Jochen Schmitt - Rolands Lied

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Das zweite Buch der Serie erzählt die Geschehnisse um die Jahre 777-778 n. Chr.
Es beginnt mit der Reise von Abdaallah ibn Hisham, dem einst der junge Lauro als Sklave gedient hat, nach Paderborn zum Reichstag, um bei den Franken unter dem Karl dem Großen die Unterstützung bei dem Aufstand gegen den Ober-Emir zu erbieten. Hier lernt er den berühmten Helden der Franken – den Markgrafen Roland – kennen.
Parallel zu der Geschichte Abdallah wird auch über Lauro berichtet. Das jetzige Oberhaupt eines Bergdorfes hat die Verantwortung für seine Leute übernommen. Die Sicherheit von Mauren-Überfallen ist gewährleistet, aber der Ruf der Franken eilt voran. Sind die Sorgen berechtigt? Ist das Volk der Basken in Gefahr?

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Das überzeugte ihn. Er stieg zu ihnen. Der Bursche führte die Kolonne auf verschlungenen, ihnen im Sumpfland oft unsichtbaren Wegen zurück nach Westen, dann nach Süden zum Hof Boke. Weit kamen sie nicht, dann stak die erste Karre bis zur Ladefläche im Morast fest. Weder Peitsche noch Schieben halfen. Der Germane kannte das Problem und wusste Abhilfe. Er riet ihnen, die beiden Zugtiere des nachfolgenden Karrens abzusträngen. Das zweite Paar vor dem ersten angekoppelt, zerrten die vier Maultiere mit schiebender Unterstützung die Karre zum nächsten trockenen Buckel. Das Manöver wurde zweifach wiederholt, dann rollten sie auf trockenem Grund.

Hinter dem Hof Boke, eine Mühle und eine sächsische Kneipe zugleich, wies er sie auf den Höhenrücken einer Endmoräne in Richtung Süden und wandte sich heim. Den Mauren dämmerte, dass sie besser hier ihre Lippefahrt beendet hätten. Nur die Damen, in den Karren geborgen, waren noch salonfähig. Die anderen, alle Chassas einbezogen, nahmen das reinigende Bad in der Lippe in Anspruch. Alles was in Boke weiblich strömte herbei. Nackte kaffeebraune Mauren im Bade zu bestaunen, das gab es damals an der Lippe noch nicht so oft wie heute.

Der Mühlenwirt sah ein Geschäft, wenn eins in Reichweite kam. Er ließ derweil vor seinem Hof die Tische unter den Eichen eindecken. Grobes Bauernbrot, Butter und westfälische luftgetrocknete Wurst, dazu Bier oder Met kam selbst diesen nun Weitgereisten gewöhnungsbedürftig vor. Sie waren schlimmeres gewöhnt und griffen kräftig zu.

Vom Wirt, der vielfach dienernd die zwei Silberlinge in seiner Hand bestaunte, wurden sie auf dem Rücken jener Endmoräne nach Süden weitergesandt. Dorthin, wo bei einer Salzquelle einige Kotten am Hellweg lagen. Der damalige Haupthandelsweg von West nach Ost und umgekehrt, heute auch B 1 genannt, verlief schon damals trocken auf einem Höhenrücken im Vorland der Suder-Berge. Dort erst erreichten sie die Fernstraße des Salzes nach Osten und Paderborn. Da inzwischen der Abend kam, zogen sie der Bauernschaft am Salzbach zu und schlugen auf dem Dorfanger ihr Lager auf. Ein reiches Dorf, wie das knappe Dutzend aufwändige Häuser und Höfe bewies.

Im Nu waren sie von der neugierig glotzenden Dorfjugend umringt. Einige ältere Kötter kamen hinzu. Sie zeigten bräunliche Salzklumpen, die Erzeugnisse ihrer Arbeit und ihre Handelsware. An Geld hatten sie kein Interesse. Salz war wertvoller als Silber. Tauschhandel war angesagt. Sie konnten auch reichlich Landprodukte als Proviant anbieten. Nachdem sich der dolmetschende Murabitun vergewissert hatte, dass es in Reichweite einen Pader Born samt einem fränkischen König daran gab, erlaubte Abdallah das Feilschen. Zwei der Maultiere gab er dafür frei. Für den restlichen kurzen Weg reichte eins vor jedem Karren.

Am folgenden Vormittag entsandte Abdallah seinen Reisemarschall mit den zwei Chassas und den beiden Germanen-Murabitun voraus zum Königshof. Die nahmen mit des Königs Haushofmeier Verbindung auf. Nach eingehender Information führte der sie ohne Umschweife direkt zum König. Der saß neben Markgraf Roland und einigen bereits eingetroffenen Grafen sowie seiner Regierung hemdsärmelig an langer Tafel im kleinen Hofsaal beim Mittagsimbiss. Der König legte seine angeknabberte Hirschkeule aus der Hand. Die anderen folgten artig oder eher aus Neugier seinem Beispiel. Dann erklärte ihnen der Haushofmeier, was die neben ihm stehenden Exoten hierher geführt. Eine Delegation der Maurenherrscher wolle dem mächtigen Frankenkönig ihre Aufwartung machen, ihm deren Respekt und Anerkennung bezeugen. Genaueres wisse man noch nicht.

Karl machte keine großen Umstände. Sein Hunger ging vor. Er befahl Platz, Wein, Brot, Salz und eine Schüssel Braten für die neuen Gäste. Dann widmete er sich wieder seiner Hirschkeule. In Wirklichkeit ratterte es in seinem Kopf. Die Pause nutzte er, um unauffällig seine Gedanken zu sortieren. Dann, als alle genug hatten, befahl er seinem Lieblingsvasallen Roland, mit einer entsprechend ehrenden Eskorte die Gesandtschaft einzuholen. Sein Hausmeier solle inzwischen einen attraktiven Lagerplatz nahe dem Hofgebäude herrichten. Gut, dass die Grafen und Herzöge des Frankenreiches erst ab kommender Woche eintreffen sollten. Da blieb Raum für einiges Arrangement. Denn der Ort für Karls diesmaliger Reichstag war ein bisher unerlebt abenteuerliches Unternehmen. Improvisation führte die Herrschaft über ihn.

Karl hatte seine Frankenkrieger vor fünf Jahren auf das Land der Falen und Niedersachsen losgelassen. In einem blutigen und langwierigen Kriegszuge wurden diese niedergerungen, ihre heidnischen Heiligtümer, die Extern Steine und die Irminsul im Namen Christi demoliert, und das Land bis zur Elbe dem Frankenreich einverleibt. Dabei stieß er zufällig persönlich auf das Quellgebiet der Pader. Das seltsame Naturkind hatte ihn für sich eingefangen.

Was niemand damals verstand: Mitten im heutigen Paderborn endet ein mächtiger Kalksteinrücken. Auf dem liegt etwas weiter nördlich die hügelig flache und ausgedehnte Paderborner Hochebene, das Sintfeld. Vor ihr breitet sich unten jene sumpfige Niederung, in der Abdallah gestrandet war. Jeder Regentropfen, der dort auf die Hochebene fällt, sickert durch den porösen Kalk in die Tiefe. Eine darunter liegende undurchlässige Schicht sammelt die Wasser, und zwingt sie am Fuße der Höhe in zwei getrennten Strömen und einigen Bächen ins Freie. Die Pader, und wenige Kilometer weiter die Lippe, treten schlagartig als fertiger Fluss ins Leben. Allerdings damals in einem Sumpfkessel, einem Urwald von Sträuchern und Bäumen, aus dem hundert Quellen hervorspringen und sich sofort zum Strom vereinten. Die Pader, Deutschlands kürzester Fluss, bringt es nur auf 10 km. Dann stützt sie sich in die Lippe und ist nicht mehr.

Der mysteriöse Ort war schon anderen aufgefallen. Die fälischen Sachsen verehrten ihn mit der geheimnisvoll darin ins Leben springenden Pader als Wohnsitz der Naturgeister und einen ihrer heiligen Orte. Ein sächsischer Edelmann hatte einen Herrenhof oberhalb der Quellen errichtet, ungefähr da, wo heute der Dom und das Rathaus stehen. Von dort aus regierte er den Stamm der regionalen ostfälischen Sippen am Oberlauf von Pader, Lippe, und der Hochebene darüber. Karl christianisierte die Anlage auf seine Art. Er ließ den widerspenstigen Sachsengrafen erdrosseln. Dessen Familie jagte er fort. Er übernahm die Gebäude als seine persönliche Urlaubs-Datscha.

Für einen politischen Reichstag nach bisheriger Frankensitte war der Ort höchst ungeeignet. Es gab keine Unterkünfte neben seinem „Reichshof“. Er zwang also die vornehmen fränkischen Würdenträger, die Herzöge, Erzbischöfe, Äbte, Mark- und Gaugrafen, wie in einem Kriegslager in Zelten und Wagenburgen zu biwakieren. Die Tagung musste als Thing im Freien durchgeführt werden. Karl war das als Machtdemonstration gerade recht. Er wollte mit dem ersten Reichstag im niedergeworfenen Sachsenland triumphieren und beeindrucken. Noch war es nicht so weit. Ein großer Teil des Frankenheeres war mit Karl eingetroffen und lagerte sich weit im Umkreis. Die Hälfte der Grafen und Großen des Reiches reiste jedoch mit ihrem Gefolge noch an.

Erst einmal hatte Abdallah seinen Auftritt. An der Spitze seiner Truppe ritt er neben dem Markgrafen Roland auf den Königshof. Dort empfing sie nur der Hausmeier und wies ihnen ihren Platz zur Seite, und neben dem Haupthaus an. Sie fuhren Ihre Karren zwischen einigen schattigen alten Eichen im Halbkreis zu einer Wagenburg auf. In ihrem Halbrund, angelehnt an die schützende Hauswand, entstand ihr Lager mit ihren Zelten. Der Staatsempfang war für den nächsten Vormittag angesetzt. Das ließ Zeit, sich umzusehen und sich einzugewöhnen.

Die Mauren staunten nicht schlecht. So schlicht hatten sie sich den Sitz des mächtigsten Herrschers in Europa nicht vorgestellt. Sie waren aus Saragossa mit seinen Palästen und Prunkbauten, sowie der eindrucksvollen alten Römerfestung anderes gewöhnt. Und das war vergleichsweise nur der Sitz eines Gaugrafen! Ein weiterer Schock. Abdallah traute seinen Augen nicht, als sich ihm Roland vorgestellt hatte. Dieser Zwerg sollte der berühmte und gefürchtete große Held der Franken sein? Beinahe wäre ihm ein Kichern entwichen. Mühsam bewahrte er Haltung. Er sah auf den Kleinen hinunter. Scheitelhöhe ca. 160 cm, und die erreichte der Knirps nur in Stiefeln mit einer hohen Plateausohle!

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