Lara Marend - HaarLos
Здесь есть возможность читать онлайн «Lara Marend - HaarLos» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:HaarLos
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:5 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 100
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
HaarLos: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «HaarLos»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
HaarLos — читать онлайн ознакомительный отрывок
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «HaarLos», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
„In Ordnung“, sagt sie und nimmt den Rasierapparat zur Hand. Der arme Scheinwaise präsentiert sich inzwischen ganz ordentlich. Sie weiß, wie gut sie schneidet, dass ihr Schnitt dem Wunsch vieler Kunden entspricht, die mit ihr zufrieden sind, unter ihnen besonders die Männer, denn das einzige Manko, das Hannahs Frisuren anhaftet, ist der Umstand, dass sie manchmal - nicht oft, aber manchmal und nur, wenn ein Mensch ihre Phantasie zu stark anregt - ein bisschen zu viel wegschnippelt, zumindest ein bisschen zu viel in den Augen einzelner Frauen, die dann eigentlich doch nicht sooo kurze Haare gewünscht hätten. - Obwohl sie ihnen genau so kurz gut stehen. Findet jedenfalls sie . Bei Männern passiert ihr das Eckchen zu viel insofern nicht, als Männer kürzeste Haare bevorzugen. Damit kommt sie klar.
Endlich entlässt sie den schlaksigen Jungen mit den überlangen Armen aus ihren Fängen (doch auch ein Opfer seines Aussehens?), kassiert die Summe für einen Jugendschnitt und öffnet dem dünnen Kerlchen zuvorkommend die Türe. Das nächste Projekt wartet, der Tränkebrauer. Wieder stellt sie die Standardfragen, muss sich einmal schnell korrigieren und auf das „Sie“ umschwenken. Die Frage nach der Zeitschrift lässt sie weg und überlegt stattdessen, ob der Salon für Männer seines Kalibers ein Wissenschaftsmagazin („Unsterblichkeit aus dem Reagenzglas“, „Gerade Gesichtszüge im Labor selber herstellen“) anschaffen sollte. Angeregt von solchen Ideen verfällt sie schon beim Waschen ins Plaudern, denn ihr ist die letzte Unterhaltung (und ihre Assoziationen damit) noch in guter Erinnerung. Sie lässt das Wasser in einem angenehm temperierten Strahl auf seine Scheitelhaare fließen und erzählt in die nassen Strähnen hinein: „Ich weiß nicht, wie es Ihnen erging, aber ich war mit meiner Suche nicht sehr erfolgreich. Die Bauern in Vorarlberg sind entweder bereits vergeben, zu alt oder weiblich. Sie würden gar nicht glauben, wie viele Bäuerinnen hierzulande den Hof führen! Die sind leider nichts für mich. Für Sie übrigens auch nicht, obwohl Bäuerinnen endlos viel Platz für eine Bar hätten. Aber was nützt Ihnen eine Bar, die am Ende der Welt steht und nur von Kühen und Schweinen besucht wird? Und Gockeln.“
Er hat sich eigentlich vorgenommen, diesmal so schweigsam wie möglich zu sein. Aber er erkennt sofort zweierlei: zum einen plaudert diese junge Frau hier sehr offen ihre Gedanken und Wünsche aus, zum anderen scheint sie nicht ganz ernst zu meinen, was sie sagt, und vermutlich auch nicht ernst zu nehmen, was sie hört. Falls doch, kann er damit leben, denn sie präsentiert so viele peinliche Ansichten und so viel blühende Phantasie, dass er mit den eigenen Bekenntnissen höchstens Gleichstand erreicht. Falls sie hinterher über ihn tratscht, gelänge ihm das genauso gut über sie. Außerdem könnte es sehr fad werden, länger als 15 Minuten ohne jede Unterhaltung stillzusitzen. Das gibt den Ausschlag. Also entgegnet er dem Berg, der über ihm aufragt: „Ich war auch nicht erfolgreich. Welche junge Frau führt schon allein eine Bar. Die, die das machen, sind 60 plus.“
„Und in dem Alter längst verheiratet oder verbandelt“, bestätigt sie.
Ihm kommt ein anderer Gedanke: „Normalerweise bin ich in Gesprächen nicht so schnell beim Geld, wie das mit Ihnen der Fall war, aber Sie sagten, Sie würden sich ein Klavier kaufen. Warum ein Klavier, warum nicht ein Auto? Alle jungen Leute wünschen sich doch ein Auto.“
„Jung, haben Sie mich jung genannt? Ooooh!“ Sie wird oft für unter 20 gehalten, obwohl sie mitten in den 20ern steckt.
„ Alt sind Sie auch nicht!“
„Ein Klavier“, sie übergeht seinen Einwurf, „stinkt nicht, belastet die Umwelt nicht und klingt wunderbar.“
„Dann können Sie also Klavier spielen.“
Dieser Feststellung muss sie widersprechen: „Ich kann weder Klavier spielen noch Noten lesen. Ich würde es lernen.“
„Und warum gerade Klavier, warum nicht – was weiß ich – Schlagzeug oder Klarinette oder Geige?“
„Sie scheinen kein Musikkenner zu sein.“ Sie seift ihm den Kopf gründlich ein. „Sicher klingt ein Schlagzeug in einer Band herrlich, aber haben Sie dieses Instrument schon einmal allein gehört, pur? Es dröhnt wie Musik aus der Unterwelt, falls Sie dort einmal gewesen sind. Wobei, Schlagzeug ginge ja noch, aber Klarinette? Geige ?!“ Sie wird immer lauter, spukt die letzten Worte förmlich schreiend aus, die Chefin sieht schon neugierig zu ihr her. „Und Orpheus soll Laute gespielt haben. Deshalb hat man ihm seine Frau nicht zurückgegeben, nicht weil er sich umgedreht hat, das hat er nur behauptet, um die Schmach zu überspielen. Das spärliche Gezupfe! Und eine Geige -eine Geige winselt wie ein Hund, das müssen Sie doch zugeben!“
„Allerdings“, bestätigt er. „Ich musste sie selber für drei Jahre lernen, bevor ich meinen Eltern klar machen konnte, dass ich kein musikalisches Talent habe.“
„Sie mussten Geige lernen?!“ Entsetzt hält sie in ihrer Arbeit inne.
Er beißt sich auf die Lippen und sieht plötzlich sehr ... desillusioniert aus. „Das Schlagzeug habe ich geliebt, Unterwelt hin oder her. Ein Musiker hätte aus mir werden können, wenn meine Eltern das Schlagzeug erlaubt hätten.“ Stattdessen quälten sie ihn mit Geige. Die sei leise, argumentierten sie, in einem Orchester gut zu gebrauchen… Damals hörten seine Erziehungsberechtigten viel klassische Musik.
„Also ich“, stellt Hannah klar, „würde meinen Sohn nie zwingen, Geige zu lernen.“
„Haben Sie denn einen Sohn?“ Da sie weiterhin mit kräftig weichen, kreisenden Fingern das Shampoo in seine Kopfhaut einmassiert, hält er die Augen geschlossen und hat Mühe, sich auf das Gespräch zu konzentrieren.
Er hört sie prustend lachen, ehe sie schließlich herauswürgt: „Ich und ein Kind? Das arme Kind!“
„Warum wäre es denn arm, wenn Sie es nicht zum Geige-Lernen zwingen würden?“
Da ihr die Unterhaltung Spaß zu machen beginnt, dehnt sie die Kopfhautmassage in die Länge, ein von ihr gern angewandtes Mittel, um in Ruhe träumen oder – wie hier – plaudern zu können. Während der Massage fällt Trödeln am wenigsten auf. Schnell antwortet sie: „Es gibt viele Wege, Kinder zu quälen. Ich würde das nicht absichtlich tun, aber ich schätze, das Essen käme nie pünktlich auf den Tisch, die Unordnung nähme überhand, die Wäsche vor der Waschmaschine wüchse auf Himalajahöhe an, während die Mutter, also ich, sich mit ihren Freunden trifft oder Klavier spielt oder das Handy anstarrt oder „Bauer sucht Frau“ schaut oder phantastische Reisen nach Nirgendwo unternimmt und ... alles tut, nur nicht das, was sie tun sollte. Nein, mir ein Baby in die Hand zu drücken wäre Selbstmord. Vom Kind aus betrachtet!“
Er lässt ihre Worte an sich vorbei plätschern, ehe er gesteht: „Bei mir wäre es wohl nicht anders.“
„Aber Sie schauen doch gar nicht `Bauer sucht Frau´ oder blättern stundenlang in Zeitschriften, Sie sind über Klatsch und Tratsch erhaben!“
„Wie haben Sie gesagt? Es gibt viele Möglichkeiten, ein Kind zu quälen.“ Inzwischen entschließt Hannah sich doch, die Massage zu beenden, ihr tun bereits die Fingerkuppen weh. Das ermöglicht ihm, aus seiner Trägheit herauszufinden und ernsthaft nachzugrübeln, wieso ein Kind bei ihm nicht das Paradies auf Erden vorfände: „Mein Sohn müsste schon mit fünf Jahren im Trachtenjanker oder einem Anzug herumrennen, mit sechs Geige lernen, denn das gehört sich so, und er käme mit spätestens 12 in ein Internat, denn bis dahin ist er ein Flegel ohne jede Erziehung gewor...“
„Und dasselbe gilt für die Tochter?“, unterbricht sie ihn. Das lauwarme Wasser rauscht leise.
„Tochter? Ist nicht geplant.“
Ihr stockt der Atem, endlose fünf Sekunden lang, ehe das Luftholen überstürzt hinterhereilt: „Sechs Töchter sollen Sie zur Strafe bekommen, und keinen Sohn“, ruft sie empört. „Und flennen sollen Sie, wenn die sechs eine nach der anderen erwachsen werden und das Haus verlassen und ihr Glück woanders suchen!“ Sie ärgert sich maßlos. Wie kann ein Mann nur Söhne akzeptieren? Kurz erwägt sie, das kalte Wasser etwas stärker aufzudrehen als das warme. Eine kalte Dusche scheint ihr für ihn jetzt angebracht. Das Problem ist die Chefin, denn wenn der Kerl auf ihrem Stuhl erschrocken aufschreit, wird sie, Hannah, ab sofort die Arbeiten übernehmen müssen, die Analena derzeit erledigt. Obwohl sich Analena langsam aus dem Dauerzustand des Aufräumens herausarbeitet und gelegentlich Haare waschen darf. (Sie macht das gerade und wringt einem Kind - Zwergenschule, Schneewittchenklasse - die Locken aus). Für Hannah wird es Zeit, das Spülen zu beenden. Der Herr hier verdient gründliches Vorgehen nicht. Wenn Schaum im Haar bleibt, hat er es sich selber zuzuschreiben. Keine Töchter vorgesehen, also wirklich!
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «HaarLos»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «HaarLos» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «HaarLos» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.