Hans Müller-Jüngst - Morde und Leben - Kerger und Richter

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Morde und Leben - Kerger und Richter: краткое содержание, описание и аннотация

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Klara Buchloh lebt allein in einem reparaturbedürftigen Haus in einer mittelgroßen Stadt. Eines Tages findet man ihren Torso mit Kopf in ihrem Keller, ihre Gliedmaßen sind im Quadrat um ihren Wohnort ausgelegt. Die beidenmit dem grausamen Fall betrauten Kommissare stehen zunäxchst or einem Rätsel, lösen den Fall aber schließlich wie gewohnt.

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Alle Fünf hatten sie wie Klara langes weißes Haar, das sie zu einem Knoten zusammenbanden und unter einem Haarnetz verschwinden ließen. Nie zogen sie aber so einen Haushaltskittel über, wie Klara das immer tat. Stattdessen trugen sie nicht gerade vornehme, aber doch feine Alltagskleidung. Wie oft waren sie schon in St. Pauli an der Cap San Diego vorbeigelaufen, immer den Blick auf die im Entstehen

begriffene neue Elbphilharmonie. Die Elbphilharmonie in der Speicherstadt war ein Blickfang und wollte es auch sein. Jeder, der sich zu Wasser St. Pauli oder der Speicherstadt näherte, musste seine Augen auf die Elbphilharmonie richten. Wenn sie in einem Monat fertiggestellt sein und im Januar 2017 das Eröffnungskonzert gegeben würde, würden sie es zusammen im Fernsehen verfolgen. Irgendwann würden sie sich auch ein Konzert live ansehen. Sie waren alle Fünf Klassik begeisterte Hörerinnen und würden sich an dem Abend schick anziehen. Sie wussten, dass der Eintritt nicht gerade billig wäre, aber sie waren bereit, sich das Vergnügen in der Elbphilharmonie etwas kosten zu lassen. Schließlich war ein Konzert in dieser noblen Umgebung etwas ganz Besonderes, um das sie viele beneiden würden.

Manchmal stiegen sie auch auf die Fähre und fuhren mit ihr nach Övelgönne, um sich ein Strandgefühl zu verschaffen. Schon das An- und Ablegemanöver der Fähre war so eindrucksvoll für sie, dass sie öfter einfach nur dastanden und zusahen, wie die Fähre anlegte. Der Kapitän hatte das Manöver so verinnerlicht, dass er auf der Elbe wendete und mit praktisch unverminderter Geschwindigkeit auf die Hafenmauer zuraste, sodass man als Zuschauer dachte, es käme zur Kollision. Im letzten Augenblick aber drosselte der Kapitän die Geschwindigkeit und legte ganz normal an. Unter den Zuschauern waren dieses Mal die fünf Frauen, und ihnen schlug das Herz bis zum Hals hoch. Nachdem das Anlegemanöver aber tadellos vollbracht war, gingen sie an Bord und setzten sich bei dem herrlichen Wetter, das gerade herrschte, an Deck. Die Fähre füllte sich nach und nach und sie waren froh, dass sie so früh an Bord gegangen waren und einen Platz an Deck abbekommen hatten.

Die Fahrt dauerte gerade einmal zwanzig Minuten und sie legten im alten Hafen von Övelgönne wieder an, um danach zum Strand zu laufen. Es waren viele Menschen am Strand und einige gingen sogar im Elbwasser baden, was wegen der Verschmutzung, aber auch wegen der Strömung des Flusses, nicht ungefährlich war. Die fünf Frauen setzten sich auf eine Decke, die sie mitgebracht hatten und beobachteten das Treiben. Auf der Elbe herrschte reger Schiffsverkehr und immer, wenn einer der großen Pötte vorbei schob, kam die Rede auf Ausbaggerung der Elbe. Ohne sich groß mit der Materie auseinandergesetzt zu haben, waren alle Fünf aus einem tief in ihnen verwurzelten Umweltbewusstsein heraus gegen eine Vertiefung des Flusses. Die großen Pötte wurden natürlich von einem Lotsen in den Hafen dirigiert.

„Haben wir eigentlich heute Abend jemanden bei uns zum Exorzieren?“, fragte Lydia mit einem Mal in die Runde, als wäre sie gerade aufgetaut.

„Wir haben heute bei Helene ein 13-jähriges Mädchen und sollten uns deshalb auch nicht allzu lange hier aufhalten!“, antwortete Gerda, und sie standen kurze Zeit später alle wieder auf und liefen wieder zum Hafen zurück. Nachdem ihre Fähre wieder in St. Pauli angelegt hatte, nahmen sie die S-Bahn und fuhren zu Helene, dort bereiteten sie alles für die Sitzung vor. Sie rückten Helenes Bett in die Mitte des Zimmers und zogen ihre wallenden Gewänder über. Das Essen für die Zeit nach der Exorzierprozedur hatte Helene schon am Vortag vorbereitet und brauchte es nur aufzuwärmen. Schon schellte es, und das Mädchen kam mit seinen Eltern, die es hielten, denn es war sehr unruhig und wollte sich andauernd von seinen Eltern losreißen. Auf die fünf Frauen kam eine anstrengende Sitzung zu.

Lezek Kuczinsky

Lezek Kuczisnky stand in seinem Keller vor einem Regal mit Militaria und begutachtete einen alten NS-Stahlhelm, den er vor Kurzem aus dem Internet erstanden hatte, und der ihm gerade per Post zugestellt worden war. Lezek war Sammler vom Militaria und da besonders solcher aus der NS-Zeit. Das war in zweifacher Hinsicht bemerkenswert: einmal war es verboten, solche alten NS-Symbole bei sich zu horten, und zum anderen sammelte er als ehemaliger Pole gerade NS-Militaria, wo doch Polen als Land ganz besonders unter der NS-Diktatur zu leiden gehabt hatte. Lezek war geradezu vernarrt in die NS-Symbole, er konnte auch nicht sagen, warum, vielleicht war es gerade, weil sein Heimatland von der NS-Diktatur so stark betroffen war.

Der Stahlhem war ein Helm der Waffen-SS gewesen, er hatte an der Seite noch die SS-Runen. Auf Relikte der Waffen-SS war Lezek besonders erpicht, weil ihnen heute noch das Authentische anhaftete. Niemand wusste von seiner heimlichen Sammelleidenschaft, wenn es bekannt geworden wäre, womit er sich in seinem Keller beschäftigte, hätte er nicht nur sein gutes Verhältnis zu seiner Nachbarin Klara abbrechen müssen, er wäre auch noch angezeigt worden und hätte eine saftige Strafe aufgebrummt bekommen. Außerdem wären alle seiner Militaria konfisziert worden. Er begab sich auch immer nur zu Zeiten in seinen Keller, in denen nicht mit Besuch zu rechnen war. Die Kellertür lag unauffällig unter der Treppe, er hatte sie mit einer nicht ins Auge stechenden braunen Decke verhängt. Sein tragbares Telefon nahm er immer mit in den Keller, für den Fall, dass jemand anrief, und er sich melden konnte. Aber sooft bekam er keinen Besuch und die Zahl der Anrufe hielt sich auch in Grenzen. Es kam höchstens vor, dass seine Schwester aus Nordwyk ihn anrief, was aber selten geschah.

Lezek hatte sich seinen Keller wohnlich eingerichtet, das hieß, dass er sich neben den ganzen Regalen, in denen er seine Sammelstücke aufbewahrte, einen Computerarbeitsplatz hergerichtet und in eine Ecke des Kellerraums, der recht groß war, eine Couch mit Couchtisch und einen Sessel gestellt hatte. Lezek verbrachte Stunde um Stunde in seinem Keller, saß am Computer und sah sich den Militaria-Markt im Internet an, oder er saß in seinem Sessel und las Fachzeitschriften oder Fachbücher. Er hatte sich die Haustürklingel nach unten gelegt, sodass er im Keller hören konnte, wenn oben jemand schellte. Dann ließ er alles stehen und liegen und rannte nach oben und danach schloss er leise die Kellertür hinter sich, damit niemand hören konnte, dass er im Keller gewesen war. Es kam auch vor, dass er sich mit Gleichgesinnten traf, die ihn besuchten, um etwas von ihm zu kaufen oder ihm zum Kauf anzubieten. Solche Besuche beschränkte er aber doch stark, damit die Nachbarschaft nichts davon mitbekam und am Ende noch über ihn redete. Im Regelfall traf er sich mit interessierten Militaria-Sammlern an einem verabredeten Ort, das war oft ein Cafe oder bei schönem Wetter auch der Park zum Beispiel in Nordwyk. Lezeks ganzer Stolz war eine Schaufensterpuppe in seinem Keller, der er die komplette Felduniform angezogen hatte. Sie trug Stiefel, Rucksack, Stahlhelm und eine MP. Er hatte sie wie zu einem Sturmangriff hingestellt.

Lezek stand oft neben der Puppe und schaute sie bewundernd an. Der Soldat, den sie verkörperte, war der gleiche, der am 01.09.1939 am Polenfeldzug teilgenommen hatte, bei dem seine Tante und sein Onkel ums Leben gekommen waren. Er hatte sie allerdings nie kennen gelernt, denn er war ja ein Nachkriegskind. Er war bei seinen Eltern in Warschau aufgewachsen und hatte die erbärmlichen Nachkriegsjahre miterlebt. Bis er früh in den 60er Jahren mit seinen Eltern und seiner Schwester über Skandinavien nach Deutschland geflohen war. Umso erstaunlicher war seine Liebe zu NS-Militaria, aber darum machte er ja ein großes Geheimnis, und bislang hatte auch noch niemand etwas davon mitbekommen. Sein Kellerraum barst schon beinahe über vor Sammlerstücken, aber Lezek dachte nicht daran, das Sammeln einzustellen. Er überlegte stattdessen, noch einen weiteren Kellerraum herzurichten. So ziemlich alles, was man an NS-Militaria sammeln konnte, hatte er eigentlich, es fehlten ihm nur einige Stücke aus dem Bereich „HJ“ und da ganz besonders der Dolch mit der Aufschrift „Blut und Ehre“. Lezek wusste, dass man NS-Militaria nur auf dem Schwarzmarkt über das schwarze Internet (Darknet) bekommen konnte. Aber das war für ihn kein Problem, er hatte die Software TOR („The onion router“) installiert und auf diese Weise Zugang zum Darknet. Eines Tages verabredete er sich mit einem Herrn Börger im Park in Nordwyk, um ihm einen „HJ“-Dolch abzukaufen.

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