Karin Spieker - Im Bann der Quelle

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Die magische Quelle sorgt dafür, dass Luise und ihre Freunde alles haben können, was sie sich wünschen. Aber dafür zahlen sie einen hohen Preis: Der Rat von Südental regelt das Leben aller Dorfbewohner. Freundschaften außerhalb Südentals sind streng verboten. Und niemand darf Südental den Rücken kehren. Mysteriöse Todesfälle ereignen sich, wann immer jemand die Regeln der Quelle missachtet. Luise passt sich an – bis ein Neuer an ihre Schule kommt: Leander. Versehentlich liest sie seine Gedanken und auf einmal schlägt ihr Herz Purzelbäume. Sie muss sich entscheiden: zwischen dem Leben, das sie kennt, und ihrer großen Liebe… Luxus oder Freiheit – was würdest du wählen?
(aktualisierte und überarbeitete Neuauflage des Romans «Das Geheimnis der Quelle» von Karin Marold)

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Oder sollte ich mich vielleicht lieber um mich selbst sorgen? Und mir Gedanken darum machen, dass ich möglicherweise in Gefahr war, wenn ich mich zu eng mit Leander einließ?

Ich war total neben der Spur und fühlte mich unendlich allein. An diesem Abend wünschte ich mir sehnsüchtig eine Schwester herbei, mit der ich das Gehörte hätte aufarbeiten können. Immer wieder ging ich in Gedanken die Menschen durch, mit denen ich normalerweise meine Probleme besprach. Meine Eltern waren ausnahmsweise einmal Teil des Problems. Wären sie nicht beide so versessen auf die blöde Gabe, könnte man einfach gemeinsam die Macht der Quelle brechen. Naja, mehr oder weniger einfach.

Wen hatte ich sonst? Sina fiel selbstverständlich flach, aber Hanna, Maria und sogar Ilona vertraute ich. Eigentlich. Wenn es nicht gerade um die Existenz meiner Familie ging. Was, wenn Hanna und Max doch wieder zusammen kamen? Max’ Vater saß im Rat. Was, wenn Ilona sich ihrer Mutter anvertraute? Ilonas Mutter und Sinas Mutter waren ganz dicke. Was, wenn Maria sich innerhalb der Clique verplapperte? Dazu neigte sie leider, es tat ihr jedes Mal furchtbar leid, aber es passierte trotzdem immer wieder.

Nein, in Südental konnte ich mich keinem anvertrauen – dieses Dorf war einfach zu klein. Und je mehr ich darüber nachdachte, desto sicherer war ich mir, dass es bestimmt viele Südentaler gab, die für ihre geliebte Quelle buchstäblich über Leichen gehen würden. Vielleicht sogar über meine Leiche. So viel zu den Vorteilen Südentals und seiner tollen Dorfgemeinschaft.

Leander schob sich wieder und wieder vor mein inneres Auge. Das war selbstverständlich überhaupt keine Option. Ich kannte ihn nicht einmal und wenn ich ihn näher kennen lernen würde, würde das meine Probleme nur vergrößern. Es half alles nichts: Vorerst musste ich alles mit mir selbst ausmachen und mein Wissen für mich behalten.

Das ganze Wochenende lang igelte ich mich ein.

Ich sagte den Ausritt mit Hanna und Maria am Samstag ab und ging auch nicht mit den anderen Kanu fahren. Nachdem ich das Wort „Durchfall“ benutzt hatte, fragte zum Glück keiner weiter nach. Mein schlechtes Gewissen, weil ich eine Magen-Darm-Grippe vortäuschte, hielt sich in Grenzen – immerhin war mir die meiste Zeit tatsächlich übel.

Unser Grundstück verließ ich lediglich für meinen täglichen Besuch der Quellscheune, seltsamerweise hatte ich das Gefühl, dass ich es mir jetzt nicht leisten konnte, auf die Gabe zu verzichten.

Ich war wie betäubt.

Meine Welt war plötzlich kein sicherer Ort mehr. Und wenigstens das hatte mir Südental immer bieten können: Sicherheit.

Schon lange, seit ich von der Gabe wusste und erkannt hatte, dass Südental sich systematisch abschottete, um die Gabe zu schützen, empfand ich mein Heimatdorf als eng. Oft, wenn ich durch die hässlichen Straßen lief oder zu einer Veranstaltung in die Quellscheune ging und dort auf die immer gleichen Gesichter traf, packte mich ein intensives Fernweh, eine große, schmerzhafte Sehnsucht nach etwas anderem, nach mehr, nach dem Leben. Jetzt aber, seit ich wusste, welcher Methoden sich der Bürgermeister und höchstwahrscheinlich auch der Rat bedienten, um die Südentaler im Dorf zu halten, jetzt empfand ich die hässlichen Gassen als mein höchstpersönliches Gefängnis.

Ich fühlte mich nicht nur von Südental verraten, ich hasste auch meinen Eltern an diesem Wochenende und das ließ ich mir nach Kräften anmerken. Ich sprach wenig mit ihnen und wenn mein Vater oder meine Mutter mich versuchsweise anlächelten, lächelte ich nie zurück sondern drehte mich besonders kühl von ihnen weg. Leider ging es mir nach jeder dieser Begegnungen nur noch schlechter. Ich war so allein, dass es weh tat!

Wäre ich ein mutigerer Mensch oder ein trotzigerer Teenager gewesen, ich glaube, ich hätte an diesem Wochenende meine Sachen gepackt und wäre abgehauen. Egal wohin, Hauptsache, es wäre ein Ort ohne Quelle, ohne Gabe, ohne Morde gewesen. Ich ging in Gedanken wieder und wieder alle Vorbereitungen für diesen Schritt durch, legte eine Liste der Dinge an, die ich mitnehmen würde, verfasste im Geist sogar Abschiedsbriefe an meine Eltern – und blieb dann doch lethargisch, wo ich war.

Ich hasste sogar meine Zimmer an diesem Wochenende – meine herrlich in beruhigenden Grün- und Blautönen gestalteten, geschmackvollen Zimmer mit ihren bequemen Möbeln, dem hochwertigen Klavier, dem riesigen Fernseher samt Spielekonsole und den Bücherwänden. Ja, wie jedes Kind im Dorf hatte ich nahezu alles, was ich mir wünschen konnte. Außer dem, was ich mir am meisten wünschte: Freiheit.

Ein wenig erinnerte mich die Situation an meine Einweihung vor zwei Jahren, nur dass diesmal alles noch tausend Mal schlimmer war. Einweihung nennen wir in Südental das Gespräch, in dem wir von der Gabe erfahren. Meist entscheiden die Eltern, wann ihre Kinder so zuverlässig sind, dass sie das kollektive Geheimnis sicher tragen können. Der Zeitpunkt der Einweihung sollte auf jeden Fall einige Monate vor dem Erwachen der Gabe liegen, damit der betreffende Jugendliche im Gemeinschaftskreis auf seine Fähigkeiten vorbereitet werden kann.

Es ist ein bisschen so, wie wenn „normale“ Kinder erfahren, dass weder der Weihnachtsmann noch der Osterhase existieren. Blöde Eltern!, denken normale Kinder dann, die haben mich all die Jahre belogen. Nun, bei uns ist es noch etwas heftiger: Uns sagt man urplötzlich, dass die Gabe existiert und dass der gesamte Südentaler Wohlstand davon abhängt.

Zong!

Ich hatte ausgerechnet in meinem bislang einzigen Urlaub von der Gabe erfahren. Normalerweise reisten wir Südentaler nie, aber ich hatte meinen Eltern monatelang mit Frankreich in den Ohren gelegen, auf meine Geburtstagsgeschenke verzichtet und ihnen so viele Bildbände vorgelegt, dass sie schließlich selbst ein bisschen neugierig waren. Außerdem waren sie außerordentlich schlecht darin, mir Wünsche abzuschlagen.

Wir fuhren also los – eintausend dreihundert Kilometer weit in den Süden, an die französische Atlantikküste. Vier himmlische Tage lang hatte ich in den riesigen Wellen gespielt und mit meinem Vater Sandburgen gebaut. Ich war im siebten Himmel gewesen!

Die Sonne schien hier viel heller als zu Hause und alles war so weit! Und ich liebte den Geruch des Pinienwaldes, der unser Ferienhaus umgab! Aber meine Eltern wurden von Tag zu Tag nervöser und unglücklicher.

Ich hatte damals nicht begreifen können, warum. Plötzlich mieden sie Menschen, obwohl sie beide in Südental jede Menge Freunde hatten und auch bei ihren Kollegen beliebt waren. Sie blockten alle Versuche anderer Touristen, mit uns ins Gespräch zu kommen, schroff ab. Sie schickten mich vor, wenn es etwas zu fragen oder zu kaufen galt, angeblich, damit ich mein Französisch trainierte. Was natürlich Quatsch war, ich hatte gerade erst die siebte Klasse beendet und mein Französisch war praktisch nicht existent. Kurz: Sie verhielten sich völlig untypisch.

Als ich sie ängstlich darauf ansprach, das war am Abend des fünften Tages – meine Mutter lag seit Stunden auf der Gartenliege, mein Vater trank nervös ein Glas Wein nach dem anderen - erzählten sie mir zum ersten Mal die Wahrheit über die Gabe. Sie mussten es tun, denn sie hielten es fern der Quelle einfach nicht aus und wollten nach Hause.

Das Problem mit der Gabe ist nämlich, dass sie sich nirgendwohin mitnehmen lässt. Sicher, man kann die Quelle in Flaschen füllen und in den Koffer packen. Aber leider entpuppt sich das Quellwasser jenseits von Südental als ganz gewöhnliches Wasser. Spätestens am zweiten Tag fern der Heimat funktioniert die Gabe nicht mehr.

Meine Eltern, die in ihrem ganzen Erwachsenenleben noch keinen Tag ohne die Gabe verbracht hatten, reagierten auf ihre Abwesenheit total verängstigt und verstört.

Was also blieb ihnen? Sie weihten mich ein, es war ohnehin fast an der Zeit für mich. Die Einweihung war ein riesiger Schock für mich: Ich hatte wochenlang Alpträume – wenn man erfährt, dass alle Erwachsenen um einen herum über mächtige magische Fähigkeiten verfügen und diese selbstverständlich auch einsetzen, dann erschüttert das das Weltbild gewaltig. Und egal, wie oft meine Eltern auch beteuerten, dass sie meine Gedanken nicht lesen oder lenken konnten – ich glaubte ihnen nicht hundertprozentig. Tagelang ging ich ihnen aus dem Weg und unser Verhältnis besserte sich nur sehr allmählich wieder. Damals hatten mir die Gespräche mit meinen Freundinnen sehr geholfen: Sina, Hanna und Maria hatten das Gleiche durchgemacht wie ich – inklusive der rasenden Wut auf ihre Eltern – und trösteten mich nach Kräften. Mit ihrer Hilfe kam ich über die Einweihung hinweg.

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