Lara Marend - HaarLos

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Hannah (25) schneidet Haare und träumt dabei ein wenig vor sich hin. Benjamin (34) kommt einmal im Monat zu ihr in den Friseursalon, um sich eine ordentliche Frisur verpassen zu lassen. In den dabei stattfindenden Gesprächen kommen sich Friseurin und Kunde allmählich näher.

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„Sie urteilen streng.“, behauptet er. „Verstehen Sie denn nicht, dass ein Mann Jungen um sich braucht?“

„Aber doch nicht unbedingt eigene! Dann soll der Mann eben Fußballtrainer werden oder Pfadfinderführer…“ Erschrocken hält sie inne. Und fragt: „Wie haben Sie das überhaupt gemeint, er braucht Jungs um sich? Denn wenn ich da an diverse Skandale denke, wo Mann auch Jungen um sich brauchte – hallo?“

„Sie schauen entschieden zu viel Fernsehen. Ich meinte das ganz harmlos.“

„Ganz harmlos. So.“ Verärgert und mit unnötigem Druck rubbelt sie an seinen Haaren herum, bis die Haut an den Ohren brennend rot leuchtet, was immerhin vom Anblick seines Gesichts ablenkt. Wenn sie sich ärgert, entwickelt sie schon einmal eine überdimensionale Kraft in den Händen; normalerweise merkt sie das rechtzeitig, weil die Leute auf ihrem Stuhl unwillkürlich zucken oder das Gesicht verziehen. Der hier dagegen zuckt trotz der unsanften Behandlung kein einziges Mal. Nun gut, ein Verziehen des Gesichts hätte man bei ihm wahrscheinlich nicht bemerkt, aber der Verdacht, er spüre keinen Schmerz, steht im Raum. Vielleicht misslang ihm als Jugendlichem ein weiteres Experiment, was dazu führte, dass seine Nerven ihren Dienst versagten, und dann kam der Unfall, der sein Gesicht entstellte, was er aber bereits nicht mehr spürte... Zu ihrem Glück, denn wenn er sich jetzt beklagt oder gar bei der Chefin beschwert hätte, dann...nur so viel: Analena.

„Vielleicht“, fährt sie fort, „haben Sie etwas gegen Frauen? Außer…“ im selben Moment stoppt sie sich, gerade noch rechtzeitig. Sie hat sagen wollen: `...außer in Ihrem Bett´, aber das kann sie auch einem Gefühlstoten gegenüber einfach nicht bringen, wirklich nicht. Sie sollte sich überhaupt etwas zurücknehmen.

„Außer im Bett, meinen Sie“, murmelt er da.

„DAS haben jetzt Sie gesagt.“ Sie klingt ganz ruhig, aber innerlich beginnt sie sich zu gruseln, weil sofort ein weiterer Verdacht in ihr keimt...

„Aber Sie haben es gedacht“, kommt ungerührt seine freche Antwort. Eben, eben: Er kann sogar Gedanken lesen. Wenn er sich weiterhin als Figur so rasant entwickelt, wird sie sich seine Machart für einen Film patentieren lassen. Sie beginnt an den roten Ohren zu schneiden.

Ihr gefällt nicht, dass er sie durchschaut. Seine Neunmalklugheit macht sie pampig. Na gut, dann habe ich es eben gedacht. Ich kann Machosprüche – von wegen nur Söhne – einfach nicht ab. Er tut so überheblich und ist außerdem hundsfrech, man könnte sagen, er benimmt sich nicht. Nett ausgedrückt. Der beste Beweis dafür ist der, dass sein schlechtes Verhalten auf sie abfärbt. Er setzt ihre guten Manieren außer Kraft, was sie an der unfreundlichen Art erkennt, mit der sie ihm widerspricht. Dieses Gespräch läuft aus dem Ruder, wie ein Schiff, das vom Kurs abkommt oder ein Auto, dessen Front oder Heck ausbricht, wie Autos das bei Blitzeis so an sich haben. Nicht selten tritt das Phänomen auf, dass untereinander Fremde sich mit offensiven Sprüchen und misstrauischen Verdächtigungen weniger zurückhalten, als Bekannte. Sie weiß das. Vielleicht gelingt es ihr, verbale Aussetzer zu vermeiden, indem sie einfach die Klappe hält. Allein kann er schwerlich eine Unterhaltung auf so niedrigem Niveau führen, allenfalls einen Monolog. Kurz entschlossen schneidet und säbelt sie stumm, kappt vorsichtig die Haare dort, wo die Haut empfindlich ist und sie gut aufpassen, ihre Hand ruhig bleiben muss, nahe an den Kiefer- und Wangenknochen. Auch er sagt zunächst nichts, und das hätte bis zum Abschied so bleiben sollen. Bis sie den Spiegel hervorgeholt und ihm den Hinterkopf darin gezeigt hätte. Aber offensichtlich ist er nicht da, um sich zu langweilen, das kann er sicher jederzeit zu Hause tun (nicht im Labor, versteht sich).

„Sie genießen die ...ich meine…“ Er verstummt.

Will er schon wieder darauf anspielen? Als es um Geld ging, hatte er da nicht behauptet, heikle Inhalte schnell anzusprechen sei keineswegs eine für ihn typische Eigenheit? Wie man(n) sich irren kann! Er ist - thematisch gesehen - nicht nur schnell beim Geld, sondern sogar beim Sex! Wobei. Er ja angeblich nicht. So ein Feigling! Männer gehören doch zur Gattung der größten Feiglinge, die es gibt! Drückeberger kann sie auf den Tod nicht leiden. Dann schon lieber noch Vampire. Da sie sich zu den Mutigen zählt, vollendet sie konsequent den Satz an seiner Stelle: „… Männer im Bett doch auch, wollten Sie sagen.“

„Nein, nein! Wo denken Sie hin!“ Aus seinen Worten trieft Schadenfreude.

„Ich? Sie !“ braust sie auf, „ Sie denken dorthin.“ Blöder Kerl, der! Muss sie sich nun fühlen, wie eine, die in jede Falle tappt? Er dreht es so, als sei sie ihm auf den Leim gegangen, obwohl es doch umgekehrt ist! Nun gut, da muss sie jetzt durch, das lässt sich nicht mehr ändern. Sie schnaubt. „Ich wüsste keinen Grund, einen Sohn abzulehnen!“

„Hm. Verstehen Sie, für mich wäre eine Tochter nicht einfach. In unserer Familie gibt es seit drei Generationen nur Buben, ich habe keine Vorstellung, was ein Mädchen gerne tut, mit was es spielt, welche Sorgen es plagen … ich wäre bei einer Tochter komplett hilflos. Überfordert.“

Moment. Wenn er glaubt, sie litte unter Alzheimer, täuscht er sich gewaltig: „Sie haben doch eine Schwester. Die mit dem Café?“

„Eine Halbschwester“, korrigiert er. „Mit der ich nicht aufgewachsen bin. Mein Vater … aber nein, das sollte ich Ihnen besser nicht erzählen. Jedenfalls kenne ich Kleinmädchenkram gar nicht.“

„So eine blöde ... Begründung! Man wächst in die Rolle des Elterndaseins hinein, wie in jede andere auch. Mädchen sind doch viel einfacher zu handhaben als Buben! Sie bereiten – im Gegensatz zu Jungs - nur in der Pubertät Umstände, weil man aufpassen muss, dass ihnen nichts zustößt, wenn sie mit 15 allein durch die Nacht stromern. Und mit `Nacht´ meine ich auch eine Zeit vor Mitternacht. Abgesehen davon sind Mädchen viel pflegeleichter, sie lernen in der Schule besser, sind sozial…“

„Und hierbei handelt es sich nicht um Klischees, nein?“

„Ausnahmen bestätigen die Regel.“ Sie weiß, sie ist schnippisch. Ihm fehlen offenbar weitere Argumente: Er zuckt die Schultern. „Ruhig halten, bitte, wenn ich Ihnen die Haare an den Ohren kappe! Sollten Sie sich wirklich Ohrringe stechen lassen wollen – der Juwelier befindet sich gegenüber.“

„Nein, danke, einmal reicht.“ Ihr Kontrollblick sieht an ihm keine Ohrringe … aber Ohrläppchen mit je einem zugewachsenen Loch. Ein Mann mit dieser symmetrischen Anordnung? Wie ein Mädchen? Das kann doch kein missratenes Experiment sein, oder? Sie will wissen, wie alt er war, als er sich die Löcher stechen ließ.

„Dreizehn“, lautet die Antwort, „im besten Flegelalter.“

„Sind Ohrringe ein Zeichen für Flegel?“

„Ein Zeichen für eine unglaubliche Provokation.“ Er bestätigt ihre Beobachtung: „Sie werden Männer kennen, die ein Loch in einem Ohr haben, vielleicht auch mehrere in beiden Ohren. Aber die Variante von einem Loch in jedem Ohrläppchen, die werden Sie bei uns auch heute nur selten finden. Die Juwelierin wollte mir die Idee damals mit Händen und Füßen ausreden, aber ich habe mir gesagt: wer Geige lernen muss, kann auch zwei Glitzersterne in den Ohren tragen, auf jeder Seite einen, wohlgemerkt.“

„Glitzersterne. Glitzersterne !!“ Wären nicht Pipetten angebrachter gewesen? Oder lange Dessertlöffel. „Als Provokation? Erfolgreich?“

„Ja“. Der Bar-Chemiker klingt hörbar stolz. „Ich konnte meinen Eltern glaubhaft versichern, dass ich künftig nur mit Goldherzen oder Perlen in den Ohrläppchen herumlaufen werde, wenn ich weiterhin Geige lernen muss. Das hat sie überzeugt.“

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