Leo Gold - Ein Umweg über Honolulu
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In Detroit zwischengelandet kam ich bei Dunkelheit abends am Newark-International-Airport an. Dass Newark bei indischen Einwanderern beliebt war, zeigte sich in der Ankunftshalle, in der ich auf den Fahrer meines vorgebuchten Sammeltaxis wartete und in der gleichzeitig unzählige Inder, meistens in Pulks von Verwandten und Freunden, ihre ankommenden Gäste begrüßten. Ich überlegte, ob eventuell Mon, sie kannte ja meine Flugnummer, mich irgendwo aus der Ferne beobachtete, um für unser morgiges Treffen besser vorbereitet zu sein. Gesehen hatte ich sie aber nicht und da ich eine gute halbe Stunde auf mein Sammeltaxi warten musste und nichts anderes zu tun hatte, schaute ich zum Eingang und ließ mich überraschen, wie lange es dauerte, dass ich Leute ohne indische Herkunft entdeckte. Doch solange ich auf das Sammeltaxi wartete, solange glaubte ich, in Indien zu sein. Erst der Fahrer meines Sammeltaxis durchbrach die indische Szenerie. Seine Vorfahren stammten vermutlich aus dem arabischen Raum. Er war wortkarg und froh, als er uns sieben Reisende, mit dem Gepäck in seinem Bus untergebracht hatte und abfahren konnte.
Ich war der letzte Fahrgast, der aus dem Sammeltaxi wieder ausstieg. Mein Hotel wirkte von außen wenig einladend. Ich hätte, als ich das Hotel im Internet gebucht hatte, misstrauisch werden müssen, dass die Bilder und der Preis des Hotelzimmers nicht zusammen passten. Schon am Abend bevor ich einschlief, versicherte ich mich jedoch, dass meine Entscheidung, Geld bei der Übernachtung zu sparen, richtig gewesen war.
Am nächsten Morgen orientierte ich mich mit meinem faltbaren Stadtplan, in welche Richtung ich laufen musste, um zur Westseite des Central Parks zu gelangen. Auf geschwungenen Wegen, den Lärm der Straße hinter mir lassend, durchquerte ich die grüne Oase New York Citys. Ich begegnete Joggern, Radfahrern, Yoga-Schülern mit ihren Lehrern, Hundebesitzern samt Vierbeinern, Rentnern, die vielleicht in der Nacht schlecht schlafen konnten, und zahlreichen Angestellten, die auf den Parkbänken saßen, schluckweise Kaffee tranken, ein belegtes Brot oder ein Stück Kuchen aßen und die letzten ruhigen Minuten vor ihrem Arbeitsbeginn auszukosten schienen.
Als ich am südlichen Ende des Parks, am Columbus Circle, angekommen war, trat ein Herr mit Anzug, Krawatte und einem Kaffee in der Hand aus einem Frühstücksrestaurant und hielt mir mit fragendem Blick die Tür auf. Ich nahm seine Einladung an und bedankte mich für das Angebot. Anschließend setzte ich mich an einen Tisch direkt am Fenster, um dem städtischen Treiben weiter zuzuschauen. Ich bestellte Eier, Speck, Weißbrot und Blaubeerkuchen und dazu einen Kaffee, denselben wie der elegante Herr.
Beim Frühstücken dachte ich darüber nach, was ich am Vormittag noch erledigen musste. Eigentlich wollte ich mich nur vergewissern, ob mir Mon seit meinem Abflug in München eine Nachricht geschickt hatte. Da ich meinen Laptop in Deutschland vergessen hatte, konnte ich mich nicht einfach in das unverschlüsselte W-Lan des Restaurants einloggen. Ich plante also, mich nach dem Frühstück auf die Suche nach einem Internetcafé zu machen.
Wie Mon wohl in Realität aussah? Sie hatte mir geschrieben, dass sie einmal Übergewicht gehabt habe. Was hieß Übergewicht? Vielleicht war Mon immer noch übergewichtig? Ich hatte in einem Zeitungsartikel gelesen, dass bei der ersten persönlichen Verabredung von Leuten, die sich im Internet kennen lernten, die Enttäuschung häufig groß wäre, weil der beträchtliche Abstand zwischen der Selbstbeschreibung und der Wirklichkeit abrupt zu Gunsten der Wirklichkeit geschlossen würde. Durch unsere E-Mail-Bekanntschaft war eine emotionale Bindung entstanden. Deshalb würde ich Mon, besäße sie eine unvorteilhafte Erscheinung, anders begegnen als einer Frau mit einem ähnlichen Äußeren, die ich, ohne sie vorher zu kennen, zum ersten Mal auf der Straße, einem Café oder einem anderen Ort treffen würde.
Ich verdrängte den Gedanken an eine vollschlanke Mon. Vielmehr hoffte ich, dass sie dieses Vorurteil, das Internetbekanntschaften oft entgegengebracht wurde, nicht bestätigte. Da ich nicht länger darüber grübeln und an etwas anderes denken wollte, entschloss ich mich, das Museum-of- the-City-of-New-York in der Fifth Avenue zu besuchen, was ich bei meinem letzten New York City-Besuch auf den nächsten-, also diesen-, verschoben hatte. Ich fand es ansprechend, wie die Kuratoren des Museums die Geschichte von New York City darstellten. Mein Problem, meine E-Mails abzurufen, konnte ich jedoch auch im Museum nicht lösen. Ich hatte gehofft, dass ich vielleicht im Museumscafé online gehen könnte. Aber erst nachdem ich den Central Park in Richtung meines Hotels wieder durchquert hatte, wobei ich nun hauptsächlich junge Mütter mit Kinderwagen traf, fand ich endlich eines der wenigen Internetcafés.
Mon hatte mir vor zwei Stunden eine E-Mail geschrieben. Sie fragte mich, ob ich gut angekommen sei und ob wir uns, wie geplant, an der St. Patrick’s Cathedreal treffen würden. Mir wurde bewusst, dass Mon gerade nur einige Straßenzüge entfernt in ihrem Büro saß. Mit pochendem Herz antwortete ich ihr, ich sei gesund angekommen und es würde alles, wie wir vereinbart hatten, bleiben. Auch Melissa hatte mir eine E-Mail geschrieben und fragte dasselbe wie Mon. Auch sie ließ ich wissen, dass die Reise bislang gut verlaufen sei. Außerdem versprach ich ihr, mich morgen um das Zugticket nach Washington D.C. zu kümmern und ihr dann die genauen Daten meiner Ankunft am Bahnhof zu schreiben. Eilig verließ ich das Internetcafé, kaufte mir ein belegtes Brötchen und ruhte mich im Hotel auf meinem Bett aus, ehe ich zu meiner Verabredung mit Mon während meiner „Geschäftsreise“ aufbrach.
Ich schaute auf die Uhr. Ich musste losgehen. Wenige Blocks von meinem Hotel entfernt stieg ich in die Untergrundbahn, verließ sie am Times Square und lief von dort zur St. Patrick’s Cathedreal. Vielerlei Gedanken leuchteten wie ein Feuerwerk in meinem Kopf. Außer dieses Aufblitzens von Einfällen spürte ich aus Nervosität den unangenehmen Drang, auf die Toilette gehen zu müssen. Doch dafür war es zu spät. Ich wollte so rasch wie möglich Mon sehen in der Hoffnung, dass meine nervösen Symptome wieder nachließen. Oder sollte ich, anstatt zur St. Patrick’s Cathedreal zu gehen, mich lieber allein in ein Café setzen? Was sollte schon passieren? Wir kannten uns nur aus dem Internet und wir könnten ab jetzt einfach aufhören, uns zu schreiben. Ich bog in die Fifth Avenue ein und stand vor der St. Patrick’s Cathedreal. Auf den Stufen vor dem Haupteingang befanden sich so viele Menschen, dass ich Mon von der gegenüberliegenden Straßenseite aus nicht sehen konnte. Ich wartete auf das Aufleuchten des grünen Ampelzeichens, stieg von der linken Seite die ersten Stufen hoch und entdeckte die schwarzen, langen Haare sowie den Rücken einer zierlichen Inderin, über deren linker Schulter eine schicke, schwarze Ledertasche hing. Ich hoffte, dass es Mon war. Dann würden sich meine Sorgen wegen ihres möglichen Übergewichts in Luft auflösen. Ich stellte folgende Frage auf Englisch:
„Bist du Mon?“
Die zierliche Inderin drehte sich um. Glücklicherweise blickte ich in das Gesicht, das ich von ihrem Foto kannte. Ich war erleichtert.
„Wie hast du mich von hinten erkannt?”
Ich zögerte, bevor ich Mon antwortete, weil von nun an zwei Gedankenströme meine Aufmerksamkeit forderten. Einerseits war ich damit beschäftigt, mich mit Mon zu unterhalten. Andererseits führte ich ein Selbstgespräch über die neuen Eindrücke, die ich mit meinen bisherigen Vorstellungen von Mon verglich und, widersprachen sie diesen, ihnen anpasste. Da ich mir über Mon schon mehrere Monate zuvor Gedanken gemacht hatte, war das Selbstgespräch im Unterschied zu solchen, die begannen, wenn ich jemanden neu kennenlernte, von dem ich nur wenig oder gar nichts wusste, aufwändiger.
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