Felix Leitner - TERM

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Term wächst in der perfekten gerechten, nachhaltigen und gleichen Gesellschaft auf. Die Umweltkatastrophe ist abgewandt, die Dominanz der Männer beseitigt und die Allgemeine Wohlfahrt kümmert sich um die Gesundheit und Rente jedes Menschen: Von Geburt bis zum Tod und darüber hinaus. Nur, dass die Menschen immer älter werden und der Nachwuchs immer weniger. Aber Defizite im System werden durch Terms Lebenszeit ausgeglichen, das bestimmt die Ökologische Sozialistische Partei.
Terms Wunsch, seinen eigenen Weg zu gehen, verlangt automatisch auch von seinen Mitmenschen, ein eigenes Leben zu führen. Das geht nicht im Ideal der Gleichheit. Außerdem ist seine Arbeitskraft schon fest von der Allgemeinen Wohlfahrt einberechnet. Ein frühzeitiges Ausscheiden ist nicht vorgesehen.
Dann trifft er auf Roland, der ihn vor eine unmögliche Wahl stellt: Entweder begeht er ein unglaubliches Verbrechen und wird für immer frei sein, oder er verrät das geplante Verbrechen und wird sein Leben weiterhin eingesperrt verbringen.

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Eine Alarmsirene durchschnitt explosionsartig die Stille wie ein Düsenjäger. Für sehr, sehr kurze Minuten war nichts als die Sirene im Innenhof zu hören. Term sah Menschen hinter den Fenstern auftauchen, aber keiner steckte seinen Kopf hinaus. Schnell zogen sie ihre Vorhänge zu.

Ein Elektromotor summte laut wie eine Wespe auf Drogen. Jemand musste den Motor bis zum äußersten antreiben. Blitzschnell sauste ein kleiner E-Flitzer durch die Zufahrt. Ihm folgte ein E-Sprinter in graugrün. Es war das schnelle Einsatzkommando der ÖSP für Terms Wohnviertel.

Term erkannte sofort den Mann, der aus dem Flitzer sprang. Weißes Haar wallte auf seiner Stirn, als wäre er keine dreißig Jahre alt. Manuel Hammerschmidt merkte man seine siebzig Jahre nicht an – und bei ihm war die Beobachtung keine höfliche Floskel. Der Ex-Greenpeace-Funktionär war Jahrzehnte zur See gefahren und hatte am Meer gelebt, um dort den Lebensraum Ozean zu retten. Schließlich war er mit 60 nach Deutschland zurückgekehrt, um die Verursachergesellschaft – eines seiner Lieblingswörter – zu bekehren.

»Zwölfter Stock! Auf, auf«, befahl er den Einsatzkräften, die mit militärischer Übung aus dem Sprinter sprangen.

Neugierig ging Term zum Hauseingang, in dem das Einsatzteam verschwunden war. Manuel gehörte zu dem Trio Infernale, wie der Nachhaltigkeitsberater, der Lebensberater und die Genderbeauftrage unter der Hand genannt wurden. Als Nachhaltigkeitsberater war Manuel dafür verantwortlich, dass sich alle Bewohner seines Wohnviertels an die Gesetze einer gerechten, gleichen und ökologischen Gesellschaft hielten. Während die Polizei für Straftaten, wie zu schnelles Fahren, Diebstahl und anderen Delikten zuständig war, kümmerten sich die Nachhaltigkeitsberater der ÖSP darum, dass die Menschen einen ökologischen und bewussten Lebensstil verfolgten. Dann gab es noch Janek, der als Lebensberater mit den Bürgern darüber redete, welche Ziele man in seinem Leben verfolgen sollte. Schließlich Bilge, denn Genderbeauftrage waren per Vorschrift immer weiblich, die mit einem über seine Identität sprach. Term fand sie unheimlich. Bilge sprach immer von unterdrückten Identitäten, dem Penis oder fragte, ob er nicht auch sein Gender wechseln wolle. Eigentlich kam in jedem Satz das Wort »Geschlecht« vor und in jedem zweiten »Penis«. Term war sich sicher: Würde ein Alien von Gamma Centauri hier landen, Term würde schneller Centaurisch lernen als er jemals Bilges Gender-Sprache annehmen könnte.

Im Treppenhaus schrie ein Mann: »Verschwinden Sie hier! Das ist meine Wohnung.« Dann gab es ein dumpfes Geräusch. Ein Betäubungsschuss musste abgefeuert worden sein. Ein lauter Knall folgte.

»Geh aus dem Weg, Junge«, befahl ihm eine Sicherheitskraft. Gestützt von zwei weiteren Männern wurde ein Mann in Boxershorts und weißem Unterhemd die Treppe heruntergeschleift. Ein dunkelroter Fleck bildete sich auf seiner Stirn.

Manuel kam die Treppe herunter, erblickte ihn und lächelte ihn freundlich an. »Es tut mir leid, dass du dies hier mitbekommen musstest. Du lebst wirklich in einem problematischen Wohnblock.«

»Was hat er denn gemacht, Herr Hammerschmidt?«

»Nenn mich doch Manuel«, Hammerschmidt verzog das Gesicht. Nur Term nahm das angebotene »Du« nicht an. »Schweinespeck in seiner Wohnung angebraten und das nicht zu knapp! Der fettige Dampf zog zu den Nachbarn rüber. Ich finde es unmöglich, wenn Menschen nicht nur ihre eigene Gesundheit gefährden, sondern auch noch die ihrer Mitmenschen. Dann immer diese gehässigen Behauptungen, es seien seine eigenen vier Wände – wir leben doch nicht mehr im Mittelalter!«

Manuel strich sich durch sein volles weißes Haar und zog ein Arbeitspad aus seiner Tasche. Langsam gab er die Daten des heutigen Vorfalls ein. »Unglaublich, erst letzte Woche hatten wir hier zwei Raucher im Wohnblock. Was die versuchen, um heimlich in ihrer Wohnung zu rauchen … einer hat in der laufenden Dusche unter einer Salatschüssel geraucht. Idiot, die Sensoren picken es dann halt nach dem Duschen auf.«

»Das ist wirklich schrecklich«, stimmte ihm Term mechanisch zu.

Manuel hob seinen Daumen und der E-Sprinter sauste im Licht des Abends zwischen den Wohnblöcken davon. Dann wandte er sich noch einmal zu Term. »Ich frage mich, ob mit dem ganzen Wohnblock etwas nicht stimmt. Es ist …«, Manuel sah sich um und ging dann in die Hocke, »… als ob keiner hier etwas meldet, verstehst du?«

Term entschied sich zu nicken.

»Ich kann dir helfen. Mit deinen Minuspunkten«, meinte Manuel verschwörerisch. Sein volles graues Haar hing ihm bis in die Augen. »Wenn du was hörst, texte mich an. Dafür sind Bilge, Janek und ich da. Wir wollen nur, dass alle Menschen ein gerechtes und gleiches Leben führen können! Und nicht durch solche Einzelgänger gefährdet werden. Du meldest dich, ja?«

Term nickte. »Ja, ist doch Bürgerpflicht.«

»Alles klar, Term.« Manuel stieg in seinen Flitzer, streckte ihm noch einmal seinen Daumen entgegen und düste dann wieder davon. Als das Summen verklang, staute sich die Stille wieder im Innenhof. Term ging zurück ins Haus.

Der Nachhaltigkeitskoeffizient

»Term, das ist wichtig, oder möchtest du dafür verantwortlich sein, dass unsere Erde untergeht?« Term saß in »Ökologie und Gerechtigkeit« in der fünften Stunde und war bis gerade eben dem Unterrichtsgeschehen gekonnt entkommen. Er hatte einfach auf die Tafel geblickt, während seine Gedanken in Brasilien durch Rio schlenderten.

»Hahaha«, schallte es von seinem Nachbarn, »Term ist doch zu blöd, um seinen eigenen Fettanteil zu berechnen.«

»Du hilfst nicht weiter mit deinen Beleidigungen, Jason. Du legst schon wieder ein sehr männliches Verhaltensmuster an den Tag. Zwing mich nicht dazu, dich wieder zu Frau Leek in die Genderstudien zu schicken.« Sein Nachbar verstummte ganz schnell. Keiner wollte zu Frau Leek. Term würde lieber seinen Kopf in ein Meer Ameisen stecken, als Leeks Stimme in seinem Ohr zu hören. »Aber genau darum geht es: Unwissenheit.« Frau Dorsch war etwas klein und etwas rund. Rote lange Locken rahmten ihre gesunden Wangen ein. Auf Term wirkte sie sehr liebevoll, ohne mütterlich zu sein. Sie konnte nur wirklich hartnäckig sein, wenn es um ihr Lieblingsthema ging – die Umwelt. Aber gut, sie war auch seine Naturphänomene-Lehrerin. Biologie durfte das Fach seit der Genderschreibreform nicht mehr genannt werden.

»Sei ruhig, Jason«, ermahnte sie seinen nervigen Sitznachbarn erneut und Jasons Bemerkung blieb ihm in der Kehle stecken. »Die Definition des Nachhaltigkeitskoeffizienten bitte, Term.«

»Die Summe der Weltbevölkerung, geteilt durch die Fläche der Erde, mal das Niveau der prozentualen Umweltverschmutzung, sagt uns, wie viele Menschen noch verträglich für die Welt sind.«

»Dann wären ja viel zu viele Menschen auf der Welt. Bei deiner Rechnung würden wir uns in den finsteren 1990ern oder danach befinden, als immer mehr Menschen immer mehr konsumiert haben und uns der globale Kollaps drohte«, ermahnte Frau Dorsch ihn. »Was hat Term vergessen? Warum würden wir bei seiner Formel … die auch mathematisch nicht ganz richtig ist … auf zu viele Menschen kommen.«

Frau Dorsch suchte unglücklich die Klasse ab. Nur Jason meldete sich. »Na gut, Jason.«

»Ich hab‘s doch gesagt, Term ist eine Niete …«

»Kannst du es ohne eine Beleidigung sagen?«, unterbrach sie ihn.

»Öhm, Term hat vergessen, dass wir nicht die Gesamtsumme der Erdoberfläche für die Berechnung einbeziehen dürfen. Die Antarktis ist ja immer noch vereist, dann müssen wir auch die zu stark verschmutzen Gebiete abziehen. Also die Ballungszentren dieser Welt zählen da nicht rein, so wie Mexiko-Stadt oder die Metropolregion Shanghai. Von einem aufgeklärten Standard aus sind diese Besiedlungen nicht mehr als bewohnbar einzustufen, auch wenn Menschen dort noch leben. Minus die Naturschutzparks, in denen keine Menschen wohnen dürfen, und andere Gebiete die laut UN für ein lebenswertes Leben zu stark verschmutzt sind.«

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