Lisa Kohl - Auf den Wolf gekommen

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"Nach zweihundert wolflosen Jahren war er plötzlich wieder da."
Wäre der Wolf der Wildkamera nicht unmittelbar vor die Linse gelaufen, hätte er womöglich einen friedlichen Winter erlebt, unentdeckt und unbehelligt. Und auch die Einwohner Mühlenbachs, die mit der bevorstehenden Bürgermeisterwahl und dem obligatorischen Klatsch und Tratsch ohnehin genug zu tun hatten, wären wolflos glücklich gewesen. Aber das Schicksal hatte – wie so oft – andere Pläne…
Eine diplomatische Wolfsexpertin, ein verträumter Kneipenwirt und ein junger Nachwuchsbürgermeister, der alles lieber möchte als Bürgermeister zu werden, versuchen zwischen dem Wolf und den empörten Mühlenbachern zu vermitteln.
"Ein fabelhaftes Lesevergnügen!"

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„Beeindruckender Auftritt“, begrüßte sie ihn und hob eine Augenbraue auf diese Weise, wie es nur Elly konnte.

„Was sagst du zu meiner Rede?“, fragte Engel, schlenderte zum Sideboard, auf dem seine brandneue Jura stand und stellte eine schwarzglänzende Espressotasse unter den Ausgießer. „Willst du auch einen?“

„Immer“, antwortete Elly. „Und zu deiner ersten Frage, ich habe wegen dieses Lärms nichts verstanden.“

Engel brachte ihr einen Espresso, garniert mit einem langen Kuss. Elly war der faszinierendste Bestandteil seines neuen Lebens. Mit Elly hatte Engels Verwandlung erst so richtig begonnen. Der erste Abend und die erste Nacht, die sie miteinander verbracht hatten, war der Vorabend seines fünfzigsten Geburtstags gewesen. Sie war eine Frau, die nicht leicht zu durchschauen war. In einem Moment konnte sie hart und kalt sein, wie Marmor, im nächsten weich und schmiegsam wie eine Hauskatze. Sie war – das konnte Engel mit Sicherheit sagen – die einzige Frau – ja, der einzige Mensch! – den er je verehrt hatte. Ihm war voll und ganz bewusst, dass er kein einziges seiner Ziele erreicht hätte, wenn Elly nicht gewesen wäre. Ohne Elly wäre er nichts, aber mit ihr war ihm kein Berg zu hoch, kein Stein zu schwer, sie war seine Muse und sein Motor, sein Engelchen und sein Teufelchen. Schlauer, gerissener, verführerischer als jedes Loblied sie je hätte besingen können.

Als sein Espresso fertig war, schritt er, mit der Tasse an den Lippen, ans Fenster, hinter dem die Dämmerung langsam einsetzte. Die Vorhänge waren nicht zugezogen, wenn also jemand zufällig zum Haus hinaufschauen würde, würde derjenige Engels nackten Körper sicher sehen können. Aber warum sollte er sich nicht zeigen? Er hatte in den vergangenen sechs Monaten gute zehn Kilo abgenommen und deutliche Muskeln zeichneten sich an Bauch und Bizeps ab. Das Feierabendbier hatte er komplett gestrichen, stattdessen gab es Gemüse und Hähnchenbrustfilet mit ordentlich Tabasco. Einen Apfel statt Fritten, Wasser statt Limo. Er war ein neuer Mensch geworden, ein besserer Mensch und das einzige, was ihm sauer aufstieß, war der Fakt, dass er verdammte fünfzig Jahre darüber hatte werden müssen!

„Eine Rede ist schön und gut“, sagte Elly hinter ihm. „Ich bin sicher, dass sie wie immer sehr gelungen ist, aber trotzdem wird sie nicht reichen.“

„Nein, ich weiß.“

„Ich hab mir ein paar Gedanken gemacht.“

„Dann raus damit.“

„Was weißt du über taktische Kriegsführung?“, fragte Elly. Ihr neckender Tonfall brachte Engel dazu, sich umzudrehen.

„Worauf willst du hinaus?“

„Immer mehrere Eisen im Feuer haben, das ist das Geheimnis. An mehreren Stellen gleichzeitig angreifen, und zwar nicht nur von vorne, mein Lieber, wo es jeder mitbekommt…, sondern von den Seiten, von hinten, aus den Schatten heraus. Du musst sie überraschen, deine Gegner, sie da treffen, wo es ihnen richtig wehtut, wo sie gar nicht erst mit einem Schlag rechnen.“ Elly stand auf und ging langsam auf ihn zu. „Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt. Auch gezinkte Karten. Und du weißt ja, was des Zauberkünstlers größte Macht ist, nicht wahr?“

„Was ist des Zauberkünstlers größte Macht?“, fragte Engel flüsternd.

„Die Ablenkung natürlich“, antwortete Elly und schlang ihre schlanken Arme um seinen Hals. „Pass gut auf…“

Es war spät in der Nacht als Engel sich noch einmal an seinen Schreibtisch setzte, die Papiere zur Seite schob und seine nackten Füße überkreuz auf der Tischplatte ablegte. Elly war vor einer Stunde gegangen und Engel fiel es zusehends schwerer, ohne sie einzuschlafen. Neben seinen Füßen lag die Rede, mit der Hand hingeschmiert auf weiße Blätter in einer Art inspiriertem Irrsinn. Während er sie in der vergangenen Nacht geschrieben hatte, hatte Engel kurz gedacht, dass er die Papiere am nächsten Morgen ungelesen in den Mülleimer würde werfen müssen. Dann hatte er es aber doch gewagt, sie zu lesen und zu seiner eigenen Überraschung für absolut brillant gehalten. Natürlich ging es um den Wolf. Er war dieser Tage das einzige Thema, das die Mühlenbacher interessierte. Mit der mangelhaften Ausstattung des Waldkindergartens würde er keinen Blumentopf mehr gewinnen. Die Rede war sorgsam komponiert. Eine gute Portion Fakten und Zahlen, die Seriosität und solide Recherche nahelegten, dabei den Bürger aber immer im Fokus. Eine Prise Emotion, ein kurzer, aber schlagkräftiger Seitenhieb auf die Waltherscheids (er durfte sein Blatt nicht überreizen) und am Ende die Offensive! Da spielte er seinen Vorteil aus und nahm die Position ein, die der amtierende Bürgermeister gar nicht einnehmen konnte , die den Mühlenbachern aber auf der Zunge lag: Der Wolf muss weg!

Nachdem Engel sich davon überzeugt hatte, dass jedes Wort an der passenden Stelle saß, dachte er noch einmal über Ellys Schlachtplan nach und grinste in das Schummerlicht seiner Schreibtischlampe hinein. Gleich morgen würde er seine Armee aufstellen, bestehend aus der alten Gerda, Norbert Brandt und – wenn er sich denn überzeugen ließe – Wolfgang Kiebeler. Sie waren die lautstärksten und bekanntesten Wolfsgegner. In den vergangenen Tagen hatten sie schon einigen Radau veranstaltet, in den richtigen Kanälen und mit den richtigen Werkzeugen ausgestattet, würden sie die perfekte Ablenkung erzeugen, die Engel und Elly brauchten, um ihren Zaubertrick aufzuführen, ohne enttarnt zu werden.

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