Monika Kunze - Steh-auf-Frauchen

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Ein Kranausleger von 30 Tonnen Gewicht, rutscht von einem Tieflader auf den Gehweg, auf dem Marlene und ihr kleiner Sohn Alex (im Kinderwagen) unterwegs sind. Alex wird weit weg geschleudert, aber Marlenes Leben wäre fast zu Ende gewesen. Hatte ihr nicht eine Zigeunerin vorausgesagt, dass so etwas passieren würde? Doch Marlene besinnt sich auch auf das, was sie noch sagte: Immer, wenn Katastrophe vorbei – musst du aufrichten dich – wie ein Steh-auf-Männchen. – Das tut sie auch diesmal und bei allen weiteren Schicksalsschlägen. – In der Wendezeit arbeitet sie als Heiratsvermittlerin … dreht somit für andere am Rad des Schicksals und sorgt für deren Glück. Nur bei diesem Klaus will es nicht klappen … an jeder Frau, die Marlene ihm vermittelt, hat er etwas auszusetzen …

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Sie war bei ihren Worten aufgestanden, zog Marlene vom Hocker hoch und umarmte sie fest.

Dann schob sie das Mädchen ein Stück von sich weg und lächelte, was ihr Gesicht von innen her zum Strahlen brachte. Sogleich darauf wieder ernst geworden, verabschiedete sie Marlene mit den Worten: »Mein Wunsch fir dich: Immer, wenn Katastrophe vorbai, dann musst du aufrichten dich – wie ein Stäh-auf-Männchen.«

*

Marlene erschauerte, als sie glaubte, den dunkelstimmigen Singsang der Frau und ihr eigenes helles, mädchenhaftes Lachen zu hören, das diesen eindringlichen Worten gefolgt war. Wahrsagerin!

Lilli hatte es vorgezogen, doch nicht mehr in deren Zelt zu gehen. Und ob der Micha sie nun ebenso mochte wie sie ihn, würde sie schon irgendwann auch noch selbst herausbekommen.

Die beiden Mädchen hatten sich noch lange ausgeschüttet vor Lachen – und sie hatten das Gehörte schon nach kurzer Zeit vergessen. So etwas konnte man ja schließlich nicht ernst nehmen.

Aber jetzt und hier, auf dieser wackligen Krankentrage, kam Marlene mit aller Deutlichkeit zum Bewusstsein, dass sie vor fünf Monaten ihren dreißigsten Geburtstag gefeiert hatte.

5. Gulasch zusammenflicken?

Motorengeräusch und Stimmen verschwammen ineinander. Arzt und Sanitäter unterhielten sich offenbar angeregt. Die Worte klangen mal laut, mal leise, mal erregt, mal ganz ruhig, aber verstehen konnte Marlene nur Bruchstücke. Der Sinn der Wörter und Sätze wollte sich ihr nicht erschließen.

Zu oft versank sie in Dunkelheit und Stille, um dann irgendwann wieder in gleißendes Licht geschleudert zu werden. Das schmerzte so heftig, dass sie glaubte, es nicht länger ertragen zu können.

Wo genau jene Schmerzen herkamen, hätte sie allerdings nicht zu sagen gewusst.

Es fragte sie auch niemand danach.

Ganz deutlich hörte sie jetzt, wie jemand an eine Scheibe klopfte. Dann war ein Quietschen zu vernehmen … hatte jemand das Fenster zur Fahrerkabine aufgeschoben?

»Was ist los?«, kam es von dort.

Die Frage schien Marlenes Vermutung zu bestätigen.

Ganz dicht neben ihr antwortete ein Mann: »Nix ist los, aber mach doch mal das Horn aus, das zerrt ja an den Nerven!« Und nach einen winzigen Pause: »Ich bezweifle sowieso, dass jemand dieses Häufchen Gulasch jemals wieder zusammenflicken kann.«

Marlene hatte das Gefühl, dass sie soeben von einem Hieb mitten ins Gesicht getroffen worden war. Sie konnte es einfach nicht fassen.

»Na, na«, sagte ein anderer schnell mit mildem Vorwurf in der Stimme.

»Ach, die Kleine, die hört doch nichts«, tönte wieder die Stimme des Ersten.

Gleichzeitig spürte Marlene, wie jemand sie leicht an der Schulter berührte. Aber das konnte sie nun auch nicht mehr besänftigen.

Ihr Herz begann zu rasen. In ihrer heiß aufsteigenden Wut wollte sie schreien: »Oh doch! Ich kann alles hören – und zwar sehr gut! Gulasch?! Von wegen! Ich werde es euch schon noch zeigen!«

Aber über ihre Lippen kam statt eines lautstarken Protestes gegen jene zynische Bemerkung nur wieder so ein schwaches Gurgeln, wie sie es schon einmal von sich gegeben hatte, als sie, gleich nach dem Unglück, etwas sagen wollte. Allerdings war das Geräusch diesmal laut genug, um die beiden Ärzte aufhorchen zu lassen.

»Sie steht unter Schock«, konstatierte Dr. Grunert.

Keiner der Männer konnte ahnen, was in diesem Moment in Marlene vorging. Sie war ganz und gar von einem einzigen übermächtigen Gedanken erfüllt: LEBEN! Nur das wollte, nein, musste sie! Unbedingt leben!

Wie hatte doch die alte Zigeunerin gesagt, als sie dreizehn war?

Immer, wenn Katastrophe vorbei, dann musst du aufrichten dich – wie ein Stehaufmännchen!

Aber war denn die Katastrophe vorbei? Noch schien sie davon eher sehr weit entfernt zu sein. Doch sie würde kämpfen, das wusste sie jetzt. Kämpfen, wie sie es immer getan hatte. Sie hatte ja das beste Motiv, das eine Mutter nur haben kann: ihre drei Kinder.

Sie sind die Einzigen, die mich wirklich brauchen, dachte sie, während sie sich verzweifelt gegen die endgültige Dunkelheit wehrte. Nicht umsonst sagte man ja, dass der Schlaf der kleine Bruder des Todes sei.

Ihr geschundener Körper summte, dröhnte, schmerzte.

Alex kam ihr wieder in den Sinn. Hatte ihn nicht jemand durch die Luft fliegen sehen? Oder hatte sie sich verhört? Ob er womöglich auch Schmerzen hatte? Wo mochte er jetzt sein?

Fragen über Fragen wirbelten in ihrem Kopf durcheinander. Aber niemand konnte sie hören oder gar beantworten.

Als sie fühlte, wie die Dunkelheit sich anschlich, um sie erneut zu überfallen, hatte sie mit einem Mal keine Kraft mehr, dagegen anzukämpfen. Geradezu dankbar ließ sie sich fallen. Vielleicht würde sie ja wieder neue Kraft schöpfen können, während sie schlief.

6. Schreiben statt sprechen

Als Marlene erwachte, schämte sie sich für das Gefühl der Dankbarkeit, mit dem sie – vor langer Zeit? – in die Dunkelheit geglitten war.

Wo war sie? Sie nahm etwas Helles hinter ihren geschlossenen Lidern wahr. Licht? Neonlicht! Sie hörte die Röhre summen. Gott sei Dank! Sie lebte!

Mach die Augen auf!, befahl sie sich in Gedanken, doch das wollte nicht so recht klappen. Das Licht blieb weiter seltsam gedämpft. Hatte sie ein Laken über dem Kopf? Ihre linke Hand tastete ziellos umher, aber sie schaffte es wohl nicht allein, sich zu befreien …

Da kam jemand in leichten Sandalen herangetrippelt.

»Oh, Sie sind wach? Ich bin Schwester Christel. Sie hatten einen Unfall, oh, verzeihen Sie, jemand hat Sie bis oben hin zugedeckt. So, weg damit, jetzt ist es besser, hm?«

Der Redeschwall der Schwester klang wie Vogelgezwitscher.

Vorsichtig versuchte Marlene, die Augen noch ein wenig weiter zu öffnen. Aber nur das rechte Auge gehorchte, auf dem linken fühlte sie einen leichten Druck. Einen Verband?

Einäugig konnte sie erkennen, dass sie in einem hellen Raum lag, dass neben ihrem Bett so ein metallener Nachtschrank stand, wie es in Krankenhäusern üblich war. Dahinter entdeckte sie ein zweites Bett. Auch darin befand sich ein Wesen unter der Bettdecke. Nur ein Büschel grauer Haare lugte hervor. Aus der Tatsache, dass sich die Bettdecke gleichmäßig hob und senkte, schloss Marlene, dass dort jemand schlief.

Schließlich geriet die junge, blonde Schwester, die sie aufgedeckt hatte, ins Blickfeld ihres einen Auges. Als Marlene ihr Lächeln sah, wurde ihr plötzlich ganz warm ums Herz.

Dass inzwischen noch ein paar Ärzte ihr Bett umringten, bekam sie jetzt erst mit.

»Wie geht es Ihnen, Frau Altmann?«

Was sollte sie darauf antworten? Und vor allem: wie?

Das musste sich in dem Moment wohl auch der Arzt gefragt haben, denn er lächelte ihr freundlich zu, bevor er weitersprach.

»Sie hatten einen schweren Unfall. Ein Kranausleger ist von einem Tieflader heruntergerutscht … ach, ersparen wir uns und Ihnen erst einmal die Einzelheiten.«

Die anderen nickten und raunten.

Marlenes einäugiger Blick glitt an einem frisch gestärkten weißen Kittel empor bis zu einem Gesicht, das ihr auf Anhieb gefiel. Es gehörte zu einem Mann, der vielleicht zehn oder zwanzig Jahre älter war als sie. Seine Augen unter buschigen Brauen hatten eine undefinierbare Farbe, aber sie wirkten irgendwie weise und gütig. Diesen Eindruck verstärkte noch sein nicht besonders hochgewachsener, aber ziemlich kräftiger Körper. Sie hätte es mit nichts als einem vagen Gefühl begründen können, doch es war einfach so: Diesem Menschen vertraute Marlene sofort. Offenbar war sie noch immer auf Vatersuche. Trotz der vielen Väter, die ich hatte, dachte sie schon fast belustigt, schob aber den Gedanken gleich wieder beiseite.

»Alles ist aber noch recht glimpflich abgegangen …«, hörte sie den Arzt sagen.

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