Rebecca Hünicke - Einmal Mondstern und zurück

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DER TOD wandert durch die Welt, um seine Aufgaben zu erfüllen. Er hat sich bisher nie Gedanken darüber gemacht, dass er gerne eine Wahl habe, bei dem was er tue. Die Begegnung mit Louna lässt ihn inzwischen anders darüber denken.
Nach dem Tod ihrer Eltern steht Louna unter Schock. Von einem Moment auf den anderen redet sie nicht mehr. Sie kann nicht begreifen, dass sie nicht mehr da sind. Sie erschafft sich eine eigene, neue Welt, in der DER TOD ihr ein lieber Freund wird.

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Papa hat mal gesagt, sie sei ein störrischer Esel. Daraufhin hat sie den ganzen Tag „i-ah“ gemacht, wenn jemand mit ihr reden wollte. Uns drei hat das schnell genervt, aber Solveigh war es egal. Sie war den Rest des Tages in ihrem Zimmer und hat dort alleine gespielt.

Meine Schwester hat nie Langeweile. Ständig hat sie irgendwelche Ideen und wenn sie nicht gut sind, hat sie schon wieder andere. Neue. Solveigh mag Menschen, aber viel lieber noch Tiere. Wenn sie mitbekommt, dass Mama und Papa manche Menschen nicht mögen, macht sie sich Gedanken über diese Menschen. Sie hat immer eine Erklärung dafür, warum Menschen so sind, wie sie eben sind. Für sie hat einfach alles einen Grund, nur kann nicht jeder ihn erkennen. Deshalb lieben wir alle Solveigh so sehr. Sie zeigt uns, wer wir gerne sein würden.

Einmal hat Mama geglaubt, ich würde sie nicht hören, da hat sie zu Papa gesagt, Solveigh sei ihr größter Schatz. Sie mache sie mit ihrem Wesen unendlich reich. Als ich das gehört habe, war ich sehr traurig. Ich habe geglaubt, meine Eltern hätten mich nicht lieb. Ich konnte sie nicht danach fragen, weil ich heimlich gelauscht habe.

Wenn ich Mama, Papa und Solveigh zusammen sehe, sehe ich genau das. Die drei haben einander lieb. Ich kann das sogar verstehen. Schließlich bin ich anders als meine Schwester. Meine Gedanken hindern mich oft am Weiterkommen. Ich überlege oft zu lange, ob ich etwas tun oder lassen soll. Ich muss wissen, was auf mich zukommt, wenn etwas gut wird, aber auch, wenn es schlecht ausgeht. Manchmal kann ich wegen meiner Gedanken gar nicht essen oder schlafen. Und dann wache ich erst recht nicht mit einem Lächeln auf.

Ich schraube meine Flasche zu und in diesem Moment kommt Frau Bienkopf mit dem Mann und der Frau zusammen auf den Schulhof. Jetzt lächelt sie nicht mehr. Irgendwie erinnert mich ihr Gesicht an ein Gespenst. Ihre Gesichtsfarbe ist nicht mehr schön. Solveigh balanciert weiter, sie interessiert sich nicht für die Menschen, die auf mich zukommen. Die drei gehen nebeneinander und kommen immer näher, wie eine bedrohliche Mauer. Schauen sie ernst oder böse? Ich weiß es nicht. Mein Herz rast durch meinen ganzen Körper. Mir ist heiß und meine Ohren beginnen zu pochen. Mein Bauch macht komische Geräusche und möchte mir mein Frühstück zurückgeben. Mir ist übel. Ich glaube, ich muss mich übergeben. Wo ist denn die Toilette? Meine Beine wackeln so schnell und meine Füße wollen nicht vorwärts gehen. Gleich falle ich um, aber das will ich gar nicht.

Die Menschenmauer gibt Worte von sich, die ich nicht verstehen kann. Das Pochen in meinen Ohren ist einem Rauschen gewichen, es ist so viel lauter. Erst als sich ein Arm auf mich zu bewegt und eine Hand meine Schulter berührt, dringen klare Worte zu mir durch. Frau Bienkopf steht vor mir und blickt mir tief in die Augen. „Louna, wir müssen etwas sehr Wichtiges bereden. Wir werden zu Herrn Stemmberg ins Büro gehen.“ Ich nicke ihr zu und gehe zu Solveigh. Ich nehme sie an die Hand und sage ihr, sie soll mitkommen. „Mama ist noch nicht da. Ich will nicht mitkommen.“ Frau Bienkopf kommt zu uns und redet mit meiner Schwester. Die Sekretärin versucht zu lächeln, um meine kleine Schwester vom Balken zu locken. Ihr Lächeln ist jetzt nur der Versuch eines Lächelns. Sie kann gerade nicht so herzlich lächeln wie eben. Frau Bienkopf fasst Solveigh an der anderen Hand und resigniert hüpft sie an unseren Händen vom Balken. Automatisch greift sie ihre Schultasche und gibt mir meine. Ich ergreife sie und muss einen festen Griff aufbringen, damit sie mir nicht entgleitet. Das Zittern kommt zurück.

Der Mann und die Frau sehen uns nur an, sagen aber kein Wort. So wie eben hält er erneut die Eingangstür auf und wir gehen hinter der Sekretärin her, zum Büro des Direktors. Hinter uns geht die Frau und das Ende der Schlange bildet der Türaufhalter.

Eigentlich möchte ich gar nicht zu Herrn Stemmberg. Er ist immer freundlich, wenn ich ihm begegne, aber trotzdem mag ich ihn nicht. Seine engsitzenden dunklen Augen wirken bedrohlich auf mich. Obwohl er stets um Freundlichkeit bemüht ist, kann dies seine brummige Stimme nicht ausblenden. Wenn er lacht, hört sich das so an, als ob ein Bär zum Angriff übergeht.

Im Zoo schauen wir immer Bären an und auf den Schildern steht jedes Mal wie gefährlich Bären sein können. Egal, ob Eisbär oder Grizzlybär, alle haben sie gefährliche Pranken mit messerscharfen Krallen. Ein Tatzenhieb könne bereits einen Menschen töten.

Die brummige Stimme und das rundliche Aussehen des Direktors erzeugen stets den Vergleich mit einem Braunbären bei mir. Die Bürotür des Direktors steht auf. Frau Bienkopf klopft trotzdem an, obwohl Herr Stemmberg uns bereits alle erwartet. Der Direktor steht auf und knöpft zuerst sein Jackett zu, bevor er auf uns zugeht.

Mit seiner Hand deutet er zu einem runden Tisch, an dem sechs Stühle stehen. Die Sekretärin zieht zwei Stühle vom Tisch weg und sagt uns, wir sollen uns dorthin setzen. Sie nimmt uns unsere Schultaschen ab und stellt sie hinter unseren Sitzplätzen an die Wand. Solveigh und ich setzen uns und unter dem Tisch ergreift sie meine Hand. Nur Frau Bienkopf redet mit uns, alle anderen starren uns nur an.

Und nun erfahren wir, wer die beiden Fremden sind. Es sind Herr Meyer und Frau Krause vom Jugendamt. Frau Bienkopf versucht eine Erklärung für das Wort Jugendamt zu finden. Mit einem einzelnen Wort ist es aber nicht getan. Sie erklärt es so: „Wenn Kinder und Jugendliche Hilfe brauchen, weil ihre Eltern sich nicht mehr um sie kümmern können, dann bekommen sie Hilfe vom Jugendamt.“ An Solveighs Blick erkenne ich ihr Unverständnis. „Das ist gut, wenn Kindern geholfen wird, die Hilfe brauchen. Louna und ich brauchen keine Hilfe. Wir haben eine Mama und einen Papa. Die sind ganz lieb und kümmern sich um uns. Wir brauchen gar keine Hilfe. Frau Bienkopf, du kennst doch unsere Mama und unseren Papa.“

Als Solveigh redet, ist nichts als ihre Stimme im Raum zu hören. Die Augen der Sekretärin verändern sich, sie sehen traurig aus. Mit einem Finger hält sie eine Träne auf, die sich aus ihrem rechten Auge davon stehlen will. Niemand stimmt meiner Schwester zu. Auch ich nicht. Ich weiß nicht warum. Irgendwie wehrt sich mein Bauch dagegen.

Frau Krause sieht die Sekretärin an und nickt ihr zu. „Herr Meyer und ich sind hier, weil eure Eltern euch nicht mehr abholen können. Sie waren heute Morgen mit dem Auto unterwegs. Es hat einen großen Unfall auf einer Straße gegeben. Eure Eltern… eure Eltern haben sich bei dem Unfall schlimm verletzt und sind dann gestorben.“

Solveigh drückt meine Hand immer fester unter dem Tisch.

Das Rauschen in meinen Ohren ist wieder da und füllt meinen Kopf aus. Jetzt reden alle Erwachsenen. Ich verstehe gar nichts, ich sehe nur, wie sich ihre Münder bewegen, wie sie auf und zu gehen. Ihre Gesichter verziehen sich zu wilden Fratzen, die mich verschlingen wollen. Ich starre auf den Tisch, ich will keinen von ihnen ansehen. Ein Schleier legt sich über mich und ich schließe für einen Moment meine Augen. Einen Moment bin ich gar nicht hier. Ich bin irgendwo, nur nicht bei diesen Menschen, die so böse und schreckliche Dinge sagen. Ich will sie nicht hören. Die dürfen doch so etwas nicht sagen. Wissen sie denn nicht, dass sie Kindern damit große Angst machen?

Ein Rütteln an meiner Schulter holt mich in das Büro von Direktor Stemmberg zurück. Ich sitze noch auf dem Stuhl vor dem Tisch und um mich herum sitzen noch immer die gleichen Menschen. Inzwischen hat Solveigh meine Hand losgelassen, sie rüttelt nun an meiner Schulter. „Louna, sag ihnen, dass sie uns nicht anlügen sollen. Wir haben eine Mama und einen Papa. Mama verspätet sich heute nur und kann gerade nicht anrufen. Bitte, sag es ihnen doch.“

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