Jochen Schmitt - Rolands Lied

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Das zweite Buch der Serie erzählt die Geschehnisse um die Jahre 777-778 n. Chr.
Es beginnt mit der Reise von Abdaallah ibn Hisham, dem einst der junge Lauro als Sklave gedient hat, nach Paderborn zum Reichstag, um bei den Franken unter dem Karl dem Großen die Unterstützung bei dem Aufstand gegen den Ober-Emir zu erbieten. Hier lernt er den berühmten Helden der Franken – den Markgrafen Roland – kennen.
Parallel zu der Geschichte Abdallah wird auch über Lauro berichtet. Das jetzige Oberhaupt eines Bergdorfes hat die Verantwortung für seine Leute übernommen. Die Sicherheit von Mauren-Überfallen ist gewährleistet, aber der Ruf der Franken eilt voran. Sind die Sorgen berechtigt? Ist das Volk der Basken in Gefahr?

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Erst in den folgenden Tagen kam er dahinter, was diesen Mann auszeichnete. Der trat mit derartig penetranter Überheblichkeit, und ebenso eitel wie wichtigtuerisch auf, dass man ihn leicht unterschätzen konnte. König Karl und Roland, Sohn eines Haushofmeiers König Pippins, wurden gemeinsam erzogen und geschult. Karl schätzte seinen Freund ungemein. Gegensätze ziehen sich an, sagt der Volksmund. Hier war das der Fall. König Karl überragte mit seinen knapp 180 cm seine Würdenträger, die zumeist zu ihm aufblicken mussten. Er zog es immer vor, sitzend zu empfangen. Selbst Roland befand sich dann auf Augenhöhe. Der war zwar klein von Gestalt, aber was ihm an Höhe fehlte besaß er in Breite. Ein unschlagbarer Athlet. Seine Körperkraft, gepaart mit einer unglaublichen Wendigkeit, ließen ihn in jeden Schwertkampf siegen. Ein wacher Geist und hohe Intelligenz machten ihn Karl zum unersetzlichen Ratgeber. Ebenso schätzte er es aber auch, dass seines Freundes Schwächen ihm eine endlose Quelle von vergnüglichem Spott, und auch so manchen freundschaftlichen Scherz erlaubten.

Am folgenden Vormittag holte der Graf sie ab und führte sie in den Saal des Königshofes. Der war dichtgefüllt mit Hofstaat und Würdenträgern, die, aufgereiht nach Bedeutung und Gewicht, an den drei Wänden standen. Dem Eingang gegenüber saß Karl auf einer Empore, etwa 50 cm höher, auf einem edlen Thronsessel, kostbar in mit Edelsteinen übersäten Brokat gekleidet. Jetzt bot er den Gesandten das königliche Bild des Herrschers des westlichen Europas. Auf seinem Kopf funkelte die Königskrone, in je einer Hand Zepter und Reichsapfel. Das war ein kleiner Kulturschock für die beiden Chassas, die ihn zuvor in Hemdärmeln erlebt hatten.

Neben Karl saß Königin Hildegard in einem etwas kleineren Sessel. In der Lücke hinter beiden standen ihre Söhne. Pippin der Bucklige, zwar erst sieben Sommer, und ihr Stiefsohn von Karls erster Ehefrau Himiltrud, die längst verstorben. Ihr eigener ältester Sohn, Pippins Stiefbruder Karl, war nur fünf Jahre alt. Aber bei solchen Anlässen wollten und mussten sie dabei sein. Früh übt sich, was einmal ein König werden soll. Das schafften sie beide nicht. Hintereinander starben sie noch vor ihrem Vater, im selben Jahr 811. Ludwig der Fromme, letzter von Königin Himiltruds verbliebenen ehelichen Söhnen, erbte 814 dann das Reich von Karl dem Großen, dem seit 800 vom Papst gekrönter Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.

Ein lautes Raunen erscholl im Rund der Würdenträger. Sogar erstaunte Ausrufe ließen sich nicht mehr unterdrücken! Das Bild war auch zu eindrucksvoll, und bot zu viele Überraschungen auf einmal. Vier schlanke junge Araber im kostbaren, knielangen weißen Seidenkaftan mit goldenen Bordüren. Darunter lugten ebensolche seidenen Pumphosen hervor, unter denen goldverzierte Lederpantoffel glitzerten. Die Köpfe krönte jeweils ein weißer Seiden-Turban, mit bunten Edelsteinen geschmückt. Nur Abdallah trug den schlichten schmucklosen grünen Turban, der die Nachfahren des Propheten Mohammed auszeichnet. Das wies ihn hier zugleich als den Chef der Gesandtschaft aus.

Gemessenen Schrittes, seine drei Chassas mit einem Schritt Zwischenraum in Reihe dahinter, trat er vor den König, verneigte sich in fünf Meter Abstand vor ihm tief und formvollendet höflich. Dann trug er in fließendem Latein die auswendig gelernte Ansprache vor. Er berichtet vom Ruhm des Königs und seines Volkes, der bis zu den Mauren gedrungen. Das habe die Gesandtschaft ausgelöst. Die Mauren wollten dem mächtigsten König Europas ihren Respekt bezeugen und ihre Freundschaft anbieten. Kurzum, er tischte gewandt den üblichen wertlosen Diplomatenschmu auf, den zwar auch hier keiner glaubte, der aber bei solchen Anlässen allgemein als unentbehrlich galt und gilt.

Am Ende seines Sermons gab er zwei seiner Chassas den von ihnen erwarteten Wink. Sie traten vor, legten je eine Rolle Seidenstoff auf den Boden, und - Abrakadabra - zauberten aus ihnen die beiden Schwerter hervor. Die wurden natürlich über den geöffneten Tüchern am Boden ausgelegt, auf den dazu gehörigen kleinen Perserteppichen. Abdallah bat den König, ihm die Schwerter überreichen zu dürfen Er fügte an, seine Fürsten hätten ihm befohlen, beide Schwerter dem König zu überreichen, damit der eines seiner Wahl an den berühmten Markgrafen Roland weiterreiche. Der Ruhm dieses unübertrefflichen Heldenkriegers sei auch im Maurenland bereits eine Sage, und daher wolle sein mächtiger Emir dem Grafen durch dessen eigenen Königs Hand eine Auszeichnung zukommen lassen.

Karl reichte Zepter und Reichsapfel seiner Königin, die nun für einen Augenblick zur Regentin wurde. Sie nutzte den, und gab je ein Machtsymbol an die Söhne weiter. Der bucklige Pippin schwenkte fröhlich sein Zepter. Der unglückliche kleine Karl hätte beinahe den Reichsapfel fallen lassen. Für seine kleinen Hände war der noch zu dick. Rechtzeitig konnte er sich fangen und den unheilverkündenden Ablauf verhindern.

Der König bemerkte nichts davon. Er war von den prachtvollen Waffen geblendet. Er hob sie in die Höhe und gab sie dem Gefolge zur Bewunderung frei. Rauschender Beifall erklang. Da sprang ihm der Schalk in seinen Nacken. Im Voraus schon schmunzelnd winkte er den Markgrafen heran.

„Vetter sag, welches Schwert wünschest du?“

Der stand verzückt, konnte sich nicht entscheiden, wies dann entschlossen auf das mit dem Rubin.

„Schön, dass du mir Auswahl und Entscheidung abnahmst!“ sprach der König, und drückte ihm das andere, das mit dem, grünen Smaragd in die Hand, lachte brüllend los, und alle stimmten ein. Säuerlich, weil wieder mal auf einen Ulk Karls hereingefallen, grinste auch Graf Roland.

Ein weiterer Wink von Abdallah zum Flur hin, und im Gänsemarsch traten die schmuckbehängten nackten Vierlinge vor den König. Abdallah musste eine Weile warten, ehe er sie dem König übereignen konnte. Der Saal tobte. Nur langsam trat wieder Ruhe ein. Gnädig überrascht verschlang des Königs Blick die nackten weiblichen Formen von seltener Perfektion. Dann kam Lust auf. Gleich darauf fühlte er einen eisigen Hauch, eine Drohung von links zu ihm wallen. Zwar waren seine bisher drei Ehefrauen daran gewöhnt, dass er ihre Schwangerschaften mit jeder einigermaßen gerade gewachsenen Jungfrau zu überbrücken wusste. Das spielte sich jedoch immer unter Ausschluss der Öffentlichkeit ab. Hier und vor dem Hofstaat, das konnte brenzlig werden. In diesem einen einzigen Jahr ihrer Ehe war die junge Königin, 19 Winter und vier Schwangerschaften lagen hinter ihr, ausnahmsweise mal nicht in anderen Umständen. Da wurden ihm lautlos 14 Tage Ehekrieg angedroht. Kleinlaut verzichtete er. Schnelles Handeln war gefragt.

Erneut winkte er seinen Busenfreund heran. „Such dir eine aus!“ drängte er den, einerseits um seinen Scherz von vorhin abzumildern, andererseits um der Königin seinen guten Willen zu bezeugen. Der Markgraf zögerte diesmal nicht. Er hatte sich bereits bei dem Blick von hinten her von vier gleichermaßen vorhandenen preiswürdigen Hinterbäckchen überzeugt. Er griff die Nächststehende bei der Hand und führte sie zu seinem Platz in der vordersten Reihe rechts vom Thron. Blieben noch drei. Hilfesuchend sah der König in den Saal.

„Denk an deine Söhne!“ zischte es neben ihm, und die vierte will ich!“

Brav folgte der König der ehefraulichen Intervention. Wie alle Ehemänner wusste er, dass es Situationen und Augenblicke im Eheleben gibt, in denen Gehorsam statt Widerspruch angebracht ist. Obwohl er nicht verstehen konnte, was die noch nicht einmal Halbwüchsigen mit dieser Gabe wohl anfangen könnten. Darum ging es der Königin auch nicht. Seine Gemahlin hatte eiligst zugeschlagen, ehe der wertvolle Schmuck am Leibe der Exotinnen in andere Hände geriet!

Graf Roland beendete spontan die Audienz. Er begann kräftig zu klatschen. Noch einmal rauschte donnernder Beifall durch den Saal. Dann strebten alle ins Freie. Das Erlebte musste erst mal geistig verdaut werden. Abdallah konnte mit dem Ablauf zufrieden sein. Der mögliche Erfolg seiner Mission hatte ein festes Fundament erhalten.

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