Lisa Kohl - Auf den Wolf gekommen

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"Nach zweihundert wolflosen Jahren war er plötzlich wieder da."
Wäre der Wolf der Wildkamera nicht unmittelbar vor die Linse gelaufen, hätte er womöglich einen friedlichen Winter erlebt, unentdeckt und unbehelligt. Und auch die Einwohner Mühlenbachs, die mit der bevorstehenden Bürgermeisterwahl und dem obligatorischen Klatsch und Tratsch ohnehin genug zu tun hatten, wären wolflos glücklich gewesen. Aber das Schicksal hatte – wie so oft – andere Pläne…
Eine diplomatische Wolfsexpertin, ein verträumter Kneipenwirt und ein junger Nachwuchsbürgermeister, der alles lieber möchte als Bürgermeister zu werden, versuchen zwischen dem Wolf und den empörten Mühlenbachern zu vermitteln.
"Ein fabelhaftes Lesevergnügen!"

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Das sollte sich allerdings ändern als gegen Ende der Woche, die von hitzigen Diskussionen und erstaunlich vollen Waldwegen geprägt gewesen war, eine junge Wolfsforscherin den Waldläufer betrat. Draußen regnete es fürchterlich. Laut prasselten die Tropfen gegen die dünnen Fensterscheiben und ganz plötzlich stand die junge Frau mit triefendem Regenmantel und zwei Koffern, von denen jeder fast ebenso groß war, wie die Frau selbst, in der Stube und wischte sich das Regenwasser aus dem Gesicht.

„Verzeihung, aber das ist ja ein verflixt beschissenes Wetter, dass Sie hier haben.“, sagte sie in die Runde.

Bast, der gerade einen Teller seiner heutigen Suppenkreation vor Norbert Brandt abgestellt hatte, drehte sich so abrupt um, dass er den Löffel, den er noch in der Hand hielt, Brandt in die Schulter rammte.

„Aua!“

„Hallo“, grüßte Bast die fremde Frau, ließ Norbert Norbert sein und ging auf sie zu. Er kam nicht umhin auf den ersten Blick zu bemerken, was ihre melodiöse Stimme ihm schon suggeriert hatte: Sie war wirklich außergewöhnlich hübsch.

„Hey! Mein Löffel!“, rief Brandt vergeblich hinter ihm her.

„Guten Abend, hallo.“, grüßte die fremde Frau erneut. „Ich habe mich gefragt, ob ich hier wohl was zum Essen bekomme. Ich bin gerade erst angekommen, wie man…wie man unschwer erkennen kann.“ Sie deutete auf ihre beiden triefnassen Ungetüme auf Rollen und zupfte sich ein paar nasse, braune Haarsträhnen aus dem Gesicht. „Und dann wollte ich Sie fragen, wo denn das nächste Hotel hier in der Gegend ist. Ich konnte online keins finden, das nicht mindestens fünfzehn Kilometer entfernt ist und das, naja, ist schon ziemlich weit und da dachte ich vielleicht existiert ja eine Unterkunft, die online nicht zu finden ist. Falls es sowas noch gibt.“

Bast öffnete den Mund und schloss ihn wieder, wie ein Fisch, als Norbert Brandt wütend durch die Stube brüllte: „Winkelmann! Mein Löffel!“

„Ähm, vielleicht gehen Sie erst und bringen dem…dem netten Herrn sein Besteck?“, fragte die Frau, begleitet von einem freundlichen Lächeln und einer leicht hochgezogenen Augenbraue.

Bast riss sich von dem Anblick der jungen Frau los und brachte dem Bauern, der mittlerweile rote Wutflecken im Gesicht bekommen hatte, seinen Löffel zurück. Er riss ihn förmlich aus Basts Hand und schnaubte verächtlich. „Mein Gott, Mann, reiß dich zusammen. Noch nie ne Frau gesehen, oder was?“, brummte Brandt und begann seine Suppe zu essen.

Die Frau hatte ihre Koffer unterdessen in eine freie Ecke neben der Theke geschoben und sich mangels freier Tische einfach auf einen der Barhocker an der Theke gesetzt. Als Bast zu ihr zurückkehrte, studierte sie gerade aufmerksam die Bieretiketten auf der Zapfanlage.

„So“, sagte Bast. „Entschuldigen Sie, jetzt bin ich ganz für Sie da. Ich kann Ihnen die Tagessuppe anbieten, rote Linsen mit gerösteten Haselnüssen und getrockneten Tomaten. Ich habe aber auch noch Brot da und Käse, wenn Ihnen das lieber ist.“

„Linsensuppe klingt hervorragend.“

„Und was darf es zu trinken sein?“

„Sie haben ja wirklich eine erstaunliche Auswahl“, stellte sie fest.

„Für jeden was dabei, hoffe ich“, murmelte Bast bescheiden.

„Dieses hier interessiert mich. Wolfsbräu? Ein interessanter Name, woher kommt das Bier denn? Da habe ich noch nie von gehört“

Bast lief leicht rosa an, während die alte Gerda, die wie immer an ihrem Stammplatz direkt neben Bonnies Körbchen saß, verächtlich in ihre Schaumkrone schnaubte.

„Ach, eine lokale Spezialität“, erklärte Bast knapp, ehe Gerda etwas sagen konnte. Als sich in den vergangenen Tagen nach den Zeitungsberichten über den Wolf im Winterswald der Wandertourismus schlagartig vermehrt hatte und die meisten der Besucher, mangels Alternativen, im Waldläufer einkehrten, hatte Bast kurzerhand beschlossen, eines seiner Biere umzutaufen. Das Bier, ein recht gewöhnlich schmeckendes, helles Pils, das vorher fast gar nicht geflossen war, fand seitdem rasanten Absatz, vor allem bei den Wochenendwanderern, die in der Hoffnung, den Wolf zu Gesicht zu bekommen, nach Mühlenbach pilgerten. Aber das wollte Bast der fremden Frau nicht unbedingt auf die Nase binden.

„Ich nehme eins“, sagte die Frau. „Ach, oder was ist das hier?“

„Das ist englischer Cider. Apfelschaumwein. Kann ich sehr empfehlen.“

„Sie machen es einem aber auch nicht unbedingt leicht“, beschwerte sie sich lachend. „Da weiß man ja gar nicht, was man probieren soll.“

„Sie müssen wohl nochmal wiederkommen“, sagte Bast und zwinkerte ihr zu.

Oh Mann! , dachte er, innerlich stöhnend. Warum zur Hölle zwinkerte er ihr denn zu? Was sollte sie denn jetzt von ihm denken?

Die Frau lachte. „Das werde ich bestimmt. Ich bin wahrscheinlich etwas länger hier. Habe ich mich eigentlich vorgestellt? Ich heiße Abelina Nowak.“

Sie hielt ihm eine kleine, zarte Hand entgegen, die Bast vorsichtig ergriff, die aber, wie er erstaunt feststellte, ganz ordentlich zupacken konnte. „Schön, Sie kennenzulernen, Abelina Nowak. Sebastian Winkelmann, aber Sie können mich auch Bast nennen, das machen eigentlich alle hier.“

„Dann können Sie mich Lina nennen. Und dann können wir eigentlich auch Du sagen, oder was meinen Sie?“

Bast brachte Lina ihre Suppe und selbstgebackenes Brot, dazu schenkte er ihr ein Glas Cider aus und wenig später noch ein Zweites. Danach musste er sich zu seinem Missvergnügen erstmal um seine restlichen Gäste kümmern und bekam nur am Rande mit, wie die alte Gerda von ihrem Barhocker herunterkletterte, um einen Platz weiter zu rutschen und Lina in ein Gespräch zu verwickeln. Er spitzte die Ohren, bekam aber nur bröckchenweise mit, was gesagt wurde und ärgerte sich schwarz darüber, dass er das Anstellen einer Aushilfe, das er eigentlich längst hatte in Angriff nehmen wollen, immer wieder vor sich hergeschoben hatte.

„Und? Was treibt Sie nach Mühlenbach?“, fragte Gerda gerade, als Bast das obligatorische Gläschen Korn für Wolfgang Kiebeler einschenkte.

„Die Arbeit fürchte ich.“

„Ach ja?“

„Ja, ich bin für ein Projekt tätig, das Gemeinden bei dem Erstkontakt mit Wölfen unterstützt. Ihr Bürgermeister hat mich angefordert.“

„Ach? Sie kennen sich also mit Wölfen aus?“

Bast brachte Kiebeler seinen Korn und eilte zurück zur Theke, wurde aber auf dem Weg dorthin von Peter Schünemann festgehalten, der mit seiner lauten dröhnenden Stimme das verhältnismäßig leise Gespräch an der Theke übertönte. Als er wieder am Zapfhahn stand, sah er wie sich die Augenbrauen der alten Gerda unwillig zusammenzogen.

„…für ein Projekt?“

„Es wird von Herrn Professor Weiher geleitet. Haben Sie von ihm gehört? Er ist ein großer Wolfskenner und ein erfahrener Forscher…“

„Junge, lass mich mit der Plörre in Ruhe!“ Bast schreckte auf, als Peter Schünemann ihn anpampte und ihm das Glas Ale unverzüglich wieder in die Hand drückte. „Muss ich mir mein Kreuztaler etwa selbst zapfen?“

„Nein, schon gut. Bleib auf dem Teppich“, murmelte Bast und kehrte hinter die Theke zurück. Er konnte nur wenige Augenblicke des Gesprächs zwischen Lina und der alten Gerda verpasst haben, aber als er zu ihnen herüber sah, zeterte Gerda mit hochrotem Kopf und schnappte schon nach Luft, während Lina sie mit aufgerissenen Augen und beschwichtigenden Gesten zu beruhigen versuchte.

„Vermitteln? Ich vermittle Ihnen jetzt mal was! Meine Enkeltochter fürchtet sich davor in den Kindergarten zu gehen, weil sie Angst davor hat, dass der Wolf sie auffrisst. Seit fünf Tagen schläft sie nicht mehr, hat ständig Alpträume! Ich übrigens auch. So ein Wolf, das ist ein Raubtier, falls Sie das nicht wussten! Wenn da ein vierjähriges Mädchen am Waldrand spielt, was hält ihn denn davon ab, es sich einzuverleiben? Was wollen Sie denn da vermitteln? Glauben Sie etwa, das Vieh hört Ihnen zu?“

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