Dietrich Bussen - Out of Pommern Band I - Die Liebe zum Wasser

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Out of Pommern Band I - Die Liebe zum Wasser: краткое содержание, описание и аннотация

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1948: Nach der Flucht aus Pommern kommt Heidelinde, eine attraktive junge Frau, mit ihrem zehnjährigen unehelichen Sohn in einem Dorf in Westfalen an. Tief verankerte Heimatliebe – insbesondere Heidelindes Sehnsucht nach der Ostsee und dem Haff -, Sorgen ums Überleben, aufkeimendes Glück in einer neuen Liebesbeziehung, aber auch religiöser Eifer und Angst vor fremden Einflüssen bestimmen das Zusammentreffen der erwachsenen Hauptfiguren.
Zwischen dem Sohn der Flüchtlingsfrau und einem einheimischen Jungen entwickelt sich hingegen eine unbeschwerte Freundschaft.
Dennoch kommt es zur Katastrophe…

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„Zu spät, Papa ist auch schon zur Kirche.“

Schade, dachte er.

Das war toll auf der Empore; und dann die Lieder, man hörte seine Stimme richtig, wie sie über dem Gesang der anderen dahinglitt, sich am Ende jeder Strophe langsam auflöste und von neuem in die hohen Gewölbe schwebte, wenn die Orgel wieder einsetzte. Außerdem war er stolz, dass sein Vater die Orgel spielte und er als Einziger mit auf die Empore durfte, allerdings nur mit der ausdrücklichen Genehmigung seines Vaters, um die er jedes Mal neu bitten musste. Heute also nicht.

Für die Empore stand er sogar freiwillig mitten in der Woche morgens um sechs Uhr auf.

In der Frühmesse, in der nur wenige Besucher seinen Gesang störten, spürte er noch intensiver die geheimnisvollen Schwingungen des heiligen Ortes, und seine Knabenstimme strahlte wie poliert bis zum Priester am Altar. In solchen Augenblicken wusste er, dass er Missionar in Afrika werden wollte.

Heute jedoch dachte er nicht an die zu missionierenden Heidenkinder im Urwald. Auch die Marienlieder sang er nur so vor sich hin mit, wie die meisten anderen Jungen auch. Ihm lagen die Eier im Magen, die zerschlagen in einem glibbrigen Haufen an der Mauer lagen und über die sich jetzt im Augenblick wahrscheinlich gerade Hunde und Katzen hermachten.

Elf Eier, dachte er und erinnerte sich an sein letztes ganzes Ei zum Frühstück, Ostern nach dem Hochamt (feierlicher Gottesdienst). Dann spürte er Schwindel.

Frische Luft, schoss es ihm durch den Kopf - seine Mutter hatte ihm das einmal als Heilmittel bei solchen Anfällen empfohlen -, und er stolperte an einer endlosen Reihe von Jungenbeinen vorbei aus der Kirchenbank. Er hörte noch, wie einer sagte „musste pissen?“, beschleunigte dann seine Schritte, wobei er sich bemühte nicht ins Laufen zu kommen, denn das war in der Kirche verboten.

Die frische Luft half tatsächlich.

Jetzt wieder zurück in die Kirche ist doof, dachte er. Aber die Eier, vielleicht kann ich ja doch noch was retten, und er beschloss nach Hause zu laufen, einen Topf und eine Kelle aus der Küche zu holen und dann zur Mauer.

Die Eltern würden staunen, wenn sie nach Hause kämen, und erst seine Schwester und sein großer Bruder. Ein Gefühl, fast wie auf der Empore, breitete sich in ihm aus.

2. Kapitel

Robert wäre gern mit in die Kirche gegangen, schon wegen Hannes. Der hänselte ihn wenigstens nicht, wie die anderen. Besonders, wenn sie zu mehreren waren, konnte er sich oft nur durch Flucht vor ihren Schmährufen und Drohungen in Sicherheit bringen.

‚Pommernscheißer - Robert heißt er‘ und ‚Barackenstinker‘, das machte ihn am meisten wütend. Nach der ersten Schlägerei, bei der sie über ihn hergefallen waren, ihn mit Fäusten und Füßen bearbeitet hatten, wehrte er sich nicht mehr. Er lief dann weg und versteckte sich, bis die Luft wieder rein war. Ein Glück, dass Hannes mit seinem Vater gedroht hatte, dass er ihn rufen würde, wenn sie nicht aufhörten, sonst hätten die mir noch alle Knochen gebrochen, dachte er auf seinem Weg zu den Baracken.

„Falke“, hatte einer gerufen, und alle waren abgehauen.

Vor ‚Falke‘ hatten sie einen Heidenrespekt, der fackelte nicht lange, der Herr Lehrer Falkenmeier. Fast alle hatten sie schon seinen Rohrstock zu spüren bekommen, mit dem war nicht zu spaßen.

Robert spielte Fußball mit Schottersteinen, die auf dem schmalen Sandweg lagen. Er hatte es jetzt nicht mehr eilig. Seine Widersacher sangen entweder in der Kirche fromme Lieder oder machten sich zuhause fürs Bett fertig. Auf jeden Fall durften sie allein um diese Zeit nicht mehr ins Dorf, seitdem die Engländer hier waren. Sogar Neger wollten einige schon gesehen haben. Die würden Kindern die Bäuche aufschlitzen, die Neger, erzählten die Großen auf dem Schulhof. Und die Engländer würden sich an Mädchen ‚vergreifen’. Aber manchmal verteilten sie auch Kaugummi, das wussten alle, auch die aus den unteren Klassen. Fast jeder hatte schon mal eins bekommen, da konnte das mit dem ‚Vergreifen‘ auch nicht so schlimm sein. Es sagte einem sowieso keiner, was das bedeuten sollte - ‚vergreifen‘.

„Das ist ein ‚Tuwort‘“, hatte Jürgen aus der Vierten erklärt.

Auf jeden Fall hatte es mit irgendwas zu tun, das die Erwachsenen nicht gut fanden, aber die schimpften sowieso über alles.

Trotzdem, vorsichtig musste man schon sein, auch bei den Engländern, weil, katholisch waren die nicht, und darauf stand die Hölle, da konnten sie noch so viel Kaugummi verteilen, soviel stand auch fest.

Robert trödelte weiter vor sich hin. Er hatte es nicht eilig, auch nicht auf diesem Stück des Weges, direkt hinter dem Friedhof. Vor dem Dunkelwerden brauchte er nicht in der Baracke zu sein. Seine Mutter hatte keine Angst vor Negern und Engländern und das hatte sie ihm auch gesagt. Auch Robert konnte die Männer in ihren tollen Uniformen besser leiden als so manche Erwachsene aus dem Dorf, die so taten, als ob es ihn gar nicht gäbe.

Und nur wegen diesem blöden Fehler, hatte seine Mutter einmal gesagt, das würde ihr nicht nochmal passieren. Was hätten sie nicht alles geschafft, sie beide. Den ganzen weiten Weg von Pommern bis hierher nach Hermannsdorf - dabei hatte sie ihn ganz fest in die Arme genommen -, und dann dieser blöde Fehler. Aber auch das würde sie wieder hinkriegen, da solle er sich man keine Sorgen machen. Es würde alles gut, das hätte auch Onkel Tom gesagt.

Und der weiß mehr, als alle im Dorf zusammen, dachte Robert, der ist Offizier und kommt aus London und seine Orden, die er mir mal gezeigt hat, und die Briefmarken, die er mir manchmal mitbringt, die hat von denen noch keiner gesehen, nicht mal Hannes.

Er holte wieder aus, diesmal besonders kräftig. Ein Schotterstein flog über die Friedhofsmauer, prallte auf einen Grabstein, einem eingemeißelten Engel mitten auf die Stirn.

Der hat jetzt drei Augen, dachte er, drehte sich um, sah niemanden und schnitt dem dreiäugigen Himmelsboten eine Fratze. Ihm fielen noch einmal die Eier ein, die Heinemanns Otto an die Mauer geklatscht hatte.

Elf Eier an die Mauer, er schüttelte den Kopf, warum nicht in eine Pfanne, dann braten, und dann hätte jeder ein gleich großes Stück gekriegt, oder verkaufen, und dann das Geld teilen, oder tauschen gegen Zigaretten und Zigaretten gegen Schokolade und Schokolade gegen - er überlegte - gegen einen Fußball, einen richtigen Fußball.

Er stellte sich vor, wie sie ihn beneiden würden, wie sie betteln würden, dass sie mitspielen dürften, und dass jeder sein Freund sein wollte, wenn er die Eier gefunden hätte und getauscht hätte, bis zum Fußball.

Mama hätte wahrscheinlich auch getauscht, dachte er, achtundneunzigprozentig. Mit Onkel Tom tauscht sie auch immer, wenn er was zu essen mitbringt. Was sie ihm dafür gab, wollte sie ihm nicht sagen, das sei ihr Geheimnis. Ihm war es auch egal, Hauptsache, sie hatten was zu essen. Auch auf der Flucht hatte sie ihm manchmal gesagt, dass sie mal kurz weg müsste ‚tauschen gehen‘; meistens, wenn sie auf einem Bauernhof übernachteten. Sie hatte dann fast immer was zu essen und zu trinken mitgebracht.

Bei dem Gedanken an seine Mutter fühlte er sich wohl. Er setzte sich in das Gras neben dem Weg, zu dem die Leute aus dem Dorf ‚Pädchen‘ sagten. Kopf und Rücken lehnte er an die Friedhofsmauer, sah die untergehende Sonne durch ‚Holmeiers Busch‘ blinzeln, wie zum Abschied bis zum nächsten Morgen.

Er schloss die Augen, dachte an seine Mutter, wie weich und warm sie war, wenn er sich vor dem Einschlafen an sie schob. Und wenn sie dann den Arm auf ihn legte und ihm einen Gute-Nacht-Kuss gab, fühlte er sich auf den dreigeteilten Strohmatratzen wie in einem Nest, sicher und geborgen und vergaß manchmal sogar, dass er wieder einmal nicht mitspielen durfte.

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