Burkhard Simon - Der Kruse

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Als das Erfolgskonzept «Die Kruses» nach über dreißig Jahren Ehe doch noch überraschend scheitert, gehen Karin und Robert getrennte Wege. Während Reihenhaus-Robert als Endfünfziger seine ersten zaghaften Schritte als Junggeselle geht, betritt er eine Welt, die ihm stark verbesserungswürdig erscheint. Mit tatkräftiger Unterstützung des Internets, eines verlogenen Barkeepers und einer Insel namens Manfred macht sich Robert daran, die Welt vor sich selbst zu retten.

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Als wir am Hafen ankamen, befand ich mich genau an der Position, an der der abklingende Suff den aufsteigenden Kater begrüßt. Der Check-In gestaltete sich schwierig, da ich vor dem Verlassen des Zuges meine Jacke gewechselt hatte und beim Versuch das Ticket aus der anderen Jacke zu holen meinen Koffer auseinandernehmen musste. Der junge Mann am Schalter versuchte heldenhaft, nicht zu bemerken, in welchem Zustand sich der dämliche Deutsche befand, der, vor ihm hockend, inmitten seiner verstreuten Klamotten nach dem Ticket suchte. Als aus der Schlange, die sich hinter mir gebildet hatte, die ersten Rufe nach Security, der Polizei, der Nationalgarde und halbautomatischen Schusswaffen laut wurden, stellte ich schließlich fest, dass ich den verdammten Zettel die ganze Zeit über in der Gesäßtasche meiner Jeans mit mir herumgetragen hatte. Nach diesem holprigen Start wurde ich schließlich und endlich an Bord gelassen.

Ich war endlich angekommen. Auf der Sonne des Südens und auch mitten darin.

Meine Kabine war einfach der Hammer.

Ich beschloss alles, was mich an mein Zuhause erinnerte, zunächst einmal komplett hinter mir zu lassen. Die einzige Erinnerung an Bonn, die ich noch immer mit mir herumtrug, war ein hässlicher blauer Fleck am verlängerten Rückgrat, den mir Rasputin beschert hatte, als ich Carola Reimann für die Dauer meiner Abwesenheit die Schlüssel für mein Haus überreichen wollte. Scheinbar hatte er mich – in der Nacht, als ich sein Frauchen mit mutig herausgestrecktem Bauch zu ihrer Meinung im Bezug auf meine erotische Ausstrahlung befragte – ins Herz geschlossen. Als Carola die Tür öffnete, sprang er mich winselnd an, und ich setzte mich unsanft auf einen Kanaldeckel, durch den die eben erwähnten Schlüssel fielen und für immer in den Tiefen der Bonner Kanalisation verschwanden. Dass Rasputin damit für meine Topfpflanzen das Todesurteil unterschrieben hatte, war ihm dabei wahrscheinlich so unbewusst wie egal.

Abgesehen von meinem schmerzenden Hintern war ich schon fast wieder der Alte. Mein Ellenbogen hatte sich ganz gut erholt, und mein Zeh hatte schon fast wieder seine Originalfarbe angenommen. Nachdem ich meine Sachen notdürftig verstaut hatte, beschloss ich, mich erst mal ein wenig lang zu machen, denn die Zugreise inklusive der Aufnahme in den Club der partyfesten Kegelbruderschaft, hatte mich ganz schön mitgenommen.

Ich zog meine Schuhe an (eine neue Angewohnheit, die ich noch immer in vollen Zügen genoss), streckte mich in meiner Koje aus und schaute durch das Bullauge hinaus auf die Hafenmündung. Schon bald würde das Schiff durch diese Mündung hindurchfahren, würde aus allen Hörnern ein tiefes, wohlklingendes Signal ertönen lassen und dann würde es Kurs auf die Karibik nehmen, Robert Kruse an Bord.

»Ahhh...«

»Wir werden in wenigen Minuten ablegen. Die Crew bittet alle Besucher und Anlieferer, nun das Schiff zu verlassen. Vielen Dank.«

Die Durchsage wurde in mehreren Sprachen wiederholt, doch ich bewegte mich nicht von der Stelle. Ich war kein Besucher oder Anlieferer. Ich durfte bleiben. Und mein Aufenthalt hier hatte gerade erst begonnen.

»Ahhh...«

Ich wartete noch weitere fünf Minuten ab und machte mich dann auf den Weg zum Oberdeck, um das Auslaufen der Sonne des Südens live und in Farbe mitzuerleben.

Auf den Gängen herrschte noch immer geschäftiges Gedränge. Menschen liefen hin und her, suchten auf Karten nach kleinen roten Punkten, über denen „Sie sind hier“ steht, Passagiere beweinten den plötzlichen Verlust ihres Gepäcks, kleine Kinder beweinten den Verlust ihrer Eltern, Koffer wurden von A nach B getragen, und freundliche Stewards standen in Uniformen mit blitzblank polierten Knöpfen inmitten des Chaos und erteilten bereitwillig Auskunft über den schnellsten Weg zum Fundbüro, zur Krankenstation oder zur Beschwerdestelle des jeweiligen Reiseveranstalters.

Die ganze Situation war so mit Leben und Betriebsamkeit erfüllt, dass ich Lust bekam, ein Weilchen einfach nur dazustehen und die Show zu genießen.

Am anderen Ende des riesigen Raumes (unglaublich, dass ich mich tatsächlich auf einem Schiff befand...) befand sich eine Sitzecke, gemütlich eingerahmt von mehreren großen Topfpflanzen. Mein Weg dorthin führte mich durch das Gedränge gestresster Urlauber und, ein paar Meter weiter, an den Fahrstühlen vorbei.

Die Tür einer der Kabinen öffnete sich gerade, als ich vorbeiging. Eine Frau stolperte, beladen mit Bergen von Gepäck, aus dem Lift. Sie trat auf den Schultergurt einer ihrer abgestellten Taschen, drohte zu stürzen, fiel vornüber und landete denkbar unsanft in meinen Armen. Einer ihrer Koffer fiel auf meinen blauen Zeh, sie hielt sich reflexartig an meinem Jackett fest, riss mir den Kragen ab, kam wieder auf die Beine und hielt mir schließlich – mit dem unschuldigsten Blick seit Bambis Geburt – das Stück Stoff entgegen, welches noch bis vor gut einer Sekunde das Revers meiner besten Jacke gewesen war.

Während der nächsten Sekunden wurde nicht viel gesprochen.

Ich half ihr, die Sachen aufzusammeln, die sich aus dem Koffer über den Boden verteilt hatten und versuchte dabei, möglichst weltmännisch zu lächeln.

Als sie sich mit einem Arm voller aufgesammelter Kleidungsstücke erhob, warf sie ihr pechschwarzes Haar äußerst effektvoll über die Schulter. Für einen kurzen aber sehr intensiven Moment war ich in der Zeitlupenaufnahme eines Shampoo-Werbespots gefangen. Dem Luftzug ihres Haars entströmte ein ungemein sinnlicher Duft, ein Duft, der nur dann entstehen kann, wenn sich hochwertiges Parfum in perfekter Harmonie mit dem salzigen Aroma frischer Seeluft paart. Sie können das vielleicht nicht nachvollziehen, aber glauben Sie mir: Wenn Sie einen solchen Moment noch nicht erlebt haben, dann haben Sie noch gar nichts erlebt. Erlauben Sie sich bloß nicht zu sterben, ohne zumindest einmal zuvor einen solchen Moment erlebt zu haben! Die Geräusche, die uns umgaben, das ganze Getöse und Gewimmel, die Hektik, all das war für einen Moment verschwunden, für einen kurzen Moment ausgeblendet, der vielleicht ein oder zwei Sekunden dauerte, der mir aber vorkam, wie eine kleine Ewigkeit. Während ich völlig geplättet dastand, meinen Kragen in der Hand, ging sie wieder in die Hocke, um den restlichen Kram notdürftig in ihren Koffer zu stopfen. Sie schaute kurz zu mir auf, und ein peinlich berührtes Lächeln flog über ihr Gesicht. Ein gehauchtes „Entschuldigung“ auf den Lippen sammelte sie ihre Kleidungsstücke auf. Es war kaum hörbar, aber sie hatte definitiv „Entschuldigung“ gesagt. Sie sprach Deutsch! Und sie war kein besoffenes Mitglied eines Duisburger Kegelclubs! Na, wunderbar!

Und was für eine Erscheinung! Sie war etwa in meinem Alter, und sie war einfach unfassbar gutaussehend. Ihre Kleidung war geschmackvoll aber nicht protzig. Ihr Geschmack schmiegte sich an die eher kostspielige Seite von „leger“ an, teuer aber eben auch mit viel Stil und Verstand ausgewählt. Ja, diese Frau hatte Stil.

Ganz leise, hinter den Geigen, die in meinem Kopf für den nötigen Soundtrack sorgten, meinte ich, ein enttäuschtes Weinen zu hören, aber das war nur Carola Reimann, die sich auf Nimmerwiedersehen aus meinen nicht ganz jugendfreien Gedanken verabschiedete, um sich zur Kräuselnasen-Reisebürotraumfrau zu gesellen, die bereits im dunklen Hinterhof meiner nicht mehr benötigen Phantasien auf ihre neue Mitbewohnerin wartete und sie dort tröstend in Empfang nahm.

Sollten die beiden glücklich werden.

Ab sofort würden sie mir egal sein, denn ich hatte DIE FRAU gefunden. Ja. DIE FRAU schlechthin.

DIE FRAU bedankte sich mit einer unglaublich angenehmen Stimme für meine Hilfe. Diese Stimme war der Wahnsinn. Der pure Wahnsinn! Ich nahm natürlich die volle Schuld für den Zwischenfall auf mich, wie es sich für einen Gentleman gehört. Gerade wollte ich mich in aller Form entschuldigen, doch im selben Moment entschuldigte sie sich bei mir. Wir redeten einen Moment lang wild durcheinander, schwiegen dann im selben Augenblick, um den anderen zu Wort kommen zu lassen, redeten gleichzeitig wieder los und mussten schließlich beide herzlich lachen. Dieser Moment hatte etwas Magisches. Die Situation schien geradewegs einem amerikanischen Film der neunziger Jahre entsprungen zu sein. So nach dem Motto: Meg Ryan rennt Tom Hanks über den Haufen. Der Beginn einer romantischen Beziehung?

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