Dietrich Bussen - Out of Pommern Band I - Die Liebe zum Wasser

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Out of Pommern Band I - Die Liebe zum Wasser: краткое содержание, описание и аннотация

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1948: Nach der Flucht aus Pommern kommt Heidelinde, eine attraktive junge Frau, mit ihrem zehnjährigen unehelichen Sohn in einem Dorf in Westfalen an. Tief verankerte Heimatliebe – insbesondere Heidelindes Sehnsucht nach der Ostsee und dem Haff -, Sorgen ums Überleben, aufkeimendes Glück in einer neuen Liebesbeziehung, aber auch religiöser Eifer und Angst vor fremden Einflüssen bestimmen das Zusammentreffen der erwachsenen Hauptfiguren.
Zwischen dem Sohn der Flüchtlingsfrau und einem einheimischen Jungen entwickelt sich hingegen eine unbeschwerte Freundschaft.
Dennoch kommt es zur Katastrophe…

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Mit den Heiligenbildchen vielleicht, wenn ich die mit reinlege, alle, und ich sie dann nicht mehr eintauschen kann, zehn gegen ein Klümpchen aus Mamas Nachtschränkchen, zu denen sein Bruder nach ersten Französisch-Stunden mit nasaler Weltläufigkeit ‚Bonbons’ sagte.

Das wollte er tun, auf jeden Fall. Dieser Gedanke ließ ihn hoffen, dass vielleicht doch noch alles gut würde.

Und da war ja noch Regina, seine Schwester, zu der er immer kommen konnte, wenn er nicht mehr weiter wusste.

Der wird das sicher auch gefallen mit den Heiligenbildchen, die will ins Kloster und kennt sich aus mit so was, dachte er.

Reginas Ratschläge hatten ihm schon aus so mancher Klemme geholfen in der Vergangenheit, nur mit dem Einnässen hatte auch sie ihre Schwierigkeiten, bis jetzt. Seine Frage, ob es dafür nicht auch einen Heiligen gäbe, wie für so viele andere Sachen auch, hatte sie erstmal verneint aber versprochen, die Sache im Auge zu behalten, vielleicht, dass sie doch noch einen finden würde. Das hatte er ihr hoch angerechnet und sogar erwogen, mit ihr zusammen in den Urwald zu gehen, natürlich erst, wenn sie Nonne wäre; sie könnte sich dann um die Frauen bei den Negern kümmern und ums Kochen.

Aber anfassen kann ich die Katze nicht, dachte er, während er zwei Zeilen mit ‚Himmel‘ beschrieb, und ihm fiel auch sonst niemand ein, der sowas machen würde.

Außer Otto, dachte er, aber der rennt damit noch zu Papa oder schmeißt sie bei uns in den Flur und dann ist alles vorbei. Robert hat sogar schon mal tote Pferde gesehen, am Straßenrand, als sie geflohen sind, und wie Leute davon was abgeschnitten haben zum Essen, vielleicht dass er ...

Diese Gedanken wurden vom Läuten des Schuldieners unterbrochen. Der bucklige Griesgram ging mit seiner glänzend polierten Messingglocke über den Schulhof und verkündete mit ihr den Pausenanfang. Die Glocke war sein ein und alles, sein Schatz, der ihn anstrahlte, ihm widerstandslos auf jede Bewegung gehorchte, die seine hingebungsvolle Pflege mit Klängen belohnte, die nur er ihr entlocken konnte, die seine Gefühle aufnahm, wenn er sie mit dem Klöppel streichelte oder zornig auf sie einschlug, oder wenn er sie einfach nur bimmeln ließ nach der Arbeit, in seinem Schuppen, wenn ihn keiner mehr störte und er keine Schüler mehr sehen musste. Mit denen gab es immer Streit. Die hatten es auf ihn abgesehen, riefen ihm ‚Buckel‘ nach, stellten sich vor ihn mit ausgestreckter Zunge, und wenn Otto seinen Spaß haben wollte, baute er sich in Pinkelhaltung vor ihm auf. Am liebsten hätte er sie alle windelweich geschlagen, aber dazu war er zu langsam, denn an einem Bein stimmte auch was nicht, was wiederum mit seinem Buckel zusammenhing. Nur zwei Verbündete blieben ihm in diesem aussichtslosen Kampf gegen seine Peiniger: Seine Glocke und seine Uhr. Mit ihrer Hilfe verlängerte er die Schulstunden und verkürzte die Pausen, je nach Gemütszustand. Das war seine Rache, die ihm kurze Genugtuung verschaffte. Er stellte sich vor, dass es in diesen wenigen Minuten, die er den Schülern die Unterrichtsstunden verlängerte, den einen oder anderen doch noch erwischen würde, mit dem Rohrstock am besten, und möglichst von Lehrer Falkenmeier.

Der ist der Allerbeste für so was, dachte er.

Heute jedoch ließ er sich von solchen Gedanken nicht leiten. Er läutete pünktlich, ließ sich von den Frechheiten der Schüler nicht aus der Ruhe bringen, ja, es war ihm sogar nach einem Lächeln zumute, innerlich, in größeren Abständen. Den heutigen Nachmittag würde er wieder bei seinen Tieren verbringen. Er würde ihnen alles erzählen, was sich in den letzten Tagen angesammelt hatte, würde sie vorsichtig bürsten und streicheln, manchmal sogar gegen den Strich, dann spürte er noch mehr zwischen den Fingern und am ganzen Körper. Mit seinem Lieblingstier würde er in seiner Schlafecke liegen und träumen, dass es immer so sein möchte. Nur sonntags und am Donnerstag-Nachmittag, wenn er keinen Dienst hatte, konnte er sich seinen Tieren so widmen, wie er es gern auch an den anderen Tagen getan hätte, an denen er nur nach dem Rechten sehen konnte, immer in Sorge, dass ihnen während seiner Abwesenheit etwas zugestoßen sein könnte. Die Schüler hatten es bisher nicht gewagt.

Aber wer weiß, wozu die alles fähig sind, dachte er. Und heute kommt vielleicht noch eins dazu - er hatte so was läuten hören -, dann kann ich wieder ganz von vorne anfangen.

Bei dem Gedanken lächelte er auch äußerlich. Seinen Eintopf würde er mit in den Schuppen nehmen, dass er auch da wäre, wenn einer käme.

Aber Robert ist evangelisch, dachte Hannes, die dürfen nicht mal auf unseren Friedhof, wenn sie tot sind, und auf den Friedhof muss die Katze, sonst nützt das alles nichts.

Er war sich jetzt nicht mehr sicher, ob er das alles mit seiner Schwester besprechen könnte.

Robert wartete auf ihn am Ausgang zum Schulhof.

„Langweilig heute“, sagte er. „Die anderen hatten Religion und ich musste in die Kammer und was aus Erdkunde abschreiben.“

„Zwei Stunden?“

„Ja, die ganze Zeit.“

„Blöde.“

„Achtundneunzigprozentig.“

In diesem Punkt waren sie sich schon mal einig und Hannes dachte, dass er Robert jetzt vielleicht auch die Sache mit der Katze und den Eiern, oder nur den Eiern, erstmal, erzählen könnte. Aber bei den vielen Schülern um sie herum, dem Lärm und den Lehrern, die wie Suchhunde auf dem Schulhof nach irgendwelchen Missetaten schnüffelten, fürchtete er, dass man ihm ansehen würde, was er Robert erzählte.

Die Achtklässler schienen heute nicht in Form. Sie beteiligten sich nicht an dem Gejohle und Gerenne, balgten sich nicht und suchten auch keinen Streit. Sie standen in Gruppen zusammen, redeten miteinander, wehrten Annäherungsversuche von Andersklässlern unmissverständlich und konsequent ab, so, als ob es um etwas ginge, wofür nur sie zuständig wären. Neugierigen Lehrern, die betont uninteressiert heranschlenderten, begegnete Schweigen.

Es hat sich also herumgesprochen, dachte Herr Falkenmeier, als auch er versuchte im Vorbeigehen etwas aufzuschnappen. Vielleicht wissen die sogar mehr als wir. Man sollte sie ins Gebet nehmen, einzeln, irgendeiner wird sich schon verplappern und man kann sie zur Räson bringen. Sonst erzählen die noch weiß Gott was. Darauf warten die doch nur, so, wie die sich benehmen. Auf mich haben die es sowieso abgesehen, weil ich was von ihnen verlange und nichts durchgehen lasse.

„Ich geh heute in die Höhle“, sagte Hannes, „kommste auch?“

„Achtundneunzigprozentig, darauf kannste einen lassen.“

Zum Zeichen seiner Dankbarkeit stubste Robert Hannes mit der Faust leicht in die Seite.

„Ich bringe vielleicht was mit.“

„Was denn?“

„Wirste sehen.“ Er stubste ihn nochmal, dann liefen sie um die Wette und spielten bis zum Pausenende Fangen mit ein paar Schülern aus der Klasse von Hannes.

Nach dem Mittagsschlaf seiner Eltern durfte er nach draußen.

„Aber nur so weit, dass du uns noch hörst“, sagte seine Mutter jedes Mal. Die Rufweite war das Maß seiner nachmittäglichen Möglichkeiten. Alles, was darüber hinausging, musste ausführlich und plausibel begründet werden. Genehmigt wurden solche Ansinnen nur in Ausnahmefällen, bei strengen Auflagen und dem Versprechen, sich auch an diese zu halten.

„Hoch und heilig“, forderte seine Mutter, und er versprach es mit innerlich zum Schwur erhobener Hand in der verlangten hohen und heiligen Gesinnung.

Für die Höhle aber reichte die Rufweite, Gott sei Dank.

Um vier Uhr wollte er sich mit Robert treffen. Er nahm sich vor, seine Schularbeiten besonders ordentlich zu machen, nicht dass es deswegen noch zu Verzögerungen kommen würde. Auffallend schöne Schrift und fehlerlose Rechenaufgaben waren die Grundlage für kleine Vergünstigungen. Überhörten Rufen und geringen Verspätungen wurde dann mit Verständnis im tadelnden Blick begegnet. So konnte er sich Vergebung statt Strafe schon vor potentiellen Verfehlungen erarbeiten.

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