Dominik Rüchardt - Und immer geschieht das Gegenteil

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Das Verbot ist der Versuch, die Welt zu beherrschen und es unterscheidet den Menschen vom Tier. Doch selbst Gott ist damit gescheitert, Eva aß den Apfel.
Warum immer alles anders kommt, als gedacht. Hinter der ewiggleichen Beobachtung steckt eine verblüffend einfache Theorie:.
Ihre Kenntnis mag zwar die Hoffnung auf eine perfekte Welt begraben, sie ist ein nützlicher Helfer in der Bewältigung des Lebens, beim Ersinnen von Strategien und in der Ausübung von Macht.

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Letztendlich vergleicht sie jeder mit was er will - oder was ihm jemand gesagt hat. Das kann alles sein.

Die Frage ist weiterhin, was Vernunft eigentlich ist und wie das Denken, das jeder auf seine Weise als vernünftig bewertet, entsteht und wirkt. Douglas R. Hofstadter ist der Philosoph unter den Informatikern. In seinem weltweit beachteten Werk „Gödel, Escher, Bach“ hat er das rein Digitale der Informationswelt in Frage gestellt. In seinen jüngeren Forschungen zu Analogien identifiziert er die Sprache als Grundlage des Denkens und baut den Raum des möglichen Denkens weit jenseits der Logik völlig neu auf:

Es geht mir um ganz alltägliche Fehler: Wortverwechslungen, Begriffsvermischungen, Lautverschiebungen. Wenn man all solche Fehler sammelt, dann stellt man fest, dass in unserem Geiste unentwegt Wörter miteinander konkurrieren. Jede neue Situation, in der wir uns wiederfinden, ruft in unserem Geist ein ganzes Geflirre von Wörtern wach. Es ist, als schwärmten in unserem Kopf lauter Teams aus, um nach dem richtigen Wort zu suchen, und sie alle stehen in Wettbewerb miteinander. In den meisten Fällen geht eines der Teams als unumstrittener Sieger durchs Ziel.“

(Hofstadter, 18/2014)

Hofstadter erläutert im Weiteren: der Wettstreit der Wörter beruht auf der ständigen Suche nach Analogien im Gehirn. Große Mengen gespeicherter Erfahrungen und Zusammenhänge werden andauernd mit dem Wahrgenommenen verglichen, woraus in rasender Geschwindigkeit unter Inkaufnahme einer subjektiven Unschärfe ein konkretes neues Bild entsteht.

Die subjektive Unschärfe ist dabei das Entscheidende. Das erzeugte Bild steht stets in Konkurrenz zu möglichen anderen Bildern. Was am Ende schließlich herauskommt ist daher keine Schlussfolgerung, sondern eine Ahnung - und wenn man die Ahnung hinterfragt, wird man feststellen: der allerletzte Grund, die Antwort auf das allerletzte Warum, existiert nicht. Das wird im Weiteren noch ein wichtiges Thema, denn eine Ahnung ist aufgrund ihrer Natur immer unlogisch.

Aufbauend auf der bewussten Unlogik der Erkenntnis, die er aus Wahrnehmung und Ahnung zusammensetzt, beschreibt Hofstadter die Intelligenz:

Intelligenz ist nach Hofstadter „die Fähigkeit, sehr schnell sehr tiefe Analogien zu erkennen. Die Fähigkeit, innerhalb kurzer Zeit den Finger auf das Wesentliche einer Situation zu legen. Sagen zu können: „Ha, das habe ich schon einmal gesehen. Das erkenne ich wieder.“

Dabei wird aus einer Hypothese eine höherwertige Erkenntnis entwickelt, in der Kombination einer Erfahrung mit einer Meinung. – Im Gegensatz zur Arbeitsweise eines Computers, der dabei nur eine logische Schlussfolgerung mit einer niederwertigeren statistischen Vermutung kombinieren kann.

Der Unterschied hat einen einfachen Grund: Es liegt daran, dass die Intelligenz sich mit Fragen befasst, die in einem unendlichen und wertfreien Raum entstehen, der Computer hingegen mit Antworten. Der Computer kann mit dem Wertfreien nicht umgehen. Er ist auf das Antworten dressiert und beherrscht es immer perfekter, in gnadenloser Effizienz. Jedoch käme er niemals darauf, aus dem Nichts heraus eine Frage zu formulieren oder eine spontane Idee. Ist das doch das ineffizienteste, was man sich vorstellen kann. Und doch ist es genau das, was Leben definiert.

Es lässt sich auch so formulieren, dass das Wissen - und vor Allem der Glaube an das Wissen - der Erkenntnis im Wege steht. Denn was gewiss ist, wird nicht hinterfragt. Ein weiterer Gedanke, der zur Gegenteilstheorie führt.

Und so finden sich in Hofstadters Denkmodell die Grundgedanken Poppers, Gödels oder auch Heisenbergs wieder, wobei Hofstadter die Dinge nicht mit dem Ziel des Messens oder Beweisens betrachtet, sondern mit dem Ziel der Erkenntnis, die die nichtAbleitbarkeit aus der Wahrnehmung zur Voraussetzung hat. Der Ausgangspunkt ist stets nur eine Annäherung an die Wahrheit und die Erkenntnis das Ergebnis eines offenen Wettstreites, der nicht vorhersagbar ist. Nur so entstehen letztendlich immer wieder neue Ideen, die die Kraft haben, alles bisher Gedachte zu sprengen.

Wie steht es nun aber um die Vernunft im alltäglichen Leben? Wenn wir sagen, dass es kein Maß gibt, an dem wir uns orientieren können und keine sichere Erkenntnis.

Orientierung gibt uns dann nur ein gesellschaftlicher Konsens. Den Vorgarten sauber zu halten, pünktlich zu sein, seine Kinder gut zu erziehen, keine Schulden zu machen, all das sind vernünftige Verhaltensweisen. Aber gilt das in jedem Fall? Vielleicht ist das Leben viel schöner mit einem schmutzigen Vorgarten. Die Moden wechseln sich ab und sind immer wieder für Überraschungen gut.

Das Falsche ist immer wahr

Unabhängig von der Vernunft gehört es zu seinen Eigenschaften, dass der Mensch, oder zumindest ein guter Teil seiner Art, nach Erkenntnis strebt. Dabei baut er sich immer größere Gedankengebäude. Räume, in denen er seine Wahrnehmung von der Welt spiegelt und in denen er seine Entscheidungen zu begründen versucht. Das gilt für alle klassischen Wissenschaften. Die Philosophie allen voran, die Physik, die Theologie, die Ökonomie und natürlich auch die Mathematik und ihre puristische Tochter, die Logik.

Die klassische Logik enthält den Satz: „Ex falso quodlibet.“ – aus einem falschen Satz folgt jede beliebige Aussage. Oder auch „Das Falsche ist immer wahr.“

Dieser Satz beschreibt die notwendige Unvollständigkeit einer vollständig definierten Welt.

In einer vollständig definierten Welt gäbe es nichts und niemanden außerhalb, das Regeln setzt oder das System beeinflusst. Kein Gott der herabstürzt und Probleme löst, kein Gesetz, das außerhalb der Welt steht. Alle Regeln sind in der Welt selbst enthalten. Damit ist die Ordnung in so einer Welt wertfrei. Sie gehorcht keinem äußeren Wert, sondern nur sich selbst.

Es geht darum, innerhalb einer derartigen wertfreien Ordnung zuverlässige Regeln zu haben, die Richtig und Falsch unterscheiden, also mögliche und unmögliche Zustände. Denn ein Zustand, der innerhalb eines Regelsystems existieren kann, kann ja nicht falsch sein.

Dann taucht die Erkenntnis auf, dass das Falsche als solches existieren muss, um es erkennen zu können. Und da es existiert, kann es nicht falsch sein, also ist es wahr.

Das Paradox der Logik.

Die Frage ist nun wie, sieht es andersherum aus?

Wenn das Falsche immer wahr ist, ist dann das Richtige immer falsch? Ich behaupte, die Antwort ist: Ja.

Die Begründung ist allerdings eine andere, damit befassen sich die folgenden Kapitel.

Unendlichkeit rettet vor der Banalität

Aus dem Paradox der Logik gibt es einen sehr einfachen Ausweg. Einen Ausweg allerdings, der schwerwiegende Folgen für die Logik selbst hat. Der auch vielen Menschen schwerfällt, weil er zunächst so schwer vorstellbar erscheint.

Es ist die Unendlichkeit.

Oder, einfacher gesagt, das offene System.

Und das ist gar nicht mehr schwer vorstellbar.

Fangen wir mit der Unendlichkeit an.

Das Universum geht vom Urknall bis …

wissen wir nicht.

Wie viele Atome es enthält, wissen wir auch nicht. Sie sind schwer zu zählen. Allerdings wäre es naheliegend, zu vermuten, dass man, würde man sehr viel Zeit haben und die Atome zählen, irgendwann alle beisammen hätte.

Und damit eine Zahl. Eine endliche Zahl.

Doch was ist dann?

Was ist mit den Atomen vor dem Urknall?

Und dem Raum hinter dem letzten Atom? Ist er leer?

Wie weit ist er leer?

Und: gibt es vielleicht nicht auch noch ganz andere Universen? Mit anderen Regeln, anderen Atomen, anderen Entscheidungen?

Diese Gedanken spiegeln aufs Neue den möglicherweise enorm großen Unterschied zwischen Wahrnehmung und Wahrheit.

Wir können nur drei Dimensionen erkennen. Höhe, Breite, Tiefe. Wieso sollte es nicht noch andere geben, die wir nur nicht sehen? Wohnen da vielleicht die Gespenster, die ab und zu auftauchen? Oder die Engel?

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