauter Schäfchenwolken bestehende Treppe und erreichte einen großen Vorhof. Neugierig blickte er um sich. Der Boden des Vorhofs bestand aus einem Mosaik von Abertausenden kleiner Federwolken. Ein riesiges schwarzes Loch füllte die Mitte der ihm zugewandten Seite aus. , entzifferte Ali auf dem astralförmigen Schild, das in dem schwarzen Loch steckte. Buchstaben, die Rauchzeichen ähnelten, umkreisten das Schild. Mühsam buchstabierte er:

N I R W A N A: ´Nie gehört`, dachte er, ´für mich hat das sicher keine Bedeutung.` Dann richtete er seinen Blick auf die Seite des Vorhofes, die sich gegenüber dem schwarzen Loch befand. In gebührendem Abstand erkannte er zwei nebeneinanderliegende Eingänge. Der Linke hatte die Form eines Kreuzes, war demzufolge für Christen reserviert, der Rechte war stilvoll in Form eines Halbmondes geschwungen und im oberen Drittel von einem grünen Kopftuch bedeckt.

´Was soll der Eingang mit dem Kreuz?`, fragte sich Ali. ´Ins Paradies kann dieser nicht führen, denn Christen haben die Botschaft Allahs zwar erhalten, aber verfälscht. Egal, ich weiß ja, wo ich hin muss.` Während er auf den Halbmondeingang zuschwebte, entzifferte er die arabischen Schriftzeichen, die das grüne Kopftuch verzierten. ´Islamisches Paradies` frohlockte er - ´endlich bin ich an den Ort gekommen, wo all die willigen Jungfrauen auf mich warten`.

Voller Vorfreude erreichte Ali den Eingang. Obwohl dieser offen stand, war nicht zu erkennen, was sich dahinter befand. Behutsam schwebte er hindurch und tauchte sofort in ein Licht ein, das so hell war, wie die Sonne zur Mittagszeit auf der Kuppe einer Sanddüne. „Juhu, ich bin drin!“, jubilierte er, um verdutzt zu registrieren, dass er sich erneut in einen Körper aus Fleisch und Blut verwandelt hatte. Wie in dem seltsamen Nomadenzelt trug er eine blaue Hose und ein buntes Hemd. Nur Schuhe hatte er keine an, barfuß standen seine Füße auf einem Marmorboden, der ins Unendliche zu reichen schien.

„Was kann ich für dich tun, mein Sohn?“, vernahm Ali eine verführerische Stimme. Bevor er wusste, was geschah, schwebte eine atemberaubend schöne Engelfrau in einem bis zur Hüfte aufgeschlitzten Kleid so nah an ihn heran, dass ihre kastanienbraunen Haare sein Gesicht streiften. Dabei verströmte sie einen Duft, der ihn an die wunderbarsten Gerüche eines blühenden Oasengartens erinnerte.

Mit großen Augen blickte Ali auf den Schlitz in ihrem Kleid und sagte: „Super, so eine Begrüßung habe ich mir gewünscht! Sind alle meine zweiundsiebzig Jungfrauen so reizvoll wie Sie, Frau Engelein?“

„Wer bist du?“, fragte das schöne Wesen. „Wir müssen prüfen, ob du überhaupt in unser Paradies darfst.“

„Aber sicher“, antwortete Ali frohlockend. „Ich, Ali Ben Islami, habe mich im Dschihad für den einzig wahren Glauben in die Luft gesprengt. Führen Sie mich direkt zu meinen zweiundsiebzig Jungfrauen, die schon sehnsüchtig auf mich warten! Wenn ich Sie mit einrechne, können es gerne auch dreiundsiebzig sein.“

„Oh nein, nicht schon wieder“, murmelte die Engelschönheit, drehte ihren Kopf nach hinten und rief: “Immamuel, der nächste Verrückte ist da, der ein Selbstmordattentat begangen hat und meint, er kommt ins Paradies zu zweiundsiebzig Jungfrauen.“

„Schick ihn in den Abschieberaum, Engelein-Käfer!“, hallte eine tiefe Stimme zurück. „Ich komme gleich. Der kriegt noch was zu hören!“

Mit einer kurzen Handbewegung zeigte die Engelfrau Ali an, ihr zu folgen. Begleitet von einem mulmigen Gefühl im Magen, trabte dieser auf dem ins Unendliche reichenden Marmorboden der voranschwebenden Paradiespförtnerin hinterher. Auf einmal befanden sich beide vor einem fensterlosen Gebäude, das wie aus dem Nichts auftauchte.: „Hier eintreten, der Erzengel Immamuel möchte ein Wörtchen mit dir reden“, sagte die Engelfrau und deutete auf die offen stehende Tür des Gebäudes.

Vorsichtig trat Ali durch die Tür und sah sich um. Außer vier kahlen Wänden und der Eingangstür war in der matten Beleuchtung nichts zu sehen. ´So habe ich mir das nicht vorgestellt`, dachte er und begann nervös im Raum auf und ab zu gehen. Plötzlich erschrak er heftig. Ein großer, grauer Engel hatte sich urplötzlich vor ihm aufgebaut. Der Engel sah ihm strengen Blickes in die Augen und brummte mit einer tiefen Bassstimme: „So, so, du meinst also, du bekommst hier zweiundsiebzig Jungfrauen.“

„Stimmt Herr Engel“, antwortete Ali, nichts Gutes ahnend.

„Da bist du aber völlig schief gewickelt, du Todeskämpfer“, gab der Engel missmutig von sich. „Du bekommst keine Jungfrauen, nicht einmal eine Einzige.“

„Aber“, antwortete Ali trotzig, „im Koran steht, jeder Muslim, der im Kampf für den Islam getötet wird, gelangt sofort ins Paradies und bekommt dort viele Jungfrauen. Die Überlieferungen betonen, dass es genau zweiundsiebzig sind. Der Mullah in El Aoutsch hat uns das mehrfach gesagt!“

„Du scheinst ja gut informiert zu sein, trotzdem stehen dir keine Jungfrauen zu. Du hast nämlich keinen Zutritt ins Paradies!“

Entsetzt riss Ali die Augen auf. „Wieso nicht? Jeder, der im Dschihad stirbt, wird mit dem Paradies belohnt. Der Koran verkündet es so!“

„Was im Koran steht, weiß ich besser als du“, brummte der Engel mürrisch. „Aber in deinem Fall kann von Dschihad nicht die Rede sein. Und weißt du auch, weshalb? Weil jemand, der sich selbst tötet und wahllos Menschen in den Tod reißt, keinen Dschihad praktiziert.“

„Wieso, ich habe ...“

„Sei still! Selbst im bewaffneten Dschihad rechtfertigt sich so etwas nicht!“

„Äh, ich habe niemand in den Tod gerissen“, gab Ali zaghaft von sich. “Nur mich selbst.“

„Du wolltest doch, oder täusche ich mich?“ Immamuel sah ihn prüfend an.

„Ja, doch, eigentlich schon.“

„Und weshalb hat es nicht funktioniert?“

Ali blickte verschämt zu Boden und sagte kleinlaut: „Nachdem die Glaubensbrüder mich abgesetzt hatten, war ich so aufgeregt, dass ich mich nicht mehr erinnern konnte, wie der Sprengstoffgürtel betätigt wird. Da habe ich in der mitgelieferten Anleitung nachlesen müssen. Ich kann aber nicht richtig lesen. Deshalb habe ich etwas falsch verstanden und den Auslöser zu früh gedrückt. Sie müssen wissen, Herr Engel, in El Aoutsch hatte ich vier Schwestern. Als einziger Sohn meiner Eltern musste ich sie täglich überwachen, damit sie die Familienehre nicht zerstören. Auch verbrachte ich unendlich viele Stunden in der Koranschule, um Suren anzuhören und nachzusprechen. Wie sollte ich da Zeit zum Lesen Lernen finden?“

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