„Sie haben sicherlich Hunger!“, höre ich ihn flüstern. „Lassen Sie uns was essen gehen!“ Lennox reicht mir seine Hand und führt mich aus dem Zimmer. Draußen vor dem Hotel angekommen werden wir allerdings von Reportern belagert.
„Herr Kelsey, dürfen wir Ihnen ein paar Fragen stellen? Werden Sie an der Messe teilnehmen? Herr Kelsey, ist das ihr neustes Häschen?“
„Oh verdammt!“ Lennox schiebt mich zurück ins Hotel und direkt in die Tiefgarage.
„Was war denn das?“
„Das war die andere Seite, wenn man ein reicher Junggeselle, mit einer Fabrik für Sex-Toys ist!“
Lennox schiebt mich in den Jeep und brettert schließlich mit einem Affenzahn aus der Tiefgarage um die Reporter abzuhängen, was ihm auch gelingt. Außerhalb von Wien hält er schließlich an und wir holen uns was zum Mitnehmen.
„Werden Sie öfters von Reportern verfolgt?“, frage ich ihn und sehe ihn an. Er sitzt lässig in seinem Sitz, hat die Tür offen und seinen Fuß auf der Einstiegsleiste.
„Eigentlich nicht. Außer es ist Messezeit. Diese Aasgeier wissen nie wo in mich aufhalte. Sie wissen auch nicht wo ich wohne. Daher sind diese Messen das gefunden Fressen für sie“.
„Herr Kelsey? Können wir darüber reden was da vorhin im Hotel passiert ist?“ Ich lasse meinen Blick über ihn wandern, und sehe wie langsam er sein Essen in den Mund schiebt und genüsslich kaut.
„Es ist nichts passiert! Ich habe Ihnen nur gezeigt für was so ein Stimulator gut ist. Und wenn mich nicht alles täuscht war die Welle, auf der Sie geritten sind fantastisch!“
Ja verdammt, das war sie! Aber ich bin verwirrt und will die Sache aus der Welt geschafft haben.
„Ja, aber …“
„Hör zu! Es ist nichts passiert, dass du nicht auch wolltest. Ich weiß, dass ich dein Vorgesetzter bin und außer deinem Höhepunkt ist nichts geschehen. Lass uns also zur Tagesordnung übergehen und die nächsten Tage besprechen.“
Zur Tagesordnung übergehen? Von mir aus! Mir ist nicht entgangen das er wütend ist, als ich ihn erneut auf das geschehene angesprochen habe. Daher lasse ich es einfach gut sein. Nach dem Essen besprechen wir die nächsten Tage wie diese ablaufen werden. Als wir später wieder im Hotel ankommen, steht die Reportermeute immer noch davor und verfolgt uns sogar in die Tiefgarage.
„Sie sagen keinen Ton. Überlassen das reden mir. Verstanden?“ Ich nicke stumm und steige aus.
„Herr Kelsey … Herr Kelsey!“
„Sie werden verstehen, dass ich Ihnen keine Auskünfte geben werde. Wenden Sie sich bitte an die Pressestelle. Meine Assistentin und ich werden uns dann darum kümmern sobald wir wieder zuhause sind“, höre ich ihn sagen als wir zusammen ins Hotel gehen.
„Ihre Assistentin?“
„Was hätte ich denn sagen sollen? Die Wahrheit? Das hätten sie mir nie geglaubt. Die werden schon noch früh genug herausbekommen, das Sie nicht meine Assistentin sind, aber solange lassen wir sie in dem glauben!“, sagt Lennox zu mir und öffnet die Tür zu unserem Zimmer. Die Schlüsselkarte steckt er in die Tür und geht genervt zum Sofa.
„Ich wollte Ihnen eigentlich noch Wien zeigen, aber solange diese Meute da draußen steht ist das nicht möglich. Die interpretieren gleich alles in eine Story rein“. Ich setze mich ihm gegenüber und lege die Beine hoch. Mein Blick ist ausdruckslos jedoch sinnlich. Lennox nimmt das Telefon und lässt eine Flasche Wein und was zu knabbern bringen.
„Lula hat mir erzählt, Sie studieren etwas mit Gräbern!“
„Was? Nein! Ich studiere alte Geschichte in Wittenberg!“
„Haben Sie Geschwister?“, fragt er und ich beginne zu lachen.
„Das hat Ihnen doch Ihr Kumpel John bestimmt schon erzählt, nachdem er Ihnen gesagt hat, dass ich ihn ausgefragt habe“.
Er erwidert mein Lachen und ich spüre wie die Anspannung nach lässt. Vielleicht wird das doch ein ganz angenehmer Aufenthalt.
„Er hat mir nur gesagt das Sie ihn ausgefragt haben. Mehr nicht. Oh er wollte noch wissen, ob wir was miteinander haben!“ Das Klopfen an der Tür lässt mich zusammenzucken. Meine Güte vor was hast du Angst? Langsam erhebe ich mich, gehe zur Tür und öffne. Ein Kellner kommt mit einer Flasche Wein und zwei Gläsern rein. Eine zweite Flasche hat er jedoch bereits dabei und stellt diese auf ein kleines Tischchen. Ich bedanke mich mit einem Trinkgeld und schließe die Tür, ehe ich den Wein öffne und die Gläser fülle.
„Ich glaube er hatte Interesse auf mehr an dem Abend. Habe ihn wohl ein wenig abgeschreckt, als ich ihn über Sie ausgefragt habe!“
„Naja welcher Mann hat es gern wenn die Frau, die er erobern will, die ganze Zeit von einem anderen spricht!“, sage ich und reiche ihr ein Glas. „Ich möchte das nicht!“
„Auf was trinken wir?“
„Auf eine erfolgreiche Messe, einen schönen Abend und …“.
„Auf unsere Zusammenarbeit!“, höre ich sie sagen und stoße mit ihr an.
„Auf … gute Zusammenarbeit!“
Mein Blick verfolgt jede ihrer Gesten. Wie sie das Glas an ihre Lippen führt und einen Schluck nimmt. Ich kann es nicht leugnen, aber das Verlangen sie zu berühren und zu küssen wird immer größer. Ich setze mich zu ihr aufs Sofa.
„Haben Sie eigentlich irgendwelche Hobbys?“
„Ähm … nö!“
„Lassen Sie sich doch nicht alles aus der Nase ziehen!“
„Ok. Ich heiße Cécile, bin vierundzwanzig, komme aus der Bretagne, habe einen Bruder, vier Halbgeschwister, meine Eltern sind geschieden … und den Rest kennen Sie ja! Sie sind dran“, höre ich aus ihrem Mund, während sie ihr Glas an ihre Lippen führt.
„Ich heiße Lennox, aber das wissen sie ja. Bin zweiunddreißig, ursprünglich aus Berlin, ich habe eine Schwester, und meine Eltern leben in Berlin - zusammen“.
Ich sehe sie an, wir lachen, erzählen von unserer Kindheit und schließlich passiert es, nachdem die erste Flasche geleert ist. Cécile lehnt sich so weit vor, das ihr Oberkörper den meinen streift und ihr Blick sich fest in meinen bohrt.
„Ich glaube ich habe einen sitzen!“, flüstert sie mir ins Ohr und beißt in mein Ohrläppchen. „Tut … tut mir leid, aber ich werde immer so anhänglich, wenn ich betrunken bin. Vielleicht auch ein bisschen geil …“
Fuck! Ich spüre wie ich hart werde.
„Blümchen!“, höre ich noch meine Stimme im Flüsterton, ehe ich meine Lippen auch schon auf ihre presse. Wir sind verloren. Unsere Münder tanzen einen wilden Tanz. Ich bin hoffnungslos verloren. Erstrecht als ich meinen Mund öffne und sich ihre Zunge flink hinein schiebt.
Jetzt gibt es kein Halten mehr. Ohne mich von ihren Lippen zu lösen, gleite ich auf Cécile und halte sie mit meinem Körper gefangen. Ich küsse ihren Mund, ihre Hals und gleite zu ihrem Ausschnitt. Rasch zieht sie sich das Kleid aus und liegt nun in ihrer Unterwäsche vor mir. Ich bin so was von am Arsch. Meine eiserne Regel über Bord geworfen. Sie windet sich unter mir und ich küsse sie bis zu ihrer Brust und weiter nach unten. Ihre Hände sind in meinem Haar vergraben, während ich ihren Bauch küsse und mit den Zähnen kleine Bisse verteile. Ich robbe nach oben und nehme eine Knospe in den Mund. Das Stöhnen, das sich aus ihrer Kehle befreit ist, Ansporn genug.
Ich öffne meine Hose und befreie meine mächtige Latte.
„Zieh dein Höschen aus!“, befehle ich ihr und sie tut es, während ich sie weiter küsse.
„Ich will dich!“
„Ich dich auch … ich dich auch!“
Ohne lange darüber nachzudenken, fische ich ein Kondom aus meiner Tasche und streife es über. Noch nie habe ich ungeschützt mit einer Frau geschlafen, und habe es auch nicht vor. Cécile stöhnt laut auf, als ich mich mit ihr vereinige und sie mit kräftigen Stößen vögele. Es dauert nicht lange bis wir beide an einem Level angekommen sind, das nur noch nach Erlösung schreit. Ich schiebe mich noch einmal tief in sie hinein und komme schließlich mit ihr zusammen zu einem gigantischen Höhepunkt.
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