Dietrich Bussen - Out of Pommern Band I - Die Liebe zum Wasser

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Out of Pommern Band I - Die Liebe zum Wasser: краткое содержание, описание и аннотация

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1948: Nach der Flucht aus Pommern kommt Heidelinde, eine attraktive junge Frau, mit ihrem zehnjährigen unehelichen Sohn in einem Dorf in Westfalen an. Tief verankerte Heimatliebe – insbesondere Heidelindes Sehnsucht nach der Ostsee und dem Haff -, Sorgen ums Überleben, aufkeimendes Glück in einer neuen Liebesbeziehung, aber auch religiöser Eifer und Angst vor fremden Einflüssen bestimmen das Zusammentreffen der erwachsenen Hauptfiguren.
Zwischen dem Sohn der Flüchtlingsfrau und einem einheimischen Jungen entwickelt sich hingegen eine unbeschwerte Freundschaft.
Dennoch kommt es zur Katastrophe…

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Bald würde es dunkel sein. Robert stand auf. Jetzt lief er immer mal wieder ein kurzes Stück. Er wollte noch im Hellen die Baracke erreichen. Darauf bestand seine Mutter, das musste er ihr versprechen. Was hatte sie sich aufgeregt, als er das einmal nicht geschafft hatte, wo sie doch sonst nichts aus der Fassung bringen konnte.

Beinah hätte sie geheult, dachte er, und das wollte er nicht noch einmal riskieren.

Ob Onkel Tom heute da war, und ob er was mitgebracht hat für mich? Onkel Tom ist ‚okay‘, dachte er.

Das mit dem ‚okay‘ hatte er von ihm. Alles, was Onkel Tom gefiel, war erstmal ‚okay‘, Robert inklusive.

Bei seiner Mutter machte er eine Ausnahme. Zu der sagte er ‚lawlie‘ und ‚swiet‘ und ‚intelligent‘.

Das seien Komplimente hatte seine Mutter gesagt, als Robert sie gefragt hatte, und Komplimente seien gut, über die könne man sich freuen. Seitdem war er sich sicher, dass auch Onkel Tom ‚okay‘ war.

Frau Jankowski unterhielt sich mit der Frau, die mit ihrem Vater in den zwei Zimmern an der gegenüber liegenden Seite des Flures untergekommen war. Sie hatten sich Stühle nach draußen gestellt. Die Frau von gegenüber ribbelte an einem alten Pullover. Roberts Mutter hatte sich keine Arbeit mit vor die Tür genommen. Sie saß auf ihrem Stuhl, die Beine von sich gestreckt. Den Rock hatte sie so weit hochgeschoben, wie es ihre Unterwäsche zuließ. Die Holzklotschen lagen neben ihren Füßen.

Frau Steguweit hatte Mühe sich auf die schlichten Handgriffe ihrer Ribbeltätigkeit zu konzentrieren. Immer wieder sah sie auf das anatomische Wunderwerk neben sich. Beine von solcher nicht enden

wollenden Vollkommenheit wirkten auch auf sie magisch anziehend.

Kein Wunder, das mit dem Engländer, dachte sie. Und der neue Arzt kommt in der letzten Zeit auch verdächtig oft zu Vater und klopft bei ihr an, wenn er wieder geht. Ich könnte das nich, schon wegen Vater und dann vielleicht noch schwanger werden, nee, mit mir nich.

Frau Jankowski strich über ihre Oberschenkel. Sie spürte die letzten Sonnenstrahlen auf ihrer Haut. Den Kopf an die Barackenwand gelehnt genoss sie den lauen Frühlingsabend. Es kam nicht oft vor, dass sie sich so ruhig und wohltuend müde fühlte. Eigentlich nur, wenn Tom dagewesen war und es besonders schön gewesen war mit ihm auf ihrer schäbigen Matratze, und sie von einer Zukunft mit ihm träumte. Dann lösten sich ihre Sorgen auf und machten Bildern einer glücklichen Zukunft Platz. Doch die hielten nicht lange, dafür sorgte schon der Ehering an der Hand des Engländers, und die Frau und die Kinder, die damit verbunden waren. Aber sie genoss diese Augenblicke, trotzdem.

Heute war Tom nicht gekommen.

Sie hatte Blumen gepflückt - die Wegränder wurden nun von Tag zu Tag bunter - und den Raum neben der Küche, den mit den Matratzen, mit ihnen geschmückt. Ein angenehm frischer Duft hatte sich ausgebreitet, aber leider nicht für Tom, heute nicht. Sie wusste, dass er nicht immer so konnte, wie er wollte, dass plötzlich geänderte Befehle oder Launen von Vorgesetzten keine Rücksicht auf seine üblichen Dienstzeiten nahmen. Er würde wiederkommen, und er würde auch einen Weg finden sie zu benachrichtigen, damit sie sich rechtzeitig für Robbi was einfallen lassen konnte, schon in seinem eigenen Interesse, da war sie sich ganz sicher. Er hielt es nicht lange aus, ohne sie. Sie erinnerte sich an das erste Mal, als sie sich vor ihm ausgezogen und ihn zu sich gewunken hatte. Wie ein Kind, dem am Heiligabend zum ersten Mal der festlich geschmückte Weihnachtsbaum entgegenleuchtet mit der Krippe unter den Zweigen und den glitzernd verpackten Geschenken mit ungewissem Inhalt daneben, so hatte er vor ihr gestanden, der tapfere Soldat und Eroberer: Staunend und freudig erregt und ein bisschen unbeholfen, wie ihr schien. Als er seine Uniform wieder angezogen hatte an diesem Tag, wusste sie, dass es ihn erwischt hatte, dass er so schnell nicht von ihr loskommen würde.

‚Bis morgen, please‘, hatte er sich verabschiedet, wie ‚bitte bitte‘ hatte es geklungen.

Auf der Flucht hatte sie gelernt mit Männern umzugehen, worauf sie standen und wann ihnen der Verstand zwischen die Beine fiel. So hatte sie sich und ihren Sohn durchgebracht auf dem langen Weg von Kamin an der Ostsee bis hierher, mitten in Westfalen, über ein Jahr lang; aber sie hatte es geschafft mit ihrem Sohn, alles andere zählte nicht.

Sie strich sich durch die Haare, lehnte den Kopf zur Seite und sah ihren Sohn neben Holmeiers Busch in Rufweite. Sie winkte ihm zu. Er hatte sich an ihre Abmachung gehalten.

Ein schöner Abend heute, dachte sie, auch ohne Tom.

„Okay“, sagte sie, schlüpfte in ihre Holzklotschen und ging ihrem

Sohn entgegen.

3. Kapitel

Robert erzählte von Johannes, dass der in eine Andacht gegangen wäre, und dass der ihn gefragt hätte ...

„Was hat er gefragt?“, unterbrach ihn seine Mutter.

„Ob ich mitkommen wollte. Warum darf ich eigentlich nicht? Das ist doch nichts Schlimmes, sonst würde Hannes auch nicht hingehen, der ist nämlich nett, und alle die anderen gehen auch.“

„Ach, ich versteh das auch nicht so richtig.“

Sie hatte keine Lust, sich den Abend durch dieses Thema vermiesen zu lassen. Es kam selten genug vor, dass sie sich so zufrieden fühlte wie heute, mit sich und ihrer Umgebung im Reinen, stolz auf ihren Sohn, der sich auch nicht unterkriegen ließ und stolz auch auf sich selbst, dass sie das alles bis jetzt geschafft hatte. Und die Baracke, na ja, es hätte auch schlimmer kommen können.

Die Andacht erinnerte sie daran, dass auch sie Fehler gemacht hatte und dazu einen besonders dämlichen, und ihre gute Laune wäre dahin, wenn sie sich darauf einlassen würde.

Also, nicht heute, mein lieber Sohn, dachte sie sich.

„Komm, ich mach uns was warm, von heute Mittag, die leckere Suppe. Du kannst schon mal die Teller holen, oder sollen wir“, sie machte eine Pause, „sollen wir zusammen aus dem Topf, und die Teller können uns gestohlen bleiben?“

Sie wusste, dass sie ihn damit ködern konnte. Darauf fuhr er ab. Und dann noch eine Geschichte von Störtebeker und seinen wilden Gesellen. Ihre schäbige Baracke würde sich wie von Geisterhand, Satz für Satz, in ein komfortables Versteck für Abenteurer verwandeln, in dem sie sicher waren vor den Gefahren, die um sie herum lauerten. Robert fühlte sich dann ganz eng mit seiner Mutter verbunden. Sie beide waren in solchen Augenblicken der Mittelpunkt der Welt, und die blöden Scheißer vom Schulhof standen um sie herum voller Bewunderung und Neid und wären gern an seiner Stelle gewesen.

Auch heute vergaß Robert die Andacht, ließ sich einfangen von Stürmen und vom Meeresrauschen, von Helden und Heldengesängen und von Matrosen, die trunken in benebelten Schlaf versanken. Etwas blieb aber in seinem Kopf, was an diesem Abend den Gefahren der Meere und den Helden auf den Schiffen nicht weichen wollte. Er erzählte von den Eiern an der Mauer, und was Otto damit angestellt hatte.

Blöder Bauerntölpel, dachte seine Mutter.

„Du hättest doch auch getauscht, oder?“

„Aber natürlich, was denn sonst, achtundneunzigprozentig.“

„Mit zwei in Reserve?“

„Genau so, mein Kleiner.“

Frau Jankowski legte sich zu ihrem Sohn auf die Matratzen. Beide überboten sich nun in waghalsigsten Tauschgeschäften. Als sie schließlich ein ‚neues Klo‘ vorschlug, protestierte er heftig und setzte seinen Fußball dagegen und ließ sich nicht mehr davon abbringen.

„Ein neuer Ball“, murmelte er und schlief ein, und als Frau Jankowski auf dem Gesicht ihres Sohnes ein kurzes Lächeln sah, dachte sie, Tom oder Tauschen gehen, darauf wird es hinauslaufen; hoffentlich Tom.

Und während ‚Tom‘ und ‚Tauschengehen‘ in ihrem Kopf kreiste, drehte sie sich zu ihrem Sohn, legte ihren Arm auf ihn und stellte am nächsten Morgen fest, dass sie vergessen hatte sich zur Nacht umzuziehen.

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