Marit Schalk - Außerhalb der Zeit

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Außerhalb der Zeit: краткое содержание, описание и аннотация

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Die junge Hamburgerin Lena hat ihr Psychologiestudium abgebrochen und schlägt sich mit einem Aushilfsjob durch. Als sie einen Antiquitätenladen in der Altstadt betritt, ahnt sie nicht, dass ihr Leben an diesem Ort eine dramatische Wendung nehmen wird: Sie fällt in einen antiken magischen Spiegel und findet sich gleich darauf im Hamburg der Biedermeierzeit wieder. Damit nicht genug, landet sie genau in den Armen des attraktiven Kaufmanns Henry Sieveking. Dieser stellt die unfreiwillige Zeitreisende kurzerhand als Gouvernante für seine Kinder ein, obwohl die Frau aus der Zukunft offensichtlich recht ungewöhnliche Ansichten und Methoden vertritt.
Doch Sieveking und seine Familie umgibt ein düsteres Geheimnis, das es für Lena zu lüften gilt, genauso wie sie die Frage klären muss, ob sie jemals wieder zurückkehren kann in ihre eigene Zeit.

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Vertrauensvoll wie ein Kind gehe ich ihm hinterher und genieße insgeheim die beruhigende Wärme seiner Hand, die die meine umschließt und mir somit die einzige warme Stelle an meinem Körper verschafft, denn obwohl es eigentlich sommerlich warm sein müsste, glaube ich um mich herum auch weiterhin nichts als sibirische Kälte zu fühlen. Ich vermute, es handelt sich dabei um die Folgen des soeben erlittenen Schocks.

Auf dem Weg durch die engen, sich windenden und in ihrer Trostlosigkeit überall gleich aussehenden Gassen, wechseln wir kein Wort. Ich wage es nicht, ihn anzusprechen und in seiner Wachsamkeit und offensichtlichen Konzentration zu stören. An der nächsten Abzweigung hält er kurz inne, als müsse er überlegen, wo es langgeht. Dann wendet er sich entschlossen wieder in eine bestimmte Gasse und führt mich den Weg hinab. Er scheint die ganze Zeit hindurch eine grobe Orientierung zu haben, auch wenn er das Gebiet offensichtlich nicht unbedingt wie seine eigene Westentasche kennt. Zumindest habe ich aber den Eindruck, dass er die Richtung weiß, in die er will. Auf diese Weise geleitet er mich durch das Labyrinth des Gängeviertels, und ich folge ihm widerstandslos durch das dunkle Gewirr. Und tatsächlich, nach und nach werden die Gassen, die wir durchschreiten breiter, verdienen irgendwann sogar die Bezeichnung Straße wieder, obwohl sich der desaströse Zustand der Häuser nur geringfügig bessert. Schließlich steckt er die Pistole weg, was ich als gutes Zeichen werte.

Schon bald kann ich in der Ferne wieder Möwengeschrei vernehmen und mir wird auf einmal klar, dass er sich die ganze Zeit über zum Hafen hin orientiert hat. Mit jedem Schritt erahne ich jetzt mehr und mehr die Geräusche des Hafens. Zwei weitere Straßenecken noch, dann treten wir plötzlich aus dem Dämmerlicht der düsteren Gassen hinaus auf die sonnendurchfluteten Kaianlagen. „Die Sonne! Ach wie schön!“, bricht es – zugegebenermaßen etwas melodramatisch – aus mir heraus.

Dann wird mir schlagartig bewusst, wie heiß diese Sonne ist. Wie sehr sie mir auf den Schädel brennt und die Beule unter der Mütze wieder zum Pochen bringt. Hinzu kommen der Hunger und die gerade eben erst überwundenen Schrecken und Anstrengungen. Sie alle tun ihren Teil dazu, dass sich plötzlich alles um mich herum zu drehen beginnt und mir der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Meine Knie werden weich, ich sinke zu Boden und sehe schon das Kopfsteinpflaster auf mich zurasen.

Kurz bevor ich aufschlage, spüre ich jedoch noch, wie die Arme Sievekings geistesgegenwärtig hervorschnellen und mich auffangen.

Kapitel 7

Fernes Donnergrollen weckt mich aus meiner Ohnmacht. Es ist drückend schwül, wie so meist, kurz bevor sich ein Gewitter entlädt.

Zum Glück trage ich die Mütze und die stinkige Jacke nicht mehr. Irgendwer muss sie mir ausgezogen haben, ebenso wie meine Sneakers, denn ich spüre, dass ich barfuß bin. Nur noch mit Jeans und Top bekleidet, liege ich auf einer hölzernen Bank. Die Bank ist ziemlich hart, aber unter meinen Kopf hat man ein weiches Kissen gelegt.

Ohne die Augen öffnen zu müssen, weiß ich, wo ich bin, denn es duftet nach Nelken. Außerdem auch noch nach verbranntem Pfeifentabak, dem ein Hauch Vanille beigemischt ist. Genussvoll atme ich die angenehmen Düfte ein. Obwohl ich Nichtraucherin bin, mag ich diesen Vanilleduft. Er riecht überhaupt nicht unangenehm nach Qualm.

Vorsichtig öffne ich die Augen. Ich bin im Büro der Sievekings, dem hinteren der beiden Kontorräume. Ich liege auf der hölzernen Bank der kleinen Sitzgruppe mit den grün bezogenen Stühlen. Vor mir auf dem niedrigen Tisch mit den geschwungenen Beinen steht, nahezu auf Augenhöhe, ein großer Teller voller Sandwiches sowie ein Glas und ein tönerner Krug mit Wasser. Augenblicklich ist der beißende Hunger wieder da, und mir läuft das Wasser im Munde zusammen. Mit einem Mal kann ich nur noch an Essen denken. Ich setze mich auf und nehme mir ein Brot, das mit Käse belegt ist. Gierig schlinge ich es hinunter und greife dabei schon nach der nächsten Schnitte, so als könne man mir die köstlichen Butterbrote jeden Augenblick wieder fortnehmen. Ich verputze die dritte Schnitte und noch eine vierte, bevor sich endlich ein erstes wohliges Sättigungsgefühl bemerkbar macht und ich mir ein Glas Wasser gönne, das erstaunlich kühl und erfrischend schmeckt. Erleichtert schließe ich die Augen, seufze einmal auf und esse dann die fünfte und letzte Scheibe Brot, diesmal langsamer und mit bewusstem Genuss.

Als ich den letzten Bissen hinunterschlucke, habe ich die Lider noch immer geschlossen und lausche dem Gewittergrollen, das inzwischen näher gekommen zu sein scheint. Erst nachdem der Donner verhallt ist, fällt mir ein weiteres Geräusch im Zimmer auf. Es handelt sich dabei um ein leises rhythmisches Kratzen, so als gleite eine zu grobe Füllerfeder über raues Papier.

Ich öffne die Augen und suche die Richtung des Geräuschs. Und entdecke Henry Sieveking, der hinter dem übervollen Schreibtisch sitzt und tatsächlich mit einer Feder schreibt, einer echten.

„Oh!“, rufe ich leise aus, als mir bewusst wird, dass er die ganze Zeit über dort gesessen und sehr wahrscheinlich genau jede kleinste Regung von mir mitbekommen hat. Vor allem, dass ich die Brote hinuntergeschlungen habe, als gäbe es kein Morgen mehr! Peinlich. Obwohl, tröste ich mich, war es nicht auch schon peinlich, dass er mich aus den Fängen eines nach Fusel stinkenden Lustmolchs retten musste? Und dass ich ihm anschließend im Hafen ohnmächtig in die Arme gesunken bin? Spätestens seit dieser Aktion bin ich bestimmt vollkommen bei ihm unten durch. Da werden ihn ein paar unfeine Tischmanieren wohl kaum noch überrascht haben.

Mein Ausruf lässt ihn innehalten und aufblicken. „Sie scheinen hungrig gewesen zu sein“, stellt er nüchtern fest. „Kein Wunder, da Sie sowohl das Frühstück, als auch den Lunch ausgelassen haben.“ Er scheint keine Antwort von mir zu erwarten, sondern steckt die Schreibfeder zurück ins Tintenfass, das ich gestern Abend noch für einen Dekoartikel gehalten habe. Dann greift er nach seiner Pfeife, die er während des Schreibens neben sich abgelegt hatte und lehnt sich in seinem Schreibtischstuhl zurück. Augenblicklich verstärkt sich der Vanilleduft im Raum, als er an der Pfeife zieht und mich dabei mit seinen ungewöhnlich blauen Augen mustert.

„Ich, äh, möchte mich bei Ihnen bedanken“, besinne ich mich auf den letzten Rest meiner guten Manieren. „Dafür, dass Sie mir geholfen haben, in diesem düsteren Viertel.“

„In der Tat“, entgegnet er streng. „Eines der übelsten Quartiere der ganzen Stadt. Kein Ort für eine Frau! Brutstätte tödlicher Krankheiten und Unterschlupf der finstersten Gestalten, die unser ansonsten so schönes Hamburg zu bieten hat.“ Sein Ton ist mehr als vorwurfsvoll. „Und Sie haben nichts Besseres zu tun, als sich ausgerechnet dort aufzuhalten! Können Sie mir vielleicht verraten, was Sie dort wollten?“

„Ich habe mich verlaufen. Bin irgendwie in diese Gassen hineingeraten und wusste nicht mehr hinauszufinden“, entschuldige ich mich. „Jedenfalls sind Sie genau im richtigen Moment aufgetaucht. Ich glaube, Sie haben mir das Leben gerettet.“

Ein Schauer überläuft mich, als ich bei diesen Worten an den grässlichen Mann mit dem Messer zurückdenke. Unwillkürlich fasse ich mir an meinen, dank Sievekings Einschreiten unversehrt gebliebenen Hals.

„Natürlich habe ich das“, entgegnet er kühl.

Die selbstverständliche Arroganz, mit der er dies sagt, bewirkt, dass sich mein aufrichtiges Gefühl der Dankbarkeit schlagartig verflüchtigt. Stattdessen fühle ich Ärger in mir aufsteigen über diesen selbstgerechten Snob. Ich versuche jedoch, ihm gegenüber einigermaßen höflich zu bleiben, denn schließlich stehe ich tief in seiner Schuld. Trotzdem kann ich mir ein paar Spitzen nicht verkneifen: „Ich muss gestehen, dass ich sehr verwundert war, als Sie dort auftauchten. Sehr erleichtert natürlich, aber auch sehr überrascht.“

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