Felix Leitner - TERM

Здесь есть возможность читать онлайн «Felix Leitner - TERM» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

TERM: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «TERM»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Term wächst in der perfekten gerechten, nachhaltigen und gleichen Gesellschaft auf. Die Umweltkatastrophe ist abgewandt, die Dominanz der Männer beseitigt und die Allgemeine Wohlfahrt kümmert sich um die Gesundheit und Rente jedes Menschen: Von Geburt bis zum Tod und darüber hinaus. Nur, dass die Menschen immer älter werden und der Nachwuchs immer weniger. Aber Defizite im System werden durch Terms Lebenszeit ausgeglichen, das bestimmt die Ökologische Sozialistische Partei.
Terms Wunsch, seinen eigenen Weg zu gehen, verlangt automatisch auch von seinen Mitmenschen, ein eigenes Leben zu führen. Das geht nicht im Ideal der Gleichheit. Außerdem ist seine Arbeitskraft schon fest von der Allgemeinen Wohlfahrt einberechnet. Ein frühzeitiges Ausscheiden ist nicht vorgesehen.
Dann trifft er auf Roland, der ihn vor eine unmögliche Wahl stellt: Entweder begeht er ein unglaubliches Verbrechen und wird für immer frei sein, oder er verrät das geplante Verbrechen und wird sein Leben weiterhin eingesperrt verbringen.

TERM — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «TERM», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Biotechnologie klang spannend. Stabile, weiße Gleittüren verschwanden in der Wand, auf denen in Rot der Name der Abteilung stand. In einer weiten Halle standen gläserne Ausstellungskästen mit Körperteilen und Gliedmaßen von Menschen. Term bestaunte eine Hand, die bis zum Schultergelenk reichte. Feine Blutäderchen und halbfertige Knochen ragten aus dem Oberarm heraus und waren in der Leere des Kastens deutlich zu erkennen. Erster geklonter Arm (funktionsfähig), 2028, Dr. Miroslav Kuzter. In einem anderen Kasten waren Ohren und Nasen zu sehen in allen Farben und Formen. Mehrere rote Muskelstränge hingen in einem anderen Kasten, so rot als würde gleich Blut von ihnen tropfen. Terms Blick fiel schnell auf eine holographische Simulation in der Mitte des Raumes: Partielle Gewebe- und Organerneuerung. Zahlen, Formen und Daten von Gensträngen hingen in der Luft. Eine Gensubstanz mit dem Namen NeoVivo wurde in der Simulation einer alten Dame gespritzt. Innerhalb weniger Tage regenerierte sich die Haut bis hinab in die Blutbahnen. »Minus 20 Jahre« stand unter dem Vorgang.

»Zu wem gehörst du, Junge?« Zwei Ärzte waren durch ihre Abteilung gelaufen und auf ihn aufmerksam geworden.

»Meine Oma wird hier behandelt«, log Term.

»In welchem Zimmer liegt sie denn?« Term wusste keine Antwort. Er hatte nicht auf die Zimmerbezeichnungen geachtet. »Wieso hast du kein Armband an?« Sein Kollege sprach etwas in seinen Kommunikator. Term lief los.

Hinter ihm stürmten zwei Sicherheitsmänner in grauen Uniformen in die Halle. Die roten Wellen der AW waren auf ihrer Brusttasche eingestickt, darunter standen ihre Namen. Der kleinere von beiden hielt Terms Armband in der linken Hand. »Stehenbleiben! Wieso hast du das Armband in Dr. Bolz Zimmer versteckt?«

Term war flink. Er schoss durch die Korridore und ließ Krankenbetten neben sich liegen. Schwestern und Pfleger sahen ihm nur kurz nach, sie hatten zu viel Arbeit. Die Sicherheitskräfte blieben an ihm dran. Sie waren gut in Form, denn nach jeder Ecke, die Term nahm, hatte er das Gefühl, dass sie näherkamen. Er lächelte. Er hatte sowieso kein Ziel. Er wollte sich selbst nur testen. Mit Wucht schlug Term auf einen dicken, roten Knopf. Langsam öffnete sich eine dicke, silberne Tür vor ihm. Angespannt packte er in die Öffnung und versuchte die Tür aufzuschieben. Ohne Erfolg. Sobald der Spalt zwischen Tür und Wand groß genug war, zwängte er sich hindurch. Zwei große, dumpfe Schläge verrieten ihm, dass die Wachmänner die Tür erreicht hatten und dagegen schlugen. Langsam öffnete sie sich weiter. Term hatte keine Zeit.

Wie schockgefroren blieb er stehen und nicht, weil der Raum deutlich kühler war als der Rest des Gebäudekomplexes. In Todesstille saßen alte und kranke Menschen angeschlossen an eine Art Dialysestation. Grüne Schläuche waren mit ihren Schlagadern verbunden, einmal an der linken und einmal an der rechten Hand. Sie schienen zu schlafen, aber ihre Augen standen offen. Ihre Mundwinkel zuckten und ihre Körper bebten und zitterten, wie trockene Puddinghaut. An den Stationen stand NeoVivo und das Mittel floss durch die grünen Schläuche in ihre Körper.

»Komm da sofort raus mein Junge. Die Temperatur darf nicht ansteigen und hier dürfen keine Keime hineingelangen.« Dafür war es wohl zu spät, dachte Term, denn ein rotes Alarmsignal leuchtete an der Wand neben der Tür. Terms Hände waren blitzschnell hinter seinem Rücken und im Polizeigriff stieß ihn einer der Wachmänner aus dem Raum. Er trug farbige Schläfenbemalung, die vor einigen Jahren bei manchen Männern in geworden war. Bei ihm waren es zwei dicke, grüne-gelbe Streifen, die von seinen schwarzen Augenbrauen ausgingen. Sein schwarzes Haar war auf einen Zentimeter kurz rasiert.

»Was hast du dir gedacht? Warum rennst du fort?« Term reagierte nicht auf die Fragen. Ärzte kamen angestürmt. Wer die Tür geöffnet habe, wollten sie wissen. »Gefährlich, gefährlich«, warfen sie ihm und den Sicherheitsmännern vor. »Kontaminationsgefahr sehr hoch … Keime müssen umgehend zerstört werden.«

»Das ist ja gruselig«, bemerkte Term über die NeoVivo-Stationen.

Ein Arzt beugte sich zu ihm herunter. Es war einer der wenigen jungen Ärzte. Er sah ihn ohne Vorwürfe an. »Du glaubst, das hier ist gruselig? Du hast noch gar nichts gesehen. Jetzt raus mit ihm!«

Sklaverei und Shave Ice

Einen Eintrag in seine Akte reicher saß Term in einer Eisdiele in einer engen Einkaufsgasse, weit entfernt vom Zentrum und der AW. Polizeikommissar Berg hatte ihn am Ausgang der AW in Empfang genommen.

»Unbefugtes Eindringen in eine Hochsicherheitsgesundheitsstation mit Gefährdung der Patienten. Wieso bin ich nicht überrascht, deinen Namen gelesen zu haben?« Berg hatte ihn wie einen Schwerverbrecher angesehen. Terms Wut über die Wachmänner, die ihn durch die Gänge geschleift hatten, hatte Bergs Eindruck weiter unterstützt.

Sie konnten Term alle gestohlen bleiben. »Wie alt sind die Zombies da drinnen?«, hatte er wissen wollen.

Berg hatte seine Frage zunächst mehrmals ignoriert, bis er geantwortet hatte: Weit über 150 und dass es ein Spezialprogramm war. Mehr hatte Term nicht erfahren, aber es hatte ihm die Sprache verschlagen. Wie lange hielt die AW die Menschen am Leben? Nahm die Wohlfahrt jemals ein Ende?

Term versuchte die düsteren Eindrücke abzuschütteln. Er mochte das Viertel. Hier roch es nach indischer, mexikanischer und afrikanischer Küche. Der Duft entfaltete für Term das Bild eines brüllenden Löwen in einem Feld aus rotem und gelbem Curry. Und Hühnchen. Hühnchengeruch befand sich immer unter den Dämpfen, die aus den winzigen Restaurants auf die Straße strömten. Aber Term kam nicht hierher, um zu Mittag oder Abend zu essen. Das gab es daheim und seine Mutter bestand darauf, dass er anwesend war. Nein, Term mochte die Leute.

»Term, du musst aufhören, solche Einträge zu sammeln. Ich kann dir nur helfen, wenn du auch mitmachst. Ich kann dir zeigen, wie du dich arrangierst. So schlimm ist es nicht und in ein paar Jahren hast du es geschafft.« Hier im Viertel hatte er Erdogan kennengelernt, der sein Betreuer vom Pflegedienst der AW geworden war und der jetzt vergeblich versuchte, ihn zur Vernunft zu bringen.

Sein Löffel tauchte in den Berg Sahne ein. Er hatte amerikanisches Shave Ice bestellt mit ganz viel Sahne. Der Pakistaner hinter dem Tresen schüttelte immer lachend seinen Kopf und sagte ihm fast jedes Mal: »Du bist der einzige, der Shave Ice mit Sahne bestellt. Das passt doch gar nicht zusammen.« Dann zwinkerte er ihm zu und gab ihm immer die doppelte Portion zum Preis von einer. Mohammed wusste, wie gern Term Sahne aß. Term war bestimmt einmal die Woche hier, nicht nur, weil er das Eis mochte. Mohammed war ein guter Erzähler. Durch seine Geschichten hatte er die engen Gassen und schwülen Häfen von Gwadar und Kalkutta kennengelernt. Mohammed erzählte so eindringlich, Term meinte den schwarzen bitteren Geschmack des Assam-Tees auf seiner Zunge zu spüren und die gebrüllten Angebote der Händler in seinen Ohren zu hören, als wäre er selbst dort gewesen.

»Du kannst mir nicht helfen, Erdo. Danke.« Frustriert sah ihn Erdogan an. In seiner Freizeit trug er sein schwarzes Haar spitz nach vorne. Er trank einen Espresso mit viel Zucker.

»Term, du hast noch dein Leben vor dir. Lösch nicht alle Verbindungen. Ich will dir nur helfen. Ich kann mich noch erinnern, was einen Jugendlichen antreibt. Bestimmt nicht, von klein auf eine Drohne im System zu sein. Es reicht doch, wenn du das Minimum machst. Wir alle machen nur das Minimum«, teilte er ihm mit verschwörerischem Blick mit. »Keine negativen Auffälligkeiten mehr. Nur Dienst nach Plan.«

»Du verstehst es nicht, Erdogan. Ich habe andere Pläne. Mich kümmert die Akte nicht. Mich kümmern meine Verpflichtungen nicht und kein Psychiater der Welt kann mich dazu umpolen, dass ich funktioniere.«

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «TERM»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «TERM» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «TERM»

Обсуждение, отзывы о книге «TERM» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x