Christopher Bilk - Schwesterchen Zorn
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In Gestalt einer verführerischen Frau raubt es reiche Männer auf brutale Weise aus. Nach der Tat verschwindet es spurlos und macht einem anderen Platz, der ihre Beute im Rekordtempo wieder verprasst.
Eine extravagante Geschichte voller Witz und deftiger Sprache.
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Bitris kennt Hydra seit sieben oder acht Sommern. Er trifft sie jedes Jahr über die sechs warmen Monate hinweg beinahe täglich. Sie haben denselben Geschmack, was Vergnügungen aller Art, Mitfeiernde und gastronomische Betriebe angeht. Er steigt seit sieben oder acht Sommern regelmäßig in ihr grellrot lackiertes Angeberauto, das jedes Jahr ein anderes ist, und ihn wahnsinnig aufregt, weil er seit vor dem Kriege schon ein altes Pennermodell vor der Tür stehen hat, und er kocht jedes Jahr vor Wut über Hydras Art, ihren verdammten Reichtum exakt so zur Schau zu stellen, wie er das eigentlich verdientermaßen mit seinem eigenen Reichtum hätte tun müssen. Müssen. Hätte müssen. Hätte eventuell können müssen. Wenn was wie anders wäre. Wenn könnte. Nicht kann. Könnte! Beschissener Reichtum der anderen.
”Wo soll es schon hingehen? Dahin, wo was los ist”, sagt Bitris lässig, schnäuzt in seinen letzten Zehn-Euro-Schein und wirft ihn in die Gosse. Eine lächerliche Geste. Pathetisch, lustlos, nichtssagend. Er hätte natürlich mindestens in einen Tausend-Euro-Schein schnäuzen müssen.
Wie schon in den letzten sieben, acht Sommern steigt er zu ihr ein. Zu Hydra. In das Angeberauto. Kochend vor Wut. Aber was muss, das muss. Wie sonst sollte er standesgemäß in den bewussten Lokalitäten vorfahren? Im Schlurf? Im Schlurf?? Nee, dann lieber Hydra, die ja auch recht ansprechend ist und stets geil und, wie gesagt, seinen Geschmack von Sonne teilt. Der Gurt legt sich automatisch um seinen Astralleib. Im Sitz versenkte Massagestäbe geben eine anregende Anusmassage. Duftdüsen überdecken den quarzenden Auspuffdunst. Wirklich ein schönes Auto.
Hydra fährt los. Neunhundert PS. Die Karre bleibt nur auf der Straße, weil hinten Bleigewichte im Kofferraum liegen. Sie fragt nicht mehr, wohin es gehen soll. War sowieso nur eine rhetorische Frage von ihr. Um diese Zeit, zu dieser Stunde, zieht es einen nur zu einem Ort. Zu Armand d’Ors Place des Belles, dem Absolutely-Must-Go-Essential-In-Laden, dem gigantisch eleganten, frech hochüberteuerten, krass angesagten Drink-In, wo sich ab Punkt neun Uhr so unfassbar originelle Leute einfinden, dass der Laden an keinem Tag nicht in der Zeitung steht.
Dort hat Bitris noch einen Schuldendeckel über zwölftausend Euro liegen. Vom letzten Sommer. Zwölftausend. Versoffen an einem Abend des Müßiggangs. An einem Abend des Abtörnens, des bangen Starrens auf den vom Himmel herabstürzenden Spätherbst. Auf der kalten Schwelle des Winters. An einem Abend voller Melancholie, Todesahnungen, Müdigkeit. An einem Abend, an dem man eben säuft.
Dieser Abend im letzten Jahr, der ist genau das Gegenteil von dem gewesen, was ihn heute erwartet. Denn heute beginnt der Sommer!
Das Armand d’Ors Place des Belles liegt am Rande der Stadt. Der Gebäudekomplex, in dem das Amüsierzentrum untergebracht ist, ist von Meisterhand in einen Hang gefügt, der sich wegen einer unmittelbar darunter befindlichen Magmakammer jedes Jahr um einen Meter hebt. Das Haupthaus ist geformt wie eine Kugel. Rundum an den Außenmauern strahlen im Abstand von einer Handbreit nebeneinander aufgereihte Zwanzigtausend-Watt-Scheinwerfer in alle Richtungen des Universums. Ihr Bedarf an Energie wird durch eine Erdwärmekraftkoppelungsanlage modernster Bauart gedeckt, die solange effektiv arbeitet, wie die Magmakammer noch nicht in die Luft geflogen ist. Aber auch für die Zeit danach ist gesorgt. Mit den gigantischen Summen, die über die Vorbestellungen und Tischreservierungen zu diesem Event - Entladung der Magmakammer mit der Sprengkraft von 30 Milliarden Tonnen TNT - aus aller Welt eingegangen sind, kann sich Armand d’Or eine neue Magmakammer auffüllen lassen.
Das Haupthaus des Place des Belles wurde im Zentrum einer Ansammlung kleinerer Anbauten errichtet, die wie die Planeten um die Sonne kreisen. Es sind genau zehn Anbauten, die nach den Planeten dieses Sonnensystems benannt sind. Einziges Manko ist, dass der Architekt in Ermangelung astronomischer Grundkenntnisse zehn Planeten-Bauwerke errichtet hat statt nur neun. Dafür war dann allerdings seine Rechnung astronomisch.
Die zehn Anbauten kreisen selbstverständlich tatsächlich um die Sonne. Um das Haupthaus nämlich, das ‚La Soleil‘ heißt. Armand d’Or ist ein großer Anhänger der französischen Kultur und Ludwigs des Vierzehnten. Und er ist ein Anhänger des Sommers und der Sonne. La Soleil gleißt strahlend hell in der Flanke des Sonnenbergs, der sich majestätisch über die Wohnsiedlung von Bitris‘ Bruder wölbt. Man kann als Gast des Place des Belles bei einem Drink und Melonenpüree von der gläsernen Terrasse aus mit grausem Entsetzen auf diese Siedlung hinabblicken.
Mitten durch die überdachte Outdoor-Lounge des Place des Belles führt die sechsspurige Flanierstraße, die man bei seiner Ankunft, je nach Repräsentationswert der Karosse, ein oder mehrere Male durchfahren kann, bevor man den Parkplatz ansteuert. Im Halbkreis um den Parkplatz herum, vor eisernen, stromführenden Gittern, harrt ein erwartungsvolles Publikum der eintreffenden, illustren Gäste, um immer wieder in beeindrucktes Gemurmel und verzückten Jubel auszubrechen.
Hydra durchfährt die Flanierstraße dreimal, bis sie sicher ist, dass auch der letzte Gast ihr edles Gefährt als Panchart de Luxe erkannt und bewundert hat. Sie lässt dabei ein Gelblicht auf dem Dach flackern, um ihre Ankunft kundzutun, grüßt überaus zurückhaltend einige hochgestellte Bekannte, die es sich bereits bequem gemacht haben. Derweil lässt Bitris locker den Arm aus dem Fenster hängen, tut, als gehörte das Auto ihm, obwohl er weiß, dass alle wissen, dass das Auto ihm nicht gehört. Aber er tut zumindest so, als wüsste er, wie es ist, wenn ihm dieses Auto gehören würde.
Hydra steuert den Parkplatz an, der einige Schritte von der Outdoor-Lounge entfernt ist, und lässt den Motor ersterben.
”Und was machen wir nachher?” fragt sie Bitris mit lüsternem Blick aus blaugestylten Augen. Es gehört selbstverständlich zum unverrückbaren Ritual des Sommers, dass man bereits kurz nach der Ankunft bei einem Event schon die nächste Party im Sinn haben muss. Und nebenbei ist es unabdingbar, dem jeweiligen Gegenüber die eigene Überlegenheit dadurch zu demonstrieren, dass man ihn ausschließlich als Sexualobjekt ansieht.
Ihre Hand lastet demgemäß schwer auf seinem Schoß und hinterlässt einen Eindruck vom Gewicht ihrer Armreifen. Sie fühlt anerkennend das sich regende Ergebnis seiner letztjährigen Penisverlängerung beim anerkanntesten Penisverlängerer der Stadt, Doktor Knut Sebastian Maria Lucien Á-La-Longue. Dessen sensible und dabei atemberaubend kostspielige Kunstfertigkeit macht aus so manchem Würmchen im Nu einen kapitalen Dinosaurier. Man trägt dieses Jahr lang.
”Achtundzwanzig Zentimeter”, sagt Bitris lässig und schnippt durch das Wagenfenster seine Zigarettenkippe vor die Füße des livrierten Kippensammlers.
”Ich bin beeindruckt”, rief Hydra. Wovon sie beeindruckt ist, sagt sie nicht, sondern steigt aus.
Die Welt ist wieder in Ordnung, denkt sich Bitris. Der Tanz beginnt von neuem. Noch schneller, noch heißer, noch irrwitziger als letztes Jahr. Noch schwüler und aufreizender soll er werden. Noch lebendiger und aufwühlender als jeder andere Tanz, den er bisher getanzt hat. Es lebe der Sommer. Es lebe Knut Sebastian Maria Lucien Á-La-Longue. Es lebe seine kleine Schwester, die unermüdliche Beschafferin von Barmitteln für seinen niemals versiegenden Geldverschwendungstrieb.
Angefüllt mit einem ungeheuren Amüsierdrang grinst er über das ganze Gesicht, lockert sich hoffnungsvoll das Gemächt und blickt erwartungsvoll den beiden goldbetressten Trägern entgegen, die zügig mit der Gästesänfte herbeigeeilt kommen.
Es ist voll im Place des Belles. Jeder ist da. Tout le monde. Jeder ist gekommen, der zu der erlesenen Elite des Sommers zählt. Jeder! Und Bitris ist dabei. Dabei! Es ist mal wieder eine absolut gigantische Party. Die erste dieses Sommers.
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