Felix Leitner - TERM

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Term wächst in der perfekten gerechten, nachhaltigen und gleichen Gesellschaft auf. Die Umweltkatastrophe ist abgewandt, die Dominanz der Männer beseitigt und die Allgemeine Wohlfahrt kümmert sich um die Gesundheit und Rente jedes Menschen: Von Geburt bis zum Tod und darüber hinaus. Nur, dass die Menschen immer älter werden und der Nachwuchs immer weniger. Aber Defizite im System werden durch Terms Lebenszeit ausgeglichen, das bestimmt die Ökologische Sozialistische Partei.
Terms Wunsch, seinen eigenen Weg zu gehen, verlangt automatisch auch von seinen Mitmenschen, ein eigenes Leben zu führen. Das geht nicht im Ideal der Gleichheit. Außerdem ist seine Arbeitskraft schon fest von der Allgemeinen Wohlfahrt einberechnet. Ein frühzeitiges Ausscheiden ist nicht vorgesehen.
Dann trifft er auf Roland, der ihn vor eine unmögliche Wahl stellt: Entweder begeht er ein unglaubliches Verbrechen und wird für immer frei sein, oder er verrät das geplante Verbrechen und wird sein Leben weiterhin eingesperrt verbringen.

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Er hatte noch ein paar Minuten und brauchte dringend Proviant. Hunger hatte er keinen, aber es war die letzte Möglichkeit einzukaufen. Term ging durch die Regale und griff nach Brot, Wasser, Limonade, etwas Fleisch und Käse und Traubenzucker. Traubenzucker soll einen fit halten, hatte Term gehört. Außerdem war er gut portionierbar und würde einige Tage ausreichen für sein Vorhaben.

Genervt beendete der Kassierer sein Telefongespräch: »Mensch Junge, du weißt, dass ich dir so viel nicht verkaufen darf. Ab 20 Uhr darf ich keine einfachen Nahrungsmittel wie Brot und Käse mehr verkaufen. Das Ladenschluss- und Schutzgesetz verbietet eine Konkurrenz zu den allgemeinen Einkaufszeiten. Das sind alles Produkte, die du tagsüber überall bekommst. Aufgrund der Gleichbehandlung darf ich dir die auch nur tagsüber verkaufen. Man, das weiß doch jeder.« Kopfschüttelnd nahm er die Produkte vom Tresen.

»Hast du wenigstens ein Zugticket?« Term zeigte es ihm. »Gut. Zeitschriften darf ich immer verkaufen. Von den anderen Nahrungsmittel, die nicht unter das Schutzgesetz fallen, darf ich dir bis zu fünf Artikel verkaufen: das Wasser, die Limonade und den Traubenzucker.« Der Kassierer scannte die drei Artikel ein. »Sonst noch was?«

Wortlos legte er noch zwei weitere Packungen Traubenzucker dazu und bezahlte. Term fehlte der Wille, um mit dem Kassierer zu diskutieren. Jeder Aspekt des Lebens war vom System vorgedacht, vorgeschrieben und gesetzlich festgehalten. Nach diesen Regeln zu funktionieren, war wie vor einen Magneten gespannt zu sein. Der Magnet zog und zog und ließ einen nicht mehr los.

Die Türen des Schnellzuges schlossen sich leise mit einem Luftzug. Term schnappte nach Luft in der Kabine. Sein Brustkorb fühlte sich eingeklemmt an, als läge ein großer Ziegelstein auf seiner Brust. Er streckte sich und bemühte sich flach und ruhig zu atmen. Aber es war immer zu wenig Luft im Raum.

Die Nacht umgab den Zug wie ein Tunnel. Ihm schien es als fielen pechschwarze Eisenstreben vom Himmel und rammten sich links und rechts der Schienen in die Erde. Ab und zu erhaschte er einen Blick auf hohe Bäume, die sich zu den Schienen beugten. Der Zug hielt nur kurz an den Bahnhöfen. Es war spät und nur wenige Menschen stiegen aus oder zu.

»Alles okay mit dir? Du siehst nicht gut aus.« Ein deutscher Schaffner persischer Abstammung sah ihn mitfühlend an.

»Nur müde«, krächzte Term. Der Druck auf seiner Brust hatte nicht abgenommen. Kurz scannte der Schaffner sein Ticket, warf noch einen Blick auf ihn und ging dann weiter durch die Sitzreihen. Hoffentlich würde er nicht bei seinen ÖSP-Beratern anrufen. Dann wäre seine Flucht zu Ende. Term nickte: Er war auf der Flucht. Starr blickte er in die Nacht hinein. Hoffentlich würde der Zug schneller sein als die Nacht, die ihn von allen Seiten einschloss.

Ein Bus fuhr ihn zum Hamburger Hafen. Ganz absichtlich hatte er sein Handy zu Hause gelassen. So konnten ihn seine Eltern nicht erreichen. Und er konnte nicht geortet werden. Die Hochhäuser Hamburgs machten massiven Stahlkränen Platz. Die Nacht wich einem falschen Tag, so ausgeleuchtet waren die Verladestationen am Hafen. Term stieg aus und es fror ihn sofort. Am Wasser wehte ein kalter, nasser Wind über den Beton. Der Bus verschwand um eine Ecke.

Term blickte durch die Maschen eines grauen Zauns auf den riesigen Güterhafen. Rote, gelbe, blaue, graue und weiße Container stapelten sich aufeinander, oftmals höher als ein Kirchturm. Schatten fielen in langgezogenen Dreiecken auf die Straßengänge zwischen den Containern. Die Kräne griffen nach einzelnen Containern und hievten sie auf die schwimmenden Riesen. Term vergaß die Nässe und die Kälte. Er hatte die Ozeanriesen bisher nur im Web gesehen. Er hatte kein Gespür für ihre tatsächliche Größe. Ohne Vergleich waren die Schiffe kaum beschreibbar. Aber er vermutete man konnte zwei oder drei Häuserblocks seiner Straße problemlos auf der untersten Etage des Güterschiffs unterbringen. Er fühlte sich klein und unbedeutend. Aber die massive Präsenz des dicken Stahls gab ihm Sicherheit. Er müsste es nur auf den Stahlkahn schaffen.

Das Schiff, das sich Term ausgesucht hatte, wurde von drei Kränen gelb angestrahlt und glühte golden in der Nacht. Das Wasser war still und die Scheinwerfer auf dem Umschlagplatz ließen kaum einen dunklen Fleck zu. Term hatte Mühe seinen Blick los zu reißen. Diese gewaltigen Schiffe verbanden die Welt tagtäglich miteinander, indem sie chinesische Nudeln nach Europa, afrikanischen Kaffee in die USA, amerikanische Autos in die Philippinen und europäische Maschinen nach Asien transportierten. Wer auf einem Güterschiff arbeitete, sah die ganze Welt.

Im tiefen Schatten des Güterschiffs erblickte Term einen winzigen Aufgang in den Bauch des Schiffes. Die schmale Zugangsbrücke wirkte wie ein Streichholz neben dem dicken, rot-bestrichenen Eisen des Schiffs. Er suchte nach dem Namen und fand ihn erst nicht, da die Buchstaben so groß waren, dass er sie erst gar nicht als solche erkannte: Atlantic Mule III .

Seine Augen suchten das Gelände ab. An der Einfahrt war ein Kontrollhäuschen für die ankommenden Arbeiter und LKWs. Sicherheitskräfte mit blauen Kappen kontrollierten die Ausweise und Lieferpapiere. Immer wieder strahlten sie mit einer Taschenlampe die Insassen der Fahrzeuge an. Term hakte die Möglichkeit ab: zu gut gesichert. Weiter unten am Wasser hatte eine Imbissbude geöffnet. Mit schnellen Schritten eilte er die Straße hinunter. Er hatte nicht mehr viel Zeit, vielleicht hatten seine Eltern sogar schon die Polizei verständigt, weil er immer noch nicht heimgekommen war. Immerhin war es kurz vor Mitternacht.

»Bub. Was machst du so spät hier.« Der Imbissbudenbesitzer löste seinen Blick von der TV-Wand und runzelte die Stirn. Er hatte mehr braune Haare auf dem Kopf als Term erwartet hatte. Er hatte sich alte Seemänner – und er ging davon aus, dass er einen vor sich hatte – immer mit Glatze und Tattoos vorgestellt. Der Buden-Seemann hatte einen braunen Topfschnitt und war leicht übergewichtig. Er lächelte und kam hinter seiner Theke hervor. Term überlegte zu fliehen, aber eine Handgeste brachte ihn dazu, sich hinzusetzen. »Streuner, nicht wahr?«

»Wie kommen Sie darauf?«

»Hier am Hafen gibt es nur Streuner.« Der Budenbesitzer sah ihn freundlich an. Seine Ohren schlüpften unter seine Haare, wenn er lächelte.

»Sind Sie ein Seemann. Also gewesen?«

»Ha, gewesen. Ich war erst ein Streuner, wie du. Dann war ich Seemann und Streuner gleichzeitig und jetzt bin ich ein Seemann, der die Versorgung der Jungs sicherstellt. Ich bin Johann.« Johanns Händedruck war stark und rau wie das Tau eines Segelschiffes.

»Ist es gefährlich, Johann? Auf See zu fahren?« Term war froh über die Wärme in der Imbissbude und die Gesellschaft des fremden Seemanns.

»Es ist immer etwas gefährlich. Aber auf diesen großen Containerschiffen muss man mehr Angst vor dem Menschen als vor der See haben.« Term verstand nicht. »Piraten. Sie kommen nachts mit Hubschraubern oder kleinen Schlauchbooten und kidnappen oder ermorden die Mannschaft. Aber ein Seemann weiß das, wenn er sich zur See begibt.«

»Warum macht ihr diese Arbeit, wenn ihr die Gefahren kennt?« Term kannte niemanden in seinem Umfeld, der so redete.

»Weil nur die Unfreien sich nicht in Gefahren begeben. Freie Männer gehen Risiken ein«, antwortete Johann, als wäre es die normalste Sache auf der Welt. »Merk dir das, Junge, wenn du wirklich von zu Hause abhauen willst.« Johanns Ohren hüpften wieder unter seine braunen Haare, aber diesmal schlich sich Wehmut in seine Lippen.

Sie schwiegen sich an. Es waren keine Worte nötig, denn Johann schien ihn wie die Signalflaggen eines Schiffes gelesen zu haben. »Du kannst hier gerne solange bleiben wie du möchtest. Durchfüttern kann ich dich nicht. Deinen Weg musst du selbst weitergehen.« Johann nickte ihm zu, als wären Term und der alte Seemann Teil einer Gemeinschaft. Term überlegte. Dankbarkeit füllte sein Inneres aus, dafür dass ihn Johann nicht erziehen wollte. Nicht belehren wollte oder gleich eine Behörde verständigte – wie es seine Pflicht gewesen wäre.

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