Felix Leitner - TERM

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Term wächst in der perfekten gerechten, nachhaltigen und gleichen Gesellschaft auf. Die Umweltkatastrophe ist abgewandt, die Dominanz der Männer beseitigt und die Allgemeine Wohlfahrt kümmert sich um die Gesundheit und Rente jedes Menschen: Von Geburt bis zum Tod und darüber hinaus. Nur, dass die Menschen immer älter werden und der Nachwuchs immer weniger. Aber Defizite im System werden durch Terms Lebenszeit ausgeglichen, das bestimmt die Ökologische Sozialistische Partei.
Terms Wunsch, seinen eigenen Weg zu gehen, verlangt automatisch auch von seinen Mitmenschen, ein eigenes Leben zu führen. Das geht nicht im Ideal der Gleichheit. Außerdem ist seine Arbeitskraft schon fest von der Allgemeinen Wohlfahrt einberechnet. Ein frühzeitiges Ausscheiden ist nicht vorgesehen.
Dann trifft er auf Roland, der ihn vor eine unmögliche Wahl stellt: Entweder begeht er ein unglaubliches Verbrechen und wird für immer frei sein, oder er verrät das geplante Verbrechen und wird sein Leben weiterhin eingesperrt verbringen.

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Piep. Term sah die Sekretärin an. Sie deutete strahlendweiß lächelnd auf sein Armband. Auf einem kleinen Display war ein Pfeil. »Einfach folgen«, munterte sie ihn auf. Mit überraschend wenig Wartezeit erreichte er das Behandlungszimmer von Dr. Bolz. Das System funktionierte perfekt. Term ging leise in den Raum. Er war aufgeräumt. Nur ein Tisch und zwei Stühle standen in der Mitte des hellen Raums. Fenster gab es keine so tief im Gebäudekomplex der AW, aber Wanddisplays simulierten das Gefühl als säße man in einer Landarztpraxis. Die täuschend-echten Displays sahen aus wie Fenster aus Holz, durch die Term auf grüne Wiesen mit gelben Sonnenblumen blicken konnte. Die grauen Wolken der Stadt verflüchtigten sich aus seiner Erinnerung. Es war unglaublich hell in allen Ecken des Raumes, sodass Terms Blick auf ein kleines Pad auf dem Tisch fiel. Es musste das Pad des Psychiaters sein. Schnell ergriff er es und berührte es mit seinen Fingern. Akte: Term, 09777321.

»Die meisten überprüfen erst die Echtheit der Fenster. Einige, eher unterwürfige Charaktere setzen sich auf ihren Stuhl und warten. Während sie warten, beäugen sie misstrauisch das Pad des Doktors. Man kann richtig ihre Gewissenskämpfe sehen, ob sie in den Unterlagen lesen sollen. Ich stoppe dann immer die Zeit, wie lange sie brauchen, um den Konflikt zu lösen.« Das strahlende Licht in der Ecke links neben der Tür wurde schwächer und Dr. Bolz trat aus dem Licht heraus. Für Term hätte er ein gutes Alien abgegeben. Er war unglaublich lang, über zwei Meter hoch, und dünn. Sein Kopf saß auf seinem dürren Hals wie eine Melone auf einer Sprungfeder. Eine winzige, eckige Brille aus Messing lag auf seinen Gesichtsfalten. Er hatte etwas Haar, nicht besonders viel. Seine rechte Hand lag auf seiner linken und er ging etwas gebückt. Dunkle Blutadern hoben sich aus der pergamentfarbenen Haut hervor. Er machte auf Term einen freundlichen, fast träumerischen Eindruck, als er zum Tisch ging. »Du hast nach zwei Sekunden zu dem Pad gegriffen.«

»Ich bin Dr. Frederik Bolz. Du kannst mich Fred oder Erik nennen. Oder beides. Hihi.« Sie setzten sich. Bolz‘ Blick scannte ihn sanft wie ein Sicherheitsgate an den Flughäfen nach verstecktem Metall und Sprengstoff.

»Das Pad bitte.« Term legte es zurück auf den Tisch. Dr. Bolz schenkte dem Gerät keine Beachtung.

»Warum willst du alte Menschen wie mich umbringen?« Seine Frage überrumpelte Term wie eine lautlose Lawine.

»Ich will euch nicht umbringen! Ich will nur, dass ihr mich in Ruhe lasst«, fuhr es aus ihm heraus.

»Du siehst dich in einer Abwehrhaltung, in der Verteidigung. Interessant. Daher greifst du zu diesen extremen Mitteln.«

»Ich greife nicht an … ich … hören Sie, Sie alter Sack«, der alte Sack reagierte überhaupt nicht. Die Beleidigung registrierte nicht in den Gehirnzellen des Psychiaters. Alles, was Term sagte, waren nur Datensätze, die Bolz auswertete, »Ich will nur leben. Mein eigenes Leben führen.«

»Aha, die benannten Wutausbrüche sind also noch vorhanden. Kein Mitgefühl für Sorgen und Nöte alter Mitmenschen. Starke Abneigung gegenüber älteren Menschen weiterhin sichtbar. Term, du stehst gerade am Anfang deines eigenen Lebens. Wenn du demnächst 17 wirst, darfst du Auto fahren, Verträge alleine abschließen und ein Jahr später auch wählen. Du hast noch zwei Jahre verpflichtend als Lebensunterstützer vor dir, wobei ich dir empfehlen würde auch in Ausbildung oder Studium mit dem Programm freiwillig weiterzumachen. Mit einem Jahr Extrastunden könntest du dein Konto wieder aus dem Negativen auf null bringen. Dann kannst du mit 85 in Rente gehen.«

Term sah Bolz irritiert an. Die Rente kümmerte Term überhaupt nicht. Doch der Psychiater fuhr unbeirrt fort: »Aufgrund deiner derzeitigen Situation macht es Sinn, kooperative Strategien zu entwickeln, um deine Minuspunkte abzubauen. Stattdessen verfolgst du weiterhin ein aggressives Verhalten. Was willst du damit erreichen?« Diesmal klang der Psychiater neugierig.

»Ich habe nichts verbrochen«, hielt Term an seiner Lüge fest. Er hatte vor seiner Mutter gelogen, er würde jetzt nicht vor einem Psychiater zur Wahrheit finden. »Deshalb brauche ich mich auch nicht zu ändern.«

Dr. Bolz schwieg. Term hasste die Ruhe im Raum. Und die Helligkeit. »Computer: Licht aus.«

Es wurde stockfinster. Dr. Bolz sagte nichts. Term hörte ihn nicht einmal atmen. Aber er war sich nicht sicher, ob der uralte Doktor vorher überhaupt geatmet hatte. Warum reagierte der Doktor nicht?

»Term, ich bin 120. Ich habe seit … langem künstliche Augen. Ich kann im Dunklen sehen. Hat dich Herr Hoffmann schlecht behandelt?«

»Nein. Er war ein einfacher, alter Mann. Er mochte es Modelle zusammenzustellen. Sie wissen schon, diese 3D-Modelle. Manchmal hat er mir auch eine Stunde gutgeschrieben und mich früher gehen lassen. Er war nicht so ein Arschloch, wie Luks jetzt.«

»Warum hast du dann Hoffmann umgebracht?«

»Zermscheiße, sind Sie ein Roboter oder ein Psychiater? Wiederholen Sie doch nicht immer denselben Müll. Ich habe Ihnen das schon beantwortet.« Term wollte diesen bescheuerten Dr. Bolz aber richtig treffen. »Wie menschlich sind Sie überhaupt noch? Sie haben künstliche Augen. Ein 120 Jahre alter Mensch hat in der Regel einige organische und mechanische Ersatzeinheiten in seinem Organismus … wo ist Ihre Energiezelle, die sie antreibt. Ihr Geist kann es doch nicht mehr sein.«

»Willst du wissen, wo die Energiezelle ist, um mich auch umzubringen?« In der Redepause hörte Term tatsächlich die im Körper integrierte Lungenbeatmung arbeiten. Es klang, als wenn man auf ein Luftkissen trat. »Term, unterschätze niemals den Überlebenswillen eines Menschen.« Jetzt klang er wie ein alter Lehrer. Term glaubte nicht, dass er den Psychiater getroffen hatte. »Unser Überlebenswille stellt uns Menschen vor schreckliche Entscheidungen.«

»Welche Entscheidung haben Sie getroffen?«

»Computer: Licht an.« Term hörte etwas in den Augen des Doktors summen. Die Rezeptoren mussten sich umgestellt haben. »Na, ich habe mich fürs Überleben entschieden. Wie es jeder machen würde.«

»Was werden Sie mit mir machen?« Term vermisste die Dunkelheit.

»Empathietraining. Solltest du wirklich unschuldig sein, musst du dennoch lernen, an unserer nachhaltigen und gerechten Gesellschaft teilzuhaben. Jeden Mittwochnachmittag, hier im AW. Die Termine sind in deinem persönlichen Kalender als verpflichtend vermerkt. Du kennst die Regeln: Erscheinst du zu spät oder gar nicht, gibt es Strafpunkte und du wirst zwangsabgeholt.«

»Ich hasse Sie.« Dr. Bolz zuckte zurück. Term sah seine Hand an. Sie hatte sich nicht bewegt. Er war ruhig geblieben. Umso mehr machten ihn seine Worte Angst. Er wollte nicht hassen. Er ließ seine Hände unter den Tisch fallen und zog sich das Armband ab.

»Kein Wutausbruch? Keine Attacke?« Der Psychiater klang geradezu fasziniert von ihm. Term fand es abstoßend, wie ein Objekt seziert zu werden. »Ich muss deinen Fall noch weiter studieren. Ich werde dafür meine Kollegen konsultieren. Es lässt sich alles erklären, einordnen und kurieren. Keine Sorge.«

»Nein. Die Wutausbrüche sind eine Fehldiagnose.« Term hatte genug und stand auf. »Machen Sie es gut, Sie rostiger Roboter.«

»Das Gespräch beende ich, du Flegel. Ich bin kein Roboter oder Android, ich habe nur kybernetische …« Term ging einfach. Oh, er kannte den Unterschied zwischen einem Cyborg und einem Androiden. Ein Cyborg war ein Mensch, der zu großen Teilen aus einer Maschinen bestand. Ein Android war dagegen ein Roboter, der wie ein Mensch wirkte. Zügig ging Term durch den Korridor und studierte die Schilder vor ihm. Servicezentrale für Lebensunterstützer, Kardiologisches Zentrum, Geriatrie, Hoch-Geriatrie, Mechanische Erweiterungen, Partialgenetik, Institut für Biotechnologie.

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