Leo Gold - Ein Umweg über Honolulu
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Obwohl einige Monate seit dem Ende ihrer Beziehung mit Paul vergangen waren, stimmte Melissa die Einladung zur Hochzeit auf Hawaii traurig. Sie hätte selbst längst gern verheiratet sein wollen und beabsichtigte, dies bald nachzuholen, um sich mit Isabel auf Augenhöhe zu bewegen und vor allem den ersten Fehlversuch mit Paul vergessen zu machen.
Nach Melissas Rückkehr in San Francisco sprach sie in einer E-Mail zielbewusst das Thema Heiraten an. Sie fragte, ob ich einmal heiraten wolle und diskutierte mit mir, was das beste Alter dafür sei. Nachdem ich ihr antwortete, dass ich gern heiraten würde, es aber nicht eile, spürte ich, wie Melissa ihren Mut verlor, sich eingehender mit mir über das Thema auszutauschen. Sie schreckte vor ihrer eigenen Initiative zurück und versicherte in der darauf folgenden E-Mail, bis sie 27 Jahre alt sei, wolle sie gern Kinder haben, weil ab diesem Alter die Fruchtbarkeit bei Frauen nachlasse. Aber vorläufig denke sie nur an ihre Karriere und ihre Zeit als Ärztin auf Hawaii.
Angesichts von Melissas Wunsch, zu heiraten, und der für sie immer noch ungeklärten Frage, welche Rolle Jesus in meinem Leben spielte, sowie wegen ihrer Skepsis, ob sie mit einem Katholiken, der für sie kein Christ war, überhaupt theoretisch eine feste Beziehung eingehen könnte, verlangsamte sich nach den Weihnachtsferien unser E-Mail-Kontakt und die Zukunft unserer Bekanntschaft wurde wieder unbestimmter.
Dieses Mal störte mich Melissas Zurückhaltung weniger. Zu Beginn des neuen Jahres hatte ich meine neue Stelle im Architekturbüro Schulz & Adler in München angetreten. Nach dem Ende meines Architekturstudiums und der daran anschließenden Promotion an der Ludwig-Maximilians-Universität in München dauerte es knapp ein Jahr, bis ich die Stelle fand. Eigentlich fand die Stelle mich. Denn eines Tages erhielt ich einen Anruf von einem Headhunter, der mir anbot, mich beim Architekturbüro Schulz & Adler zu bewerben.
Herr Schulz und Herr Adler waren zwei Koryphäen für Museumsbauten. Da die Erfüllung ihrer Aufträge ihre Arbeitskraft überstieg, suchten sie einen neuen Architekten. Mein Vorteil war es, dass ich mich während meiner Promotion auf dem Feld der Museumsarchitektur bewegt, parallel dazu bei Museumsbauprojekten mitgearbeitet und für den Abschlussentwurf meines Diplomstudiums einen Preis verliehen bekommen hatte. Es kreuzten sich also zwei Bedürfnisse, meines, endlich eine Anstellung zu finden, und das von Herrn Schulz und Herrn Adler, einen verlässlichen Partner für ihr Büro zu gewinnen. Ich setzte mich gleich hin und formulierte mein Bewerbungsschreiben.
Zwei Tage nachdem ich meine Unterlagen an Herrn Schulz gesandt hatte, erhielt ich von Herrn Adler, ich stand gerade in einer Regionalbahn nach München, einen Anruf. Er stellte sich vor und fragte, ob ich am kommenden Montag zu einem Bewerbungsgespräch zu ihm und Herrn Schulz ins Büro kommen könne. Ich mochte seinen Elan und sagte zu. Kurz bevor unser Telefongespräch endete, beeilte er sich noch, mir das Angebot zu machen, ich könne auch von meinem derzeitigen Wohnort aus arbeiten und müsse nur einmal pro Woche nach München kommen. Ich traute mich nicht, mich zu sehr über den aktuellen Stand des Bewerbungsprozesses zu freuen.
Nach dem Vorstellungsgespräch passierte, worauf ich lange gehofft hatte: Ich hatte meinen ersten Arbeitsplatz. Vom Anruf des Headhunters bis zur Vertragsunterzeichnung verging lediglich eine Woche. Ich verabredete mit Herrn Schulz und Herrn Adler, mein Arbeitsverhältnis im Januar zu beginnen.
Der losere Kontakt zu Melissa kam mir also wegen meines neuen Arbeitsplatzes und den mit ihm verbundenen Verpflichtungen gelegen. Auch eine zweite Entwicklung ließ mich Melissas Reserviertheit gut ertragen. Kurz bevor ich Melissa kennengelernt hatte, begegnete ich Mon auf einer US-amerikanischen Dating-Website für Katholiken. Mon war eine Inderin, die in New Jersey wohnte und in New York City arbeitete. Aus unserer anfänglichen Sympathie war ein vorsichtiges Gespräch entstanden.
Mon erzählte, dass sie als Einzelkind aufgewachsen sei. Ihr Onkel, der seit 20 Jahren mit seiner Familie in New Jersey wohnte, hatte hartnäckig versucht, Mons Mutter (seine Schwester) davon zu überzeugen, mit ihrer Familie ebenfalls in die USA auszuwandern. Erst hatten sich Mons Eltern gescheut, dieses Wagnis einzugehen. Je länger sie aber über die Möglichkeit nachgedacht hatten, wie der Großteil ihrer engsten Familie, auch in den USA zu leben, hatten sie sich zögernd mit dem Gedanken an eine Emigration angefreundet. Die Nierenkrankheit von Mons Vater, die nicht besser werden wollte, und Mons Wunsch, in den USA zu studieren, hatten den letzten Anstoß gegeben, ihr Leben in Indien gegen eines in den USA einzutauschen. Sobald Mon ihren Highschool-Abschluss in Kerala absolviert hatte, wurden die Vorbereitungen für die Reise in die neue Heimat getroffen.
Es brauchte eine Weile, bis Mons Vater durch Kontakte seines Schwagers als Büroangestellter bei der Stadtverwaltung eine Anstellung gefunden hatte. Ihm war ein Stein vom Herzen gefallen, als er den Brief gelesen hatte, in dem ihm zugesagt wurde, am ersten Tag des Folgemonats mit der Arbeit anfangen zu können. Jetzt war die Familie krankenversichert und Mon konnte sich an der nahe gelegenen Universität für das Fach Computerwissenschaften einschreiben. Auch für Mons Mutter hatte sich eine Chance ergeben, die ihre inneren Widerstände gegenüber den neuen Lebensumständen verkleinert hatte. Eine Nachbarin hatte ihr eine Stelle als Aufsicht in einem Museum für Völkerkunde vermittelt. Mons Mutter verdiente dort nicht viel, aber genug, um ihr Selbstbewusstsein zu stärken, auch wenn sie dies anfangs nicht zugeben wollte. Die Basis war gelegt, dass sich, wie für viele Einwandererfamilien in den USA, für Mons Familie der kleine US-amerikanische Traum, ein Auto, ein Einfamilienhaus und die Teilnahme am sozialen Leben, verwirklichen konnte.
Mon war es leicht gefallen, sich ihrer ungewohnten Umgebung anzupassen. Sie hatte ihr Studium ohne größere Schwierigkeiten abgeschlossen und hatte gute Aussichten, nicht lange warten zu müssen, bis auch sie ihr eigenes Einkommen verdiente. Mon hatte sich auf einen Arbeitsplatz beworben, mit dem ein lukratives Sozialpaket verbunden war. Zu ihrem Vorstellungsgespräch war sie mit dem Vorstadtzug nach New York City gefahren. In einem Wartezimmer der Versicherungsgesellschaft war sie aufgeregt gesessen und hatte versucht, ihre Selbstzweifel im Zaum zu halten. Wie sie ihre Mitbewerberinnen interessiert beobachtet und deren Hüften mit ihren verglichen hatte, schienen ihr ihre Hüften deutlicher den Verzehr von gezuckerten Donuts, Danishs, Sodas und Mashmallows zu zeigen als die ihrer Mitbewerberinnen. Sie hatte gezweifelt, ob ihre Hüften ein Nachteil beim Bewerbungsprozess sein könnten. Aber Mon hatte sich durchgesetzt und freute sich mit ihren Eltern über die Zusage. Wegen der Irritation, ihre Hüften wären rundlicher als die ihrer Mitbewerberinnen, die sie auch noch nach dem erfolgreichen Vorstellungsgespräch beunruhigt hatte, bat sie ihre Mutter, auch für sie das Mittagessen vorzukochen. Mit Hilfe der Umstellung auf ihre indischen Ernährungsgewohnheiten hatte Mons US-amerikanische Erscheinung bald wieder ihrer indischen- geähnelt. Ihre neue Linie und ihre erste Anstellung hatten sie ermutigt, sich auf die Suche nach einem Ehemann zu machen, dem nächsten Schritt in ihrer Biographie, wie er für indische Frauen vorgesehen war.
Nachdem mir Mon vertraut hatte, schrieb sie, dass sie bislang kaum Erfahrungen mit Männern gesammelt habe. Es war nicht schwer, sie gern anzuschauen. Sie kleidete sich auf dem Foto, das einzige-, das ich von ihr kannte, gemessen am Schnitt und den Farben ihrer Bluse, auffallend dezent. Deshalb überraschte es mich nicht, wie sie mir berichtete, einer ihrer Professoren habe sie in der Uni „Mauerblümchen“ genannt. Diese Charakterisierung passte zu ihrer Erscheinung ebenso wie ihre Überempfindlichkeit, von der ich gleich zu Beginn unseres Kennenlernens eine Kostprobe erhielt.
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