Jochen Schmitt - Rolands Lied

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Das zweite Buch der Serie erzählt die Geschehnisse um die Jahre 777-778 n. Chr.
Es beginnt mit der Reise von Abdaallah ibn Hisham, dem einst der junge Lauro als Sklave gedient hat, nach Paderborn zum Reichstag, um bei den Franken unter dem Karl dem Großen die Unterstützung bei dem Aufstand gegen den Ober-Emir zu erbieten. Hier lernt er den berühmten Helden der Franken – den Markgrafen Roland – kennen.
Parallel zu der Geschichte Abdallah wird auch über Lauro berichtet. Das jetzige Oberhaupt eines Bergdorfes hat die Verantwortung für seine Leute übernommen. Die Sicherheit von Mauren-Überfallen ist gewährleistet, aber der Ruf der Franken eilt voran. Sind die Sorgen berechtigt? Ist das Volk der Basken in Gefahr?

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Der Frontwand und dem Portal seines Königsgutes vorgelagert, hatte Karl eine breite, um einen Meter höher über der Erde liegende, überdachte Veranda anbauen lassen. Auf dieser saß er mit seinem engeren Räten und den bedeutenderen Adeligen im wohltuenden Schatten. Wie jedes Detail der Veranstaltung wohl überlegt. Die anderen Teilnehmer am Reichstag saßen in der prallen Sonne beim Bier. Beides hatte die geplante Folge. Unnötige Debatten unterblieben, und nötige wurden angenehm verkürzt.

An einem Flügel der Veranda hatten die Mauren ihre schattigen Sitze angewiesen bekommen. So konnte die Gesandtschaft des Emirs von der Empore aus dem Geschehen beiwohnen. Vor der Veranda erstreckten sich jetzt die Tischreihen in den Hofplatz, von Bänken gesäumt. Hier saß nun eine Woche lang der Rest der Teilnehmer im Rat, und am äußeren Rand jene, die nur Zuschauer waren. Das Ereignis als solches, eine beachtliche Sensation, hatte wie ein Magnet so manchen interessierten Krieger, vorwiegend Sachsen, angezogen.

Früh am Vormittag hatten sich alle ungeduldig eingefunden. Die Bankreihen waren gefüllt. Es fehlte nur noch der König und sein Herold. Sie ließen nicht lange auf sich warten. Dem Stoß ins Horn folgte der Startspruch des Ausrufers. Er gebot Frieden und drohte allen Störern die Reichsacht an.

Eröffnungsrede des Königs. Begrüßung der Geladenen. Dann verkündete der Herold die Ordnung des Tages. Rechtsprechung stand auf der Tagesordnung der ersten Sitzung. Nicht im alten Sinn für jeden Streit. Den zu schlichten war längst Sache der Gaugrafen. Vor den Reichstag kamen nur noch übergeordnete Streitfälle. Zum Beispiel wenn ein Erzbischof oder Erzabt gegen einen Stammesherzog oder Gaugrafen Krieg zu führen begann. Das kam unter dem strengen Regiment Karls nur selten vor.

Gleich der erste Fall von heute war ein solcher.

Oben in der Kammlage der mittleren Pyrenäen erstreckt sich eine wunderschöne Gebirgsregion mit weiten hügeligen Hochebenen, damals nur vom Land der Franken aus zugänglich. Nach Süden gab es nur Ziegenpfade. Erst 1913 bekam die Region eine Straße nach Spanien. Im Ländchen hatte bis dahin keiner deren Fehlen bedauert. 23 Jahre später dankten andere Gott, oder – je nach Überzeugung - den Behörden dafür. Tausende Demokraten entkamen mit ihrer Hilfe dem blutrünstigen Faschismus des Franco und retteten so ihre Freiheit, die meisten davon sogar zusätzlich ihr Leben.

Ausgedehnte grüne Täler, von Bächen und Flüssen durchzogen, und mit sieben hübschen Dörfern daran. Auf gut 450 Quadratkilometern ausgebreitet, eine recht ansehnliche, wenn auch nicht sonderlich ertragreiche Grafschaft.

Seit ihrer Christianisierung tobte ein mehrfach blutig ausufernder Streit um die Region. Die Grafen von Foix machten die jahrzehntealten Rechte ihrer Sippe geltend. Der neue Bischof von La Seu d´Urgell verlangte recht unchristlich auch die weltliche Oberherrschaft über seine neu gewonnenen Schäfchen.

Beide Parteien trugen dem Reichstag temperamentvoll ihre Argumente vor. Die Stimmung näherte sich beiderseits rasch dem Punkt der Überhitzung. Und da war er auch schon erreicht. Der Bischof, mehr Kriegsmann als Gottesdiener, und von Statur ein Herkules, schleuderte dem schmächtigen alten Grafen den Handschuh vor die Füße und forderte ihn zum Gottesurteil durch Zweikampf heraus. Vergnügt brüllte der Reichstag Begeisterung. Gleich in der ersten Stunde schon wieder ein Höhepunkt. Im Sprechchor forderten Sie sofortige Ausführung.

Karl wartete, dass sich das Getöse lege. Genau das hatte ihm gerade noch gefehlt: Die weltlichen Herren und die Geistlichkeit im Kampf auf Leben oder Tod! Sein Herold blies aus Leibeskräften das Horn. Als sich der Aufruhr langsam legte, sprang der Bischof von Metz in die Runde. Er hob zunächst den Arm und dann hervor, dass er nicht als der 3. Sohn des alten Grafen rede sondern als geistlicher Hirte aus christlicher Besorgnis. Schallendes Lachen und höhnische Zurufe ließ er unbeachtet. Er wandte sich der Bibel zu, zitierte gewandt aus diesem und jenem Gleichnis und geriet dann ins Predigen. Filibustern nennt man so etwas heute, und es hatte schon damals Erfolg. Die Stimmung normalisierte sich. Dann forderten erste ärgerliche Zwischenrufe das Ende der geistlichen und geistigen Turnübung.

Karl hatte gelassen seine Zeit abgewartet und griff nun ein. Sein sehr bestimmter scharfer Kommandoruf erreichte den Bischof. Umstehende behaupteten später, Karl habe gerufen: „Nun halt endlich dein dummes Maul!“ Aber das kann nicht sein. Denn in den Reichsannalen im Reichsarchiv in Aachen fand man später nichts davon zu lesen! Der Bischof senkte jedenfalls sein Gesäß auf seinen Stuhl und wartete auf die Stimme seines Herrn. Karl zögerte nicht. Die Rolle des Salomon fiel ihm in diesem Falle leicht:

„Ich befehle das sofortige Ende dieser Fehde! Wie jeder im Reiche weiß, folgt einer eigenmächtigen Fehde die Reichsacht. Franken kämpfen nicht gegen Franken. Dafür hat Gott uns Nachbarn geschenkt! Ihr werdet künftig die Grafschaft gleichberechtigt regieren und euch die Einkünfte brüderlich und auf den Pfennig teilen! Kommt sofort vor meinen Stuhl und reicht euch die Hand darauf!“

Die beiden gehorchten unwillig, aber ergeben dem königlichen Gebot. Der König tat so, als hätte er den schmerzlichen Schrei nicht gehört, mit dem sich der Graf vom Händedruck des Herkules befreite. Er wandte sich gerade an Angilbert, seinen Kanzler, der hinter ihm saß. Zwei Stunden später mussten die beiden Kontrahenten das einschlägige königliche Staatedikt unterzeichnen, das den Vorgang für das Staatsarchiv in Aachen festhielt. Leider ging es im Lauf der Geschichte verloren. Dafür lebt die Sage davon in der Nationalhymne von Andorra weiter, um welches es nämlich gehandelt hatte. Die entstand erst viel später, als Andorra selbständige Republik geworden war. Aber sie nennt ausdrücklich diesen Vorgang und erhebt „Kaiser! Karl“ zum Gründervater der Republik Andorra!

Es folgten noch einige weniger spektakuläre Rechtshändel der Oberschicht. Karl schlichtete, befahl und urteilte. Im einen oder dem andern kritischen Fall, in dem ihm keine Lösung einfiel, ließ er abstimmen. Damit schob er die Verantwortung von sich weg dem Reichstag zu. Das schien immer dann notwendig, wenn es ihm brenzlig, oder auch nur ungeraten erschien, sich auf eine Seite zu schlagen. Am frühen Nachmittag war die Liste abgearbeitet. Der Reichstag vertagte sich auf morgen und ging zum gemütlichen Teil über.

Kaum hatte sich Abdallah in seiner Wagenburg etwas entspannt und erholt, wurde er schon wieder in Anspruch genommen. In den letzten Tagen war es zu einer Art Brauch geworden. Fast schon regelmäßig schaute zu dieser Tageszeit Markgraf Roland bei ihm auf ein Schwätzchen herein. Dessen Vorwand war es, weitere Informationen für die bevorstehende Unterstützung der Mauren zu sammeln. Abdallah versuchte umgekehrt zu ermitteln, wie denn nun seine Aktien stünden.

Den ersten Zug eröffnete der Graf mit der launigen Bemerkung: „Dieser eitle Bischof! Gibt an, als wäre er der Größte im Frankenland! Dabei bin ich das doch!“

Er und Abdallah waren sich in kurzer Zeit nahe gekommen. Beide gleich überheblich von sich eingenommen, beide gleich eitel und angeberisch. Brüder fast im Geiste - und auf jeden Fall aus gleichem Holz geschnitzt. Sie gerieten bald wie immer in ein freundschaftliches Geplänkel. Eine Art von politisch-diplomatischem Schachspiel. Sehr viel klüger wurde dadurch keiner von beiden. Im „Zweikampf“ hatte König Karl ein Remis bestätigt. In Sachen Diplomatie herrschte ein Patt vor. Manchmal gab es auch da ein Remis.

Was Abdallah anfangs irritiert hatte: Der Graf hatte stets sein Lotterielos dabei. Der begründete das damit, dass seine braune Äthiopierin leider seine Bettkommandos nicht verstehe. Abdallahs blonde Gotin könne doch der jungen Dame etwas germanisch beibringen, damit er sich ihr verständlich machen könne. Saßen die vier dann am Tisch, verschlang er Biliana mit seinen Blicken. Er konnte sie nie aus den Augen lassen, solange sie in seine Nähe weilte. Abdallah wiederum fand schnell eine Augenweide an der schönen Aida. Bald saßen sie jeden späten Nachmittag als Quartett zusammen. Die Männer umkreisten sich im diplomatischen Eiertanz. Die Damen neben ihnen tasteten sich mit ersten Sprachbrocken auf einander zu.

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