Angelika Godau - Maimorde

Здесь есть возможность читать онлайн «Angelika Godau - Maimorde» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Maimorde: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Maimorde»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Ich saß seit einer gefühlten Ewigkeit im Wartezimmer von Doktor Brandt und bemühte mich, die Gespräche um mich herum zu überhören. Schwangerschaftserbrechen, Komplikationen bei Geburten oder Stillprobleme waren nicht wirklich meine Lieblingsthemen. Also stellte ich die Ohren auf Durchzug und konzentrierte mich auf die Autozeitung, die sicherlich ein Jahr alt war.
Auch in «Maimorde» hat Detlev Menke es nicht leicht. Wieder einmal findet er eine Leiche, und das kommt selbst seiner Freundin, der taffen Oberkommissarin Tabea Kühn, verdächtig vor. Handelt es sich bei dem Toten doch um den Ehemann der Frau, mit der ihn mehr als eine flüchtige Bekanntschaft verbindet.

Maimorde — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Maimorde», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

„Was macht man denn in Ihrem Beruf so?“, fuhr er fort. Untreuen Ehemännern hinterherlaufen?“

„Manchmal auch untreuen Ehefrauen“, entgegnete ich langsam, als ein Tritt von Julia mein Schienbein traf. Ich verstummte verblüfft, da sah ich den Blick, den die beiden Frauen wechselten. Oha, was ging denn hier ab? Ich unterbrach mein Geplänkel mit dem Hausherrn und wandte mich an Melanie.

„Ich wollte Ihnen eigentlich nur gratulieren, möchte Sie aber nicht stören. Also, herzlichen Glückwunsch und …“

„Sie stören doch nicht“, unterbrach Melanie mich. Vielen Dank, das ist sehr freundlich von Ihnen. Kennen Sie meine Freundin Julia? Julia Brandt?“

Ich schaute Julia an, die mit strahlendem Lächeln nickte.

„Ja, wir sind alte Freunde und ich freue mich sehr, ihn heute Abend endlich mal wieder zu treffen. Komm, Deti, lass uns ein bisschen über alte Zeiten plaudern. Ihr entschuldigt uns doch?“

Damit griff sie meinen Arm und zog mich mit sich fort zu einem leeren Tisch.

„Was ist denn in dich gefahren?“, begehrte ich zu wissen, als wir ihn erreicht hatten. „Alte Freunde ist vielleicht doch etwas übertrieben, oder?“

„Findest du?“ Sie lächelte verführerisch. „Ich habe unser letztes Zusammentreffen durchaus freundschaftlich in Erinnerung, du etwa nicht?“

„Äh, lass mich kurz überlegen …

nein, eher nicht. Du hast mich aus dem Fenster gejagt, weil dein Mann nach Hause kam. Ich hätte mir fast den Hals gebrochen und danach bist du nie wieder ans Telefon gegangen. Ist es das, was du unter freundschaftlich verstehst?“

„Na ja, ist vielleicht ein bisschen dumm gelaufen, lag aber nicht an dir. Jetzt hör zu, Menke, du bist doch Detektiv und damit genau das, was ich gerade brauche. Ich will dich nicht mit Details langweilen, aber ich bin mir sicher, dass mein Mann mich mit seiner Sprechstundenhilfe betrügt. Jetzt, in diesem Augenblick, sonst wäre er nämlich hier. Ich will, dass du zu seiner Praxis fährst und ihn sozusagen mit runtergelassener Hose erwischst. Davon brauche ich ein Foto, möglichst von beiden.“

„Das geht nicht, ich kann hier nicht weg, ich bin mit meiner Freundin hier.“

„Darüber würde ich mir nicht so viele Gedanken machen, die ist beschäftigt und bis sie merkt, dass du ihr fehlst, bist du längst wieder zurück.“

Ich folgte ihrem Blick und sah Tabea inmitten einer ganzen Schar von Leuten stehen. Sie lachte gerade und schien sich prächtig zu amüsieren.

„Okay, ich mach´s, aber wenn dein Mann da wirklich mit seiner … also, der wird mir kaum ohne Hose die Tür öffnen. Wie komme ich rein?“

„Damit?“ Julia grinste und hielt mir einen einzelnen Schlüssel hin. „Den habe ich mir in weiser Voraussicht schon vor langer Zeit machen lassen, man weiß ja nie, wozu frau Dinge mal gebrauchen kann. Andreas ahnt davon natürlich nichts. Wenn du also ganz leise bist, bemerken dich die Akteure vermutlich gar nicht. Umso größer ist später die Überraschung.“ Sie lachte und schüttelte die langen Haare über ihre Schulter nach hinten.

Frauen, dachte ich, man kann als Mann einfach nicht vorsichtig genug sein, streckte die Hand aus und nahm ihr den Schlüssel ab.

„Okay, dann mal bis gleich. Sollte ich nicht zurückkommen, bin ich erwischt und auf den gynäkologischen Stuhl gefesselt worden.“

Sie antwortete nicht, tippte sich nur beredt mit einem Finger an die Stirn.

Ob Tabea oder sonst irgendjemand bemerkte, dass ich die Party verließ, weiß ich nicht, zurück hielt mich jedenfalls niemand. Alli war ausnahmsweise bereit, mich ohne Widerstand zu begleiten, vermutlich war ihm vom vielen Saumagen übel.

***

Knapp zehn Minuten später parkte ich gegenüber der Klinik von Doktor Brandt, deren Fenster tatsächlich hell erleuchtet waren. Ansonsten war der Gebäudekomplex dunkel.

Ich schaute einmal die Straße rauf und runter, aber niemand war zu sehen. Perfekt! Ich überquerte die Fahrbahn, fummelte den Schlüssel aus der Hosentasche, aber bevor ich ihn ins Schloss stecken konnte, wurde mir von innen geöffnet und ein Mann kam heraus. Er hatte es offensichtlich eilig, denn er stieß mich fast um. Kopfschüttelnd schaute ich ihm nach, wie er Richtung Römerplatz davoneilte.

Hoffentlich war das nicht der Ehemann von Brandts augenblicklicher Flamme, dachte ich amüsiert, während ich die Treppe in den 1. Stock hochstieg.

Diesmal öffnete mir niemand die Tür und ich benutzte den Schlüssel, öffnete geräuschlos und beglückwünschte mich dazu, heute Morgen meine Mutter begleitet zu haben. So kannte ich doch die Örtlichkeit bereits einigermaßen. Alles war totenstill und das hätte mich misstrauisch machen sollen.

Im Wartezimmer war niemand, hinter dem ausladenden Counter auch nicht, auch das erste und zweite Untersuchungszimmer waren leer.

Leise öffnete ich die Tür zum Sprechzimmer und sah Doktor Brandt hinter seinem Schreibtisch sitzen. Er war allein und in seiner Stirn klaffte ein kreisrundes Loch.

Es schien mein Schicksal zu sein, dass ich ständig über Leichen fiel. Meine Gedanken rasten, wie sollte ich das nun wieder Tabea erklären und wen als erstes anrufen? Ich entschied mich für die 110, erklärte der Beamtin wer ich war, wo ich war, warum ich da war und was ich zu melden hatte. Versprach, mich nicht vom Fleck zu rühren und drückte dann Tabeas Nummer.

-8-

„Nicht Sie schon wieder, das gibt es doch überhaupt nicht!“ Werner Harber, Leiter der Dürkheimer Polizeiinspektion war der erste, der mit zwei Beamten eintraf.

„Eigentlich müsste der Kriminaldauerdienst hier sein, aber die sind alle Mann im Einsatz, daher wurden wir als ohnehin tätig werdende Fachdienststelle angefordert. Schlaf wird ja ohnehin völlig überbewertet.“

Erst eine halbe Stunde später kam auch die Spurensicherung mit Claudia Hähnel an der Spitze.

„Wenn Menke irgendwo auftaucht, ist eine Leiche nicht weit, ist bei uns schon ein geflügeltes Wort. Haben Sie den umgebracht oder wieder nur rein zufällig gefunden?“

Hähnel war die Leiterin des Erkennungsdienstes, scharfäugig, spitzzüngig, sarkastisch und brillant in ihrem Job. Das hatte ich bereits mehrfach hautnah miterleben dürfen.

„Was machst du denn hier, Menke? Ich dachte, du bist mit Tabea auf einer Schickimicki-Party. Hat sie jedenfalls vorhin erzählt.“ Norman Sand, Tabeas Kollege, war ebenfalls eingetroffen und sprach über die Schulter, während er sich in einen Schutzanzug quälte.

„Waren wir auch, aber da habe ich eine alte Freundin getroffen und die …“

„Alt stimmt, aber ob Freundin es trifft, kann ich noch nicht sagen, auf alle Fälle ist besagte Dame die Ehefrau des Toten. Vorausgesetzt, es handelt sich bei der Leiche um Doktor Andreas Brandt.“

Tabea war natürlich bereits da und ihrem Tonfall nach zu urteilen, sauer auf mich.

„Ist er“, bestätigte ich. „Ich habe ihn heute Morgen kurz kennengelernt und kann ihn daher zweifelsfrei identifizieren.“

„Du gehst zum Gynäkologen?“ Sands Gesicht war ein einziges Fragezeichen und er drehte sich zu Tabea um. „Oder warst du, ich meine, wart ihr …?“

„Klapp den Mund wieder zu, Sand, und hör auf zu spekulieren. Ich war hier noch nie.“

„Nein, nein“, warf ich schnell ein, „ich habe meine Mutter begleitet, weil sonst keiner Zeit hatte, darum war ich hier und seine Frau kenne ich flüchtig von früher.“

„Wie flüchtig, das wirst du nachher zu Protokoll geben“, unterbrach meine Freundin mich und wandte sich an einen jungen Beamten, der etwas unsicher an der Tür stehengeblieben war.

„Fahren Sie bitte zu den Kreutzers und holen Sie Frau Brandt. Sagen Sie ihr aber noch nichts, das übernehmen wir.“

Der Mann nickte und verschwand schnell die Treppe hinunter.

„Kann ich das nicht übernehmen? Ich meine, ich kenne sie schließlich und ich habe ja auch ihren Mann gefunden, außerdem bin ich auf ihren Wunsch hierher gefahren?“

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Maimorde»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Maimorde» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Maimorde»

Обсуждение, отзывы о книге «Maimorde» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x