Marit Schalk - Außerhalb der Zeit

Здесь есть возможность читать онлайн «Marit Schalk - Außerhalb der Zeit» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Außerhalb der Zeit: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Außerhalb der Zeit»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Die junge Hamburgerin Lena hat ihr Psychologiestudium abgebrochen und schlägt sich mit einem Aushilfsjob durch. Als sie einen Antiquitätenladen in der Altstadt betritt, ahnt sie nicht, dass ihr Leben an diesem Ort eine dramatische Wendung nehmen wird: Sie fällt in einen antiken magischen Spiegel und findet sich gleich darauf im Hamburg der Biedermeierzeit wieder. Damit nicht genug, landet sie genau in den Armen des attraktiven Kaufmanns Henry Sieveking. Dieser stellt die unfreiwillige Zeitreisende kurzerhand als Gouvernante für seine Kinder ein, obwohl die Frau aus der Zukunft offensichtlich recht ungewöhnliche Ansichten und Methoden vertritt.
Doch Sieveking und seine Familie umgibt ein düsteres Geheimnis, das es für Lena zu lüften gilt, genauso wie sie die Frage klären muss, ob sie jemals wieder zurückkehren kann in ihre eigene Zeit.

Außerhalb der Zeit — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Außerhalb der Zeit», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

„Ich hatte es bereits befürchtet. Frau Sieveking ist wesentlich kleiner als Sie“, erklärt Ida und legt nachdenklich die Stirn in Falten. Dann hellt sich ihr Gesicht auf. „Warten Sie einen Moment, ich glaube, ich weiß etwas Besseres!“, bittet sie mich und huscht aus dem Zimmer.

Da ich mich in den zu engen und zu kurzen Klamotten ohnehin nicht bewegen mag, komme ich ihrer Aufforderung gerne nach. Während sie weg ist, schaue ich aus dem Fenster. Der Himmel über den Giebeln auf der anderen Seite des Fleets ist noch immer mit blaulila Wolken überzogen. Aber der Regen hat bereits aufgehört, und nur in der Ferne lässt sich noch gelegentlich ein Grollen vernehmen.

Zum Glück dauert es nicht allzu lange, bis Ida wiederkommt und ein einfarbiges, pastellgrünes Kleid bringt, das wie Seide glänzt. „Schauen Sie nur! Ist das nicht herrlich?“, erkundigt sie sich begeistert.

„Ja, das ist es wirklich“, kann ich nicht umhin ihr beizupflichten, denn der ultrafeine, glatte Stoff scheint das Licht in tausend Regenbogenfarben zu reflektieren, als sei das Kleid aus einem wundersamen Stoff gefertigt, den es nur im Märchen gibt. „Wo hast du das denn auf einmal hergezaubert?“, erkundige ich mich beeindruckt.

„In einem der unbenutzten Schlafzimmer weiß ich einen Schrank. Da habe ich’s her“, gibt Ida freimütig Auskunft.

Ich schlüpfe mit Hilfe des Mädchens hinein und stelle zu unser beider Freude fest, dass es passt! Die Länge ist genau richtig, und auch von der Breite her ist es so großzügig geschnitten, dass Ida mir sogar das Korsett lockern kann. Allein dafür liebe ich dieses Kleid. Einziger Nachteil ist, dass die Ballonärmel noch aufgeblasener sind, als bei dem Blümchenkleid von vorhin. Das sind wahrhaftig Hammelkeulen! Dagegen war alles andere, was ich bisher an Ärmeln gesehen habe, harmloser Schinken. Aber davon abgesehen ist das Kleid wunderschön. Andächtig streiche ich mit der Hand über den seidigen Stoff. Er fühlt sich wunderbar weich und auch ganz schön teuer an.

Derweil hat Ida auf der Kommode Bürsten, Kämme und allerlei Handwerkszeug ausgelegt. Sie platziert mich davor auf dem Stuhl des Sekretärs und beginnt mich zu bearbeiten, während wir ein wenig miteinander plaudern.

Ich erfahre, dass sie seit zwei Jahren bei den Sievekings arbeitet und sich die übrigen Familienmitglieder zur Zeit in ihrem Sommerhaus an der Elbe aufhalten. Zur Familie zählen neben Eduard Sievekings Frau Hetty und ihren gemeinsamen drei Kindern, auch noch eine unverheiratete Großtante sowie die beiden Kinder des älteren Herrn Sieveking. Damit meint sie wiederum offensichtlich den grimmigen Henry.

Überrascht schnappe ich nach Luft. Bisher ist es mir noch nicht in den Sinn gekommen, dass dieser stocksteife Erbsenzähler eine Frau und Kinder haben könnte.

Wobei mir auffällt, dass Ida auch keine Frau erwähnt hat. Möglichst gleichmütig, um nicht neugierig zu wirken, erkundige ich mich danach.

„Ich weiß nur, dass sie schon vor Jahren verstorben ist. Lange, bevor ich hier in Stellung gekommen bin“, erklärt Ida schulterzuckend. Dann erzählt sie weiter, dass die Familie erst im Laufe des Septembers wieder zurückkommen wird, wenn die Tage kühler werden. „Eigentlich arbeite ich ebenfalls im Sommerhaus. Aber Herr Sieveking hat mich herrufen lassen, als feststand, dass sein Bruder alsbald aus Afrika zurückkehren würde. - Damit für dessen Bequemlichkeit gesorgt wird. Wo er doch so lange fort war, da unten bei den Wilden“, plappert sie unbekümmert vor sich hin.

Bei ihren Worten zucke ich unwillkürlich innerlich zusammen. Von Political Correctness hat sie offenbar noch nie etwas gehört.

„Also ich könnte das ja nicht, jahrelang alleine unter den Negern leben. Wie haben Sie das denn bloß ausgehalten?“, setzt sie noch eins drauf.

„Wie jetzt? Ausgehalten?“, frage ich irritiert und vergesse darüber glatt, sie wegen ihrer diskriminierenden Ausdrucksweise zurechtzuweisen.

„Na auf Sansibar! Dorther hat Herr Sieveking Sie doch mitgebracht“, erinnert sie mich und fährt neugierig fort: „Ist es tatsächlich wahr, dass Ihr Schiff von Piraten überfallen und Sie dabei Ihres gesamten Gepäcks beraubt wurden?“

Ich bin einen Moment lang verwirrt, bis ich begreife, dass Ida eine Geschichte wiedergibt, die Herr Sieveking ihr wohl aufgetischt hat, um mein plötzliches Auftauchen zu erklären.

Bei näherer Betrachtung sicherlich nicht dumm. Und gar nicht mal so furchtbar weit hergeholt. Schließlich bin ich heute tatsächlich überfallen und bestohlen worden. Trotzdem hätte ich es nett gefunden, wenn Sieveking mich über diese Geschichte in Kenntnis gesetzt hätte. Schließlich ist es mein fiktives Leben, das er da mal soeben im Vorbeigehen erfindet. Dabei hätte ich gerne ein Wörtchen mitzureden!

Aber gut. Zunächst einmal gilt es mitzuspielen. Deshalb antworte ich: „Die Piraten? Ja, oh ja! Die waren schrecklich.“ Währenddessen zittert sogar meine Stimme ein bisschen, weil ich dabei an die abgerissene Jugendbande denke und wie sie mich umkreist hat, um an meine Tasche zu kommen.

„Und dann sind Sie auch noch über Bord gegangen!“, ruft Ida entsetzt. „Was für ein Glück, dass das Schiff von Herrn Sieveking gerade vorbeikam, um sie aus dieser höchsten Not zu retten! Er soll höchstpersönlich ins Meer gesprungen sein, um sie da herauszuholen!“

„Ja wirklich. Ein Riesenglück“, nicke ich und nehme mir vor, mir diesen Aufschneider bei nächster Gelegenheit ernsthaft vorzuknöpfen. Um Ida von dieser Superheldengeschichte abzulenken, in der ich offensichtlich die wenig rühmliche Rolle des hilflosen Opfers innehabe, erkundige ich mich nach Eduard Sieveking. „Ich habe ihn heute den ganzen Tag über noch nicht zu Gesicht bekommen“, wundere ich mich.

„Er ist heute ganz früh schon zur Börse gefahren“, informiert sie mich, „und anschließend hat er die Familie besucht, um sie über Ihre Ankunft zu unterrichten und darüber, dass Sie noch ein paar Tage der Erholung benötigen, bevor Sie ihnen vorgestellt werden können. Aber heute Abend wird er zum Essen zurückerwartet. So. Fertig.“ Ihre letzte Bemerkung bezieht sich auf meine Frisur.

Ich hebe den Kopf, um mich im Spiegel zu betrachten, dem ich während unseres Gesprächs keine große Aufmerksamkeit gewidmet habe. Nun jedoch entfährt mir ein überraschter Laut, als ich die vermeintlich fremde Frau sehe, die mir entgegenblickt: Mein rötliches Haar ist zu einem geranienförmigen Dutt am Hinterkopf aufgesteckt. Zum Glück so hoch, dass er knapp über meiner Beule sitzt und nicht auf diese drückt. An den Seiten hat Ida einzelne Strähnen aus dem Dutt gelöst und diese zu dicken Locken aufgedreht, die mein Gesicht nun einrahmen und ihm etwas ungewohnt Mädchenhaftes verleihen. Unterstrichen wird dieser Eindruck noch von einem kleinen, dezenten Blumenschmuck, den sie in den Ansatz des Dutts gesteckt hat. Die Blumen haben dieselbe Farbe wie meine Augen und bringen diese auffällig zum Leuchten. Ida hat wirklich ganze Arbeit geleistet. Ich sehe aus wie eine der Bürgerinnen heute Vormittag in der Stadt. Noch dazu wie ein ganz besonders vornehmes und elegantes Exemplar!

„Schauen Sie nur, wie schön Sie geworden sind!“, ruft Ida begeistert aus, was ich zwar erstaunt, aber hocherfreut zur Kenntnis nehme.

Kapitel 8

Ida zeigt mir den Weg zum Speisezimmer der Sievekings. Ebenso wie alle anderen halboffiziellen Wohnräume befindet es sich in der ersten Etage.

Zu meiner heimlichen Enttäuschung ist der freundliche Eduard noch nicht da, als ich den Raum betrete.

Nur Henry Sieveking sitzt am Kopfende eines Tisches, der für drei Personen eingedeckt ist, an dem aber locker dreimal so viele Leute Platz finden. Seine Augenbrauen schnellen vor Überraschung hoch, als er mich sieht. Nur um sich gleich darauf zu umwölken, während eine ganze Reihe von Emotionen in schneller Abfolge über sein Gesicht zieht. Ich glaube Verwirrung zu erkennen, ebenso wie Erschrecken, Enttäuschung, Trauer und Wut. Schließlich fängt er sich ein wenig und setzt die übliche Maske unbewegter Herablassung auf. Einzig die Tatsache, dass seine Stirnfalte die Tiefe eines Canyons hat verrät, dass er innerlich noch immer in Aufruhr ist. „Woher haben Sie dieses Kleid?“, fragt er eisig, ohne ein einziges Wort der Begrüßung.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Außerhalb der Zeit»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Außerhalb der Zeit» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Außerhalb der Zeit»

Обсуждение, отзывы о книге «Außerhalb der Zeit» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.