Angelika Godau - Maimorde

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Ich saß seit einer gefühlten Ewigkeit im Wartezimmer von Doktor Brandt und bemühte mich, die Gespräche um mich herum zu überhören. Schwangerschaftserbrechen, Komplikationen bei Geburten oder Stillprobleme waren nicht wirklich meine Lieblingsthemen. Also stellte ich die Ohren auf Durchzug und konzentrierte mich auf die Autozeitung, die sicherlich ein Jahr alt war.
Auch in «Maimorde» hat Detlev Menke es nicht leicht. Wieder einmal findet er eine Leiche, und das kommt selbst seiner Freundin, der taffen Oberkommissarin Tabea Kühn, verdächtig vor. Handelt es sich bei dem Toten doch um den Ehemann der Frau, mit der ihn mehr als eine flüchtige Bekanntschaft verbindet.

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Nach einem Blick in ihr Gesicht hatte er sich ihr zugewandt und ungeduldig gesagt: „Melanie, ich meine das bitter ernst.

Es ist schon schlimm genug für mich, dass ich nie Vater werden darf, keinen Erben für eine so renommierte Kanzlei wie die unsere habe, aber noch schlimmer wäre es … Mensch, Melli, jetzt tu doch bloß nicht so, als würdest du nicht verstehen, wovon ich rede. Du bist Alkoholikerin und solltest du es tatsächlich noch schaffen, ein Kind zu bekommen, wäre es vermutlich geistig behindert. Welch eine Ironie des Schicksals. Wir hätten zwar einen Erben und doch wieder nicht. Nein, schlag dir das aus dem Kopf und lass uns dieses Thema ein für alle Mal beenden.“

Sie hatte genickt und versucht, ihn erneut zu stimulieren, aber er hatte sie abgewehrt, sich umgedreht und war wortlos eingeschlafen. Gedemütigt, zurückgewiesen und wütend war sie aufgestanden, hinunter ins Wohnzimmer gegangen und hatte eine halbe Flasche Wodka geleert.

Als ihre Regel ausblieb, hatte sie das nicht weiter beunruhigt, aber als auch zwei Wochen über die Zeit hinaus nichts passierte, war sie schließlich ins entfernte Neustadt gefahren und hatte in drei verschiedenen Apotheken je einen Schwangerschaftstest gekauft. Verständnislos hatte sie auf der Toilette einer Autobahnraststätte gesessen und auf die positiven Ergebnisse gestarrt. Panisch hatte sie Andreas Brandt angerufen und um einen umgehenden Privattermin gebeten. Warum sie das getan hatte, warum sie nicht zu einem anderen Arzt gegangen war, verstand sie danach selbst nicht mehr.

Sie hätte mit seiner Reaktion rechnen müssen, aber musste er gleich den Teufel an die Wand malen, bevor er überhaupt etwas wusste? Warum hatte er nicht einfach die Klappe halten können? Warum hatten nicht all die vielen Ärzte, zu denen Roger sie geschleppt hatte, einfach die Klappe halten können? Was wussten die denn? Nichts wussten die und doch hatten sie in ihren weißen Kitteln hinter ihren Scheißschreibtischen gesessen und sie gedemütigt. Alle hatten so getan, als sei Kinderkriegen die naturgegebene Pflicht einer jeden Frau. Kein einziger von ihnen schien zu begreifen, dass die Fähigkeit, etwas zu können, nicht die Verpflichtung enthält, es auch zu tun. Keiner erwähnte, dass die Welt ohnehin schon überbevölkert war und sie daher nur vernünftig. Nein, sie taten, als sei es eine Tragödie und heuchelten Mitgefühl. Nur wegen dieser Verlogenheit hatte sie angefangen zu trinken, weil sie sich so unverstanden und verraten gefühlt hatte.

Und dabei hatte es all die vielen Jahre überhaupt nicht an ihr, sondern an Roger gelegen. An ihrem, ach so tollen Ehemann, der ihre beste Freundin fickte. Der mit ihr jetzt kein Kind mehr wollte, nachdem er ihr Leben mit diesem Wunsch zerstört, und sie in den Alkohol getrieben hatte. Der die Frechheit besaß, sie zurückzuweisen und zu beschimpfen, es war alles seine Schuld. Wenn dieses Kind jetzt nicht gesund war, auch das, allein seine Schuld. Hätte er sie nicht wie Dreck behandelt, wäre sie trocken geblieben. Nun konnte sie nur hoffen, dass es dem Baby nicht geschadet hatte und Brandts düstere Prophezeiungen Unsinn waren. In ihrer Angst und Verwirrung hatte sie zuerst Björn und später Torben angerufen. Sie hatte einfach mit Menschen reden müssen, denen sie vertraute. Jemand musste verhindern, dass ihr Mann mit wilden Spekulationen beunruhigt wurde. Andreas konnte ihr viel von Schweigepflicht erzählen, darauf würde sie sich nicht verlassen. Er blieb eine Bedrohung und ihre Aufgabe war es, sich und ihre kleine Familie zu schützen. Das hatte höchste Priorität, erst danach kam ihre Rache an Julia.

Sie erhob sich, ging ins Bad, duschte und wusch sich die Haare. Gerade als sie ihre Strümpfe anzog, kam ihr die Idee, wie sie alles, was notwendig war, miteinander verbinden konnte.

-4-

Der Architekt, der das Haus am Ende der langen Auffahrt geplant hatte, musste ein Liebhaber des „alten Südens“ gewesen sein. Es wirkte mit den vielen Säulen und Stuckverzierungen, als habe man es direkt aus Georgia in die Pfalz versetzt. Anstelle der Baumwolle war es allerdings von Wein umgeben.

Melanie rannte fast auf das Haus zu, betätigte energisch den schweren, bronzenen Türklopfer und trat ungeduldig von einem Fuß auf den anderen. Es war unangenehm heiß in der Sonne, dabei war erst April und sie für die herrschenden Temperaturen zu warm angezogen.

Julia Brandt, die nach einer ganzen Weile die Tür öffnete, passte perfekt in das sie umgebene Ambiente. Eine Frau, nach der sich die Männer umdrehten, auch wenn der etwas zu häufige Einsatz von Botox ihr hübsches Gesicht bereits etwas maskenhaft wirken ließ. Auch die frisch aufgespritzten Lippen wirkten aus der Nähe eher wund und aufgedunsen, als besonders sexy. Das exklusive Outfit betonte ihre schlanke Figur und ihren üppigen, vermutlich Silikon-gefüllten Busen. Sie verzog den Mund zu einem Lächeln, das nicht bis zu den scharfen grauen Augen reichte.

„Melanie, was machst du hier? Die Party ist doch erst heute Abend.“

Sie machte keine Anstalten, den Türrahmen freizugeben und die Besucherin hereinzubitten.

Die schien die Ablehnung nicht wahrzunehmen, lächelte ihrerseits knapp und antwortete: „Lass mich rein, ich muss mit dir reden.“

Auch wenn im Umkreis von einigen hundert Metern kein Nachbarhaus stand, schaute sie sich misstrauisch um. Keine Menschenseele war zu sehen, die endlosen Wingerte der Pfalz lagen ruhig und friedlich in der Sonne.

„Ich muss mir dir reden“, wiederholte sie dringender, „außerdem ist mir heiß.“

Sie griff sich an die Stirn und stützte sich mit der anderen Hand an der Hauswand ab.

„Um Himmels Willen, du bist ja ganz rot im Gesicht, bestimmt zu hoher Blutdruck. Also, komm rein, ich hole dir ein Glas Wasser oder einen Schnaps, wenn dir das lieber ist. Wenn du willst, kann ich auch Andreas anrufen, damit er schnell kommt.“

„Nein, bloß das nicht, wehrte Melanie ab, „es geht gleich wieder.“

Sie ließ sich in einen der im Wohnzimmer verteilten, futuristisch aussehenden Sessel fallen und stützte den Kopf in die Hände.

„Ist dir übel oder was ist los? Musst du dich übergeben?“ Julia Brandt wirkte eher besorgt um ihren edlen Marmorboden als um ihren Gast.

„Hör auf so zu tun, als läge dir was an meiner Gesundheit, die ist dir völlig egal.“ Melanie richtete sich in ihrem Sessel auf und starrte Julia feindselig an. „Ich weiß, dass du mit Roger schläfst. Meine beste Freundin seit der Schulzeit, will mir meinen Mann ausspannen. Ich habe dir vertraut wie keinem anderen Menschen und du hattest nichts Besseres zu tun, als hinter meinem Rücken meinen Mann zu ficken.“

Julia wurde blass und für einen Augenblick geriet sie aus der Fassung, hatte sich aber schnell wieder unter Kontrolle.

„Aha, dann weißt du es also. Woher? Hat Roger es dir gesagt oder hast du es selber rausgefunden? Ja, stimmt, ich schlafe mit deinem Mann, aber tu bitte nicht so, als sei das ein Verbrechen. Dazu gehören immer noch zwei, und ich habe deinen Roger ganz sicher nicht gezwungen, er tut das nur allzu gern und gänzlich freiwillig. Was soll´s? Du hattest deine Flaschen, deinen Mann brauchtest du doch gar nicht mehr. Andere Männer wären viel früher fremdgegangen, und Roger hat es an Gelegenheit wirklich nicht gemangelt. Eigentlich verdankst du es mir, dass er überhaupt noch mit dir verheiratet ist.“

„Aber natürlich“, der Hohn in Melanies Stimme war unüberhörbar. „Du fickst also aus reiner Freundschaft zu mir mit meinem Mann, nur um meine Ehe nicht zu gefährden? Na klar, was sonst? Erzähl mir keinen Scheiß, du bist eine verlogene Schlampe, und wenn du versuchen solltest, mir meinen Mann wegzunehmen, dann wirst du mich kennenlernen.“

Julia verdrehte die Augen und lachte laut auf.

„Ich will deinen Roger doch gar nicht, mir reicht ein Ehemann, der mich nervt. Aber glaub mir, wenn ich es drauf anlegen würde, du könntest überhaupt nichts dagegen tun.“

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