Leo Gold - Ein Umweg über Honolulu
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Melissa wiederholte ihre Argumente, weshalb für sie die voreheliche Sexualität nicht in Frage käme. Mir blieb diese Vorstellung fremd. Ich unterstellte Melissa, dass sie die sexuelle Enthaltsamkeit vor der Ehe nicht an sich hochhielt. Vielmehr glaubte ich, dass sie den Grundsatz nutzen wollte, Druck auf mich auszuüben, bald zu heiraten, um das kirchliche Gebot auf diese Weise zu umgehen. Da die Verkürzung der vorehelichen Beziehung und der sexuellen Enthaltsamkeit die Gefahr enthielt, schlecht auf die Ehe vorbereitet zu sein und deren Scheitern begünstigte, schrieb ich Melissa erneut die Gründe für meine gegensätzliche Auffassung. Ich zauderte, meine Antwort gleich zu versenden. Stattdessen machte ich einen Spaziergang.
Zurück an meinem Schreibtisch fügte ich meinen Gründen für die voreheliche Sexualität den folgenden Satz hinzu:
„Auch wenn ich anderer Meinung bin als du, ich respektiere, dass du vor der Ehe enthaltsam leben möchtest.“
Damit brachte ich das zweite Hindernis der Vertiefung unserer Beziehung ins Wanken, die Melissa unverzüglich niederriss. Sie beendete ihre Antwort mit der Zusammenfassung:
„Prima! Damit ist die letzte Hürde aus dem Weg geräumt. Es spricht für deinen Charakter, dass auch du auf Sex vor der Ehe verzichten möchtest.“
Melissa hatte meinem Satz die notwendige Drehung gegeben, damit er sich in ihr Konzept fügte. Vor dem Hintergrund der Unterscheidung zwischen „akzeptieren“ und „respektieren“ hatte ich Melissa geschrieben, ich würde ihre Auffassung „respektieren“, was nicht bedeutete, dass ich sie „bejahte“ oder „teilte“ oder „akzeptierte“. Vielmehr wollte ich die Auseinandersetzung über das leidige Thema beenden. Überrascht, nun kurz davor zu stehen, eine feste Beziehung mit Melissa zu beginnen, wollte ich mehr Zeit gewinnen. Ich antwortete ihr:
„Ja, das zweite Problem scheint gelöst zu sein. Aber wir haben noch gar nicht darüber gesprochen: Was bedeutet für dich eine feste Beziehung?“
Für ein paar Tage, in denen wir uns darüber austauschten, welche Erwartungen wir an eine feste Beziehung stellten, konnte ich die Entscheidung hinauszögern. Als mir Melissa schließlich versichert hatte, dass in den USA wie in Deutschland eine feste Beziehung nicht bedeutete, ein Heiratsversprechen abzugeben, gab ich mir den letzten Ruck:
„Sieht so aus, dass wir alle Hürden aus dem Weg geräumt haben.“
So nüchtern begann die feste Beziehung zwischen Melissa und mir.
Bei unserem ersten Gespräch als Liebespaar saß Melissa in San Francisco in ihrem Studentenwohnheim am Schreibtisch. Wir nutzten ein Computerprogramm, bei dem wir gleichzeitig telefonieren wie uns über die Webcam sehen konnten. Hinter Melissa erblickte ich einen Palmbaum, der vor ihrem Fenster stand und von dem zwei Palmblätter in das geöffnete Fenster hineinragten. Ansonsten füllte Melissas Kopf und ein Teil ihres Oberkörpers das restliche Kamerabild aus. Während dieser kurzen Unterhaltung, bei Melissa war es sieben Uhr morgens und sie hatte in einer halben Stunde ein Tutorium für das Abschlussexamen zu besuchen, mussten wir uns zunächst daran gewöhnen, uns das zweite Mal nach unserem Treffen in Washington D.C. zu sehen. Eigentlich hatte ich vor, mit Melissa über den Beginn unserer festen Beziehung zu sprechen. Aber ich musste mich erst an ihr Kameragesicht gewöhnen und verarbeiten, dass sie tatsächlich in San Francisco am frühen Morgen in ihrer Wohnung saß und mit mir abends in München telefonierte. Auch Melissa schaute zunächst skeptisch und schien mein Kameragesicht mit dem wirklichen-, das sie für ein paar Stunden in Washington D.C. gesehen hatte, zu vergleichen.
Melissa trug ein weißes T-Shirt, das das Emblem ihrer Universität zeigte. Verschlafen schaute sie aus ihren Augen. Wir begannen über Alltägliches zu sprechen. Es war schwer, am frühen Morgen die Stimmung für ein romantisches Gespräch zu erzeugen. Nach einer Pause, in der wir nicht wussten, was wir sagen sollten, machte Melissa Anzeichen, als könnte ich nun zum romantischen Teil übergehen. Aber die Morgensonne von San Francisco und die wenigen Minuten, die uns blieben, bevor Melissa zu ihrem Prüfungstutorium aufbrechen musste, hemmten mich. Also schwieg ich und blickte Melissa fragend an, worauf sie sagte:
„Es ist wirklich schade, dass ich gleich los muss. Macht es dir etwas aus, wenn ich meine Sachen für das Tutorium zusammenpacke?“
„Kein Problem.“
Melissa begann laut zu denken und ich hörte ihr dabei zu:
„Heute erhalten wir Tipps, wie wir uns am besten für die Prüfungssituation vorbereiten. Ein Ziel des Examens ist es, uns in Stress zu setzen, um zu sehen, wie wir unter den im Krankenhaus üblichen Bedingungen arbeiten. Das theoretische Wissen kann ich aus dem Effeff und die praktischen Übungen dürften auch kein Problem sein. Aber dieser Stresstest. Ich spüre jetzt schon Panik. Hoffentlich weiß Ronald, das ist unser Tutor, ein paar gute Tipps, wie wir uns beruhigen können. Allein der Gedanke daran, na ja, ich muss mir einfach ein paar Ratgeber zur Stressbewältigung kaufen und wenn ich die gelesen habe, wird es schon gehen. Jetzt brauche ich noch meinen Geldbeutel. Wo ist mein Geldbeutel?“
Melissa schaute frontal in die Kamera und fragte:
„Bist du noch dran?“
Ehe ich etwas antworten konnte, war sie schon wieder aus dem Bild verschwunden. Ich sah nur noch das Fenster mit den zwei hineinragenden Palmblättern.
„Hier ist mein Geldbeutel. Gott sei Dank! Ich hatte schon gedacht, er sei weg. Erst vor drei Monaten habe ich ihn verloren. Und das war ein Aufwand, bis ich meine Papiere wieder hatte. Weil ich nicht lange auf sie warten wollte, habe ich die kostspieligere Variante gewählt, 150 Dollar gezahlt und bin somit bevorzugt behandelt worden. Das war vielleicht ein Stress. Ach, hier sind meine Autoschlüssel und, da ich gerade auf die Weltkarte schaue“,
Melissa drehte ihre mobile Kamera herum und zeigte mir die Weltkarte, die sie an der Wand über ihrem Schreibtisch befestigt hatte, und fuhr fort:
„Ich hab’ wunderbare Neuigkeiten. Nachdem ich die süße Antwort von dir gelesen habe, hab’ ich gleich in meinen Kalender geschaut. Und ob du es glaubst oder nicht, ich habe zwischen meinen Abschlussprüfungen und der offiziellen Abschlussfeier, bei der ich mein Diplom überreicht bekomme, fünf Tage frei. – Ich werde zu dir nach München fliegen.“
Bevor ich überlegen konnte, wie ich auf Melissas Ankündigung reagieren sollte, sagte sie:
„Freust du dich? Ich kann es kaum erwarten, dich wieder zu sehen!“
„Ja, prima. Das ist eine Überraschung. Klar freue ich mich, dass du zu mir kommst. – Ich muss natürlich Herrn Schulz fragen, ob ich mir die Woche frei nehmen kann. Aber ich hoffe, dass das kein Problem ist.“
„Super. Dann werde ich gleich heute Abend, wenn ich vom Tutorium zurückkomme, online gehen und günstige Tickets suchen. Warte, das ist dann mitten in der Nacht bei dir. Gut, ich werde dir die Flugdaten einfach per E-Mail senden.“
Mittlerweile saß Melissa wieder auf dem Stuhl vor ihrem Schreibtisch und frisierte ihre Haare. Von ihrer Müdigkeit war nichts mehr zu sehen.
„Ich muss jetzt wirklich gehen, dass ich nicht in den Stau reinfahr’.“
Melissa wartete einen Augenblick. Und ich beeilte mich, um Tschüss zu sagen, damit sie nicht wieder das erste Wort hatte.
„Yep. Alles Gute und bis bald, Sweetie“,
waren Melissas letzte Worte.
Dass meine Vermutung, die ich Martin erzählte, ich traue Melissa zu, sich in ein Flugzeug zu setzen und mich in München zu besuchen, so schnell Wirklichkeit wurde, erstaunte mich dann doch. Da ich erst seit kurzem in meine neue Wohnung eingezogen war, setzte mich Melissas Ankündigung, sie komme in der ersten Maiwoche nach Deutschland, unter Druck. Bis dahin sollte ich die Wohnung gemütlich eingerichtet haben. Da ich selbst problemlos in einem Provisorium leben konnte, sah meine Wohnung dementsprechend aus. Ferner musste ich Herrn Schulz fragen, ob ich mir in der Woche Urlaub nehmen dürfte, und musste außer meinen Eltern, meiner Schwester sowie Martin und Katharina erzählen, wer mich besuchen kam. An diesem Abend wollte ich mich aber noch einmal entspannen.
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