Dietrich Bussen - Out of Pommern Band I - Die Liebe zum Wasser

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Out of Pommern Band I - Die Liebe zum Wasser: краткое содержание, описание и аннотация

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1948: Nach der Flucht aus Pommern kommt Heidelinde, eine attraktive junge Frau, mit ihrem zehnjährigen unehelichen Sohn in einem Dorf in Westfalen an. Tief verankerte Heimatliebe – insbesondere Heidelindes Sehnsucht nach der Ostsee und dem Haff -, Sorgen ums Überleben, aufkeimendes Glück in einer neuen Liebesbeziehung, aber auch religiöser Eifer und Angst vor fremden Einflüssen bestimmen das Zusammentreffen der erwachsenen Hauptfiguren.
Zwischen dem Sohn der Flüchtlingsfrau und einem einheimischen Jungen entwickelt sich hingegen eine unbeschwerte Freundschaft.
Dennoch kommt es zur Katastrophe…

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„Was geht nicht?“

„Nicht wie bei dir, aus Johannes ‚Hannes‘. ‚Rob‘ hört sich doof an.“

„Rob ist Kacke“, stimmte Johannes zu.

Sie gingen weiter, dachten an Namen und wie man sie verändern könnte; dass seine Mutter ihn ‚Robbi‘ nannte, fiel ihm nicht ein, als ob der Name reserviert wäre für sie, nicht verfügbar für eine andere Beziehung.

Sie merkten nicht, dass es auf dem Fußballplatz plötzlich ganz still geworden war, bis einer rief: „Otto hat Eier, an der Mauer, an der Straße.“

Johannes und Robert drehten sich um und sahen Heinemanns Otto - den größeren Bruder von ‚Willi mit den Fußballschuhen‘ - breitbeinig vor der Mauer, die Arme hochgereckt, in jeder Hand zwei Eier.

„Richtige Hühnereier“, sagte Johannes.

„Ob der die geklaut hat?“, fragte Robert.

„Auf jeden Fall“, sagte Johannes, „so, wie der Fußball spielt. Der klaut wie ein Rabe, auf jeden Fall.“

Die Fußballspieler verließen den Schulhof, rannten in Richtung ‚Otto mit den Eiern‘; vielleicht gab’s da was zu holen. Hunger hatten sie fast alle, fast immer, im Mai 1948. Auch auf Johannes und Robert wirkten die erhobenen Eier.

Wenigstens gucken, was da los ist, sagten sie sich. Hunger hatten sie sowieso, erst recht bei dem Anblick, den der dicke Otto bot mit den trophäenhaft erhobenen Eiern.

„Da sind noch sieben“, sagte Otto und neigte seinen Kopf seitlich nach unten zu einer Stelle neben sich. Dort lagen sie in einem Nest zwischen hohen Gräsern und Brennnesseln.

Offene Münder, gierige Blicke und ein breites Ottogrinsen richteten sich auf das Nest. Sprachlose Kinder für ein paar Sekunden.

„Für jeden eins“, sagte Jürgen, ein schmächtiger zehnjähriger Viertklässler, während er sich noch auf seine Finger konzentrierte, mit deren Hilfe er zu diesem Ergebnis gelangt war. Dann lächelte er in die Runde, zufrieden mit sich und seinen mathematischen Fähigkeiten. Wieder angespannte Stille; es wurde nachgerechnet, Jürgen galt als eher doof.

„Stimmt nicht“, rief einer.

„Stimmt doch“, rief Jürgen zurück, „Robert zählt nicht, und Hannes ist auch zu spät gekommen.“

Wieder wurde gerechnet. Einige, die es mit dem Rechnen nicht so hatten, versuchten durch angestrengte Gesichter ihre Überforderung in dieser Angelegenheit zu kaschieren.

„Und was ist mit Otto?“

„Die haben selber Hühner, jede Menge, versuchte Jürgen den erneuten Angriff auf sein Ergebnis abzuwehren.

„Für jeden eins“, wiederholte er und lächelte wieder in die Runde.

Robert sagte: „Sieben und vier ist …“

„Zwölf“, unterbrach ihn Jürgen mit fester Stimme.

„Schnauze“, rief Otto.

„Für jede Mannschaft sechs“, sagte Jürgen mutig gegen Ottos Befehl in die verstummte Runde.

Gleich gibt’s Keile, dachte Hannes und, rechnen kann der nich.

Robert stieß Hannes an und flüsterte mit Blick auf Jürgen: „Plem, plem; total plem, plem. Den haben se zu spät trocken jelegt, Staunässe im Jehirn.“

„Wieso?“, Hannes hatte außer ‚plem, plem‘ nichts verstanden.

„Sagt meine Mutter immer.“

„Ach so“, flüsterte Hannes.

„Also, wer ist der Beste in Rechnen?“, rief Otto.

„Hannes“, schrien die Drittklässler.

Die aus der vierten Klasse einigten sich auf ‚Bomber‘.

Jetzt kam wieder Bewegung in die Jungen.

„Schlengers Mia ist besser, das weiß jeder“, sagte Jürgen.

„Dass du doof bist, weiß auch jeder“, wies ihn Otto zurecht, „dreidemensierter Doofkopp, klar?“

Bewundernde Blicke richteten sich auf Otto, der offensichtlich ‚ausländisch‘ konnte und die Situation souverän beherrschte.

„Hannes, dein Vater is Lehrer“, Otto hob die rechte Hand mit noch immer zwei Eiern hoch.

„Wie viel und was macht das für jeden?“

Hannes hatte nichts gegen Jürgen aber alles gegen Otto, diesen ‚üblen Burschen‘ - wie sein Vater ihn nannte -, der mit Mädchen rummachte, nicht zur Kirche ging, dicke Wurstbrote mit zur Schule brachte, die er - wenn er keinen Hunger mehr hatte - auf dem Schulhof im Kreise knurrender Mägen zertrampelte.

Warum sagt der das nicht selber, dachte Hannes, der ist doch schon in der achten?

Alle sahen jetzt auf Hannes.

Jürgen versuchte ein Lächeln, Willi grinste, Hannes dachte ‚Scheiße‘ und hoffte auf Hilfe von wo auch immer.

Er sah zu Robert.

„Komm, wir hauen ab“, riet der.

„Na, was is Streber, oder kannse nich?“. Willis Grinsen wurde immer breiter.

„Los, komm“, flüsterte Robert, der spürte, dass Hannes nicht mehr weiter wusste.

Da geschah das Wunder.

„Johannes, höchste Zeit für die Andacht“, rief seine Mutter.

Hannes und Robert sahen sich an.

Hannes sagte: „Ich muss jetzt nach Hause“, und beide rannten los.

„Robert ist doch Heide“, sagte einer.

„Nee, evangelisch“, sagte ein anderer.

„Das ist dasselbe“, stellte Otto klar.

Auf dem Hof vor dem Lehrerhaus, das gleich hinter der Mauer mit dem Nest lag, hörten sie Ottos Stimme: „Dann machen wir das eben so.“

Hinter einem Fliederbusch versteckt verfolgten Robert und Hannes den Fortgang der Dinge. Sie sahen, wie Otto den rechten Arm - mit den beiden Eiern in der Hand - bis über seinen Kopf hob und ausholte. Dann hörten sie einen Klatsch und ein Knistern; sehen konnten sie nicht, was sich ereignet hatte. Erst der herabsinkende Arm - diesmal ohne Eier in der Hand - kam wieder in ihren Blickwinkel. Dann ging es Schlag auf Schlag: Klatsch - Knistern, Klatsch - Knistern, Klatsch - Knistern.

„Mir ist ganz komisch“, sagte Hannes und griff nach Roberts Schulter. Nach jedem ‚Klatsch‘ zuckten seine Finger, wie in einem kurzen Krampf.

„He du kneifst“, flüsterte Robert.

„Macht der die Eier ...?“

„Achtundneunzigprozentig, eins nach dem andern, haste nich gehört?“

„Prozentig?“, fragte Hannes.

„Sagt meine Mutter immer.“

„Und achtundneunzig?“

„Zwei in Reserve, man weiß ja nie.“

„Auch deine Mutter, oder?“

„Na klar; stell dir mal den Pfannkuchen vor, von elf Eiern!“

Und während Hannes sagte, dass das nicht ginge, weil es so große Pfannen nicht gäbe, hörten sie: „Johannes, jetzt wird es aber höchste Zeit, was machst du denn da noch?“ und dazwischen Ottos Stimme, der die Jungen aufforderte abzuhauen.

„Meine Mutter, ich muss jetzt, kommste mit?“

„Zu euch?“

„Nee, in die Andacht.“

„Ich darf nicht.“

„Nun beeil dich, allerhöchste Zeit“, rief seine Mutter.

„Ich komme“, rief Hannes.

„Warum darfst du nicht?“, und bevor Robert antworten konnte, sagte Hannes: „Ach so, ich weiß schon“, lief los, drehte sich im Laufen noch einmal nach hinten und rief mit gedämpfter Stimme: „Bis morgen.“

Seine Mutter forderte ihn auf - nachdem sie kopfschüttelnd den andachtuntauglichen Allgemeinzustand ihres Sohnes betrachtet hatte - sich gründlich zu waschen, die Schuhe zu putzen und den Dreck von der Hose zu bürsten.

„Aber dalli, Regina ist schon weg.“

Dann ist wenigstens das Badezimmer frei, dachte Hannes.

Einsetzendes Glockengeläut von der gegenüberliegenden Kirche mahnte nun auch zu höchster Eile.

Er ging gern zu den Abendandachten im Mai, dem Marienmonat, sang gern die Marienlieder, wo sich ‚ich dich grüße‘ auf ‚du Süße‘ reimte, die Altäre prächtig geschmückt waren, besonders natürlich der mit dem lebensgroßen Bild der Mutter Gottes. Ein Blumenstrauß stand da neben dem anderen - im vorigen Jahr war er beim Durchzählen einmal bis auf dreizehn gekommen - in unterschiedlichen Höhen und in allen Farben des Frühlings.

„Darf ich zu Papa auf die Orgel?“, rief er auf der Treppe zur Wohnung.

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