Felix Leitner - TERM

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Term wächst in der perfekten gerechten, nachhaltigen und gleichen Gesellschaft auf. Die Umweltkatastrophe ist abgewandt, die Dominanz der Männer beseitigt und die Allgemeine Wohlfahrt kümmert sich um die Gesundheit und Rente jedes Menschen: Von Geburt bis zum Tod und darüber hinaus. Nur, dass die Menschen immer älter werden und der Nachwuchs immer weniger. Aber Defizite im System werden durch Terms Lebenszeit ausgeglichen, das bestimmt die Ökologische Sozialistische Partei.
Terms Wunsch, seinen eigenen Weg zu gehen, verlangt automatisch auch von seinen Mitmenschen, ein eigenes Leben zu führen. Das geht nicht im Ideal der Gleichheit. Außerdem ist seine Arbeitskraft schon fest von der Allgemeinen Wohlfahrt einberechnet. Ein frühzeitiges Ausscheiden ist nicht vorgesehen.
Dann trifft er auf Roland, der ihn vor eine unmögliche Wahl stellt: Entweder begeht er ein unglaubliches Verbrechen und wird für immer frei sein, oder er verrät das geplante Verbrechen und wird sein Leben weiterhin eingesperrt verbringen.

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»Ja, aber das macht Sinn. Stell dir mal vor, du findest keine Förderung oder bist an einer Schule, bei der die Ausstattung oder die Lehrer nicht so gut sind. So kann ich mich dann wie alle anderen Schüler meines Jahrgangs zu den gleichen Bedingungen um ein Studium der Naturphänomene bewerben. Dann wird niemand benachteiligt. Für jeden ist gleich gesorgt. Das finde ich gut.«

Term sah Karol entgeistert an. Wo war sein Feuer? Wo war der Mensch Karol überhaupt? Würden nur ein oder zwei Menschen mehr neben Karol sitzen oder stehen, würde er ihn nicht mehr erkennen, so farblos wirkte er.

»Findest du es denn nicht ungerecht, dass dir deine Chancen genommen werden?«

»Nein, wieso? Wir machen alle den gleichen Schulabschluss. Der Staat gibt bekannt, welche Fächer in welchem Umfang benötigt werden und dann bewerben wir uns. Wer in der ersten Runde nichts bekommt, kann entweder ein Semester warten und gemeinnützig arbeiten oder sich auf freie Fächer bewerben. Für die, die nicht sofort etwas bekommen, ist ja auch gesorgt. Ich bekomme meinen Platz früher oder später, egal ob das jetzt schon geklappt hätte mit meinem Projekt.« Karol fühlte sich in der Mittelmäßigkeit glücklich wie eine Kuh im Stall. Er müsste einfach sein Leben lang fressen, da der Bauer von draußen immer wieder Heu nachschmeißen würde.

»Weißt du schon, was du werden willst?«

»Barkeeper in Brasilien. Vorerst, danach mal schaun.« Term stand auf und sah Karol fest überzeugt an.

»Du bist gut. Abgesehen davon, dass lange Arbeitszeiten in der Nacht bei Alkohol und Zigarettenqualm bei uns verboten sind, kannst du nach Brasilien nur für den Urlaub, wenn überhaupt.« Karol lachte über seine Vorstellungen. »Außerdem müsstest du dafür bald mal dein Lebensunterstützerkonto ins Positive bringen, sonst gibt es nicht mal Urlaub in Lorret.«

»Was geht dich das an?«

»Nun, Erdogan hat uns zusammen eingeteilt. Er meinte, du sollst von mir lernen. Scheinst richtige Probleme zu haben, wie man seinen Dienst mit Freude verrichtet.« Langsam gewann Karols Gesicht Züge für Term. Obwohl er nicht dick und nicht unsportlich war, war sein Gesicht rund und langweilig. Krankhaft dicke Menschen gab es so gut wie nicht mehr, da Fast-Food-Essen extrem hoch besteuert und reglementiert wurde. Nur noch die Reichen erlaubten sich einen dreifachen Käseburger. Eigentlich wurden Fast-Food und andere Dickmacher nur noch in TV-Shows als Mutproben zur Unterhaltung angeboten.

Term ging durch eine Einkaufspassage nach Hause und wurde von Karols Gesicht verfolgt, das er bei den Shopbesuchern wieder zu erkennen glaubte. Sie alle sahen so langweilig gleich aus. Aber es waren Menschen wie Karol, die irgendwann Berater der ÖSP werden würden. Konnten Sie ihn wirklich zwangsoperieren?

Wie Schneemänner, die auf dem Bauch lagen, standen die E-Mobile auf dem großen Parkplatz der Werkstatt. Einige hatten dreckige, grau-schwarze Schrammen. Wind pfiff durch die Reihen aus Plastik und Leichtmetall. Es war kühler als normal für Anfang September. Term knöpfte seine Herbstjacke zu und ging an den Autos vorbei. Mindestens zwanzig kleine, hohe Tore standen nummeriert nebeneinander. In den Abfertigungshallen lagen die Werkzeuge schwer und ruhig auf den Arbeitsstationen. Es war nach neun Uhr und alle Mitarbeiter längst daheim. Warum Lassia ihm diesen Ort als Treffpunkt genannt hatte, war Term ein Rätsel.

Als er vor der Nummer 14 der Abfertigungshalle stand, schepperte es laut in der Ecke des Parkplatzes. Das Tor der Nummer 20 hatte sich ein wenig nach oben bewegt. Lassia lugte heraus und winkte ihn her. Er solle sich beeilen. Mit Schwung schlüpfte Term unter dem blaulackierten Tor hindurch.

Sein Blick fiel zuerst auf das weiße E-Mobil. Er kannte sich nicht gut mit diesen Fahrzeugen aus, aber es schien ihm umgebaut zu sein. Jedenfalls war der vordere Kofferraum offen und die Verkleidung rechts und links fehlte. An den Wänden hingen elektrische Schrauber und Bohrer, die mit blauen und schwarzen Kabeln an den Strom angeschlossen waren. Batterien und massive, graue Behälter mit gelben Totenkopfzeichen standen überall herum. Auf einem saß ein junger Erwachsener und fixierte Term mit einem starren Blick.

»Was weißt du über die Rentenformel?« Der junge Mann hatte enge, silberfarbene Jeans an und trug ein langärmeliges schwarzes T-Shirt. Seine Stimme klang heiß und abgenutzt. Sie erinnerte Term an ein gelöschtes Lagerfeuer. Er hatte kurzes, braunes Haar, das voller Haargel in alle Richtungen in Dreiecken spitz abstand. Zwei schmale, schwarze Streifen waren der Länge nach über seine Ohrmuschel tätowiert. Term hätte zu gerne selbst ein Tattoo. Aber er traute sich nicht, da bei seiner letzten Bemerkung zum Thema Tattoo am Familientisch seine Mutter dezent ausgeflippt war. Der junge Mann sah aus wie ein Krieger in Lauerstellung.

Term fing bedacht an zu reden: »Alle geleisteten Arbeitsjahre fließen in die Formel hinein, das Lebensunterstützerkonto, die aktuelle Lebenserwartung der Senioren … dann wird das eigene Lohnniveau hineingerechnet… und am Ende kommt heraus, wie lange jeder von uns arbeiten muss.«

»Nicht schlecht.« Daraufhin schwieg der junge Mann. Im schwachen Licht entdeckte Term dunkle schwarze Bartstoppeln auf seinem Kinn. Es war kalt in der Werkstatt. Term bemerkte noch einen weiteren Jungen in der Halle. Er hatte gerade sein PCPad angeschaltet und es strahlte seine braune Haut hellblau an. Ruhig betrachtete dieser ihn. Lassia stand bei dem Kerl, der immer noch auf der Tonne mit dem Totenkopf saß. Seine Blicke fühlten sich ähnlich durchdringend wie die von Dr. Bolz an. Nur mit mehr Feuer.

»Die aktuelle Lebenserwartung aller Senioren.« Ohne ein Verb in seine Äußerung zu geben, sprang er von seiner Tonne. »Sie wird tagesaktuell in das System als Gesamtsumme aller lebenden Alten eingespeist. Genauso wie jede geleistete Stunde des Individuums. Danach bemisst sich die Dauer unserer Lebensarbeitsstunden, bis wir frei sind. So lange gehören wir dem System … danach können wir machen, was wir wollen. Jedenfalls theoretisch, denn dann werden wir alle – jeder von uns hier – alt und gebrechlich sein und …«, er brach ab und lachte. »Und wir werden auf das System angewiesen sein. Wir werden lernen das System zu lieben, da es uns am Leben hält. Es lässt uns weiterexistieren, genauso wie wir unser gesamtes Arbeitsleben nur existiert haben.«

Lassia und der Junge in der Ecke nickten. Ihre Gesichter verhärteten sich zu bleichem Zement. Nur der Kerl brannte weiter. »Term, die älteren Generationen sterben nicht mehr aus. Die Relationen haben sich grundlegend verändert. Du und ich werden unser Leben geben müssen, damit die vielfache Anzahl ur-, ur-, uralter Mitbürger überabgesichert bis in die Ewigkeit leben werden. Wir haben die Balance verloren. Wir müssen die Waage wieder ins Gleichgewicht bringen, indem wir ordentlich daran rütteln und die Last auf der einen Seite verringern. Zurück zu einem natürlichen Gleichgewicht! Term, willst du dieses teuflische System zum Einstürzen bringen?«

Term schob sein Kinn nach vorne und sagte nichts. Lassia hob ihre dunklen Augenbrauen. Ihr ernster Blick versuchte ihn nach vorne zu schubsen. Der Junge am PC kniff seine Augen zusammen. »Ich habe nicht vor, mich darin einzurichten.«

»Er ist ein Killer!« Der Jubelschrei prallte an den Maschinen aus Eisen ab und brach die Spannung wie ein Presslufthammer auf. »Ein Killer, ich dachte es mir«, hauchte der Kerl ehrfürchtig. Term gefiel der Respekt des Kriegers, der ihm entgegenschlug, auch wenn er den Grund für den Respekt nicht mochte.

»Ich bin Roland.« Hart umarmte ihn Roland. Seine Lederjacke knirschte an Terms Nase und Ohren. »Lassia kennst du ja schon. Das dahinten ist Jack.« Der Afrodeutsche winkte ihm kurz zu, dann hatte er schon wieder sein Gesicht in seinen MiniPC gesteckt. Leise hörte Term die Tasten unter seinen Fingern.

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