„Weißt du, Juno, es ist schon eine ganze Weile her, als Verena was Böses gemacht hat und dafür bestraft wurde und dafür gibt sie deiner Mama jetzt die Schuld.“
„Was hat sie denn getan, Tante Kassandra?“
„Sie wollte deiner Mama wehtun.“ Juno schaute auf ihre Mutter. Wie konnte jemand auf so eine Idee kommen? Ihre Mami war der liebste Mensch, den sie kannte.
„Mama, bitte nimm mich mit. Mir kann nichts passieren. Aurora passt auf mich auf.“ Maria sah ihre Tochter an und dann Kassandra. Diese reagierte als Erste.
„Aurora?“ Juno nickte.
„Ja, mein Schutzengel. Ich habe von ihr geträumt, als ich von Wirbelwind gefallenen bin und im Gras geschlafen habe. Sie war die ganze Zeit bei mir und hat mich aufgefangen, als ich fiel, sonst hätte ich mich viel doller verletzt.“ Lächelnd warf sie einen Blick auf ihren Gipsarm. Kassandra konnte es kaum fassen. Sie sah zu Maria, die aufgestanden war und zu dem großen schmiedeeisernen Tor lief. Sie rüttelte an der Türklinke, doch es bewegte sich keinen Millimeter. Wütend trat sie dagegen.
„Mama, wir können auf den Baum da klettern und dann runterspringen.“ Maria lächelte. Diese Idee hätte sie vor einigen Jahren auch gehabt.
„Wir? Ich habe dir nicht erlaubt mitzukommen. Vorher möchte ich mich mit Aurora unterhalten. Aurora!“
„Hallo Maria“, sprach eine Stimme sie von hinten an.
„Aurora“, quietschte Juno, rannte auf sie zu und sprang ihr in die Arme.
„Hallo meine Kleine.“
„Es gibt dich wirklich, ich wusste es.“
„Aurora, hast du Juno hergebracht“, fragte Maria, die ihre Wut nicht verbergen konnte.
„Nein, ich war selbst überrascht, als sie plötzlich weg und vom Radar verschwunden war.“
„Wie ist sie dann hier her gekommen?“
„Ich glaube, das kann der Chef dir am besten erklären. Wenn du möchtest, bringe ich dich zu ihm. Kassandra passt sicher so lange auf Juno auf.“ Diese nickte.
„Chef, ich habe dir Maria mitgebracht.“
„Hallo Maria, wir haben uns ja ewig nicht gesehen. Wie geht es dir? Was kann ich für dich tun?“
„Hallo Chef. Nora und Verena haben meine Tochter Kasi entführt und Juno ist uns gefolgt, um bei der Befreiung ihrer kleinen Schwester zu helfen, außerdem weiß sie von Aurora.“ Aus ihr waren die Worte nur so rausgesprudelt. Das Licht flackerte.
„Verena und Nora haben was? Wie können sie es nur wagen? Aurora hast du Juno zu Maria gebracht?“
„Nein, Chef. Ich habe damit nichts zu tun. Sie kann mich bei ihrem Unfall auch unmöglich gesehen haben. Sie war die ganze Zeit bewusstlos.“
„Ich verstehe. Dann hat sie diese Fähigkeiten von ihrem Vater geerbt. Schließlich war Johannes noch ein Schutzengel, als ihr sie gezeugt habt.“ Maria lief rot an.
„Das bedeutet, dass sie sich zwischen den Welten frei bewegen kann?“, fragte Aurora.
„Ja, genau. Ich könnte ihr die Kräfte nehmen, wenn du das möchtest, Maria.“
„Ich weiß es noch nicht, ich muss darüber nachdenken. Kannst du mir sagen, wo wie wir Verena, Nora und Kasi finden?“
„Nein, leider nicht. Sie scheinen sich auf einer Ebene zu befinden, auf die wir keinen Einfluss haben. Ich kann aber mit ihrem Schutzengel sprechen, der hat mehr Möglichkeiten. Ich werde es dich wissen lassen, wenn ich was herausgefunden habe.“
„Danke Chef.“
„Ich wünsche dir viel Glück bei der Suche. Glaube daran, dass alles gut wird.“
„Mami, wo wart ihr denn? Habt ihr Kasi gefunden?“
„Leider noch nicht, mein Schatz. Kassandra, wir sind hier auf uns gestellt, aber er will sich erkundigen.“ Diese nickte.
„Mami, wer ist „er“? Wo sind wir und wo ist Kasi? Was bedeutet das alles?“ In Junos Stimme war die Angst deutlich zu hören. Nervös fing sie an, an ihren Nägeln zu kauen.
„Er“, ist der Chef von Tante Kassandra und Aurora. Ich habe ihn vor ungefähr sieben Jahren kennengelernt. Wo Kasi ist, weiß ich leider nicht, aber wenn wir unserem Herzen folgen, wird alles gut.“
„Ich darf also mit“, fragte das Mädchen vorsichtig. Maria und Juno sahen Aurora und Kassandra an und beide nickten.
„Danke“, flüsterte sie und kuschelte sich in die Arme ihrer Mama. Da kam ihr eine Idee.
„Wir sollten das Labyrinth umrunden, um zu sehen, ob wir einen anderen Eingang finden.“
„Gute Idee, aber ich würde gerne vorher noch etwas an der Tür versuchen.“ Maria lief auf das Tor zu und konzentrierte sich, als sie die Klinke nach unten drückte.
„Juno, komm her und hilf mir“, rief sie, als sie spürte, wie der Griff nachgab. Das Mädchen rannte zu ihrer Mutter.
„Denk mit der ganzen Kraft deines Herzens an Kasi und wie lieb du sie hast, wenn ihr euch nicht gerade streitet, und dann drück mit mir zusammen gegen das Tor.“
Конец ознакомительного фрагмента.
Текст предоставлен ООО «ЛитРес».
Прочитайте эту книгу целиком, купив полную легальную версию на ЛитРес.
Безопасно оплатить книгу можно банковской картой Visa, MasterCard, Maestro, со счета мобильного телефона, с платежного терминала, в салоне МТС или Связной, через PayPal, WebMoney, Яндекс.Деньги, QIWI Кошелек, бонусными картами или другим удобным Вам способом.