Leo Gold - Ein Umweg über Honolulu

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Melissa ist US-Amerikanerin. Julius ist Deutscher. Beide mögen, verlieben und prüfen einander. Nachdem sie geheiratet haben, offenbaren sich im gemeinsamen Alltag ungeahnte Geheimnisse. Der innere Zustand der jungen Ehe wird zum Widerspruch des äußeren Paradieses Hawaii. Erst ein plötzlich auftretendes Ereignis führt den Umweg über Honolulu zu einem versöhnlichen Ende.

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Fjolla stand vor dem Büro des Professors. Sich auf den Boden zu setzen, wie es die anderen Studenten taten, kam für Fjolla nicht in Frage. Und es wäre auch praktisch schwierig geworden. Der kurze Rock erlaubte es nicht. Die High Heels halfen Fjolla, ihre geringe Körpergröße zu kaschieren. Ihr Leoparden-Top konterkarierte das Stilempfinden westeuropäischer Frauen. Und Fjollas rosa Lippenstift rückte sie schließlich ungewollt in Vorstellungswelten, die auch Halbweltdamen Heimat geben. Das ungefähr war Fjolla.

Wenige Wochen nach diesem ersten, wortlosen Aufeinandertreffen begegnete ich Fjolla in der Fachbereichsbibliothek und, da ich in Erinnerung an die Szene vor dem Büro des Professors lächelte, als sich unsere Blick kreuzten, sprach mich Fjolla an und fragte, ob wir uns kennen würden. Überrascht antwortete ich ihr und erzählte, wo ich sie bereits einmal gesehen habe. Wir kamen ins Gespräch, und bevor wir uns wieder verabschiedeten, wollte sie meine Telefonnummer wissen.

Mehrere Wochen später erhielt ich einen Anruf von Fjolla. Hierbei erzählte sie mir, dass mit dem Ende ihres Studiums ihre Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland ablaufe und sie hoffe, sie werde bis dahin einen deutschen Mann gefunden haben, der sie (natürlich gegen Bezahlung) heirate. Da für mich der Gedanke, Fjolla zu heiraten, außerhalb meiner Vorstellung lag, sah ich kein Risiko, dass sich unsere Beziehung kompliziert gestalten könnte, und wir begannen, uns zu treffen. Ich mochte sie, weil sie aus der Reihe fiel.

Als wir gemeinsam auf einer Parkbank im Englischen Garten saßen, durfte ich Fjollas rosa Lippen küssen. Und dieser Kuss erfüllte meine Idee, wie es ist, sie zu küssen. Je länger unser von der Aufenthaltsgenehmigung überschattetes Verhältnis dauerte, desto öfter forderte mich Fjolla auf, eher deutlich als subtil, verbindlicher zu werden, weil nun einmal mit unserer Beziehung langfristig ihre Aufenthaltsgenehmigung verbunden war. Und diese Komponente zerstörte zusehends unser Verhältnis, das sie beendete, als sie merkte, ich mochte sie gern, aber nicht um den Preis der Hochzeit. Das Ende unserer gemeinsamen Zeit tat mir leid. Ich beschloss, mich in den nächsten Jahren auf meine Dissertation zu konzentrieren. Was mir blieb, war die süße Erinnerung an die Küsse auf Fjollas rosa Lippen.

Mon war ein ganz anderer Typ Frau als Fjolla. Allerdings unterschied sie sich, wie Fjolla, auch von dem Großteil ihrer Altersgenossen in dem Land, in dem sie jetzt lebte. Mons Leben fand an zwei Orten statt: an ihrer Arbeitsstelle und in ihrer indischen Großfamilie. Als Einzelkind war sie eng mit ihren Eltern verbunden, was durch die Emigration noch zugenommen hatte. Mon glaubte um des Glaubens Willen und folgte den Prinzipien der katholischen Lehre nicht aus persönlichen, praktischen Überlegungen, was ihr die Vorgaben nützten und wo sie sie, weil sie ihrem Leben zuwiderliefen, kreativ umgehen könnte. Diese Haltung erforderte Verzicht, was mir imponierte.

Um die Unruhe vor unserer ersten Begegnung im Zaum zu halten, beschäftigten wir uns mit sachlichen Fragen und planten, wo und wann wir uns am besten in New York City treffen könnten. Den Flug hatte ich bereits gebucht, so dass der zeitliche Rahmen meines Aufenthalts feststand. Am Donnerstagabend sollte ich in Newark landen und am Montagnachmittag vom John-F.-Kennedy-Flughafen wieder nach Deutschland starten.

Da ich Mon nicht überfordern wollte, schlug ich vor, dass wir uns am Freitagnachmittag nach ihrem Büroschluss am Eingang der St. Patrick’s Cathedreal treffen könnten und ich sie anschließend zum Mittagessen einladen würde, bevor sie am frühen Abend mit dem Bus zurück nach New Jersey fahren musste. Wir hätten uns auch am Wochenende verabreden können, aber da ich nicht wusste, ob Mon ihren Eltern oder anderen von unserer Bekanntschaft und unserem geplanten Treffen erzählt hatte, wollte ich sie nicht in eine Bredouille bringen. Außerdem war es mir wichtig, dass unsere erste Begegnung nicht als offensichtliches Date erschien, sondern den Anschein erweckte, eine ungezwungene Verabredung von zwei Freunden zu sein, die miteinander bei einem späten Mittagessen plauderten und danach wieder ihre eigenen Wege gingen. Bis auf eine Ausnahme, die ich als Zeichen deutete, dass Mon meine Absicht einer zwanglosen Verabredung teilte, war sie mit meinem Vorschlag einverstanden. Statt gemeinsam Mittag zu essen, schlug sie vor, einen Kaffee trinken zu gehen. Wunderbar. Damit konnte ich leben.

Am Dienstag vor meiner Abreise fragte mich Mon nach der Flugnummer der Maschine, mit der ich in Newark landen sollte, einen Tag darauf sendete sie mir ihre Handynummer. Ich hatte nicht erwartet, dass Mon so alltagstauglich war, wie sie es in den Tagen vor meinem Abflug nach New York City unter Beweis gestellt hatte.

Als ich am Mittwochnachmittag einen Spaziergang durch den Englischen Garten machte und zufällig an der Parkbank vorbeikam, auf der ich Fjollas rosa Lippen küsste, dachte ich an Melissa. Einerseits fand ich unsere Diskussionen anstrengend. Andererseits war dadurch eine gute Bekanntschaft entstanden. Und so verfestigte sich während des Spaziergangs meine Überzeugung, es wäre schade, wenn ich bei dieser Reise in die USA nicht auch Melissa treffen würde. Zu Hause setzte ich mich an meinen Computer und schrieb Melissa, ich sei am nächsten Wochenende beinahe in derselben Zeitzone wie sie, da ich in New York City „geschäftlich“ zu tun habe und nebenbei ein paar Freunde besuche. Eine Stunde später erhielt ich ihre Antwort:

„Das ist großartig. Du wirst lachen. Wir sind am nächsten Wochenende sogar in der gleichen Zeitzone. Ich bin nächste Woche zu einem Kongress in Washington D.C. eingeladen.“

Melissa fuhr fort, sie könne es nicht versprechen, aber vielleicht könne sie früher kommen und einen Flug nach New York City buchen. Die Chancen, dass Melissa reagierte, wie sie reagierte, hielt ich im Vorhinein für groß, war im Nachhinein, als ich ihre Nachricht gelesen hatte, aber doch überrascht, wie schnell eine Begegnung Realität werden könnte. Da ich, auch wenn dies nicht sonderlich wahrscheinlich gewesen wäre, verhindern wollte, dass sich Mons, Melissas und mein Weg in einer Straße in New York City kreuzte, was in unserer Ménage-à-trois zu Verwicklungen hätte geführt haben können, überlegte ich, wie ich diese Sorge beruhigen könnte.

Mir musste geschwind etwas einfallen, damit Melissa ihre Planungen für einen Besuch in New York City nicht zu weit trieb. Warum sich nicht in Washington D.C. treffen? Ich antwortete Melissa, es sei für mich kein Problem, mit dem Zug von der Pennsylvania Station nach Washington zu fahren. Und wenn sie ihren Flug umbuchen könne, dass sie früher ankomme, könnten wir uns treffen. Wenig später erhielt ich ihre Zustimmung und im Anhang gleich die Bestätigung ihrer Flugumbuchung. Also war der Sonntag für Melissa reserviert. Freitags traf ich Mon und samstags feierte ich meinen 30. Geburtstag. Abgemacht. In der letzten E-Mail um 22:31 Uhr schickte mir Melissa dann noch ihre Handynummer, für den Notfall.

Ich freute mich auf das kommende Wochenende. Den Koffer für meine Reise hatte ich noch nicht gepackt. Zumindest meine Kleider, die ich mitnehmen wollte, waren gebügelt. Gegen Mitternacht, nachdem ich das restliche Geschirr gespült, die Pflanzen gegossen und mich rasiert und geduscht hatte, lag ich im Bett und versuchte zu begreifen, dass ich in zwei Tagen Mon und in vier Tagen Melissa begegnen würde.

2

So angenehm das Flugzeug von der Startbahn in München abhob, so angenehm verlief der restliche Flug. Zwischen den Mahlzeiten versuchte ich mir vorzustellen, wie die Verabredungen mit Mon und Melissa verlaufen würden.

Diese Stippvisite in die USA unterschied sich von meinen vorherigen USA-Besuchen, die ich ausnahmslos zu meinem Onkel Walter nach Dallas unternahm. Bislang ging es immer nur darum, einen schönen Urlaub zu verbringen, die Unterschiede zwischen den USA und Deutschland, zwischen dem alternativen Lebensstil von Walter und dem bürgerlichen- von meinen Eltern zu vergleichen. Ich liebte Alternativen und da mir die USA während meiner Urlaubsreisen eine Alternative bot, mochte ich die USA. Der gesellschaftlichen Logik entsprechend folgte auf das Studium und den Eintritt ins Berufsleben die Ausschau nach einer Partnerin fürs Leben. Ich orientierte mich daran, ohne zu prüfen, ob mir diese Logik entsprach. Wage stellte ich mir vor, wie es sein könnte, mit einer Frau für lange Zeit zusammen zu sein, mit ihr eine Familie zu gründen, Vater zu werden. Ich ließ mich von den idealen Vorstellungen mitreißen und hatte eine Reise angetreten, deren bewegter Vorabend einen Vorgeschmack parat hielt, was mich in Zukunft erwartete. So sehr sich meine bisherigen Reisen in die USA von dieser unterschieden, in einem Punkt stimmten sie überein. Wieder ergab sich eine Alternative: die zwischen Mon und Melissa.

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