Was hat mir denn da ins Hirn geschissen? Lennox Kelsey, überlege dir doch erst mal deine Sätze, ehe du sie rausblubberst. Du kannst nicht einfach deiner Angestellten sagen, dass du ihre innere Göttin zum Leben erwecken willst. Das geht nicht! Sie ist tabu … Langsam erhebe ich mich vom Sofa und gehe zu meinem Gepäckstück, das noch immer mitten im Raum steht. Ich nehme den Koffer und lege ihn auf den Tisch, der zwischen uns steht. Cécile beobachtet jeden meiner Schritte genauestens und ihre Augen weiten sich, als sie sieht, was in meinem Koffer ist.
„Um eine gute Repräsentantin von Sex-Toys zu werden, muss man sich mit der Materie vertraut machen. Ich habe bereits im Kundengespräch vor Ort gesehen, das Sie Berührungsängste haben. Daher dachte ich mir, wir verbinden diese Messe mit einer kleinen Schulung!“
Fein säuberlich aufgereiht liegen Vibratoren, Liebeskugeln, Handschellen und diverse andere Dinge vor uns.
„Dies sind alles Sachen, die jede zweite Frau in ihrem Schrank hat“.
„Ok, da gehören ich wohl zu eins und drei!“, höre ich sie sagen und blicke sie fragend an.
„Wie meinen Sie das? Sie haben …“
„… Ich habe keinen Vibrator oder so Zeug in meiner Schublade“.
„Aber Sie machen es sich schon selbst?“, möchte ich wissen. Erkenne aber rasch, das auch dies ein Tabuthema ist.
„Das wird wohl schwerer als ich dachte. Naja immerhin sind Sie keine Jungfrau mehr“.
„Na hören Sie mal … so prüde bin ich dann nicht“.
Ich nehme einen Gegenstand, der aussieht wie eine Avocado aus dem Koffer und halte ihn Cécile hin.
„Sie sind nicht prüde. Vielleicht ein wenig unerfahren, aber nicht prüde. Lassen Sie mich mal machen, dann sind Sie auf jeden Fall begehrenswert. In jeder Hinsicht!“
„Ein Vibrator zu besitzen macht nicht unbedingt begehrenswert!“
„Das nicht. Aber wenn ein Mann erfährt, dass eine Frau es sich selber macht. Vielleicht noch mit einem Vibrator, wird er ziemlich geil. Manche Männer stehen auch drauf, einer Frau dabei zuzusehen“.
„Echt jetzt?“
„Ja! So nun beginnen wir mit unserem Crashkurs. In diesem Koffer befinden sich Dinge die wir produzieren. Außer der Handschellen“. Vorsichtig nehme ich das erste Toy aus dem Koffer und halte es Cécile hin.
„Das ist ein Auflege Vibrator“, sage ich zu ihr und sehe wie sie den Gegenstand skeptisch ansieht. „Man legt ihn an die Klitoris und er massiert in verschiedenen Stufen bis zum Orgasmus“. Ich lege ihn in ihre Hand und schalte ihn ein. Ein leichtes Zucken durchläuft sie, als sie die Hand um den Vibrator legt.
„Wow!“
„Das hier ist ein Vibrabions-Ei!“, und lege ihr das Toy in die andere Hand, ehe ich es einschalte. „Es wird in die Vagina eingeführt und man trainiert durch die Vibrationen nicht nur den Beckenboden, sondern empfindet auch noch Lust“.
„Aber das Rutscht doch raus!“
„Nein, denn Sie sollen es ja durch Anspannung ihrer Beckenbodenmuskulatur daran hindern!“
Nach und nach erläutere ich Cécile die Spielzeuge, lasse sie diese berühren und sehe ihr dabei zu wie sich ihre Augen dabei verändern. Ihr Blick fällt dabei immer wieder auf den Klitoris Stimulator und ich kann mich nicht mehr beherrschen. Langsam lege ich das Teil aus der Hand und nähere mich ihr. So nah, dass wir uns fast berühren.
„Vertrauen Sie mir?“, frage ich und vernehme sie nicken. „Sie müssen nur Stopp sagen und ich höre sofort auf!“
„Ok!“
„Theorie bringt zwar einiges, aber Sie sollten auch das Gefühl kennen, das so ein Toy auslöst. Manche Kunden fragen danach“.
Vorsichtig setze ich mich neben sie auf das Sofa und drehe Cécile so, so dass sie mit dem Rücken an meiner Brust liegt. Ich muss mich schwer konzentrieren, denn sie fühlt sich so gut an.
„Entspannen Sie sich!“
„Ok!“, höre ich ihre Antwort, dann nehme ich den klitoralen Vibrator und schalte ihn ein. Vorsicht schiebe ich ihr Kleid ein wenig nach oben, bis ihr Slip zum Vorschein kommt.
„Sie müssen nur Stopp sagen!“
„Alles ok. Ich bin nicht prüde!“
Ohne sie dabei zu berühren lege ich den Stimulator direkt über ihr Höschen, an die Stelle wo sich ihre Mitte spaltet.
„Schließen Sie die Augen!“
Meine Lippen berühren ihren Hals, während die ersten Zuckungen durch ihren Körper sausen. Wow! Das geht ja schnell.
„Spürst du die Energie, die durch deinen Körper zieht? Die Lust, die sich in deiner Mitte sammelt und nur darauf wartet jeden Moment zu explodieren?“
Ihre Lider sind geschlossen, und ich erkenne wie ihr Körper mit der Lust kämpft. Ihre Nägel krallen sich in meine Oberschenkel und ihr Kopf schmiegt sich in meine Halsbeuge, als sie ihren Rücken durchdrückt. Jetzt muss ich sie berühren. Fest halte ich ihren Körper umschlungen, sehe wie hart ihre Nippel sind und sie anfängt zu beben. Stöhngeräusche kommen ans Tageslicht. Cécile hat keine Kontrolle mehr über sich, und bereits im nächsten Moment rast die Erlösung durch sie und ergießt sich in einem fantastischen Orgasmus in ihr. Langsam nehme ich das Gerät weg, lege es auf den Tisch und halte sie in meinen Armen bis die Welle vollends verebbt ist.
Cécile hat noch immer die Augen geschlossen, als ich sie sachte an ihrem Arm berühre.
„Wie war das?“
„Unbeschreiblich!“, flüstert sie. Ich spüre die Erschöpfung und gleite nach hinten weg, sodass sie auf dem Sofa zum Liegen kommt.
„Entspannen Sie sich!“, sage ich und stehe auf.
Cécile kuschelt sich in das Kissen und schläft wenig später ein.
Leise entferne ich mich, drehe mich an der Tür allerdings noch einmal zu ihr um.
Fuck! Was habe ich getan?
Langsam öffne ich meine Augen. Ich liege auf dem Sofa im Wohnbereich und bin allein. Mein Blick fällt auf den Tisch, wo vor kurzem noch ein Koffer mit Sex-Toys stand, doch dieser war nun weg. Ebenso wie Lennox. Ich hatte einen absolut heißes Traum indem er mich mit einem Toy befriedigte. Ein Grinsen huscht mir ins Gesicht und ich versuche mich aufzusetzen. Meine Beine fühlen sich an als seien sie aus Wackelpudding. Ich muss ins Badezimmer mich frisch machen, beim Aufstehen spüre ich, dass mein Höschen … es ist feucht.
Oh mein Gott! Es war also doch kein Traum, das ich von ihm befriedigt wurde. Erschrocken blicke ich mich im Zimmer um. Die Tür zu seinem Bereich ist geschlossen und ich ermutige mich anzuklopfen. Lennox öffnet mit einem Handtuch um die Hüften und nasser Haut. Ein Hauch von Zitrone oder Limone kommt mir entgegen. Mein Blick gleitet von unten nach oben und bleibt schließlich in seinen Augen hängen. Lustvolles Verlangen spiegelt sich darin, ehe er zu grinsen beginnt.
„Was kann ich für Sie tun?“
„Ähm … ich … ähm!“
„Hören Sie auf zu stottern und sagen Sie frei raus was Sie auf dem Herzen haben!“, höre ich ihn sagen, als er sich umdreht und das Handtuch zu Boden fällt. Splitterfasernackt steht er nun vor mir und ich habe den perfekten Blick auf einen knackigen Po, ehe dieser in einer sehr engen Unterhose verschwindet. Heilige Scheiße! Lennox dreht sich schließlich um und sieht mich an. Sein Schwanz ist groß. Größer als der von Ben. Mir wird der Mund leicht trocken, und die Worte kommen nicht mehr in meinem Hirn an.
„Ähm … das was da … Ähm … vorhin passiert ist …!“, höre ich mich nuscheln und versuche mich noch zu korrigieren, aber Lennox kommt bereits mit einem Lachen auf den Lippen zu mir.
„Blümchen, es ist nichts passiert. Das war nur das erwecken deiner Lust“.
Ich sehe zu wie er sich von mir abwendet und vollends anzieht. Kaum zu fassen das ein Mann so gut aussehen kann in so banalen Klamotten wie Jeans und Hemd. Kurze Zeit später steht Lennox wieder so dicht bei mir, dass ich mich zusammen nehmen muss um nicht über ihn herzufallen. Seine Lippen glänzen und ich möchte zu gern daran knabbern, aber er ist tabu, auch wenn er mich mit einem Stimulator zum Höhepunkt gebracht hat.
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