Jochen Schmitt - Rolands Lied

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Das zweite Buch der Serie erzählt die Geschehnisse um die Jahre 777-778 n. Chr.
Es beginnt mit der Reise von Abdaallah ibn Hisham, dem einst der junge Lauro als Sklave gedient hat, nach Paderborn zum Reichstag, um bei den Franken unter dem Karl dem Großen die Unterstützung bei dem Aufstand gegen den Ober-Emir zu erbieten. Hier lernt er den berühmten Helden der Franken – den Markgrafen Roland – kennen.
Parallel zu der Geschichte Abdallah wird auch über Lauro berichtet. Das jetzige Oberhaupt eines Bergdorfes hat die Verantwortung für seine Leute übernommen. Die Sicherheit von Mauren-Überfallen ist gewährleistet, aber der Ruf der Franken eilt voran. Sind die Sorgen berechtigt? Ist das Volk der Basken in Gefahr?

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Die Trainingswaffen waren eigentlich keine richtigen Degen sondern Eisenknüppel in Schwertform, ohne Schneide oder Spitze. Sie hatten bei der Ausbildung und im Training eine Doppelfunktion. Sie stärkten die Arme! Und wer einen Fehler machte, musste einen schmerzhaften Hieb hinnehmen. So was erzieht zur Vor- und Umsicht.

Roland, wie nicht anders zu erwarten, überließ dem Mauren den Vortritt. Die Kämpfer traten vor des Königs Stuhl, verneigten sich, traten in Position und Karl gab den Kampf frei.

Es folgte zunächst nur Schau. Die beiden prügelten sich warm. Dem Schwerthieb folgte dröhnendes Echo vom getroffenen Schild. Nun umgekehrt vom anderen. Dann wurde dem sachkundigen Publikum der Übergang zum Fechtkampf erkennbar. Erste Finten. Es folgten Paraden. Rufe der Begeisterung kamen auf, und laute Kritik. Nun klirrten in schneller Folge die Eisen aufeinander. Die Schilde, überflüssig nun, flogen beiseite. Beide kämpften ohne jeden Schutz im knappen engen Untergewand. Das machte die Sache so spannend. Ein echter Treffer hätte ein k.o. zur Folge gehabt. Mehrfach war einer von ihnen nahe daran. Es gab Streifschäden, Schürfungen, blaue Flecken auf beiden Seiten. Der Kampf wogte hin und her. Mal trieb der Graf den Mauren mit schnellen kräftigen Schlägen vor sich her. Musste vor einer blitzschnellen Finte Abdallahs, auf seinen Bauch gezielt, zurückschnellen. Nun trieb der Maure den Franken mit einem Gewitter von Säbelschlägen, Querhieben und -stößen in die andere Ecke.

Als nichts zum Ziele führte, versuchte der Graf seinen letzten Trick. Um mehr als einen Kopf kleiner, schien der eigentlich unterlegen. Seine übergroße Körperkraft glich das deutlich aus. Nun nutzte er die Bodennähe seiner Figur, ließ sich fallen und hieb quer gegen des Mauren Knöchel. Abdallah sah es im letzten Moment, dass der vermeintlich Gestürzte in Wirklichkeit eine List einsetzte. Nur seine körperliche, hochtrainierte Chassa-Gewandtheit rettete ihn. Er hüpfte so hoch er vermochte, ließ des Grafen Klinge unter seine Füssen durchsausen, und suchte nach seinem Gleichgewicht.

Hier griff Karl ein. Abwechslung ist das halbe Leben. Um Schau war es gegangen. Echte Verletzung war nicht erwünscht. Die beiden Kämpen hatten zur Genüge bewiesen, dass sie mit ihren so grundverschiedenen Waffen meisterlich umzugehen wussten. Sensationelle Darbietungen anderer Gaukler warteten. Er machte dieser Schau ein Ende und befahl die Kämpen vor seinen Stuhl. Eginhard zuzwinkernd, zählten er und sein Salomon bei jedem 11 blaue Flecken und Schrammen.

„Unentschieden!“ Dröhnte Karl sein unanfechtbares Schiedsrichter-Urteil in den Saal. Sein Kanzler Eginhard, der stets umsichtiger Verwaltungsmeister, hielt ihm zwei gleichwertige goldene Ringe hin. Mit denen zeichnete er die beiden aus. Donnernd brandete der Beifall.

Die eleganten Mauren-Chassas hatten nicht nur bei den Männern Eindruck erzeugt. Bei den wenigen anwesenden Damen, ihren Mägden und Sklavinnen noch mehr. Diese schlanken braunen jungen Männer, ihre elegante und exotische Kleidung, ihr selbstbewusstes und höfisch gewandtes Auftreten ließ ihnen die Herzen der Weiblichkeit zufliegen. Exotik ist die Mutter des Charmes! Keiner unter den vier musste gegen Bezahlung die Dienste in jenen Zelten in Anspruch nehmen. Ganz im Gegenteil. Die Gelage im Königssaal endeten gewöhnlich mit Ehemännern im Bett, die nahe einem Koma schnarchten. Was lag da noch näher? Eine besonders mutige oder leichtsinnige hohe Dame fasste sich ein Herz! Sie eröffnete gleich am ersten Abend den nachfolgenden Reigen. Eine vertraute Magd überbrachte unauffällig die Botschaft. Zu später Stunde fand zusammen was zusammen gehört.

Der überwältigende Erfolg eines beiderseits entladenen Aufstaus durfte der besten Freundin nicht vorenthalten werden. Die prüfte ihrerseits die Fakten. Bald wusste alle Weiblichkeit Bescheid. Die potenten Chassas waren gemäß ihrem Ritterethos allzeit ebenso einsatzwillig, wie auch ebenso einsatzbereit. Frühe Pfadfinder halt! Waren die Damen befriedigt, nahmen sich ihre Töchter und Mägde der Mauren-Ritter an. Die Tage mussten zu einem guten Teil der Erholung und dem nachzuholenden Schlaf gewidmet werden. Die Nächte waren voll ausgebucht.

Selbst Abdallah wurde einbezogen. Seine Gotin hatte ihn zwar regelmäßig bedient und seine Not war demgemäß gering. Ein entsprechend zugeflüstertes Angebot weckte dennoch seine Neugier, und Abwechslung ist ohnehin das halbe Leben. Nur ein schlechter Kater will stets vor demselben Loch mausen, und der emsige Hahn wird selten fett - das waren seine Lebensmaximen. Er eilte zum geheimen Treffen im Dunkel und war nicht wenig überrascht, als sich nach einem recht erschöpfenden zweiten Durchgang die schier unersättliche Dame in seinen Armen als des Königs niedliche junge Schwester Lioba erwies. Dieser Umstand hatte Folgen. Es gab kein weiteres Ankobern mehr. In den 14 Tagen am Hof des Königs war er unbestritten das sexuelle Eigentum der königlichen Dame.

Der Besuch der Mauren hatte spätere Folgen, und das nicht nur in Spanien. Neun Monate nach diesem unvergesslichen Reichstag von 777 n.Chr. im doch so hilligen Paderborn, trat in einigen Dutzend Schlafzimmern des Adels ein sehr erklärungsbedürftiges Ergebnis zu Tage. Nur im Fall der Mägde und Sklavinnen wurde das nicht weiter erörtert. Die adeligen Damen und manche ihrer Töchter hatten einige Mühe, die etwas vorzeitige Sonnenbräune ihrer Neugeborenen zu erklären. Zu allem Glück lebten die frisch getauften Franken noch in reichlich überliefertem altem Aberglauben. Der Zusammenhalt der betroffenen Damen wirkte mit. Sehr auch, dass der erstgeborene Ableger der unverheirateten Prinzessin Lioba gleichermaßen davon betroffen war. Gemeinsam setzten sie die Mär in Umlauf, und verteidigten ihre These aufs heftigste: Die Hautfarbe der anwesenden braunen Männer hatte über die Augen der Damenwelt auf die Produkte abgefärbt, die ihre fränkischen Ehemänner bzw. Liebhaber gezeugt. Bald glaubte jeder im Frankenland daran, so wie die heutige Menschheit an Eseloterik, an die Quacksalber der Homöopathie, oder an die Neue Verarschung, die auch als New Age bekannt ist.

Da ist das Volk mit seiner Weisheit sehr viel weiter: „Glaube, dem die Tür versagt, steigt als Aberglaub durchs Fenster! Hast du Christus erst verjagt, kommen die Gespenster!“

5. Kapitel: Der Reichstag

Es war so weit. Eines fröhlich sonnigen Morgens konnte der Reichstag zusammentreten. Der war schon lange weit entfernt vom ursprünglichen Germanenthing, an dem alle freien Kriegsmänner teilnahmen, mitbestimmten und mitentschieden. Noch nicht einmal ganze 200 Würdenträger waren es noch. Die höhere Geistlichkeit, Stammesherzöge, Karls Mark- und Gaugrafen, deren Amt bereits den Charakter von Verwaltungspräsidenten annahm, und einige herausragende Köpfe des hohen Adels. Sie hatten Stimmrecht.

Auch erste sächsische Adlige waren darunter. So mancher Sachse, vor allem Westfalen, deren Stammesgebiet an das der Franken grenzte, hatte schon lange vor dem Sachsenkrieg die richtige Spürnase bewiesen. Seit Jahren getauft, dem Christentum ernsthaft und aus freiem Entschluss zugewandt, zählten sie zum Establishment des Reiches. Ihre ostfälischen und niedersächsischen Stammesbrüder benötigten noch viele Jahre, bis sie Karls Lehrstück allmählich begriffen.

Umfangreiche Vorbereitungen waren vorausgegangen. Wochenlang hatten Knechte und Handwerker Bäume gefällt, in Bretter gesägt, herangeschleppt und zu Bänken und Tischen geformt. Nicht ganz von modernem Styling, aber zweckmäßig dem Gewicht auch voller Bierhumpen gewachsen. Und da altes Brauchtum nur langsam ausstirbt, bohrten die dienstbaren Helfer von Karls Hofmeier Jerowin auch noch Löcher als Halterung für Trinkhörner in die Tischplatten. Das mit dem Quellwasser der Pader gebraute Paderborner Pils, noch heute ein Genusserlebnis, war in Hektolitern bereitgestellt. Während der Tagung der Franken eilten Dutzende dienstbarer Helfer durch die Tischreihen. Sie sorgten achtsam dafür, dass der Flüssigkeitspegel der Humpen und Hörner nie den Boden erreichte. Für so manchen der Anwesenden der wichtigste Grund zur Teilnahme. Die Verhandlungen waren zu oft so dröge, dass nur ein kräftiger Schluck das ausgleichen konnte.

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