Erich Rast - Vicky
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Sie dachte nach. Die Kapsel funktionierte, zeigte entweder medizinische Daten oder irgendwelche Fehler an. Der Türmechanismus schien unbeschädigt zu sein. Die Feuerwehr kam erst in zwanzig Minuten, und weder von den Xu’Un’Gil noch von einem Rettungshubschrauber war etwas zu sehen. Der Insasse der Kapsel brauchte Hilfe, sonst wäre er schon von selbst herausgekommen. Eine Rettungskapsel ließ sich nicht so einfach öffnen, wenn die Atmosphäre tödlich war. Terranische Keime und Pilze konnten einer außerirdischen Spezies nicht zur Gefahr werden und Umweltgifte würde die Automatik ebenfalls prüfen. Und zu guter Letzt hatte sie sich gewiss schon verstrahlt, falls Radioaktivität im Spiel war. Also drückte sie den Knopf.
Zuerst geschah gar nichts. Dann nahm sie ein leises Zischen wahr, das nach und nach intensiver wurde. Instinktiv trat Vicky einen Schritt zurück, was sich als weise Entscheidung erwies, als plötzlich mit einem lauten Knalle die gesamte Vorderseite des Behälters absprang und sie beinahe erschlagen hätte. Ein Schwall einer klebrigen Flüssigkeit floss aus dem Innern, die an Honig erinnerte. Übrig blieb erst einmal nichts als weißer Rauch oder Wasserdampf, der auch das Sichtfenster beschlagen hatte. Während er verflog, traten nach und nach die Umrisse einer außerirdischen Lebensform zutage. Vickys Magen verkrampfte sich vor Aufregung. Er – oder sie oder es, fiel ihr ein – trug einen hellbeigen Raumanzug, eine Art Overall mit Gürtel und ganz gewöhnlichen Hosentaschen, dazu jedoch keinen Helm, und ein großer Teil der Arme blieb frei. Es handelte sich eindeutig um eine humanoide Lebensform, ein Zweibeiner, wie sie schon vermutet hatte. Der Kopf war grünlich, wie von der Farbe eines Grashüpfers, und auch die Arme wirkten wie die Glieder eines Insekts, schienen vier statt drei Gelenke aufzuweisen und endeten in konzentrisch angeordneten, fragil und gleichzeitig elegant wirkenden Fingern, die eher an Robotergreifzangen denn an menschliche Hände erinnerten. Zwei Fühler oder Antennen auf dem grünen Kopf verstärkten den Eindruck, einen etwa menschengroßen Grashüpfer vor sich zu haben.
Das Gesicht hingegen wirkte überhaupt nicht insektenhaft, sondern wie eine Mischung aus Mensch und Fisch. Es besaß einen Mund, der beinahe menschlich aussah, nur dass die Lippen wulstig wie die von Fischen waren und ein wenig hervorstanden, und drei Nasenlöcher, die nach unten verliefen und ziemlich exakt die Stelle einnahmen, an der auch eine menschliche Nase lag. Die Augen lagen leicht seitlich und bestanden aus nach unten lang gezogenen Ovalen, zwei dunkle Seen, die im untergehenden Licht der Abendsonne ölig glänzten. Sie waren weit größer als die eines Menschen, nahmen beinahe die gesamte obere Gesichtshälfte ein. Auf dem Kopf, zwischen zwei Fühlern, besaß das Wesen eine Art Kamm, einen bunt schimmernden Büschel, wie bei manchen irdischen Molchen und Reptilien. Ein grüner Drachen-Graßhüpfer-Olm mit Kulleraugen.
Vicky ging im Geist die vielen Bilder von außerirdischen Spezies durch, die sie im Unterricht durchgegangen waren, und musste passen. Hunderte hatten sie durchgenommen, ihre Daten auswendig gelernt und in langweiligen Xenobiologiearbeiten wieder zu Papier gebracht, und sie war sich hundertprozentig sicher, diese Spezies nie gesehen zu haben. Sie zuckte vor Schreck zusammen, als die Augen plötzlich auf beinahe menschliche Weise blinzelten.
»Hallo?«, rief sie auf brüchigem Standard-Intergal und kam sich dabei schrecklich dumm vor. »Sind sie der Pilot? Sind sie verletzt?«
Das Wesen hob die Greifhand, nestelte an einem Gurt herum, ließ sie jedoch unverrichteter Dinge wieder sinken und gab ein lautes, lang gezogenes Stöhnen von sich, bei dem es sich, da war sich Vicky ganz sicher, in der Tat um ein Schmerzlaut handelte. »Ja. Verletzt. Wo ... bin ich?
Sein Standard-Intergal klang gepflegt, wie von den professionellen Sprechern der Sprachkurse der Xu’Un’Gil gesprochen, nach denen sie im Unterricht lernten.
»Auf der Erde.«
Er neigte den Kopf und einer seiner Fühler knickte nach vorne. Vicky spürte ihr Herz pochen. Bis auf ihre Besatzer hatte sie in ihrem Leben noch nie einen Außerirdischen leibhaftig zu Gesicht bekommen. Wenn überhaupt je einer auf der Erde zu tun hatte, dann mit Sicherheit nichts in Terville.
»Terra?«, murmelte der verletzte Pilot benommen.
»Ja.«
»Sol-System. Sol 3«
Das klang eher wie eine Feststellung, aber es war wohl besser, präzise zu sein. Vicky fragte sich, ob er vielleicht einen Schlag auf den Kopf bekommen hatte, falls da überhaupt sein Hirn lag, denn sicher musste er als Pilot doch eine Ahnung haben, wo er bruchgelandet war?
»Richtig. Der dritte Planet von Sol. Wir nennen ihn ›Erde‹.«
»Scheiße.«
***
Ihr Leben lang hatte sie davon geträumt, zu den Sternen zu reisen, die vielen anderen Spezies kennenzulernen, die das Universum bevölkerten, oder wenigstens wie ihr Bruder einmal von der Oberfläche runterzukommen und ein paar Monate auf einer modernen Raumstation zu verbringen, und dann fällt dem ersten Außerirdischen, dem sie abgesehen von den Echsenköpfen begegnet, zur Erde nichts weiter als das Wort ›Scheiße‹ ein? Sie unterdrückte den Zorn und einen Anfall von Lokalpatriotismus, der wider Willen in ihr aufkam. Es gab Wichtigeres zu tun, als den verletzten Piloten über die Vorzüge von Terra aufzuklären, an die sie selbst nicht glaubte.
»Es kommt bald Hilfe«, erklärte sie. »Die Behörden sind sicher schon auf dem Weg.«
Dass es sich dabei erst einmal wohl bloß um den Dorfpolizisten und den Bürgermeister handelte, die sicher just in diesem Moment an der elterlichen Farm vorbei mit dem Jeep unterwegs waren, verschwieg sie. Der Außerirdische stöhnte erneut und begann, mit beiden Greifzangen am Gurtsystem herumzufummeln. Sie trat näher und half ihm, obwohl er ihr instinktiv Furcht einjagte. Davon hatten sie im Xenobiologieunterricht gelernt, die Angst vor dem Unbekannten war den Menschen wie den meisten vernunftbegabten Spezies angeboren und musste erst überwunden werden. Sie hatte das immer für Propaganda der Xu’Un’Gil gehalten. Vielleicht war wirklich was dran.
»Bitte ...«, murmelte der Grashüpfer-Drache. »Keine Behörden.«
»Sie kommen gleich«, versuchte sie ihn zu beruhigen. Sie ging mittlerweile davon aus, dass er verwirrt war, und ihr fiel ein Riss an der Seite seines Raumanzugs auf, aus dem eine Menge zähflüssiger grüner Flüssigkeit lief, bei der es sich nur um Blut handeln konnte.
»Nein ... bitte ... keine Behörden. Muss ... weiter.«
Sie fand den Sicherungsknopf, den er suchte, und das Gurtsystem sprang auf. Er packte mit beiden Armen die Kapselwände und hievte sich heraus, stolperte jedoch über den Kraterrand. Sie fing ihn auf, stützte ihn und vergaß dabei die Angst vor dem Unbekannten.
»Bitte, sie sind verletzt, sie brauchen ärztliche Hilfe. In Groß-Menlow betreiben die Xu’Un’Gil eine Xenoklinik, dort kann ihnen –«
»Oh, nein! Keine Xu’Un’Gil!«
Das Sprechen kostete dem Besucher sichtbare Mühe, aber die Botschaft war eindeutig. »Keine Xu’Un’Gil?«
Seine Fühler bewegten sich auf und ab. »Richtig.« Halb auf sie gestützt betrachtete er den Himmel. Er starb doch nicht etwa schon, während sie ihn stützte?
»Sie sind ein Men’shuk?«
»Ein Mensch, ja.«
»Richtig. Menuschuk«, wiederholte er das fremdartige Wort, das natürlich bloß als Lehnwort ins Standard-Intergal übernommen worden war. Dazu gab es festgelegte Transliterationsvorschriften, anhand derer die Laute an das vereinfachte phonetische System des Intergal angepasst wurden.
»Bitte nur Menschuk’en – keine Xu’Un’Gil. Ich muss weiter ...«
»Sie müssen sich ausruhen und brauchen Hilfe«, hielt sie dagegen, und er widersprach nicht. Aber er bestand darauf, so schnell wie möglich von der Rettungskapsel wegzukommen, also tat sie das Beste, was ihr in diesem Augenblick einfiel, und führte ihn zur Scheune der elterlichen Farm. Der Weg dauerte normalerweise höchstens zehn Minuten und sie brauchten eine halbe Stunde, doch jedes Mal, wenn sie anhalten wollte und vorschlug, im Netz nach Hilfe zu suchen, lehnte er ab und zog sie fast weiter, obwohl er deutlich humpelte, mit dem linken Fuß kaum aufsetzen konnte, und schrecklich blutete. Wie viel Blut er wohl verlieren konnte?
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