Marit Schalk - Außerhalb der Zeit

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Die junge Hamburgerin Lena hat ihr Psychologiestudium abgebrochen und schlägt sich mit einem Aushilfsjob durch. Als sie einen Antiquitätenladen in der Altstadt betritt, ahnt sie nicht, dass ihr Leben an diesem Ort eine dramatische Wendung nehmen wird: Sie fällt in einen antiken magischen Spiegel und findet sich gleich darauf im Hamburg der Biedermeierzeit wieder. Damit nicht genug, landet sie genau in den Armen des attraktiven Kaufmanns Henry Sieveking. Dieser stellt die unfreiwillige Zeitreisende kurzerhand als Gouvernante für seine Kinder ein, obwohl die Frau aus der Zukunft offensichtlich recht ungewöhnliche Ansichten und Methoden vertritt.
Doch Sieveking und seine Familie umgibt ein düsteres Geheimnis, das es für Lena zu lüften gilt, genauso wie sie die Frage klären muss, ob sie jemals wieder zurückkehren kann in ihre eigene Zeit.

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„Sieht mal so aus“, bestätigt Gregor.

„Und dass Lena mitfährt, hat ihn kein bisschen erstaunt?“, wundert sich Alex. „Und er wollte auch überhaupt nicht mit ihr sprechen?“

„Er war schon wieder auf dem halben Weg zur Arbeit. Am Wochenende spielt er meistens zwei Vorstellungen.“ Gregor zuckt mit den Achseln. Johannes‘ Desinteresse verwundert ihn nicht übermäßig, hat er doch schon seit ein paar Monaten das Gefühl, dass es zwischen Lena und Johannes nicht mehr so läuft wie früher. Die einzige, die das nicht zu bemerken scheint ist Lena. Aber auch dies erstaunt ihn nicht, hat seine Schwester doch einen manchmal fatalen Hang dazu, sich unangenehmen Situationen entweder zu entziehen oder sich selber einzureden, alles sei gut. Sie ist eine wahre Meisterin der Selbsttäuschung – was ihr nicht immer guttut. Er nimmt sich vor, sie bei nächster Gelegenheit einmal beiseite zu nehmen und mit ihr ein Gespräch über Paar-Beziehungen im Allgemeinen und Johannes und sie im Speziellen zu führen. Es stellt sich allerdings die Frage, wann diese nächste Gelegenheit kommen wird. Im Moment scheint sie irgendwo weit, weit fort zu sein. So unerreichbar sogar, als sei sie für immer gegangen. Panisch schiebt er diesen Gedanken von sich.

„Na gut. Hauptsache, wir haben erst mal wieder Zeit gewonnen“, reißt Alex ihn aus seinen düsteren Gedanken und deutet mit dem Kinn auf das Scherbenpuzzle auf seinem Schreibtisch. „Und? Wie läuft es damit?“

Gregor stöhnt auf. „Frag lieber nicht!“

Kapitel 6

Eine ganze Weile lang sitze ich dort auf dem Hafenpoller, die Handtasche zu meinen Füßen. – Die von nun an wohl meinen sämtlichen Besitz beherbergt, wie mir mit Schrecken bewusst wird. In welcher Zeit ich hier wohl bin? Ich habe keine Ahnung. Jetzt rächt es sich, dass ich mich nie sonderlich für Geschichte und die damit verbundenen Daten und Zahlen interessiert habe, sondern bloß immer nur für alte Möbel und antiken Plunder.

Ich beobachte das Treiben im Hafen und lausche dabei dem gewohnten Kreischen der Möwen. In den meterhohen Takelagen der Segler klettern vereinzelt Matrosen herum. An den obersten Spitzen der Masten flattern die Erkennungsfahnen der Reedereien im Wind.

Schauerleute sind unter lauten Rufen damit beschäftigt Schiffe zu beladen. Andere wiederum sind dabei, Ladung zu löschen und die Waren auf Schuten zu bringen, die dann, von Ewerführern mit routinierten Bewegungen gelenkt, in den Fleeten verschwinden, um dort die Lagerhäuser in der Stadt anzusteuern. Jedenfalls glaube ich zu wissen, dass es so ist, habe ich doch mal irgendwann eine Fernseh-Doku über den Hamburger Hafen gesehen, in der das erklärt wurde.

Zu meiner Linken sind Kaiarbeiter gerade dabei, mit Hilfe eines hölzernen Krans gewaltige Baumstämme auf ein Pferdefuhrwerk zu verladen. Die Pferde vor dem Fuhrwerk sind riesige Kaltblüter. Mit ihren mächtigen Hufen stampfen sie auf das Kopfsteinpflaster und schnauben vor Anstrengung, als der Wagen fertig beladen ist und die Tiere die schwere Last davon ziehen.

Zu meiner Rechten werden Säcke gestapelt, die Kaffeebohnen enthalten, wie der Aufdruck auf der Jute verrät.

Arbeiter mit einfachen hölzernen Schub- oder Handkarren transportieren kleinere Warenmengen von einem Ort zum anderen. Dazwischen entdecke ich Träger, die Lasten auf ihren Schultern schleppen, indem sie das Gewicht links und rechts an einem Holz befestigt haben. Sogar Wasserträger sind dabei, die auf diese Weise fast randvolle Eimer vorwärts balancieren, ohne etwas zu verschütten.

Weiter hinten im Hafen kann ich fasziniert beobachten, wie gigantische Eisblöcke aus dem Bauch eines Schiffes geschafft und eilig abtransportiert werden, um sie vor der sengenden Augustsonne so gut es geht zu schützen.

Inzwischen steht die Sonne bereits hoch am Himmel und es ist wieder warm geworden. Ich wage es jedoch nicht die Jacke auszuziehen, da ich dann mit Sicherheit noch mehr auffallen würde, als ohnehin schon. Ähnlich wie bei dem Mädchen vorhin in der Deichstraße, treffen mich auch hier hin und wieder irritierte Blicke, und ich werde einer stirnrunzelnden Musterung unterzogen. Ob die Leute merken, dass hier eine Frau in Männerkleidung sitzt? Oder ob ihnen meine Jeans und Sneakers seltsam vorkommen, obwohl ich sie so gut es ging getarnt habe?

Ich beschließe, meinen Beobachtungsposten aufzugeben, bevor jemand auf die Idee kommt mich anzusprechen und unangenehme Fragen zu stellen. Außerdem knurrt mein Magen vernehmlich, schließlich habe ich seit dem Käsebrot von gestern Abend nichts mehr gegessen, und davon abgesehen, treibt mich auch die Neugier weiter. Wenn ich schon in diesem alten Hamburg gelandet bin, dann sollte ich die Gelegenheit nutzen und mich ein wenig darin umsehen. So etwas passiert einem ja schließlich nicht alle Tage. Und wer weiß? Vielleicht habe ich auf diesem Stadtspaziergang unverschämtes Glück und es tut sich für mich eine Möglichkeit auf, wie ich wieder zurück in meine eigene Zeit gelangen kann? Eine gute Idee wenigstens, wenn schon kein Wunder?

Also schultere ich meine Tasche und ziehe los. Zunächst gehe ich noch ein Stück am Hafenbecken entlang, da mich der Anblick der Segelschiffe einfach nicht loslässt. Ich glaube, zu meiner Zeit gibt es auf der ganzen Welt nicht mehr so viele Großsegler, wie sie hier in diesem einzigen Hafen ankern. Ein Hafen übrigens, der noch deutlich kleiner ist, als der, den ich kenne und in dem es dementsprechend voll und eng ist.

‚Der Senat sollte sich mal dringend Gedanken über eine Erweiterung machen‘, denke ich, als ich zu einer schmalen Brücke komme, die von meiner Orientierung her wohl zur Halbinsel Kehrwieder führt. Zu meinem Erstaunen gibt es dort aber noch keine Speicherstadt und erst recht keine Baustelle der Elbphilharmonie zu bestaunen. Die roten Backsteinhäuser, die Hamburg im letzten Jahr den Weltkulturerbe-Status eingebracht haben, existieren ganz offensichtlich noch nicht. Stattdessen ist das ganze gegenüberliegende Ufer dicht an dicht mit Kaufmannshäusern bebaut, ganz ähnlich wie die Deichstraße am Nikolaifleet, von wo ich hergekommen bin. Auch hier befinden sich Kontore und Geschäftsräume im Erdgeschoss. Darüber liegen zwei oder drei Etagen mit Wohnräumen, die deutlich an den seitlich gerafften Gardinen in den Fenstern erkennbar sind. Ganz oben in den Giebeln schließlich kann man die Luken der Lagerräume sehen. Auf dem Fleet zwischen mir und den Häusern liegen Schuten im Wasser vertäut, in denen die Schiffer herumhantieren und vermutlich auf Kundschaft warten.

Da ich unter den Geschäften auf der Insel keine Bäckerei oder einen Lebensmittelladen erkennen kann, wo ich mir etwas zu essen besorgen könnte, wende ich mich ab und lenke meine Schritte mehr ins Stadtzentrum. Dabei weisen mir die Spitzen der Kirchtürme den Weg und bieten mir eine grobe Orientierung, auch wenn die Turmhelme teilweise anders aussehen, als ich sie vor meinem inneren Auge habe.

Ich folge einer Straße in Richtung Zentrum, die von weiteren Bürger- und Kaufmannshäusern gesäumt wird, vor denen Frauen mit langen Schürzen und Hauben auf dem Kopf mit Einkaufskörben entlanggehen. Manche sind auch damit beschäftigt Treppenaufgänge zu fegen, andere putzen die Fenster oder schütteln Federbetten aus. Wenn diese Frauen nicht wären, könnte ich mir vorstellen im Lübeck der heutigen Zeit zu sein. Genauso sieht es dort noch immer aus. Als mir dann wieder einmal ein befrackter Herr mit Zylinder und Spazierstock über den Weg läuft, fühle ich mich wie in einen Film über die Buddenbrooks versetzt.

Nein, dies ist kein Film, verbessere ich mich zum wiederholten Male. Es gibt hier genauso wenig einen Regisseur wie einen Versuchsleiter für ein vermeintliches Experiment. Das alles hier ist real, auch wenn ich es noch immer nicht richtig fassen kann.

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