Dietrich Bussen - Out of Pommern Band I - Die Liebe zum Wasser

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Out of Pommern Band I - Die Liebe zum Wasser: краткое содержание, описание и аннотация

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1948: Nach der Flucht aus Pommern kommt Heidelinde, eine attraktive junge Frau, mit ihrem zehnjährigen unehelichen Sohn in einem Dorf in Westfalen an. Tief verankerte Heimatliebe – insbesondere Heidelindes Sehnsucht nach der Ostsee und dem Haff -, Sorgen ums Überleben, aufkeimendes Glück in einer neuen Liebesbeziehung, aber auch religiöser Eifer und Angst vor fremden Einflüssen bestimmen das Zusammentreffen der erwachsenen Hauptfiguren.
Zwischen dem Sohn der Flüchtlingsfrau und einem einheimischen Jungen entwickelt sich hingegen eine unbeschwerte Freundschaft.
Dennoch kommt es zur Katastrophe…

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„Wie herausgeschossen, Peter, ein Plus, perfekt, fast ‚plusquamperfekt‘.

Dann lachte der Herr Oberstudienrat kurz und heftig, und die Schüler stimmten ein, auch die, denen er kurz vorher ein ‚ungenügend‘ in sein Notizbuch geschrieben hatte.

Auch jetzt, nachdem sein Bruder das Zimmer verlassen hatte, sagte Hannes weiter ‚Lieber Gott‘ vor sich hin, immer wieder, bis er fühlte, dass ihm warm wurde. Die Wörter verblassten nun, verloren ihre Konturen, lösten sich auf, hatten keine Bedeutung mehr. Er spürte nur noch wohlige Wärme und dann nichts mehr.

Mit einem kühlen Windzug verflog sein Schlaf. Er fühlte Nässe an seinem Körper, wusste, was passiert war, sah über sich den Kopf seines Vaters, dessen Gesicht mit schmalen, zusammengepressten Lippen, und die Augen, die ihm Angst machten. Er hatte ihn aufgedeckt; in einer Hand hielt er die Bettdecke noch. Hannes sah, wie sich die Finger der anderen strafften und auf ihn gerichtet verharrten. Hannes wusste, was ihn erwartete.

Sein Vater, mit dem er so gern zur Frühmesse ging, dessen Orgelspiel ihn so fröhlich und leicht machte, dass er manchmal glaubte, er würde schweben hoch über der Empore und über seinem Vater, sein Vater würde ihn nun bestrafen, wie immer, wenn er ins Bett gemacht hatte. Er würde eine Tracht Prügel bekommen, das wusste er, dafür war er schließlich sein Vater.

Sein Vater tat dies, weil er seine Kinder liebte, weil er sie erziehen musste, und weil er zu glauben gelernt hatte, dass nur der seine Kinder wirklich liebt, der sie auch züchtigt.

Hannes war klar, dass er bestraft werden musste, dass er nun aus Liebe geschlagen würde, wusste er nicht.

Hannes sah, wie sich die Hand seines Vaters entspannte - wie zur Auflockerung vor dem ersten Schlag. Er drückte seinen Kopf in die Matratze und schützte ihn mit den Armen. Jetzt würde er zuschlagen, hoffentlich nicht so lange und nicht so fest. Er roch seinen Urin, der sich in den Matratzen unter ihm ausbreitete, drückte sein Gesicht noch tiefer in die klamme Unterlage und wartete.

Der Schlag traf seine Hände, die wie Schutzschilde auf seinem Hinterkopf lagen.

Jetzt war es also so weit, jetzt würde er seine gerechte Strafe bekommen.

Der zweite Schlag kam nicht.

Jetzt holt er den Stock, dachte Hannes, als er wahrnahm, dass sein Vater das Zimmer verließ.

An den Schritten, die er nun hörte, erkannte er seine Mutter.

Er würde also heute keine Schläge mehr kriegen, was er nicht verstand, weil er sie doch verdient hatte. Seine Mutter würde ihm eine Strafpredigt halten und ihn ausfragen, warum er um diese Zeit überhaupt schon im Bett läge, wo doch die Maiandacht gerade erst zu Ende sei und dann noch mit allen Sachen, und sie würde ihn unter die kalte Dusche schicken.

Erst jetzt fiel ihm die Katze wieder ein, und er wusste, dass er seine Mutter anlügen würde, dass das eine Sünde war, und dass dadurch alles nur noch schlimmer würde. Vielleicht würde sein Vater ja doch noch kommen mit dem Stock und alles aus ihm herausprügeln, was er verbrochen hatte und keine Fragen stellen. Aber da sein Vater nicht kam, musste er lügen, bis auf die Geschichte mit den Eiern und dem Topf und der Kelle.

Nach der Dusche betete seine Mutter mit ihm das Nachtgebet und schickte ihn in die Küche aufs Sofa.

„Für diese Nacht, ausnahmsweise“, sagte sie, legte ein Gummituch auf die Sitzfläche und ermahnte ihn rechtzeitig aufs Klo zu gehen.

Hannes nahm sich vor in dieser Nacht wach zu bleiben.

Dann brauche ich keine Angst zu haben, dass es noch mal passiert, sagte er sich.

An die streichelnden Hände seiner Mutter, auf die er sich so gefreut hatte, dachte er nicht mehr. Er legte sich auf den Rücken - das Gesicht zur Decke gerichtet - und machte sich ganz gerade. Wie aufgebahrt lag er auf dem Sofa, rührte sich nicht, sah nach oben, bis ihn Schatten erschreckten, die sich an der Decke bewegten. Sie huschten hin und her, manchmal auch an den Wänden entlang, glitten bis zu seinem Sofa herunter und schnellten dann wieder nach oben. Seine Blicke versuchten den Bewegungen zu folgen, glitten mit ihnen unter die Decke und über die Wände, bis ihm die Augen zufielen.

Vor dem Küchenfenster bewegte der Wind weiter Kirschbaumzweige durch das Mondlicht hin und her und wehte die letzten Blütenblätter von den kleinen grünen Früchten.

4. Kapitel

Das dritte Schuljahr, das Hannes besuchte, war in einem der beiden kleineren Schulgebäude - von insgesamt dreien - untergebracht. Die beiden kleinen Häuser standen sich gegenüber an den Längsseiten des Schulhofes, vor ihnen Blumenbeete, hinter ihnen Gärten von beträchtlichem Ausmaß zur Selbstversorgung für Lehrer mit Familie. Das Hauptgebäude an der Stirnseite - schmucklos, ohne gärtnerische Anlagen -, hinter dem Haus drei mächtige Nussbäume, dann eine Hecke und dahinter Ackerland. Ein Schotterweg an der vorderen Schmalseite des Schulhofes verband das Schulgelände mit der Welt außerhalb des Dorfes.

Diesen Weg ging Hannes jeden Morgen zur Schule. Er war die kürzeste Verbindung von seinem Haus zu seinem Klassenzimmer, nur fünfzig oder sechzig Meter. Heute machte er einen Umweg.

Ich muss sie beerdigen, wenn sie da noch liegt, dachte er, sonst wird sie gefressen oder überfahren, die... die... - der Name fiel ihm nicht ein - die fahren hier oft mit dem Trecker und dann kann sie nicht mehr weglaufen.

Ihm ging durch den Kopf, dass das seine Schuld war, dass er nicht mal richtig bestraft worden war, und ob es auch einen Himmel für Katzen geben würde.

Bestimmt, dachte er.

Die Frage, ob man nur in den Himmel kommt, wenn man auch richtig begraben worden ist, wollte er am Nachmittag mit seiner Schwester besprechen, nahm er sich vor. Sehen wollte er die Stelle nicht, wo es passiert war, gestern Abend.

Er überquerte den Schotterweg, vermied jeden Blick zur Mauer links von ihm, lief geradeaus weiter an den Lehrergärten vorbei auf einem schmalen Sandpfad zum Hauptgebäude, machte an einem Nussbaum eine Pause, ging dann zu seinem Schulhaus, den Blick beständig auf den Boden gerichtet; erst im Flur hob er den Kopf. Von hier aus konnte man die Mauer nicht mehr sehen.

Beim Schönschreiben in den ersten beiden Stunden durfte er schon ins Heft schreiben. Er gehörte zu den wenigen, die kaum noch Fehler machten und beim Malen der Buchstaben sehr schnell den Bogen raus gehabt hatten. Fleißkärtchen gab es dafür - seitdem Fräulein Wienhold den Unterricht übernommen hatte - in Form von Heiligenbildchen.

Während Hannes die Kärtchen mit den bunten Heiligen sammelte, kratzten die meisten noch auf Schiefertafeln herum. Immer wieder schickte ‚das Fräulein‘ sie zum Wassereimer neben der Tafel.

„Abwaschen und von vorne“, bekam jeder mit auf den Weg. Dann ging das Gekratze von vorne los, wobei einige den Griffel so handhabten, als sei er eine Waffe im Kampf gegen den holzgerahmten Schiefer vor ihnen. Mit ungelenker kindlicher Kraft ritzten sie buchstabenähnliche Striche in das Fossilienviereck und stießen mit ihrem Schreibwerkzeug so heftig zu, dass es immer wieder zu Bruch kam. Die radikalsten unter ihnen kämpften schon nach kurzem Gebrauch mit Griffelstümpfen, die sie nur noch mit Mühe zwischen den Fingern halten konnten.

„Son Schiet“, rief einer und wurde vom Fräulein vor die Tür geschickt, während Hannes weiter die Buchstaben in gefälligen Schwüngen in die Schönschreiblinien malte.

„Heute gibt’s aber keine Bildchen“, sagte das Fräulein hinter ihm. „‚Himmel‘ mit einem ‚m‘, ausgerechnet ‚Himmel‘.“

Hannes murmelte eine Entschuldigung.

Das Fräulein hatte natürlich Recht, wie immer, das wusste jeder, auch Hannes, und für die, die das nicht einsehen wollten, stand der Rohrstock an der Wand unter dem Kreuz.

Heute hätte er auch keine Belohnung haben wollen, nach dem, was gestern passiert war. Hannes dachte an die Katze und das Grab und, wie er es anstellen sollte.

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