Erich Rast - Vicky

Здесь есть возможность читать онлайн «Erich Rast - Vicky» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Vicky: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Vicky»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Auf der Erde ist nichts los, und schon gar nicht in Terville. Kein Wunder, dass Vicky am liebsten durch die Wälder streift und sich die Maglevzüge ansieht – die auf der Erde nicht einmal halten. Als eines Tages ein Raumschiff vom Himmel stürzt, ahnt sie nicht, dass ihr Traum, andere Welten zu sehen, bald auf ganz andere Weise in Erfüllung geht, als sie sich das vorgestellt hat. Denn da draußen herrscht Krieg, und bald schon gerät sie selbst zwischen die Fronten.

Vicky — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Vicky», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Vicky öffnete einen Klappstuhl aus Plastik mit grünem Leinenbezug und machte es sich an ihrem Aussichtspunkt bequem. Aus einem kleinen roten Rucksack zog sie eine Thermoskanne, schenkte sich eine Tasse ein und legte Notizblock und Kugelschreiber bereit. Das Hobby hatte einen fragwürdigen Ruf, war wohl eher etwas für Rentner, weshalb sie es nun einmal selbst ihren besten Freundinnen gegenüber verschwieg. Sie galt schon als verschroben genug, und die Tatsache, dass sie eine Jeanslatzhose und ein rot kariertes Holzfällerhemd trug, half auch nicht unbedingt, im Dorf einen guten Eindruck zu machen. Dabei war die Hose unzerstörbar, jeder andere Stoff wäre im Gestrüpp zerrissen, und ihre Eltern konnten es sich nun einmal nicht leisten, ihrer Tochter jeden Monat neue Klamotten zu kaufen. Außerdem hielt ihr Vater als eingefleischter Farmer nicht viel von Mode, er fand, dass sie lieber ordentliche Funktionskleidung tragen sollte, schließlich musste sie auch oft anpacken, zum Beispiel bei der Ernte, wenn mal wieder einer der gigantischen Ernteroboter ausgefallen war und sie geschickt auf die Führerkanzel kletterte, die überhaupt nur in Sonderfällen per Hand bedient wurde. Vicky fand im Gegensatz zu ihren Freundinnen und einem Großteil der männlichen Bevölkerung von Terville, dass ihr Vater recht hatte und an ihren Jeans nichts auszusetzen war. Mit einem Kleid wäre sie im Zaun hängen geblieben, in den sie eigenhändig mit der Drahtschere ein Loch geschnitten hatte. Nicht besonders sinnvoll also für die Orte, an denen sie sich nach der Schule gerne herumtrieb.

Sie nippte an dem Kaffee, es war für diese Jahreszeit im September schon verdammt kalt, und warf einen Blick auf ihre Digitaluhr – ein altertümliches Modell, das noch nicht einmal ans Intergal-Netz angeschlossen war. ›Zwei Minuten‹, stellte sie zufrieden fest. Sie war rechtzeitig gekommen. Natürlich hatte sie ein paar moderne Utensilien dabei, sie mochte im Hinterland aufgewachsen sein, aber nicht hinterm Mond. (Eine veraltete Redewendung, wenn man bedachte, dass hinter dem Mond weit mehr als in Terville los war, fiel ihr ein.)

Ein Laser verriet ihr die Geschwindigkeit und ihr Interkom stellte ein kleines Hologramm ins Netz, das andere dann studierten, klassifizierten, diskutierten. Sie kannte keinen von ihnen persönlich, die Foren ließen sie insgesamt eher kalt, aber gelegentlich lieferte der eine oder andere nützliche Informationen. Ihre Tabellen über die Ziele und Ursprungsorte hätte sie ohne Hilfe aus dem Netz niemals zusammenstellen können.

Sie spürte den Zug lange, bevor er zu hören oder zu sehen war. Der Boden erzitterte, eine kaum merkliche Vibration, die Fluktuationen im Magnetfeld verursachten. Die Schwankungen waren winzig, aber wenn eine Last von Tausenden von Tonnen auf ihnen lag, dann machten sie sich über kurz oder lang im Gleisbett bemerkbar, da konnte kein Ingenieur etwas dagegen tun.

Ein Luftzug entstand, ein Sog, der ihr anfangs einen Schrecken eingejagt hatte. Alle möglichen Gerüchte und Mythen wanden sich um die angeblichen Gefahren in der Nähe der Maglevs, weshalb die Behörden um die Strecken ja auch Zäune errichtet hatten. Diese rosteten langsam vor sich hin, und in Wirklichkeit waren die meisten Horrorgeschichten falsch oder zumindest stark übertrieben. Solange man zehn Meter Abstand einhielt, blieb man sicher. Nur auf ihren Notizblock und den Kugelschreiber musste sie achten, sonst wehte der aufkommende Sturm sie weg.

Ein tiefes Brummen und ein höheres, aufdringliches Moskitosummen der elektrischen Anlagen kündigten die unmittelbare Ankunft des Zuges an. Das Gleissegment war aktiviert worden und die Magneten arbeiteten bereits. Ihr Interkom bestand größtenteils aus Plastik, ebenso die Thermoskanne, und auch sonst trug sie nichts aus Metall herum, denn das hätte bei diesem Abstand tatsächlich Probleme bereitet.

Die Triebwagen des Zugs schossen um die Biegung, drei gigantische Lokomotiven der Abramov-Bauart, silbern glänzende, haushohe Stahlkolosse, die hintereinander gekuppelt waren, um viele tausend Tonnen kilometerlang im Schlepptau hinter sich herzuziehen. Eine Druckwelle erfasste sie, der Lärm war so ohrenbetäubend, dass man sich nicht einmal geschrien hätte verständigen können. Nicht, dass hier irgendjemand nach ihr rief. Sie war allein, niemand sonst interessierte sich für die Maglev-Züge, und die Bahnmitarbeiter kamen nur alle paar Jahre vorbei, um die Magnetschienen zu prüfen. Den Zaun hatten sie jedenfalls noch nie geflickt, falls ihnen das Loch überhaupt einmal aufgefallen war.

Vicky mochte die Abramov. Besonders aerodynamisch waren sie nicht gebaut, im Gegensatz zu neueren Triebwagen hatten sie platte Nasen, was den Drucktunnel immens verstärkte, den sie vor sich herschoben. Aber sie hatten etwas an sich, eine brachiale Gewalt verbanden sie mit einer gewissen Eleganz. Dank der silbernen Metallverkleidung sahen sie eher wie klobige Raumschiffe als Züge aus.

Sie warf einen Blick auf den Geschwindigkeitsmesser. Er zeigte 304 Stundenkilometer an. Als sie wieder aufsah, waren die Lokomotiven schon weg und die ersten Güterwaggons brausten an ihr vorbei. Zwischen jedem von ihnen entstand ein Luftloch, das sich wie ein Schlag in die Magengrube anfühlte. Jetzt musste sie aufpassen, versuchen, wenigstens eine der Aufschriften zu erhaschen. Idealerweise gelang es ihr, aus dem Holo später die Fahrtnummer zu rekonstruieren, aus der sich meistens der Zielort schließen ließ. Oft fehlten sie leider, oder sie waren verdeckt oder zu verschwommen auf dem Holo. Dann mussten sie und ihre anonymen Helfer im Netz anhand der Logos der Frachtunternehmen raten, wohin der Zug fuhr und wo seine Segmente letztlich enden sollten. Es gab Tausende von möglichen Zielen; die Arbeit war nie fertig. Genau das gefiel ihr an dem Hobby.

Jeder Waggon war groß wie eine Scheune, ein gigantischer Container aus Stahl, und es gab Dutzende unterschiedlicher Typen und Beschriftungen. Manche rosteten vor sich hin, die Farbe blätterte ab, andere waren nagelneu, glänzten im Licht der Nachmittagssonne und transportierten Hochtechnologiegüter. Vicky wusste, dass sie an Verteilerbahnhöfen vollautomatisch umgeladen wurden, gekoppelt und rangiert, bis sie schließlich mit einem der Züge ihren Zielplaneten erreichten. Jede dieser Rangierstationen war so groß wie eine Stadt, und die meisten von ihnen verbanden dutzende von Strecken, manche sogar hunderte.

Nur auf Terra hielt kein Zug. Natürlich nicht. Die Wiege der Menschheit lag so weit abseits, dass keiner auch nur auf die Idee gekommen wäre, für eine der sechs Linien, die über die Erde liefen, einen Bahnhof einzurichten. Man hatte die Menschheit vergessen, pflegte ihr Vater immer zu sagen, aber Vicky war sich ziemlich sicher, dass niemand überhaupt je an sie gedacht hatte. An wen man nicht dachte, den konnte man nicht vergessen, und kein Außerirdischer und auch kein Mensch jenseits von Terra verschwendete einen Gedanken auf den Ort, von dem aus die Menschheit dereinst in den Kosmos aufgebrochen war. Außer die Xu’Un’Gil, wenn es darum ging, die Erde ein bisschen mehr auszubeuten oder dem Bürgermeister von Terville das Leben schwer zu machen.

Immer wieder erstaunte sie die Stille danach. Der Lärm verlief sich so schnell, wie er kam, kaum waren die vier Kilometer aus Tausenden von Tonnen Ladung und Stahl hinter der nächsten Biegung verschwunden, waren sie schon nicht mehr zu hören. Der Boden zitterte noch ein wenig, die Luft über den Magneten flirrte; dann schaltete sich das Segment ab und alles war wieder still. Aber Vicky war nicht fertig. Während sie die Zahl und Typen der Waggons in ihr Notizbuch eintrug und das Hologramm hochlud, behielt sie die Uhr im Auge. Nach exakt einer Minute einundvierzig Sekunden erklang der Donnerknall, den die Bewohner von Terville schon kaum mehr wahrnahmen, so alltäglich war er für sie. Der Zug war durch das Wurmloch gefahren und kam am anderen Ende des Universums auf einem anderen Planeten wieder heraus, und zwar zweifelsohne auf einem Planeten, auf dem mehr als in Terville los war.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Vicky»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Vicky» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Vicky»

Обсуждение, отзывы о книге «Vicky» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x