Das Publikum, grösstenteils kritische Studentinnen und Studenten, reagierte mit Entsetzen, hielt die Geschichte für wahr oder jedenfalls für sehr gut möglich. Viele übten scharfe Kritik an der Generation der Väter, die gewissermassen bis zur Kenntlichkeit karikiert im Film dargestellt sei. Am schärfsten äusserte sich Wolfgang. Unnachsichtig geisselte er diese «fetten Deutschen». Er hoffe nur, dass wenigstens die jüngere Generation in der Lage sei, aus der Vergangenheit die richtigen Lehren zu ziehen. Deutlich waren hinter seinen Worten Emotionen zu spüren, die er kaum zu bändigen vermochte. Eine Art Verzweiflung wehte durch den Raum, die bei anderen Zuschauern ein wütendes Echo fand, sei es in zustimmender oder heftig abweisender Art. Der Regisseur, der sich einerseits freute, dass sein Film so verstanden wurde, wie er gemeint war, wollte andererseits vermeiden, dass es zum Tumult kam, und er beruhigte die Stimmung, indem er sachlich erzählte, wie der Film gedreht worden war, wie er die Schauspieler geführt hatte, wie er mit der einheimischen Bevölkerung umgegangen war. Das Publikum wurde wieder still, und als die Veranstaltung zu Ende war, beeilten sich die meisten, nach Hause zu kommen. Ich ging mit Wolfgang in eine Kneipe, erwartete, dass er nun, seelisch aufgewühlt, mehr von seinem Vater oder von seinen Gefühlen gegenüber seinem Vater preisgeben werde. Er zog es aber vor, den kühl Überlegenen zu spielen, der sich in allgemeiner Art über die Vätergeneration ausliess, die immer noch von der eigenen Vorzüglichkeit überzeugt sei.
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