Lara Marend - HaarLos
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„Verzeihung. Ich mache nicht Feierabend, ich bin auf dem Weg zur Arbeit.“
„Oh. Und was, wenn ich fragen darf, arbeiten Sie?“ Solche Erkundigungen darf man einholen, das erlaubt die Chefin. Allerdings sieht sie es nicht gerne, wenn man mit zu vielen solcher Fragen zu tief schürft. Obwohl sie selbst sich nicht zurückhält und ihre Opfer ausquetscht wie reife Zitronen. Im Spiegel sieht Hannah sie einer bejahrten Dame die Locken färben.
Neben der Chefin ist da Lea. Sie versucht gerade einem Kind einen Kurzhaarschnitt zu verpassen. Das Kind zappelt unruhig und die Mutter prüft, quasi in Körperkontakt mit der Schere, jeden Handgriff der Friseurin, kein leichtes Unterfangen. Zum Salon gehört noch Analena, beide Male mit nur einem „n“ geschrieben, wie sie nicht müde wird zu betonen, Lehrling im ersten Jahr. Ihre Aufgabe besteht vorerst darin aufzuräumen, die Zeitschriften ordentlich auf dem Glastisch neben den zwei Stühlen zu ordnen und Kämme, Bürsten, Klammern und Haarfärbemittel neu und umzusortieren. Sie ist erst am Beginn ihrer Ausbildung.
„In einer Bar.“
Sie ist enttäuscht. Kein Chemiker? Wie ein simpler Barkeeper sieht er nicht aus! Trotzdem heißt es, höflich bleiben: „Ah, und welche?“
„Die Rosen-Bar.“
„Oh“. Das erklärt, warum sie den Mann nicht kennt. Sie meidet die Rosenbar. Ihre Freunde verdienen nicht die Welt. Wenn sie am Abend ausgehen, dann so, dass ihnen auch danach noch Geld auf dem Konto bleibt. Denn die Rosenbar in der Innenstadt zählt alles andere als zu den billigen Bars. Die ist für Hannah eine Stufe – oder fünf? – zu teuer. Sie hätte schwören können, dass die Kellner im schwarzen Sakko oder gar mit Gilet und Krawatte herumlaufen, auch wenn dieses besondere Exemplar hier überhaupt nicht schick aussieht. Vielleicht verwahrt er Sakko und Fliege an seinem Arbeitsplatz, in einem Hinterzimmer für Angestellte, in dem er sich jederzeit umziehen kann. - So, die Haare am rechten Ohr sind geschnitten, folgen noch die am linken. Aber gerade, als sie die Schere dort ansetzt (das Gehirn ist schon ein wunderliches Wunderding!), fällt ihr seine abfällige Bemerkung über die Zeitschriften wieder ein. Sie mag Leute nicht, die Gesellschaftsblätter überheblich als Nonsens abtun und sich wahrscheinlich gut dabei fühlen. Ohne nachzudenken wechselt sie das Thema: „Sie lesen also wirklich nie solche Zeitschriften?“
„Nein. Sie schon? Was steht denn drin, außer den ständig wechselnden eingebildeten Wehwehchen der Reichen und Schönen? Interessieren Sie sich dafür?“
„Naja.“ Klar! „Der kleine Prinz Louis ist doch so putzig...“
„Alle Kinder sind putzig, wenn sie klein sind.“
„Ach. Was glauben Sie denn, was mich daran interessiert?“
„Das frage ich mich ja, ich weiß es nicht. Vielleicht das Geld?“ Frechheit! Das Möchtegerngenie, der inexistente Chemiker, scheint überhaupt nicht zu merken, dass er sie gerade beleidigt. Im Gegenteil gefällt er sich offenbar in seiner Rolle als vermeintlicher Menschenkenner. Das erste Mal, seit er hier hockt, lächelt er, der blöde Kerl. Seine Lippen spannen sich unschön über den schiefen Zahn. Wenn er grinst, steht sein Mund schief, schief wie das ganze Gesicht, das schlagartig nicht mehr einer Maske ähnelt, sondern dem Mienenspiel eines quicklebendigen (Chemikers?) Komikers, dem … gerade ein Experiment gelang. Vermutlich weiß er nicht, wie unästhetisch sein Lächeln aussieht. Er mustert sie so konzentriert, als könne er in ihrem Gesicht lesen. Hoffentlich erkennt er, dass sie keinen Wert auf Geld legt. Oder zumindest fast keinen. Natürlich verbohrt er sich in seiner falschen Meinung, denn er fragt rundheraus: „Was würden Sie sich denn kaufen wollen, wenn Sie ganz viel Geld hätten?“
Zu Kunden muss man lieb sein und ihnen freundlich antworten, vielleicht sogar hin und wieder ehrlich: „Ein Klavier. Und Sie?“ Er steht bestimmt auch auf Moneten, das muss er nicht nur ihr anhängen.
„Ein Klavier!“ Er sieht überrascht aus. Wahrscheinlich hat er eher mit einem Schloss gerechnet. Sein Wunsch? Weinkeller vermutlich. „Ich? Ich würde mir eine Bar kaufen und mein eigener Herr sein.“ Nah dran! Warum dann nicht gleich das südfranzösische Weingut? Wahrscheinlich sauft er gern. Von wegen Barkeeper.
„Soooo viel Geld meinten Sie“. Sie tut überrascht und wundert sich, wie ernst er selbst die Frage nimmt. Nun denn, sie stellt sich jetzt eine wirklich hohe Summe vor und platzt heraus: „Dann wäre ein Bauernhof auch nicht schlecht. Mit drei Hektar Land rundherum und Schafen oder Ziegen – man müsste in dem Fall auch gar keinen Bauern heiraten, um einen Bauernhof zu bekommen“.
Bei ihren Worten entgleisen seine Gesichtszüge, das sieht richtig lustig aus. Entgeistert fragt er: „Sie würden einen Bauern heiraten, nur um Land zu besitzen?“
Sie bläst die Backen auf und denkt eingehend über die Frage nach. Vorsichtig meint sie: „Das wäre dem Bauern gegenüber nicht fair, oder?“ Sie geniert sich jetzt ein bisschen. Da haben wohl ihre Freunde im Hintergrund Pate gestanden und ihre Gedankengänge beeinflusst. Sie muss darauf achten, künftig nicht so unbedarft zu plaudern wie mit ihren Freunden, so ganz ohne vorher zu überlegen. Er hält sie ohnehin für geldgierig. Sie beginnt sich zu ärgern, denn normalerweise geraten ihre Kundengespräche nicht aus der Bahn. Man spricht über das Wetter, über die Leiden der Arbeit, das teure Wohnen, die (un)freundliche Bedienung in Restaurants oder die neuen Waren in Geschäften ... über banale und sehr allgemeine Dinge eben. Aber bei dem Dracula da sieht sie sich binnen Minuten damit konfrontiert, auf Geld aus zu sein und dafür alles in Kauf zu nehmen! Nur weil sie zugibt, Zeitschriften durchzublättern. Hallo?
„Hm“, kommt seine Antwort, „das hängt natürlich auch vom Bauern ab: manche haben es vielleicht verdient, dass man sie maximal wegen ihres Besitzes heiratet.“
Sie grinst, die Idee gefällt ihr: „Einer, der eine Frau nur heiraten will, weil sie schön ist.“
„Zum Beispiel. Aber da Sie ähnlich … vordergründig denken...“ Tue ich nicht, das sieht nur so aus! „... wie weit würden Sie denn gehen, was würden Sie so akzeptieren, wenn Sie einen Bauern nur wegen seiner … Äcker ehelichen wollten?“ (Er drückt sich sehr gewählt aus) „Wäre es egal, wenn er trinkt, oder eigentlich auf Männer steht oder…“ Die Frage scheint ihm Spaß zu machen.
„Puh“. Wie soll sie ihm verklickern, dass er eine falsche Vorstellung von ihr hätschelt? Sie hat sich binnen Sekunden von seinem Image als Chemikergenie verabschiedet und erwartet auch von ihm die Flexibilität und Fähigkeit, Wahnideen abzustoßen! Innerlich schüttelt sie sich. Sie muss nachdenken, wie sie ihm den Kopf zurechtrücken kann. Zeit, die Haarlänge an den Ohren zu vergleichen. Ja, die passt, auf beiden Seiten gleich viel weggeschnitten. Jetzt der Nacken. Sie versucht, den Mann mit möglichst sanftem Fingerdruck dazu zu bewegen, den Kopf zu senken, aber er wartet auf ihre Antwort und sieht sie neugierig im Spiegel an.
„Wenn Sie bitte den Kopf etwas senken würden…Danke.“ Weil er ihrer Aufforderung umgehend nachkommt, kann sie ihre Arbeit fortsetzen und überlegt wie aus heiterem Himmel, was ihr an einem Mann – diesem zum Beispiel! - nicht gefällt. Natürlich läuft das Gespräch damit genauso weiter, wie es begonnen hat: sehr speziell. „Also, wenn er viel Knoblauch isst“ aussieht, wie ein verschrobener Vampir, „säuft, einen Bierbauch hat oder einen Vollbart,“ in einem heimlichen Labor experimentiert, „Kinder laut findet, Zeitschriften albern oder jeden Samstag sein Auto poliert“ und seine spitzen Eckzähne „und …“
„Moment“, wirft ihr Opfer dazwischen, klemmt sich in ihren Wortschwall, wie ein Rinderzüchter zwischen seine Tiere (oder ein Chemiker zwischen seine Glaskolben), „...ich sehe schon, Sie bleiben Ihr Leben lang ledig. Ihre Ansprüche sind ja sagenhaft!“ (Wenn er wüsste, wie sagenhaft!) „Viel zu hoch. Und jetzt verstehe ich auch, wieso Geld eine so große Anziehungskraft auf Sie ausübt. Sie müssen ja allein zurechtkommen, Sie werden nämlich sicher nie einen Mann, einen …“
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