Angelika Godau - Maimorde

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Ich saß seit einer gefühlten Ewigkeit im Wartezimmer von Doktor Brandt und bemühte mich, die Gespräche um mich herum zu überhören. Schwangerschaftserbrechen, Komplikationen bei Geburten oder Stillprobleme waren nicht wirklich meine Lieblingsthemen. Also stellte ich die Ohren auf Durchzug und konzentrierte mich auf die Autozeitung, die sicherlich ein Jahr alt war.
Auch in «Maimorde» hat Detlev Menke es nicht leicht. Wieder einmal findet er eine Leiche, und das kommt selbst seiner Freundin, der taffen Oberkommissarin Tabea Kühn, verdächtig vor. Handelt es sich bei dem Toten doch um den Ehemann der Frau, mit der ihn mehr als eine flüchtige Bekanntschaft verbindet.

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„Ach ja, könnte ich nicht? Nun, ich könnte zum Beispiel deinem Mann erzählen, was du so treibst. Ich glaube nicht, dass er begeistert wäre, zu erfahren, dass seine Frau ihm mit seinem besten Freund Hörner aufsetzt.“

„Erzähl es ihm ruhig, das ist mir völlig wurscht. Meinst du, ich weiß nicht, dass er seine Sprechstundenhilfen vögelt, wann immer er noch einen hochkriegt? Dieser Scheißkerl, zu Hause nur am Jammern über hundert Wehwehchen, aber draußen kann er seine Hose nicht zu lassen. Also bitte, erzähl´s ihm, bin gespannt, wie er reagiert.“

Julia lächelte amüsiert und strich sich mit einer Hand eine Strähne ihrer langen, schwarzen Haare hinter das Ohr, die sich aus der Spange gelöst hatte.

Unvermittelt sprang Melanie auf und packte ihre Freundin an beiden Oberarmen.

„Julia, ich warne dich! Lass deine Finger von meinem Mann oder du wirst es bereuen “

Julia lachte, befreite sich aus dem Griff und ging hinüber zur Bar.

„Du bist doch echt paranoid, ich mache dir mal einen Drink, vielleicht kannst du danach wieder klar denken. Du klingst wie in einem Kitschroman. „Lass die Finger von meinem Mann, oder du wirst es bereuen … wie albern ist das denn?“

„Dir wird das Lachen noch vergehen. Ich habe dich gewarnt, Roger ist mein Mann und das wird er auch bleiben.“

„Ach ja, wird er das? Dann will ich dir jetzt mal etwas sagen. Ich bin nicht Mutter Theresa, und nur weil du hier rumheulst oder mir drohst, werde ich mich nicht ändern. Bisher habe ich Rücksicht auf dich genommen, weil du meine Freundin bist und mir leidgetan hast, aber nach deinem heutigen Auftritt ist damit Schluss. Andreas ist ein beschissener Ehemann und ich habe es schon lange satt, mich von seinen weiblichen Angestellten von oben herab behandeln zu lassen, nur weil er mal wieder eine von ihnen gevögelt hat. Ich habe es satt, mit einem alternden Mann verheiratet zu sein. Nein, Melanie, ich werde bald vierzig und will noch etwas von meinem Leben haben. Ich werde es nicht mit einem Kerl verbringen, der mit immer jüngeren Frauen zu beweisen versucht, dass er die ewige Jugend gepachtet hat. Und dein Roger hat mir gerade erst gestern gesagt, wie sehr er die Schnauze von dir und deinen peinlichen Auftritten voll hat. Da ist es doch nicht so abwegig, wenn man sich irgendwann zusammentut, oder?“

Ein Glas in der Hand, drehte sie sich lächelnd zu ihrer Besucherin um. Der Schlag kam derart unerwartet, dass es ihr nicht gelang, die Hände schützend vor ihr Gesicht zu reißen. Melanie schlug mit der Faust zu und traf Julias Nase, aus der sofort ein Schwall Blut herausschoss.

„Bist du denn total irre?“, heulte sie auf, rannte Richtung Badezimmer, und hinterließ eine tropfende rote Spur auf dem edlen Marmorboden.

Als sie endlich die Blutung gestillt hatte und zurück ins Wohnzimmer kam, war Melanie weg. Sie ließ sich schwer in einen Sessel fallen und dachte darüber nach, was sie jetzt tun sollte.

Als sie vor acht Jahren den angesehenen Gynäkologen und Klinikchef Doktor Andreas Brandt geheiratet hatte, war sie mit Melanie schon seit einer Ewigkeit befreundet gewesen. Man sah sich weiterhin häufig, aber die ehemals fröhliche und unkomplizierte Freundin veränderte sich von Mal zu Mal und keineswegs zu ihrem Vorteil. Die alte Vertrautheit war längst verschwunden. Trotzdem hatte sie nie vorgehabt, etwas mit Roger anzufangen, das hatte sich einfach irgendwann ergeben. Sie war nicht verliebt in ihn, aber er war unterhaltsam, attraktiv und befriedigte zumindest ihr körperliches Verlangen, was Andreas schon lange nicht mehr tat.

Früher, als sie noch die Geliebte gewesen war, hatte er sich Mühe gegeben, war aufmerksam und großzügig. Fünf Jahre hatte sie da bereits als Sprechstundenhilfe bei ihm gearbeitet. Hatte miterlebt, wie seine zweite Ehe den Bach runterging und ihn getröstet. Dabei war er wahrlich nicht ihr Traummann, kleiner und über 20 Jahre älter als sie. Außerdem waren da die Verpflichtungen gegenüber zwei Exfrauen und drei Kindern, die sie alle deutlich spüren ließen, dass man keine Freunde werden würde.

Nun war er also erneut dabei, sie gegen eine Jüngere auszutauschen. Männer waren so einfach gestrickt, so leicht zu durchschauen. Sie wusste es schon lange, kannte alle seine lächerlichen Ausreden schließlich aus eigener Erfahrung. Er lief wie ein verliebter Gockel herum und bildete sich ein, sie würde es nicht merken. Seine neueste Eroberung war gerade Mitte zwanzig und hatte mit Sicherheit keine Ahnung, was auf sie zukam. Pah, im Grunde genommen tat sie der Frau einen Gefallen, wenn sie dafür sorgte, dass die sich nicht diesen alternden Typen ans Bein band.

Sie erhob sich und machte sich an die Arbeit, den verschmutzten Boden zu reinigen.

-5-

„Ach komm, ich konnte es meiner Mutter einfach nicht abschlagen. Außerdem finde ich das immer noch leichter zu ertragen, als ein gemeinsames Abendessen nur mit Walter.“

Tabea war not amused, als ich sie bat, mich am Abend zu einer Gartenparty der Dürkheimer Honoratioren zu begleiten.

„Bitte, Deti, was soll ich da? Außer dir und deiner Familie kenne ich keinen, oder was noch schlimmer wäre, ich kenne einen, den ich schon mal verhaftet habe. Das könnte durchaus peinlich werden.“

„Unsinn, da sind nur hoch anständige Anwälte, Bankiers, Winzer, Ärzte und ein besonders hochanständiger Privatdetektiv“, versuchte ich sie zu überzeugen. „Wir müssen ja nicht lange bleiben, nehmen Alli mit, verschwinden nach zwei Stündchen und gehen dann händchenhaltend durch den Kurpark. Das kannst du mir doch nicht abschlagen.“

„Okay, ich komme mit, zwei Stunden, nicht länger. Du weißt, Smalltalk der Superreichen vertrage ich nicht besonders gut, davon kriege ich Plaque. Hoffentlich gibt es was Vernünftiges zu essen und kein Sushi, ich hasse das Zeug. Müssen wir Blumen mitbringen, oder was?“

„Das erledigt bestimmt meine Mutter, ich habe heute Mittag schon eine Kiste Sekt mitgenommen. Die dürfte jetzt allerdings weniger gut gekühlt als gut gerüttelt sein. Egal, ich glaube nicht, dass die Kreutzers auf unseren Sekt zurückgreifen müssen, damit ihre Gäste nicht verdursten. Du musst dich auch nicht ins kleine Schwarze werfen, Understatement ist angesagt.“

„Also gut, ich werde es überleben, bis nachher. Grüß Alli von mir“, flötete meine schöne Oberkommissarin ins Telefon und drückte mich weg. Tabea war eine Powerfrau, klug wie Einstein, witzig wie Loriot und schön wie … nein, dafür gab es überhaupt keinen Vergleich. Ich konnte sie stundenlang ansehen und bekam nie genug. Die kurzen schwarzen Locken, die strahlenden Augen, ihr schön geschwungener Mund, der so gern lachte, sie war einfach mega und ich nach wie vor davon überzeugt, mit ihr den absoluten Hauptgewinn gezogen zu haben. Sie konnte aber auch anders, davon hatte ich schon einige Kostproben bekommen. Wenn sie sich nicht ernst genommen oder übergangen fühlte, oder ich mich wieder einmal ungefragt in ihre Angelegenheiten eingemischt hatte, dann spuckte sie förmlich Feuer und schlug mit Worten gnadenlos zu. Ihr Sarkasmus war messerscharf und traf immer zielgenau dahin, wo es am meisten wehtat.

***

An die einhundert Personen verteilten sich bereits im großen Garten der Kreutzers, als Tabea und ich eintrafen. Alli hielt ich an sehr kurzer Leine, denn seine Nase zeigte bereits verdächtig in Richtung Buffet. Ein erster Blick überzeugte mich davon, dass es keine Wünsche übrigließ. Zum Glück gab es neben eisgekühltem Champagner auch frisch gezapftes Bier und eine angesagte Band sorgte zusätzlich für gute Stimmung. Auf einem der runden Bistrotische standen etwas verloren einige Geschenke, die meisten der Anwesenden waren offenbar dem Wunsch des Geburtstagskindes nachgekommen, für eine soziale Einrichtung zu spenden. Das enthob sie der Frage, was man jemandem schenken sollte, der bereits alles hat. Ich stellte trotzdem die mitgebrachte Kiste dort ab, auch wenn ich mich dabei ein bisschen wie der arme Verwandte fühlte.

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