Angelika Godau - Maimorde

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Ich saß seit einer gefühlten Ewigkeit im Wartezimmer von Doktor Brandt und bemühte mich, die Gespräche um mich herum zu überhören. Schwangerschaftserbrechen, Komplikationen bei Geburten oder Stillprobleme waren nicht wirklich meine Lieblingsthemen. Also stellte ich die Ohren auf Durchzug und konzentrierte mich auf die Autozeitung, die sicherlich ein Jahr alt war.
Auch in «Maimorde» hat Detlev Menke es nicht leicht. Wieder einmal findet er eine Leiche, und das kommt selbst seiner Freundin, der taffen Oberkommissarin Tabea Kühn, verdächtig vor. Handelt es sich bei dem Toten doch um den Ehemann der Frau, mit der ihn mehr als eine flüchtige Bekanntschaft verbindet.

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Er hatte sich von ihr abgewandt und geantwortet, sie sei frigide, ihre Eier längst vertrocknet und ihm sei die Lust, sie zu ficken, schon lange vergangen. Jede Katze könne Junge kriegen, nur sie kein Kind. Er hatte sein Bettzeug gepackt und war aus dem gemeinsamen Schlafzimmer ausgezogen.

Zuerst war sie erleichtert gewesen, aber mit der Zeit ertrug sie diesen Zustand immer weniger. Sie würde sich scheiden lassen, in ihren Beruf zurückkehren, endlich das tun, was sie gern tat. Sie brauchte die Kreutzers nicht, keinen von ihnen. Mit jedem Glas nahm ihre Entschlossenheit zu, aber wenn sie am nächsten Morgen verkatert und mit höllischen Kopfschmerzen aufwachte, verließ sie der Mut. Von ihrem früheren Selbstbewusstsein, ihrem Vertrauen in sich selbst, war nichts mehr übriggeblieben. Sie fühlte sich leer und diffus schuldig. Das war so unerträglich, dass sie immer größere Mengen Wodka brauchte. Irgendwann kam ihr der Verdacht, Roger schliefe mit anderen Frauen. Darüber hatten sie mehr als nur einen hässlichen Streit gehabt. Sie hatte geweint und geschrien, er geleugnet. Als er sie dabei erwischt hatte, wie sie seine Manteltaschen nach Beweisen durchsuchte, hatte er gedroht, sie in die Psychiatrie einweisen zu lassen. Sie leide unter Paranoia, sei hysterisch und er habe sie langsam endgültig satt. Er stieß sie zurück, wenn sie taumelnd und lallend versuchte, ihn zu verführen. Seine angewiderten Blicke taten ihr körperlich weh, aber aufhören zu trinken konnte sie schon lange nicht mehr. Immer öfter gelang es ihr nicht einmal, in der Öffentlichkeit den Schein aufrecht zu erhalten.

Ausgerechnet am 70. Geburtstag ihres Schwiegervaters war es dann zum Eklat gekommen. Während der Feier im Golfclub, zu der aus dem Nichts heraus auch Torben erschienen war, hatte sie sich mit Roger gestritten. Ein Wort hatte das andere ergeben, und ein Wodka war dem nächsten gefolgt, bis sie irgendwann schwer betrunken über ihre eigenen Füße gefallen und nicht mehr hochgekommen war. Am Boden liegend hatte sie Roger lallend angeklagt, eine andere zu haben. Alle Gäste hatten es mitbekommen und betreten zugeschaut, wie ihr Mann sie hochgezogen und zum Auto geschleppt hatte.

Zwei Tage später fuhr er sie in eine elegante, diskrete, und weit entfernt von Bad Dürkheim liegende Klinik. Es war ihre erste, vierwöchige Entziehungskur. Außer Torben, der zu ein paar kurzen Besuchen gekommen war, hatte sie niemanden von der Familie zu sehen bekommen.

„Ach Veilchen, jedes Mal, wenn ich nach Deutschland komme, ist weniger von der Frau übrig, die ich gekannt habe. Willst du dich umbringen, oder was wird das? Hör auf mit der Sauferei, nimm dein Leben wieder selbst in die Hand und ergreif die Flucht. Mach´s wie ich, hau ab, bring möglichst viele Kilometer zwischen dich und den Kreutzerclan. Ich helfe dir, du musst es nur sagen.“

Sie hatte ihm zugehört, genickt und gewusst, dass sie nicht mehr die Kraft finden würde, etwas zu ändern.

Auch der Erfolg des Entzugs hatte nicht lange angehalten, schon zwei Wochen nach ihrer Entlassung war sie rückfällig geworden. Rogers Schweigen, die bösen Blicke ihrer Schwiegermutter und jeder Blick in den Spiegel waren zu viel für sie gewesen. Sie traute sich kaum noch aus dem Haus, mied jeden Kontakt, trank oft bis zur Bewusstlosigkeit. Ihr Aussehen war ihr längst gleichgültig, sie ließ sich gehen, lief in ausgebeulten Jogginghosen und schlabbrigen T-Shirts herum. Obwohl sie kaum noch regelmäßige Mahlzeiten kannte, nahm sie Kilo um Kilo zu. Roger sah sie nur noch selten, er ging früh aus dem Haus, wenn sie noch ihren Rausch ausschlief und kam zurück, wenn sie längst wieder lallend auf ihrem Bett lag. Jahre waren so vergangen und dann hatte Roger ihr eröffnet, dass er sich scheiden lassen würde.

„Das weißt du doch selbst“, hatte er gesagt, „unsere Ehe ist am Ende. Wir haben keine Kinder und uns nichts mehr zu sagen. Meine Eltern sind verzweifelt, weil es keinen Erben für die Kanzlei gibt, und ich will mir nicht den Rest meines Lebens ihre Vorwürfe anhören müssen. Du bist glücklich mit deinen Flaschen, du wirst mich daher kaum vermissen. Ich werde dich finanziell nicht hängen lassen, das versteht sich von selbst. Allerdings knüpfe ich das an die Bedingung, dass du aus dieser Gegend verschwindest. Wir haben genug Mandanten durch dein peinliches Benehmen in der Öffentlichkeit verloren.“

Schweigend hatte sie ihm zugehört. Sie wusste, dass nichts, was sie jetzt sagen konnte, ihn umstimmen würde. Sie hatte bereits zu viel getrunken und in ihrem Kopf herrschte Chaos. Erst am nächsten Morgen war sie in der Lage gewesen, den Kampf aufzunehmen. Über ein Jahrzehnt hatte diese Familie alles getan, ihr Selbstwertgefühl zu zerstören, indem man sie auf die Fähigkeit reduziert hatte, ein Kind zu gebären. Nie hatte sie den Satz ihres Schwiegervaters vergessen, Eine Kuh, die keine Milch gibt, kommt zum Abdecker . Roger hatte ihm nur halbherzig widersprochen und sie war weinend auf ihr Zimmer geflüchtet. Jetzt, mit vierzig, alkoholabhängig und ohne Job, wollte er sie also loswerden. Vermutlich, um mit einer anderen den Wunsch seiner Eltern nach einem Erben zu erfüllen. Nein, das würde sie nicht zulassen, sich nicht einfach beiseiteschieben lassen. Julia musste ihr helfen, ihre alte Freundin aus Kindertagen wusste sicher, was sie jetzt tun konnte, wie sie sich verhalten sollte. Frisch geduscht und halbwegs zurechtgemacht war sie am nächsten Morgen zu ihr gefahren, hatte sie um Verzeihung bitten wollen, dass sie sich so lange nicht bei ihr gemeldet hatte. Es war anders gekommen, banal und so billig, dass sie fast laut aufgelacht hätte. Ihr Ehemann und ihre beste Freundin trieben es auf der edlen Kücheninsel. Julia hatte die Beine fest um Rogers Hals geschlungen und beide waren so vertieft, dass sie die Zuschauerin am Fenster überhaupt nicht bemerkten.

Mit fest zusammengebissenen Zähnen war sie in einen abgelegenen Wingert gefahren, hatte dort das Auto abgestellt, und dann Wut und Enttäuschung so laut herausgeschrien, dass eine Schar Krähen erschrocken aufflog und krächzend das Weite suchte. Danach hatte sie sich zusammengerissen und einen Plan ausgedacht, den sie am Abend Roger präsentieren konnte.

Geduscht, zurechtgemacht und vollkommen nüchtern, hatte sie ihm erklärt, sie wolle noch einmal in diese Klinik nach Zweibrücken gehen und sich danach einen Job suchen. Sobald sie den gefunden habe, sei sie bereit, der Scheidung zuzustimmen. Er hatte sie verwundert angeschaut, die Schultern gezuckt und zugestimmt.

Während ihres Aufenthaltes wälzte sie in langen Nächten Pläne, brachte Julia auf hundert verschiedene Arten um, konfrontierte Roger mit dem, was sie gesehen hatte. Sie ließ ihrer Fantasie freien Lauf, während sie sich real auf die profanste Art rächte, die man sich denken kann, sie ging mit dem Pfleger Björn Henning ins Bett.

In ihren Therapiesitzungen wiederholte sie in einer Endlosschleife, dass ihr Mann sie mit der besten Freundin betrog, um dann irgendwann, zu ihrer Verwunderung feststellen zu müssen, dass ihre Wut auf Roger verschwunden war. Nach drei Wochen war sie überzeugt, dass Julia die alleinige Schuld traf. Männer waren leicht verführbar und sie selbst hatte ihn mit ihrer Trinkerei in die bereitwillig geöffneten Arme ihrer besten Freundin getrieben. Diese falsche Schlange wollte ihr den Mann wegnehmen, aber das würde sie nicht zulassen, egal, was sie dafür tun musste.

Als sie schließlich nach Hause zurückkehrte, war ihre Verzweiflung gänzlich kühler Planung gewichen. Die erste Zeit hatte Roger sie argwöhnisch beobachtet, war aber nach einer Weile zugänglicher geworden und irgendwann gelang es ihr, ihn zu verführen. Dabei war etwas von der früheren Nähe zwischen ihnen entstanden und sie noch einmal auf seinen Kinderwunsch zu sprechen gekommen. Ein einziger Satz nur, aber Rogers Reaktion war unerwartet heftig gewesen. Er hatte sich abrupt auf den Rücken gedreht, eine Weile geschwiegen und dann gesagt: „Melanie, hör auf mit diesem Thema, ein für alle Mal! Ich habe jahrelang alles dafür getan, dass du schwanger wirst. Du weißt doch, wie wichtig ein Erbe für uns alle gewesen wäre. Jetzt ist der Zug abgefahren, jetzt will ich nicht mehr. Du hast zehn Jahre lang tagtäglich getrunken, das hinterlässt Spuren, wer weiß also, was dabei herauskäme? Das Risiko ist mir viel zu groß. Wenn du weiterhin auf Alkohol verzichtest, kann es von mir aus so bleiben, wie es jetzt ist.“

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