Marit Schalk - Außerhalb der Zeit

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Außerhalb der Zeit: краткое содержание, описание и аннотация

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Die junge Hamburgerin Lena hat ihr Psychologiestudium abgebrochen und schlägt sich mit einem Aushilfsjob durch. Als sie einen Antiquitätenladen in der Altstadt betritt, ahnt sie nicht, dass ihr Leben an diesem Ort eine dramatische Wendung nehmen wird: Sie fällt in einen antiken magischen Spiegel und findet sich gleich darauf im Hamburg der Biedermeierzeit wieder. Damit nicht genug, landet sie genau in den Armen des attraktiven Kaufmanns Henry Sieveking. Dieser stellt die unfreiwillige Zeitreisende kurzerhand als Gouvernante für seine Kinder ein, obwohl die Frau aus der Zukunft offensichtlich recht ungewöhnliche Ansichten und Methoden vertritt.
Doch Sieveking und seine Familie umgibt ein düsteres Geheimnis, das es für Lena zu lüften gilt, genauso wie sie die Frage klären muss, ob sie jemals wieder zurückkehren kann in ihre eigene Zeit.

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Mir bleibt in der engen Durchfahrt keine Chance zu reagieren oder auszuweichen. Ich kann nichts mehr tun, als schockgefroren stehen zu bleiben.

Lautes Gebrüll. Erschrockenes Wiehern. Ein ohrenbetäubendes Krachen, gefolgt von mehreren dumpfen Aufschlägen. Dann schmutziges Kopfsteinpflaster. Meine Tasche, deren Inhalt sich teilweise darauf verteilt, darunter die kostbaren Äpfel, von denen einer mit einem Platsch im Fleet versinkt. Und mein Handy, das zwischen panisch aufstampfenden Pferdehufen von mir davonschlittert und unerreichbar unter dem Fuhrwerk verschwindet.

Ich denke nicht lange darüber nach, raffe hastig alles zusammen, was ich kriegen kann und stopfe es zurück in die Tasche, bevor ich weiterrenne, ohne nach links und rechts zu sehen. Nahezu blind vor Schrecken laufe ich weiter, überquere einen kleinen Platz und biege dann wahllos in irgendeine Straße ab. Von dort aus in eine andere Straße und noch um zwei weitere Ecken.

Schließlich, erst als ich ganz sicher bin, dass mich niemand mehr verfolgt, bleibe ich stehen. Keuchend lehne ich mich an eine Hauswand, halte mir meine stechenden Seiten und sehe Sterne hinter den Lidern, als ich für einen Moment die Augen schließe.

Was für ein Schlamassel! Und ich Dummkopf habe tatsächlich gestern Abend schon gedacht, in einem Alptraum zu stecken! Dabei ging es mir zu diesem Zeitpunkt noch vergleichsweise hervorragend. Abgesehen von der Beule am Kopf und dem Umstand, dass ich nicht wusste, wo ich bin, saß ich da zumindest noch sicher im Haus der Sievekings und bekam Tee und Käsebrote serviert. Was gäbe ich jetzt nicht alles für ein Käsebrot! Mir wird ganz flau bei diesem Gedanken. Ich brauche ganz dringend etwas zu essen, aber die mühsam erstandenen Äpfel habe ich vorhin alle beim Beinahe-Zusammenstoß mit den schwarzen Friesen verloren.

Seufzend öffne ich die Augen und werde mir erst jetzt meiner Umgebung bewusst. Diese ist alles andere als heimelig, um nicht zu sagen ein wenig gruselig. Ich befinde mich in einer engen, dunklen Gasse. Die heruntergekommenen, baufälligen Häuser stehen hier so dicht, dass nicht einmal die Augustsonne es schafft mit ihren Strahlen das Pflaster zu erreichen. Letzteres starrt vor Dreck, denn in der Mitte der Gasse verläuft eine Art Rinne, in der sich eine stinkende Brühe und allerhand Unrat angesammelt hat. Erst jetzt wird mir der penetrante Gestank nach verfaultem Essen, Urin und allerhand anderem Unaussprechlichem bewusst. Die feuchte, mit weißem Schimmel überzogene Ziegelwand hinter meinem Rücken tut das Ihrige, um den Gestank zu verstärken. Entsetzt rücke ich von der Wand ab und presse meine Tasche an mich, als sei sie ein Schutzschild.

Auf einmal fällt mir auf, wie still es hier ist. Viel zu still.

Ich habe das Gefühl, als würden mich aus den dunklen Fensterhöhlen rundum hundert Augen heimlich beobachten. Eine Gänsehaut überläuft mich. Ich muss hier weg. Das ist der einzige klare Gedanke, den ich zu fassen vermag. Das Problem ist jedoch, dass ich nicht mehr mit Sicherheit weiß, aus welcher Richtung ich in diese Gasse gekommen bin.

Egal, entscheide ich. Erst einmal nur raus hier. Zögernd mache ich einen Schritt vorwärts, wobei mir das leise Quietschgeräusch der Gummisohlen meiner Sneaker auf dem Pflaster unnatürlich laut in den Ohren hallt. Ganz bewusst zwinge ich mich dazu einen Fuß vor den anderen zu setzen und dabei aufrecht und selbstsicher zu gehen, in der Hoffnung, dass man mir meine Furcht dann nicht ansieht.

Trotzdem hätte ich um ein Haar laut aufgeschrien, als plötzlich eine magere Ratte vor mir durch den Unrat huscht und dann in einem dunklen Kellerloch verschwindet.

Entsetzt frage ich mich, wie arm die Menschen in diesem Viertel wohl sein mögen, wenn nicht einmal die Ratten genug zu fressen finden, um fett zu werden?

Kurz darauf erreiche ich das Ende der Gasse, nur um mich in einer weiteren wiederzufinden, die mindestens genauso verwahrlost ist wie die davor. Hier sind die Häuser teilweise sogar derart altersschwach, dass sich ihre Fassaden nach vorne einander zuneigen, als würden sie sich voreinander verbeugen. Wahrscheinlich um ein endgültiges Umkippen der Gebäude zu verhindern, spannen sich im Bereich des ersten Stockwerks in regelmäßigen Abständen dicke Balken von einer Seite der Gasse zur anderen und halten die brüchigen Fassaden auf diese Weise in Position.

Ich mache ein paar zögerliche Schritte und entdecke in einer Ecke einen Katzenkadaver im stinkenden Modder. Er liegt sichtlich nicht erst seit gestern hier und verbreitet einen widerlich süßen Gestank, der sich mit dem übrigen Mief vermischt und mich unwillkürlich würgen lässt.

Ich bin mir sicher, dass dies nicht der Weg ist, den ich gekommen bin. Aber mir fehlt der Mut, um umzukehren, war das Loch hinter mir doch auch nicht wesentlich heller als dieses hier. Also gehe ich weiter, immer vorwärts. – Und verlaufe mich heillos in einem unübersichtlichen Gewirr aus Stiegen, Gassen und Durchgängen, die teilweise so eng sind, dass ich mit meinen Schultern abwechselnd links und rechts die Mauern berühre.

Nervös blicke ich mich immer wieder um. Ich werde das Gefühl nicht los beobachtet und verfolgt zu werden. Gleichzeitig beunruhigt es mich, dass mir überhaupt niemand begegnet, während ich durch dieses Labyrinth irre. Es ist, als wäre ich völlig alleine hier. Aber der Schein trügt. Ich glaube zu wissen, dass sich hinter den windschiefen Mauern und undichten Fenstern Menschen aufhalten. Menschen, die mich im Auge behalten, die den Atem anhalten und miteinander flüstern, wenn ich vorbeigehe.

Ich verspüre einen dicker und dicker werdenden Kloß im Hals, je mehr das Grauen von mir Besitz ergreift, gleichzeitig ist mir eiskalt, sodass ich meine Tasche noch fester an mich presse, um mich zu wärmen.

Und dann sind sie plötzlich da. Fünf abgerissene Gestalten in nachlässig geflickten Kleidern. Halbwüchsige Jungs noch, aber mit Sicherheit nicht zu unterschätzen. Wer in dieser Umgebung aufwächst, der hat gelernt zu überleben, soviel ist klar. Sie stehen auf einmal da, wie aus dem Nichts aufgetaucht. Vor mir und hinter mir, jeweils am Ende eines grob gezimmerten Stegs, der über ein besonders morastiges Stück Gosse führt. Ich werde eingekreist von schmutzigen Gesichtern, die siegessicher grinsen und deren genaue Zahl ich in meiner plötzlichen Panik noch nicht einmal exakt zu bestimmen vermag. Das Einzige was sicher ist, ist die Gewissheit, dass sie überall um mich herum stehen und dass es daher keinen Ausweg für mich gibt. Ich fühle mein Herz in die Hose rutschen, denn sie sind jeder einzelne für sich, entweder erstaunlich kräftig oder aber drahtig und daher bestimmt wieselflink. In jedem Fall aber sind sie in der Überzahl und mir allein schon deswegen haushoch überlegen.

Eine halbe Ewigkeit wie mir scheint, sehen sie mich nur schweigend an, entblößen bloß ihre sichtlich ungepflegten Zähne und kosten den Moment der Macht aus, die sie in diesem Augenblick zweifellos über mich haben. Bis es dem Kräftigsten und Längsten von ihnen irgendwann reicht.

„Gib her“, sagt er auf Platt.

Wider besseres Wissen stelle ich mich dumm. „Was?“, piepse ich.

„Die Tasche“, antwortet er geduldig.

Intuitiv drücke ich die Tasche fester an mich, schließlich enthält sie alles, was ich noch habe.

Aber diese Geste macht ihn nur entschlossener. „Die Tasche“, wiederholt er, diesmal mit Nachdruck, und unverhohlene Habgier leuchtet in seinem Blick auf.

Als ich mich nicht rühre, starr vor Schreck, kommt er auf mich zu. Ganz ruhig, denn er weiß, dass ich keine Chance habe zu gewinnen. Langsam, fast in Zeitlupe greift er nach den Griffen der Tasche und zieht sie mir entspannt aus den verschränkten Armen. Ich will protestieren, um Hilfe schreien, aber aus meiner Kehle kommt bloß ein klägliches Krächzen.

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