Antje Denker - Gismo, Frauchen und der Rest der Welt

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Gismo, Frauchen und der Rest der Welt: краткое содержание, описание и аннотация

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Die Erzählungen von dem Jack Russel Terrier Gismo sind mal gefühlvoll und mal spannend geschrieben. Sie zeigen wie andere Menschen und Tiere uns auf die eine oder andere Weise sprachlos machen. Und wenn sie zu den Menschen gehören, die ihren Schäferhund anbrüllen oder ihren Chihuahua in die Handtasche stecken, lesen sie es besser nicht. Ich bin keine Hundetrainerin und ich lerne ständig neues über Tiere dazu, aber das hat kein Hund verdient. Hunde sind nicht dazu da, uns glücklich zu machen oder unser Selbstbewusstsein aufzupolieren. Wir sind dafür da, uns liebevoll um sie zu kümmern, ihnen ein richtiges Hundeleben zu bieten, dann kommt das Glück von alleine.

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Sie hat mich wieder aufgehoben. Mit ihrer rechten Hand hält sie mich an ihren Körper gedrückt, mit der linken Hand hält sie sich am Treppengeländer fest. Es geht gemeinsam die steile Holztreppe in den Keller runter. Hier kann man durch eine Tür in den großen Garten gehen, da das Haus am Hang steht. Sie setzt mich aber drinnen auf einem weichen Kissen ab. Darauf liegt meine Decke die noch von meinem alten zu Hause riecht. Sie sagt was zu mir und streichelt dabei über meinen kleinen Kopf. Im nächsten Moment höre ich wie sie die Treppe hochgeht und hinter sich die Kellertür schließt.

Soll ich etwa jetzt hier alleine bleiben? War das so gedacht? Wo ist meine Mama, meine Schwester und mein Menschenrudel von zu Hause. Die Kälte vom Fliesenfußboden auf dem mein Kissen liegt, kriecht mir bis in mein kleines Herz. Das Sonnenlicht schimmert unheimlich durch ein Fenster, wird immer weniger, saugt die Farben aus dem Raum. Gespenstische Konturen mir unbekannter Gegenstände, deren Gerüche ich nicht kenne bleiben über. Mondlicht färbt Wesen draußen grau ein. Ich versuche mich auf meinem Kissen bleibend, so weit wie es geht, hinter dem Schrank in Sicherheit zu bringen. Raus aus den Schatten der Wesen. Ich habe Angst. Ich war noch nie alleine. Irgendwer war immer da.

Über mir höre ich Stimmen, Schritte, den Fernseher quakende Geräusche abgebend. Ich fiepe, sie hören mich nicht. Ich werde lauter, fange an zu jaulen. Keine Reaktion von oben. Ich lege noch eine Tonlage zu und fange an zu heulen. Mein Miniwolfsgeheul hallt durch den Keller, die Treppe hoch, sickert durch die Fugen in jeden Raum. Nicht aufhören, durchhalten – ich vergesse die dunklen Schattenwesen – höre nur noch meine hohe Stimme. Den Kopf in den Nacken gelegt mit meiner Schnauze eine O geformt, heule ich was das Zeug hält. Das strengt an und das macht müde. Ich rolle mich zusammen, drücke meinen kleinen Kopf in die Decke. Atme die alten Gerüche ein, rieche meine Mama, meine Schwester. Schwer schluckend schlafe ich ein.

Der neue Tag kann nicht früh genug beginnen. Alles ist neu. Neue Gerüche, neue Abenteuer, ich muss nur bei Ihr bleiben, sie nicht aus den Augen verlieren. Das gibt mir Sicherheit. Manchmal trete ich ihr fast von hinten in die Schuhe, oft wartet sie aber auch auf mich, wenn ich nicht so schnell hinterherkomme.

Der Tag vergeht schnell, aber dann kommt die Nacht.

Die Zweite ist so schlimm wie die Erste. Und ich lege mich wieder ins Zeug um mir mit meinem Miniwolfsgeheul Gehör zu verschaffen. Aber nichts passiert. Scheinbar ungehört verhallt mein Gejaule, wird von den Wänden um mich rum zu mir zurückgeworfen.

Die dritte Nacht. Ich vermisse meine Mama und meine Schwester. Ihr Geruch in meiner Decke verblasst. Ich weine, heule, sehne mich nach jemanden der mit mir kuschelt, der mich tröstet. Der Raum ist mir nicht mehr so fremd und so höre ich auf zu heulen und verlasse mutig mein warmes weiches Nest. Ich tapse über die kalten Fliesen Richtung Treppe. Die ist ziemlich steil und zwischen jeder Stufe kann ich durchkucken, dafür schimmert aber auch das Mondlicht auf den grauen Nadelfilzbelag. Ich ziehe mich an den Stufen mit meinen kurzen Beinen hoch. Meinen Kopf auf die nächst höhere Stufe gelegt, rechts und links daneben Vordertatzenkrallen eingehakt, Po und Hinterbeine hoch hievend, geht das gerade so eben mit meinem kleinen Körper. Ich muss mich konzentrieren, ich darf nicht durch die Stufen in den Abgrund rutschen. Mühsam erklimme ich jede einzelne Stufe, während der Nadelfilz an meinem kleinen runden Bauch scheuert und das Mondlicht die Abstände der Stufen verwischt. Eine Ewigkeit später bin ich oben. Es geht nicht mehr weiter. Die Tür ist zu. Ich muss mich mit meinen kleinen Körper längs auf die letzte Stufe legen, um nicht runter zu fallen. Ich sehe die schemenhaften Umrisse der Holztür. Ich jaule kurz auf. Nichts. Sie bleibt zu. Ich will doch zu ihr. Ich höre sie reden. Ich weiß dass sie da ist. Warum hört sie mich nicht. Ich steigere die Lautstärke, gebe alles was ich an Energie habe, alles was aus meinen kleinen Körper raus kommt. Der Klang hallt zwischen den Wänden. Es hört sich genauso an als wäre ich unten in meinem weichen Nest. Das Mondlicht nimmt ab. Ich fixiere den schmalen Lichtspalt unter der Holztür. Irgendwann ist auch der weg. Das Licht hinter der Tür wurde ausgeschaltet. Ich verstumme. Es ist jetzt still. Ich höre niemanden mehr reden.

Ich seufze und schlucke schwer. Wenig Mondlicht sickert noch zwischen den Stufen, zeigt mir den Weg nach unten. Da ist mein Bettchen, mein weiches Nest mit meiner Kuscheldecke. Und ich liege hier oben auf der schmalen Stufe. Es gibt kein Weg zurück. Nicht für mich, für meinen kleinen Körper mit meinen kurzen Beine. Es geht nicht, nicht rückwärts und nicht vorwärts. Langsam dämmere ich in den Schlaf, wache wieder auf und döse kurz wieder ein. Eine lange einsame Nacht auf einem schmalen Streifen Holz mit Nadelfilz.

Die Tür geht auf, die Nacht ist vorbei. Oh sagt sie und hebt mich vorsichtig von meinem gefährlich schmalen Nachtlager. Mäuschen, was machst Du denn da? Sie drückt mich liebevoll an ihren warmen Körper, ich atme ihren mir mittlerweile vertrauten Geruch ein, während sie mich beruhigend streichelt.

In der vierten Nacht bin ich in meinem Bettchen mit meiner Kuscheldecke geblieben und habe auch nie wieder nachts geheult.

Auf dem Weg zur steilen Treppe hat der Mann ein Holzgitter eingebaut.

Frauchen:

Ich höre dich herzzerreißend heulen. Aber da müssen wir jetzt gemeinsam durch. Du musst lernen alleine in deinem Bettchen zu schlafen. Wenn ich auf dein Weinen nicht reagiere, geht es am schnellsten. Du bist allerdings sehr hartnäckig, mit deinen 12 Wochen weiß du genau was du willst, oder besser gesagt, was du nicht willst. Mit deinen weichen Pfötchenballen, deinem rosa Bäuchlein, deinem unproportionalen Körper: Große Pfötchen zum kleinen Körper, kann ich dich nur liebhaben. Dass du mit diesem Körper schaffst die steile Treppe zu erklimmen, damit hatte ich nicht gerechnet. Sorry, Kleiner.

Erste Gartenfreuden

Ich beobachte jede ihrer Bewegungen und mir ist dabei ein bisschen langweilig. Denn ihre ganze Aufmerksamkeit ist auf die Gartenerde im Beet gerichtet. Sie hockt dort und gräbt mit einer kleinen grünen Schaufel runde Löcher. Die Sonnenstrahlen erwärmen den Boden und entlocken ihm den Geruch von feuchter Erde, saurem Torf und getrocknetem Rinderdung. Von den beiseite geschoben Holzhäckseln flirren Holzstaubfusseln im Sonnenlicht. Mit jeder ihrer Handbewegungen in der Erde wirbeln neue Kombinationen von Erdduftaromen um Holzstaubteilchen herum.

Mit der linken Hand drückt sie jetzt mehrfach kurzzeitig einen Plastikpflanzentopf zusammen, an dem sich noch hartnäckig ein Wurzelgewirr festklammert. Mit ihrer rechten Hand zieht sie die endlich befreite Pflanze aus dem Behältnis um sie dann umgehend in die Erde zu stecken. Nach dem ein Spalier an Pflanzen den Weg in die Erde gefunden hat, schiebt sie mit hohlen Handflächen Erde in den Rändern der Pflanzenkrater und gießt Wasser nach.

Ich fange an in meiner Umgebung zu schnuppern, aber Nichts was ich nicht schon x-mal gerochen habe. Mit meiner rechten Pfote schrappe ich gelangweilt etwas Holzhäcksel von der schwarzen Erde. Und was ist: Ich befreie tausende neue Duftmoleküle aus dem Untergrund. Jetzt kratze ich vorsichtig etwas tiefer, und wieder: Neue erdige Düfte umwabern meine feuchte Nase, kribbeln mir in den Nasenhöhlen, steigen mir in meine Gedankenwelt. Süßliche Gerüche in warmen Farben gemalt, umkreisen bittere Gerüche in dunklen kalten Tönen. Schwarze Erdkrümel bleiben an meinem weißen Pfotenfell und unter meinen Krallen kleben. Ich lege jetzt einen Gang zu. Ich kann nicht genug bekommen. Meine beiden Vorderläufe rotieren, meine Pfoten holen abwechselnd wie kleine Baggerschaufeln die Erde aus dem Untergrund hoch, um sie in hohen Bogen nach hinten zu befördern. Ich bin hochkonzentriert, schaufele, presse meine Nase ins Erdloch, grunze kurz, schaufele weiter. Der Rhythmus meiner eigenen Bewegung, die Düfte, die wild durcheinanderwirbeln, meine losgelassene Energie berauschen mich. Nichts nehme ich mehr wahr als das Farbspektakel das mir die Gerüche malen.

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