Monika Kunze - Steh-auf-Frauchen

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Ein Kranausleger von 30 Tonnen Gewicht, rutscht von einem Tieflader auf den Gehweg, auf dem Marlene und ihr kleiner Sohn Alex (im Kinderwagen) unterwegs sind. Alex wird weit weg geschleudert, aber Marlenes Leben wäre fast zu Ende gewesen. Hatte ihr nicht eine Zigeunerin vorausgesagt, dass so etwas passieren würde? Doch Marlene besinnt sich auch auf das, was sie noch sagte: Immer, wenn Katastrophe vorbei – musst du aufrichten dich – wie ein Steh-auf-Männchen. – Das tut sie auch diesmal und bei allen weiteren Schicksalsschlägen. – In der Wendezeit arbeitet sie als Heiratsvermittlerin … dreht somit für andere am Rad des Schicksals und sorgt für deren Glück. Nur bei diesem Klaus will es nicht klappen … an jeder Frau, die Marlene ihm vermittelt, hat er etwas auszusetzen …

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Ein Satz mit sehr beruhigender Wirkung. So nahm sie auch gar nicht so bewusst auf, dass zuvor auch von einem Schädelbasisbruch, von etlichen Fissuren und Frakturen die Rede gewesen war.

»Der rechte Arm ist aber in Ordnung. Können Sie sprechen?«

Nie hätte Marlene es für möglich gehalten, wie schwer unter solchen Umständen allein schon der Versuch sein konnte, den Kopf zu schütteln. Ein jüngerer Arzt hatte es dennoch bemerkt und machte seinen Chef darauf aufmerksam.

Der nickte und fragte: »Schreiben? Ginge das?«

Ein mutiger, obgleich zaghafter, weil schmerzhafter Nick-Versuch. Es klappte wider Erwarten.

Sofort lief die kleine Schwester los, kam kurz darauf mit einem Stift und einem Schreibblock wieder. Sie war so schnell gelaufen, dass sich eine Strähne ihrer sorgfältig aufgesteckten Frisur gelöst hatte, was Schwester Christel jedoch keineswegs zu stören schien. Sie schien überhaupt oft und gern fröhlich zu sein.

Als Marlene den Stift nehmen wollte, kam es ihr vor, als sei ihre Hand eingeschlafen. Der Stift kullerte hinab auf den Fußboden. Schwester Christel hob ihn auf, drückte ihn Marlene wieder in die Hand, umschloss sanft ihre Finger. Ganz warm fühlte es sich an, als sie den Stift mit ihr gemeinsam einen Moment lang festhielt. Mit einem aufmunternden Lächeln ließ die Schwester langsam locker, bis Marlene den Kugelschreiber mit drei Fingern selbst halten konnte. Der Block wurde so an einem Ständer festgeklemmt, dass die Patientin gut herankam. Die Schwester blieb noch einen Moment an Marlenes Bett, während die kleine Ärztekarawane schon weitergezogen war, zum nächsten Bett. Von dort war leises Gemurmel zu hören. Oma Grauschopf war wohl aufgewacht.

Marlene kümmerte sich nicht weiter darum, sie hatte ja etwas viel Wichtigeres zu tun! Sie wollte und musste etwas Lesbares aufs Papier bringen. Nichts war jetzt wichtiger als dieser Schreibversuch. Schließlich war es geschafft! Blau und krakelig stand auf dem grauen Kästchenpapier: Wie geht es meinem Sohn?

Schwester Christel nickte verständnisvoll und kräuselte die Lippen, strich sich nun doch die vorwitzige Haarsträhne zurück und steckte sie fest, bevor sie antwortete.

»Es geht ihm gut«, sagte sie, »soviel ich weiß, ist er nicht ernsthaft verletzt …«

Marlene hörte nicht mehr weiter zu, ihre Hand war schon wieder am Schreiben.

Es ging schon viel besser als beim ersten Versuch, und man konnte schon richtig gut lesen, was dort stand.

Ich muss ihn sehen! Sofort!

»Was? Jetzt? Das wird nicht so einfach gehen, es ist doch schon spät …«

Ein gewisser Unmut war aus ihrer Stimme heraus zu hören. Aber als sich ihrer beider Blicke trafen, lenkte Schwester Christel schnell ein.

»Gut, Frau Altmann, ich werde fragen, was sich da machen lässt.«

Nach einer Weile kam Schwester Christel zurück, strahlte wie eine Sonne und rief schon von der Tür aus ins Zimmer: »Ihr kleiner Sohn kann doch noch geholt werden!«

Marlene wurde es gleich etwas leichter ums Herz.

»Ihr Mann kommt natürlich auch mit!«

Mit einer Miene, als sei es einzig und allein ihr Verdienst, dass nun doch noch alles so reibungslos klappte, ergänzte sie: »Wir fahren die beiden dann natürlich auch wieder nach Hause!«

Natürlich. Kein Wort mehr davon, dass es doch schon spät sei und man doch nicht so ohne Weiteres …

Marlene mochte, wie jeder andere Mensch auch, gewiss ihre Fehler haben, aber nachtragend war sie noch nie gewesen. Deshalb überließ sie sich dem herrlichen Gefühl der Freude auf den Besuch … und einer wohligen Müdigkeit. Doch zuvor schrieb sie noch ein Wort auf ihren Block.

DANKE!

Schwester Christel las es, lächelte, nickte den beiden Frauen zu und verließ das Krankenzimmer.

Für Marlene genügte ein Blick zur Nachbarin, um zu wissen, dass die von all dem nichts bemerkt hatte, denn sie schlummerte schon längst wieder in Morpheus Armen.

7. Mumie statt Frau und Mutter

Jürgen gab sich große Mühe, das konnte man sehen, aber ihm wollte trotzdem kein Lächeln gelingen, als er Marlene so liegen sah. Der dicke Kopfverband, die Augenbinde, die weiß eingegipsten Beine und der linke, in einer Schlinge aufgehängte Gipsarm ließen ihn wohl eher an eine Mumie denken als an eine Frau, seine Frau.

Einen Moment lang sah er nur Alex zärtlich an, den er auf dem Arm trug. Dann überwand er sich und beugte sich zu seiner Frau hinunter, mehr darauf bedacht, dass Alex ihm nicht wegrutschte.

»Grüß dich, Marlene.« Jürgen rang sichtlich nach Fassung, drückte dann aber seine Wange ganz leicht gegen den weißen Kopfverband.

Wie gierig sie seinen Geruch einsog.

Auch Alex hatte bei ihrem Anblick zunächst ängstlich zu weinen angefangen, aber dann, als sein Vater den verbundenen Kopf weiter liebkoste, streckte er die Arme aus, lachte und weinte gleichzeitig, krähte schließlich, wenn auch noch immer ein wenig ungläubig: »Mamma?!«

Am liebsten hätte sie ihre beiden Männer ganz fest in die Arme genommen und nie mehr losgelassen.

Aber daran war genauso wenig zu denken wie ans Sprechen.

Also schrieb sie stattdessen mit zittriger Hand auf das Kästchenblatt: Zieh ihn bitte aus!

Jürgen guckte ein bisschen verständnislos, dann begriff er wohl, wie wichtig das für sie sein musste und tat, worum sie ihn gebeten hatte. Selbst Alex zog an seinen Sachen, als ginge ihm das alles nicht schnell genug. So lag bald ein ansehnliches Häufchen Kindersachen, ordentlich übereinandergestapelt, auf ihrem Bett.

Sie hätte über die Ordnungsliebe ihres Mannes fast geschmunzelt, wenn es denn gegangen wäre.

Legt eure Sachen ordentlich zusammen, alles auf einen Stapel, mit der Kante nach vorn! Fast täglich bekamen die Kinder diesen militärisch anmutenden Satz von ihm zu hören.

Alex, nun ganz nackt, wurde von seinem Vater vor seiner Mutter langsam gedreht. Marlene schaute angestrengt. Nichts sollte ihrem einäugigen Blick entgehen.

Doch der Kleine schien wirklich unversehrt zu sein, wenn man von ein paar blauen Flecken an dem ansonsten rosigen Po absah.

Marlene konnte nicht an sich halten und weinte, diesmal vor Freude. Während Jürgen seinen Sohn wieder anzog, erklärte er ihr das Wunder von dessen Unversehrtheit.

»Durch den Aufprall des Kranauslegers ist der Gurt, mit dem Alex angeschnallt war, ruckartig durchtrennt worden, wodurch der Kleine in hohem Bogen durch die Luft geflogen ist. Nach etwa acht Metern, so etwa fünfzig Zentimeter vor dem Wasser, soll er weich gelandet sein. Alle, die es gesehen haben, waren fassungslos. Nur so eine sorbische Oma mit Dutt meinte, sie habe euch ja gleich gewarnt: Man soll eben den Tag nicht vor dem Abend loben …«

Natürlich erinnerte sich jetzt auch Marlene an die alte Frau, aber sie wollte nicht weiter an fremde Leute denken.

»Die Ärztin, die ihn untersucht hat, meinte auch, dass Alex’ Flug durch die Luft einem kleinen Wunder gleiche.«

Marlene lauschte den Worten ihres Mannes und nickte glücklich. Es tat nicht einmal mehr weh!

»Übrigens«, fuhr Jürgen unbeirrt fort, »da gibt es noch ein Nachspiel. So eine Ladung muss schließlich richtig befestigt sein. Dafür hat der Kraftfahrer zu sorgen. Er kommt also noch vor Gericht.«

Marlene erschrak und wusste selbst nicht, warum.

»Natürlich erst später, wenn du wieder richtig gesund bist …«

Während er sprach, schaukelte er seinen Sohn ein wenig hin und her.

Alex nuckelte selbstvergessen am Daumen und lehnte seinen Kopf an Vaters Schulter. Ein friedliches Bild.

Doch warum hatte Jürgen kein Wort von ihren beiden Großen erwähnt? Sie wollte nach Karsten und Birgit fragen, aber sie tastete vergeblich nach dem Stift …

»So, jetzt müssen wir aber wieder los, morgen holen meine Eltern den Alex zu sich, ich muss ja arbeiten. Ausgerechnet jetzt sollen wir die Klimaanlagen im Maschinenhaus von Grund auf überholen. Das wird natürlich nicht ohne Überstunden abgehen. Viel sinnvoller wäre es, die alten Dinger einfach zu durch neue zu ersetzen, aber woher nehmen?«

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